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Wirkungen der Schisandra-Beere
Wirkungen der Schisandra-Beere

Schisandra – Wirkungen und Nebenwirkungen der „Frucht der fünf Geschmäcker“

Die Schisandra-Beere, die im Chinesischen „Wu Wei Zi“ (Frucht der fünf Geschmäcker) heißt, wird bereits seit vielen Jahrtausenden im TCM (traditionelle chinesische Medizin) bei unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt. Sie soll dazu beitragen können, dem Körper mehr Vitalität und Stärke zu schenken und sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auszuwirken.

Schisandra gilt als Powerfrucht, die immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Verantwortlich dafür sind die hochwertigen Inhaltsstoffe wie Vitamine (A, B1, B2, B3, Provitamin A, C, E), Mineralstoffe (Eisen, Kalzium, Magnesium), Spurenelemente (Jod, Kalium, Kobalt, Natrium, Selen), Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure), Proteine, Lignane, Flavonoide, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. All diese Stoffe in der kleinen Wunderbeere, die zugleich süß, sauer, bitter, salzig und warm schmeckt, sollen für die positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus Einfluss nehmen können.

Die Wirkungen der Schisandra

Der Schisandra-Beeere werden die unterschiedlichsten Wirkungen nachgesagt. Sie soll

  • entzündungshemmend
  • immunstärkend
  • blutreinigend und entgiftend
  • stressmindernd und ausgleichend
  • krampflösend
  • adaptogen (anpassend)
  • regenerierend
  • cholesterinsenkend
  • aphrodisierend

wirken können. Ihr wird zudem nachgesagt, sie können Müdigkeit reduzieren und zudem zu einer Verbesserung der Ausdauer und Arbeitsfähigkeit führen. Eingesetzt wird sie aufgrund ihrer Eigenschaften auch zur Reduzierung von Heißhunger-Attacken sowie als Anti-Aging-Mittel und bei Problemen im Rahmen des Prämenstruellen Syndroms.

Auch einige Studien wurden zur Wirksamkeit der Schisandra-Beere schon durchgeführt:

Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit

In einigen Untersuchungen stellte sich heraus, dass das Extrakt der Schisandra-Beere auf die geistigen Fähigkeiten positive Effekte haben kann.

So zeigten sich sowohl bei dem alleinigen Verzehr als auch bei der Einnahme einer Kombination aus Schisandra mit Rhodiola rosea und sibirischem Ginseng in einer Untersuchung bei den Teilnehmern eine erhöhte Aufmerksamkeit, eine schnellere Auffassungsgabe sowie eine verbesserte Konzentration. (1)
Im Gegensatz zu Kaffee enthält se aber kein Koffein und wirkt auch nicht so, so dass Ruhelosigkeit, Nervosität und erhöhter Herzschlag ausbleiben.

Zusätzlich können Schisandra-Beeren auch beruhigend wirken, wodurch sie Erschöpfung sowie Müdigkeit mindern können. (2)

In einigen Studien konnte außerdem festgestellt werden, dass Schisandra auf psychische und auch neurologische Erkrankungen wie Depressionen, Alkoholismus, Alzheimer oder gar Schizophrenie eine vorbeugende Wirkung haben könnte. (3)

Entzündungshemmende Wirkung von Schisandra unter die Lupe genommen

In einigen Studien zeigte sich, dass Schisandra eine entzündungshemmende Wirkung zu haben scheint. (4, 5)

So deutete beispielsweise eine Studie aus dem Jahr 2013 auf diese Wirkung der kleinen Schisandra-Beere hin, welche im Fachmagazin „Environmental Toxicology and Pharmacology“ veröffentlicht wurde.
Untersucht wurden in dieser Studie die Effekte von Schisandra-Extrakten auf weiße Blutkörperchen, welche entzündet waren. Es zeigte sich, dass durch die Extrakte eine Ausbreitung der Entzündungen gehemmt werden konnte. (6)

Wirkung von Schisandra auch bei Hepatitis möglich?

In Untersuchungen zeigte sich, dass durch Extrakte der Schisandra-Beere eine Verringerung der Werte des Enzyms Alanin-Aminotransferase (ALAT) bei Personen mit Hepatitis erfolgte. Anhand dieser Werte lässt sich der Grad der Schädigung der Leber beurteilen. Je höher die Werte, umso höher auch die Schädigung. (7)
Zur genauen Wirkung gegen Hepatitis sind aber noch weitere Untersuchungen notwendig.

Weitere mögliche Wirkungen der Schisandra-Beere

Die traditionelle chinesische Medizin setzte Schisandra auch bei weiteren Beschwerden ein. Allerdings gibt es zu bestimmten Wirkungen bislang noch nicht ausreichend wissenschaftliche Belege:

  • Verbesserungen der physischen Leistungsfähigkeit sowie der Ausdauer und Koordination
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Kurzsichtigkeit
  • Lungenentzündung
  • Senkung der Intensität und Häufigkeit von Fieberanfällen im Rahmen des familiären Mittelmeerfiebers durch ein Kombinationsprodukt mit Schisandra

Schisandra-Beere – Nebenwirkungen sind möglich

Bislang sind keine Nebenwirkungen bekannt, die mit der Anwendung von Schisandra in Zusammenhang stehen. Allerdings wird empfohlen, die empfohlene Tagesdosis nicht zu überschreiten. So wurden beim Verzehr einer deutlich größeren Menge bereits Beschwerden im Magenbereich sowie eine Hemmung des Appetits beobachtet. Auch von Juckreiz und Ausschlag wurde berichtet.

Sofern die empfohlene Verzehrmenge für Schisandra aber eingehalten wird, gilt die Beere als sicher.

Da bereits festgestellt werden konnte, dass Schisandra zu Fehlgeburten führen kann, sollten schwangere Frauen Abstand von der kleinen Beere nehmen. Auch stillende Frauen sollten Schisandra besser meiden, da hier bislang noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Weiterhin raten verschiedene Experten von der Einnahme von Schisandra bei Epilepsie-Patienten ab. Zwar konnten die genauen Hintergründe dafür bislang nicht abschließend geklärt werden, jedoch liegt die mögliche Ursache in der stimulierenden Wirkung der Schisandra-Beere auf das zentrale Nervensystem.

Studien:
(1) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22039930
(2) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19500070
(3) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23333311
(4) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4285959/
(5) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18625216
(6) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1382668913000884
(7) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22610748

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