Ein Seecontainer ist eine verlockend einfache Idee. Hingestellt, abgeschlossen, fertig. Ob als Lager im Garten, Werkstatt auf dem Grundstück oder praktischer Stauraum beim Umzug – die Einsatzmöglichkeiten sind real und die Kosten überschaubar. Trotzdem stolpern viele Käufer über dieselben Fragen: Welche Größe brauche ich eigentlich? Was ist mit dem Boden drunter? Und darf der Container überhaupt einfach so stehen?
Wer in Hamburg einen Seecontainer kaufen will, tut gut daran, sich diese Fragen vor dem Kauf zu stellen – nicht danach.
Welche Größe passt zu meinem Vorhaben?
Die gängigsten Containergrößen sind 10, 20 und 40 Fuß. Für die meisten privaten Zwecke ist der 20-Fuß-Container die erste Wahl: rund 6 Meter lang, knapp 2,5 Meter breit, etwa 2,4 Meter hoch im Inneren. Das ergibt rund 33 Kubikmeter Nutzraum – genug für Gartenmöbel, Fahrräder, Werkzeug, Umzugsgut oder den kompletten Inhalt einer kleinen Wohnung.
Der 40-Fuß-Container verdoppelt die Fläche auf gut 12 Meter Länge. Er eignet sich für gewerbliche Nutzung, größere Werkstätten oder wer dauerhaft viel Platz braucht. Auf privaten Grundstücken ist er wegen seiner Länge nicht immer problemlos aufzustellen – der Wendekreis beim Liefertransport und die Platzverhältnisse sollten vorab geprüft werden.
Wer viel Höhe braucht – etwa für Regale, einen Büroausbau oder sperriges Gut – greift zum High-Cube-Modell. Es ist mit 2,70 Meter Innenhöhe rund 30 Zentimeter höher als der Standard und damit für viele Anwendungen deutlich komfortabler. Der Aufpreis auf dem Gebrauchtmarkt hält sich in Grenzen.
Neu oder gebraucht – was ist sinnvoller?
Für die meisten privaten Käufer ist ein gebrauchter Container in gutem Zustand die richtige Wahl. Neue Container kosten je nach Größe zwischen 3.000 und 6.000 Euro, gebrauchte Einheiten sind ab rund 1.500 Euro zu haben. Der Zustandsunterschied ist dabei oft geringer als erwartet – gerade sogenannte Einmaltransport-Container, die nur eine Überfahrt hinter sich haben, sind häufig in hervorragendem Zustand.
Beim Gebrauchtkauf lohnt es sich, auf folgende Punkte zu achten: Sind die Türdichtungen noch intakt und schließen die Türen dicht? Gibt es Durchrostungen an Wänden, Boden oder Eckbeschlägen – nicht nur Oberflächenrost, der kosmetisch ist, sondern echte Löcher oder Schwachstellen? Wie sind die Bodenbretter? Die meisten Container haben mit Pestiziden behandelte Holzböden, was für normale Lagerung kein Problem ist, für Lebensmittel oder Kinderspielzeug aber relevant sein kann.
Seriöse Anbieter wie Contivus stellen vor dem Seecontainer kaufen in Hamburg aktuelle Fotos bereit und ermöglichen eine Besichtigung vor Ort. Wer das nicht angeboten bekommt, sollte skeptisch sein.
Was muss unter den Container?
Ein Seecontainer wiegt leer zwischen 2.000 und 4.000 Kilogramm, je nach Größe. Er braucht keinen durchgehenden Betonboden, aber er braucht Auflagepunkte, die sein Gewicht tragen – und die eben sind, damit sich die Konstruktion nicht verzieht und die Türen nicht klemmen.
Die einfachste Lösung sind vier bis sechs Schwerlastpflastersteine oder Betonblöcke, die unter den Eckbeschlägen platziert werden. Wichtig: Der Container sollte nie direkt auf der Erde stehen, da Feuchtigkeit von unten die Korrosion beschleunigt und die Bodenbretter schädigt. Eine leichte Neigung nach hinten oder zur Seite hilft zudem beim Wasserablauf vom Dach.
Wer dauerhaft plant, kann eine kleine Betonfundamentierung in Betracht ziehen – ist aber in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig.
Genehmigung in Hamburg: Was gilt?
Das ist die Frage, die viele bis zuletzt aufschieben – und das ist ein Fehler. In Hamburg gilt wie überall in Deutschland: Ein Seecontainer, der dauerhaft auf einem Grundstück aufgestellt wird, ist eine bauliche Anlage im Sinne der Hamburgischen Bauordnung und grundsätzlich genehmigungspflichtig.
Für temporäre Aufstellungen bis zu drei Monaten gibt es Ausnahmen, die aber eng definiert sind. Wer einen Container dauerhaft im Garten oder auf einem Gewerbegrundstück stehen haben will, kommt um eine Baugenehmigung oder zumindest eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bezirksamt nicht herum.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: der Bebauungsplan des Grundstücks, die Abstände zu Nachbargrundstücken und öffentlichen Flächen sowie die Art der geplanten Nutzung. Wer in einem reinen Wohngebiet wohnt, hat andere Rahmenbedingungen als jemand mit einem Grundstück in einem Mischgebiet oder einer Gewerbelage.
Der praktische Tipp: Vor dem Kauf kurz beim Bezirksamt nachfragen. Eine formlose Bauvoranfrage ist unkompliziert und gibt Rechtssicherheit. Hamburg hat sieben Bezirke mit jeweils eigenem Bauamt – welches zuständig ist, hängt vom Standort des Grundstücks ab.
Lieferung und Aufstellung richtig planen
Ein Seecontainer wird per LKW mit Haken- oder Abrollkipper angeliefert und braucht ausreichend Zufahrt sowie Rangierplatz. Für einen 20-Fuß-Container sind mindestens 10 Meter freie Auffahrt nötig, beim 40-Fuß-Modell deutlich mehr. Tiefhängende Äste, Einfahrtstore unter 4 Metern Höhe oder enge Zufahrten können die Lieferung unmöglich machen.
Wer das vorab klärt, spart sich Stress am Liefertag. Viele Händler bieten eine kurze Vorabbesichtigung der Anfahrtssituation an oder geben konkrete Anforderungen durch. Diesen Service sollte man nutzen – ein Container, der nicht zugestellt werden kann, ist ein teures Ärgernis.

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