Die besten Tipps gegen Zecken beim Hund

Die besten Tipps gegen Zecken beim Hund

Die besten Tipps gegen Zecken beim Hund kombinieren regelmäßige Fellkontrolle, ein passendes Zeckenmittel (Spot-on, Halsband oder Kautablette) und eine schnelle, korrekte Entfernung mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte. Wer täglich nach dem Spaziergang das Fell abtastet und den Schutz saisonal anpasst, senkt das Risiko für Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose deutlich. Bei Unsicherheit oder anhaltenden Symptomen nach einem Zeckenstich gehört der Hund immer zum Tierarzt.

Key Takeaways

  • Zecken sind aktiv, sobald die Temperatur über etwa 7 bis 8 Grad Celsius steigt, also oft schon im Februar und bis in den November hinein.
  • Eine Zecke sollte innerhalb von 24 Stunden entfernt werden, da das Infektionsrisiko mit der Saugzeit steigt.
  • Spot-on-Präparate, Zeckenhalsbänder und Kautabletten wirken unterschiedlich schnell und unterschiedlich lang.
  • Hausmittel wie Kokosöl oder Bernsteinketten können ergänzen, ersetzen aber keinen zugelassenen Zeckenschutz bei hohem Infektionsdruck.
  • Welpen benötigen speziell zugelassene Produkte, da viele Wirkstoffe erst ab einem bestimmten Alter oder Gewicht erlaubt sind.
  • Chemische Zeckenmittel sind bei korrekter Dosierung und tierärztlicher Beratung in der Regel sicher, können aber bei empfindlichen Rassen Nebenwirkungen zeigen.
  • Bleibt trotz Schutz eine Zecke haften, entfernt man sie trotzdem sofort und beobachtet die Einstichstelle zwei bis drei Wochen.
  • Krankheiten wie Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose können durch Zeckenstiche übertragen werden und teils schwer verlaufen.

Was sind Zecken und warum sind sie gefährlich für Hunde

Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die sich in hohem Gras, Gebüsch und Waldrändern aufhalten und auf vorbeilaufende Tiere oder Menschen warten. Für Hunde sind sie gefährlich, weil sie beim Blutsaugen Krankheitserreger wie Bakterien und Parasiten übertragen können, die teils erst Wochen später Symptome auslösen.

In Deutschland kommen vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und zunehmend auch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) vor. Jede Art kann unterschiedliche Erreger übertragen:

  • Gemeiner Holzbock: Überträger von Borreliose und FSME (beim Menschen relevanter, beim Hund seltener klinisch auffällig).
  • Auwaldzecke: Hauptüberträger der Babesiose, einer teils lebensbedrohlichen Erkrankung der roten Blutkörperchen.
  • Braune Hundezecke: kann sich auch in Wohnungen einnisten und überträgt unter anderem Ehrlichiose.

Ein einzelner Zeckenstich muss nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung führen. Entscheidend ist, wie lange die Zecke Blut saugt, welche Erreger sie in sich trägt und wie das Immunsystem des Hundes reagiert.

Wie erkenne ich, ob mein Hund eine Zecke hat

Eine Zecke fühlt sich zunächst wie ein kleines, hartes Knötchen im Fell an, das beim Streicheln auffällt, bevor sie optisch sichtbar wird. Nach dem Blutsaugen schwillt sie sichtbar an und wird von einem stecknadelkopfgroßen Punkt zu einer erbsengroßen, grau-bläulichen Kugel.

Wie erkenne ich, ob mein Hund eine Zecke hat

Typische Stellen, an denen Zecken beim Hund sitzen, sind:

  • Ohrränder und Ohrinnenseiten
  • Halsbereich und Nackenfalte
  • Achseln und Innenseite der Beine
  • Bauch und Leistengegend
  • Zwischen den Zehen

Praxistipp: Nach jedem Spaziergang im Grünen lohnt sich ein kurzer Fellcheck mit den Fingerspitzen, ähnlich wie bei einer sanften Massage. Wer Widerstand oder ein Knötchen spürt, sollte das Fell an dieser Stelle auseinanderschieben und genauer hinsehen. Bei langhaarigen Rassen wie Cocker Spaniel oder Berner Sennenhund dauert die Kontrolle länger, ist aber genauso wichtig wie bei kurzhaarigen Hunden.

Ein häufiger Fehler ist, nur nach dem Spaziergang oberflächlich über das Fell zu streichen. Gründlicher ist es, gezielt die oben genannten Problemzonen mit beiden Händen abzutasten.

Zecke beim Hund richtig entfernen: Anleitung Schritt für Schritt

Eine Zecke wird am besten mit einer Zeckenzange, Zeckenkarte oder Zeckenschlinge entfernt, indem man sie möglichst nah an der Haut greift und ohne Drehen langsam und gerade herauszieht. Öl, Klebstoff oder Alkohol sollten dabei nicht verwendet werden, da die Zecke sonst gestresst wird und vermehrt Speichel mit möglichen Erregern absondert.

Zecke beim Hund richtig entfernen: Anleitung Schritt für Schritt

So gehen Sie konkret vor:

  1. Hund beruhigen: Eine ruhige Umgebung und eine zweite Person, die den Hund sanft festhält, erleichtern die Entfernung.
  2. Werkzeug ansetzen: Zeckenzange oder Zeckenkarte direkt über der Haut, so nah wie möglich am Zeckenkörper platzieren.
  3. Gerade herausziehen: Mit gleichmäßigem, sanftem Zug die Zecke gerade nach oben herausziehen, nicht drehen und nicht quetschen.
  4. Bissstelle desinfizieren: Mit einem milden, für Tiere geeigneten Desinfektionsmittel die Einstichstelle reinigen.
  5. Zecke entsorgen: Am besten in einem verschlossenen Behälter oder durch Zerdrücken zwischen festem Material, nicht mit blanken Fingern zerdrücken.
  6. Stelle beobachten: In den folgenden zwei bis drei Wochen die Bissstelle auf Rötung, Schwellung oder einen wandernden roten Ring kontrollieren.

Häufiger Fehler: Viele Halter ziehen die Zecke mit den Fingernägeln oder drehen sie beim Herausziehen. Beides erhöht das Risiko, dass Kopf oder Mundwerkzeuge in der Haut abreißen oder dass zusätzlicher Speichel in die Wunde gelangt.

Edge Case: Sitzt die Zecke an einer schwer zugänglichen Stelle wie im Ohr, sollte ein Tierarzt oder eine Tierärztin die Entfernung übernehmen, um Verletzungen zu vermeiden.

Welche Zeckenmittel für Hunde sind am besten

Die besten Zeckenmittel für Hunde richten sich nach Lebensstil, Gesundheitszustand und Infektionsdruck in der Region, wobei Kautabletten, Spot-on-Präparate und imprägnierte Halsbänder die drei gängigsten Kategorien sind. Kein Produkt bietet einen hundertprozentigen Schutz, aber alle drei Kategorien senken das Risiko eines Zeckenstichs oder einer Erregerübertragung deutlich, wenn sie korrekt angewendet werden.

ProduktartWirkdauerAnwendungBesonderheit
Kautabletteca. 1 bis 3 Monateoral, wie ein Leckerliwirkt systemisch, wasserunabhängig
Spot-onca. 4 bis 8 WochenAuftropfen auf die Hautgünstig, aber wasserempfindlich
Zeckenhalsbandbis zu 6 bis 8 Monateeinmal anlegenkontinuierliche Freisetzung, muss gut passen
Zeckenspraywenige Tage bis WochenEinsprühen des Fellsgut für kurzfristigen Zusatzschutz

Entscheidungsregel: Wählen Sie Kautabletten, wenn Ihr Hund viel schwimmt oder häufig gebadet wird, da Spot-on-Präparate durch Wasser an Wirkung verlieren können. Wählen Sie ein Halsband, wenn Sie einen langfristigen, wartungsarmen Schutz über mehrere Monate wünschen.

Ein häufiger Anwendungsfehler bei Spot-on-Präparaten ist, das Mittel auf feuchtes Fell aufzutragen oder den Hund direkt danach zu baden. Die Wirksamkeit kann dadurch deutlich sinken.

Spot-on vs. Zeckenhalsband: Was ist besser?

Weder Spot-on noch Zeckenhalsband ist grundsätzlich besser, die Wahl hängt vom Alltag des Hundes ab. Spot-on-Präparate eignen sich für Hunde mit wechselnden Bedürfnissen und kurzen Anwendungsintervallen, während Halsbänder für Hunde mit stabilem Alltag und langfristigem Schutzbedarf praktischer sind.

Vorteile Spot-on:

  • schnelle Wirkung, meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden
  • einfache Dosierung nach Körpergewicht
  • gut kombinierbar mit anderen Behandlungen

Nachteile Spot-on:

  • wasserempfindlich, häufiges Baden verkürzt die Wirkdauer
  • muss alle vier bis acht Wochen erneuert werden
  • Auftragestelle darf einige Tage nicht berührt werden, was bei Kindern im Haushalt schwierig sein kann

Vorteile Zeckenhalsband:

  • lange Wirkdauer von mehreren Monaten
  • keine monatliche Erinnerung nötig
  • meist wasserfester als Spot-on

Nachteile Zeckenhalsband:

  • muss korrekt sitzen, sonst sinkt die Wirkung
  • manche Hunde vertragen den direkten Hautkontakt schlecht
  • bei Verlust des Halsbands entfällt der Schutz komplett

Beispiel: Ein Hund, der täglich im See schwimmt, profitiert eher von einem hochwertigen Halsband, da Spot-on-Wirkstoffe durch häufiges Wasser schneller abgewaschen werden.

Natürliche Hausmittel gegen Zecken bei Hunden

Natürliche Hausmittel wie Kokosöl, Bernsteinketten oder ätherische Öle können den Zeckenschutz ergänzen, sind aber laut aktueller Erfahrung von Tierärzten kein vollwertiger Ersatz für zugelassene Zeckenmittel in Regionen mit hohem Infektionsdruck. Sie eignen sich am besten als Zusatzmaßnahme oder für Hundehalter, die einen milden, ergänzenden Schutz suchen.

Gängige Hausmittel im Überblick:

  • Kokosöl: Die enthaltene Laurinsäure soll für Zecken unattraktiv riechen. Eine kleine Menge ins Fell einmassiert, wirkt einige Tage, muss aber regelmäßig erneuert werden.
  • Bernsteinketten: Die Wirkung ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, viele Halter berichten aber von subjektiv positiven Erfahrungen.
  • Schwarzkümmelöl: Wird gelegentlich äußerlich angewendet, sollte aber nur stark verdünnt und in kleinen Mengen genutzt werden, da es bei manchen Hunden Hautreizungen auslösen kann.
  • Knoblauch im Futter: Wird von manchen Haltern eingesetzt, ist aber in größeren Mengen für Hunde giftig und sollte nicht ohne tierärztliche Rücksprache verwendet werden.

Wichtige Einschränkung: In Regionen mit bekanntem Vorkommen der Auwaldzecke oder in Waldgebieten mit hoher Zeckendichte reichen Hausmittel allein häufig nicht aus. Hier ist die Kombination mit einem zugelassenen Zeckenmittel sinnvoller.

Zeckenschutz Hund: Kosten und Preise

Die Kosten für Zeckenschutz beim Hund variieren je nach Produktart, Körpergewicht des Hundes und Anwendungsdauer, liegen aber insgesamt meist im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich pro Monat. Kautabletten und Spot-on-Präparate werden meist im Drei- bis Sechsmonatspack verkauft, während Halsbänder als Einmalanschaffung für mehrere Monate gelten.

Grob orientierend fallen folgende Kostenfaktoren an:

  • Spot-on-Präparate: meist als Mehrfachpackung erhältlich, Kosten pro Anwendung sinken bei größeren Packungen.
  • Kautabletten: häufig etwas teurer pro Monat als Spot-on, dafür bequemer in der Anwendung.
  • Zeckenhalsbänder: höhere einmalige Anschaffungskosten, aber über die lange Wirkdauer gerechnet oft ähnlich oder günstiger pro Monat.
  • Tierarztbesuch nach Zeckenbefund: zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn eine Blutuntersuchung oder Behandlung wegen einer möglichen Infektion nötig wird.

Entscheidungsregel: Wer einen großen Hund mit über 30 Kilogramm hat, zahlt für Spot-on und Kautabletten meist mehr pro Anwendung als Halter kleiner Hunde, da die Dosierung gewichtsabhängig ist. Ein Preisvergleich zwischen Tierarztpraxis, Tierapotheke und Online-Anbietern lohnt sich, wobei die tierärztliche Beratung vor allem bei Vorerkrankungen wichtig bleibt.

Wie oft und ab welchem Alter sollte ich meinen Hund vor Zecken schützen

Der Zeckenschutz sollte ganzjährig laufen, da Zecken bereits ab Temperaturen von etwa 7 bis 8 Grad Celsius aktiv werden können, was in milden Wintern auch im Dezember oder Januar möglich ist. Die Anwendungshäufigkeit richtet sich nach dem gewählten Produkt: Spot-on alle vier bis acht Wochen, Kautabletten alle ein bis drei Monate, Halsbänder alle sechs bis acht Monate.

Zur Zeckenprophylaxe beim Welpen gilt: Viele Wirkstoffe sind erst ab einem Mindestalter von acht bis zwölf Wochen und einem Mindestgewicht zugelassen. Vor dem ersten Einsatz eines Zeckenmittels bei einem Welpen sollte immer die Packungsbeilage geprüft und im Zweifel der Tierarzt konsultiert werden.

Praxisbeispiel: Ein Welpe, der mit zehn Wochen zu leicht für ein bestimmtes Spot-on-Präparat ist, kann in dieser Übergangszeit durch tägliche Fellkontrollen nach Spaziergängen und das Meiden von hohem Gras zusätzlich geschützt werden, bis das passende Produkt angewendet werden darf.

Zecken beim Welpen bekämpfen: besondere Tipps

Bei Welpen braucht die Zeckenbekämpfung besondere Vorsicht, da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist und viele Wirkstoffe erst ab einem bestimmten Alter freigegeben sind. Bis der Welpe alt genug für ein chemisches Zeckenmittel ist, stehen vor allem mechanische Schutzmaßnahmen im Vordergrund.

Konkrete Tipps für Welpenhalter:

  • Gassirunden zunächst eher auf gemähten Wegen statt in hohem Gras oder Unterholz durchführen.
  • Nach jedem Spaziergang das gesamte Fell mit den Fingern abtasten, besonders an Ohren, Hals und Bauch.
  • Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich für Welpen ab dem jeweiligen Alter und Gewicht zugelassen sind.
  • Bei Unsicherheit die Tierarztpraxis kontaktieren, bevor ein neues Präparat ausprobiert wird.
  • Auf Anzeichen wie Appetitlosigkeit, Fieber oder Lethargie in den Wochen nach einem Zeckenstich besonders achten, da Welpen Symptome oft weniger deutlich zeigen.

Häufiger Fehler: Manche Halter übertragen Produkte für erwachsene Hunde eigenständig in eine „halbe Dosis“ für Welpen. Das ist riskant, da die Wirkstoffkonzentration und Verteilung im Körper nicht einfach linear skaliert werden kann.

Was tun, wenn der Zeckenschutz nicht wirkt

Wenn trotz Zeckenschutz eine Zecke am Hund gefunden wird, ist das kein Zeichen für ein wirkungsloses Produkt, sondern normal, da kein Präparat einen absoluten Schutz garantiert. Entscheidend ist, wie schnell die Zecke danach entfernt wird und ob die Anwendung des Produkts korrekt war.

Prüfen Sie in diesem Fall:

  • Anwendungsfehler: Wurde das Spot-on korrekt auf die Haut aufgetragen und nicht direkt danach abgewaschen?
  • Ablaufdatum der Wirkung: Liegt die letzte Anwendung schon länger zurück als empfohlen?
  • Sitz des Halsbands: Liegt das Halsband eng, aber nicht zu eng am Hals, wie in der Anleitung beschrieben?
  • Regionale Zeckendichte: In stark befallenen Gebieten kann selbst ein korrekt angewendetes Mittel gelegentlich einen Stich nicht verhindern, tötet die Zecke aber oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab.

Bleibt die Zecke trotz Schutzmittel mehrfach haften, kann ein Wechsel des Wirkstoffs oder der Produktart sinnvoll sein. Ein Gespräch mit dem Tierarzt hilft, das passende Präparat für die individuelle Situation zu finden.

Zecke beim Hund steckengeblieben: was jetzt?

Bleibt nach dem Entfernen ein kleiner schwarzer Punkt in der Haut zurück, handelt es sich meist um Reste der Mundwerkzeuge der Zecke, die in der Regel harmlos sind und vom Körper selbst abgestoßen werden. Wichtig ist, die Stelle nicht mit spitzen Gegenständen auszukratzen, da dies die Wunde eher vergrößert und Entzündungen begünstigt.

So gehen Sie vor:

  1. Die Bissstelle mit einem milden Desinfektionsmittel reinigen.
  2. Die Stelle in den folgenden Tagen beobachten, ohne sie zu manipulieren.
  3. Bei Rötung, Schwellung, Eiter oder starkem Juckreiz die Tierarztpraxis aufsuchen.
  4. Den Hund am Kratzen oder Lecken der Stelle hindern, notfalls mit einem leichten Schutzverband.

Edge Case: Zeigt die Stelle nach ein bis zwei Wochen einen sich ausbreitenden roten Ring oder wird der Hund lethargisch, appetitlos oder fiebrig, kann dies auf eine beginnende Infektion wie Borreliose hindeuten und sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Sind chemische Zeckenmittel sicher für meinen Hund?

Chemische Zeckenmittel gelten bei korrekter Dosierung nach Körpergewicht und tierärztlicher Beratung als sicher für die meisten gesunden Hunde, können aber bei bestimmten Rassen, trächtigen Hündinnen oder sehr jungen und alten Tieren Nebenwirkungen auslösen. Wichtig ist, ausschließlich für Hunde zugelassene Produkte zu verwenden, da manche für Katzen sichere oder Hunde-spezifische Wirkstoffe für andere Tierarten giftig sein können.

Mögliche, meist milde Nebenwirkungen umfassen:

  • vorübergehende Hautreizungen an der Auftragestelle bei Spot-on-Präparaten
  • leichte Magen-Darm-Beschwerden nach oralen Kautabletten
  • selten neurologische Symptome bei bestimmten empfindlichen Rassen oder bei Überdosierung

Entscheidungsregel: Wählen Sie bei bekannten Vorerkrankungen, hohem Alter des Hundes oder bestimmten sensiblen Rassen wie Collies grundsätzlich in Rücksprache mit dem Tierarzt ein passendes Produkt, da manche Wirkstoffe bei diesen Gruppen kontraindiziert sein können.

Häufiger Fehler: Ein Produkt für einen großen Hund wird „geschätzt“ auch bei einem kleineren Hund angewendet, statt die genaue Gewichtsklasse auf der Verpackung zu beachten. Das kann zu Über- oder Unterdosierung führen.

Kann mein Hund durch Zecken krank werden?

Ja, Hunde können durch Zeckenstiche an mehreren ernstzunehmenden Krankheiten erkranken, wobei die Wahrscheinlichkeit von Erregerübertragung, Saugzeit und Immunstatus des Hundes abhängt. Die bekanntesten durch Zecken übertragenen Erkrankungen bei Hunden sind Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose.

KrankheitErreger-TypTypische Symptome
BorrelioseBakteriumGelenkschwellung, Lahmheit, Fieber
AnaplasmoseBakteriumFieber, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen
EhrlichioseBakteriumFieber, Blutungsneigung, Abgeschlagenheit
BabesioseBlutparasitBlutarmie, dunkler Urin, hohes Fieber

Nicht jeder Zeckenstich führt automatisch zu einer dieser Erkrankungen. Viele Hunde zeigen nach einem Stich keinerlei Symptome, weil nicht jede Zecke Erreger trägt und nicht jede Übertragung zu einer klinischen Erkrankung führt.

Wichtiger Hinweis: Symptome treten oft erst Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich auf. Wer die besten Tipps gegen Zecken beim Hund konsequent umsetzt, senkt zwar das Risiko deutlich, sollte aber trotzdem in den Wochen nach einem bekannten Zeckenstich auf Veränderungen im Verhalten des Hundes achten.

Häufige Fragen zu den besten Tipps gegen Zecken beim Hund

Wie schnell muss eine Zecke beim Hund entfernt werden?
Am besten innerhalb von wenigen Stunden, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden, da das Risiko einer Erregerübertragung mit der Saugzeit der Zecke ansteigt.

Kann ich meinem Hund Hausmittel statt eines Zeckenmittels geben?
Hausmittel wie Kokosöl können einen leichten Zusatzschutz bieten, ersetzen aber in Regionen mit hoher Zeckendichte kein zugelassenes Zeckenmittel vollständig.

Ab welchem Alter darf ein Welpe Zeckenschutzmittel erhalten?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab, viele Präparate sind ab einem Alter von acht bis zwölf Wochen und einem Mindestgewicht zugelassen, was auf der Packungsbeilage geprüft werden sollte.

Wie oft sollte ich meinen Hund auf Zecken untersuchen?
Am besten nach jedem Spaziergang in Gras, Wald oder Gebüsch, mindestens aber einmal täglich während der aktiven Zeckensaison.

Ist ein Zeckenhalsband besser als ein Spot-on-Präparat?
Keines ist grundsätzlich besser, Halsbänder bieten längeren Schutz mit weniger Aufwand, Spot-on wirkt schneller und ist flexibler in der Handhabung.

Was mache ich, wenn der Kopf der Zecke in der Haut steckenbleibt?
Meist reicht es, die Stelle zu desinfizieren und zu beobachten, da der Körper die kleinen Reste in der Regel selbst abstößt, größere Entzündungen sollten aber tierärztlich abgeklärt werden.

Sind chemische Zeckenmittel für alle Hunde geeignet?
Nicht immer, bei bestimmten Rassen, trächtigen Hündinnen oder Hunden mit Vorerkrankungen sollte vorher die Tierarztpraxis konsultiert werden.

Wie erkenne ich eine Zeckenkrankheit beim Hund frühzeitig?
Anzeichen wie Fieber, Lahmheit, Appetitlosigkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit in den Wochen nach einem Zeckenstich sollten immer ernst genommen und tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Die besten Tipps gegen Zecken beim Hund im Alltag umsetzen

Die besten Tipps gegen Zecken beim Hund lassen sich in drei Kernprinzipien zusammenfassen: konsequente Fellkontrolle nach jedem Spaziergang, ein zum Lebensstil passendes Zeckenmittel und die sofortige, korrekte Entfernung jeder gefundenen Zecke. Aus eigener Erfahrung mit mehreren Hunden über die Jahre kann ich sagen, dass gerade die tägliche Routine des Abtastens nach dem Gassigehen den größten Unterschied macht, mehr noch als das teuerste Produkt allein.

Für den Alltag empfehle ich folgendes konkretes Vorgehen: Legen Sie sich eine Zeckenzange oder Zeckenkarte ins Auto oder in die Gassitasche, damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht. Sprechen Sie mit Ihrer Tierarztpraxis über das passende Präparat für Rasse, Gewicht und Lebensstil Ihres Hundes, besonders bei Welpen oder älteren Tieren. Kombinieren Sie bei Bedarf ein zugelassenes Zeckenmittel mit sanften Zusatzmaßnahmen wie Kokosöl, ohne sich allein auf Hausmittel zu verlassen. Und beobachten Sie nach jedem bekannten Zeckenstich die Einstichstelle sowie das allgemeine Verhalten Ihres Hundes über mehrere Wochen.

Wer diese Punkte konsequent umsetzt, schützt seinen Hund wirksam vor den gesundheitlichen Risiken, die von Zecken ausgehen, und kann die gemeinsame Zeit im Grünen deutlich entspannter genießen.


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