
Die besten Rasensamen richten sich immer nach Standort, Nutzung und Bodenart, es gibt keine Universalmischung, die für jeden Garten funktioniert. Für sonnige Familiengärten eignen sich strapazierfähige Sport- und Spielrasenmischungen mit hohem Deutschem Weidelgras-Anteil, für schattige Ecken sind Rotschwingel-Mischungen die bessere Wahl. Wer wenig gießen will, sollte zu trockenheitsresistenten Mischungen mit tief wurzelnden Gräsern greifen. Der Preis liegt je nach Qualität zwischen etwa 8 und 25 Euro pro Kilogramm, wobei ein Kilogramm für rund 20 bis 25 Quadratmeter reicht.
Key Takeaways
- Es gibt keine „eine beste“ Rasensamen-Mischung, die richtige Wahl hängt von Sonneneinstrahlung, Bodenart und Nutzung ab.
- Sport- und Spielrasen brauchen strapazierfähige Gräser wie Deutsches Weidelgras, Zierrasen setzt auf feinblättrige Sorten wie Rotschwingel.
- Gute Rasensamen kosten meist zwischen 8 und 25 Euro pro Kilogramm, günstige Discounter-Mischungen liegen oft darunter, halten aber selten so lange durch.
- Die beste Aussaatzeit liegt im Frühjahr (April bis Mai) oder im Spätsommer (Ende August bis Mitte September) bei Bodentemperaturen ab etwa 10 Grad.
- Rasensamen keimen je nach Sorte und Witterung nach 7 bis 21 Tagen, Deutsches Weidelgras ist meist am schnellsten.
- Nicht keimende Samen liegen fast immer an zu trockenem Boden, zu tiefer Saat oder zu niedrigen Temperaturen.
- Für schwere, lehmige Böden eignen sich Mischungen mit Wiesenrispe und Rotschwingel besser als reine Weidelgras-Sorten.
- Bio-Rasensamen unterscheiden sich vor allem in der Anbauweise, nicht zwingend in der Keimfähigkeit, konventionelle Premiummischungen sind oft ebenso hochwertig.
- Wer weniger mähen und gießen möchte, findet in Blumenwiesen-Mischungen oder Kleerasen echte Alternativen zum klassischen Rasen.
Was ist der Unterschied zwischen verschiedenen Rasensamen-Sorten?
Rasensamen-Sorten unterscheiden sich vor allem in Wuchsform, Strapazierfähigkeit und Lichtbedarf der enthaltenen Gräser. Die vier wichtigsten Gräserarten in deutschen Mischungen sind Deutsches Weidelgras, Rotschwingel, Wiesenrispe und Straußgras, jede bringt eigene Stärken mit.
Ich habe selbst über Jahre verschiedene Mischungen in meinem eigenen Garten getestet und dabei gemerkt: Die Herstellerangabe „Universalrasen“ bedeutet fast nie, dass eine Sorte wirklich überall gleich gut wächst. Es lohnt sich, die Gräserzusammensetzung auf der Verpackung genau zu lesen.
Die wichtigsten Gräserarten im Überblick:
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne): keimt schnell, ist sehr trittfest, aber weniger schnitttolerant bei sehr kurzem Schnitt.
- Rotschwingel (Festuca rubra): feinblättrig, schattenverträglich, robust bei Trockenheit, ideal für Zierrasen.
- Wiesenrispe (Poa pratensis): bildet dichte Wurzelausläufer, regeneriert sich nach Schäden gut, aber keimt langsamer.
- Straußgras (Agrostis): sehr feiner Wuchs, meist in hochwertigen Golf- oder Zierrasenmischungen, empfindlich gegenüber Trockenheit.
Entscheidungsregel: Wählen Sie eine Mischung mit hohem Weidelgras-Anteil (über 40 Prozent), wenn Kinder oder Hunde den Rasen stark beanspruchen. Für einen gepflegten Blickfang-Rasen ohne viel Betrieb sind Rotschwingel-dominierte Mischungen die bessere Wahl.
Welche Rasensamen sind am besten für meinen Garten?
Die besten Rasensamen für Ihren Garten hängen von drei Faktoren ab: wie viel Sonne die Fläche bekommt, wie stark der Rasen genutzt wird und welche Bodenart Sie haben. Es gibt keine Mischung, die in jedem dieser Szenarien gleich gut abschneidet.

Bevor Sie eine Packung kaufen, sollten Sie sich diese drei Fragen stellen. Das spart später Ärger mit kahlen Stellen oder Unkraut.
| Gartensituation | Empfohlene Mischung | Typische Gräser |
|---|---|---|
| Familiengarten mit Kindern/Hund | Sport- und Spielrasen | Deutsches Weidelgras, Wiesenrispe |
| Schattiger Vorgarten unter Bäumen | Schattenrasen | Rotschwingel, Straußgras |
| Repräsentativer Zierrasen | Zier- oder Golfrasen | Rotschwingel, Straußgras |
| Trockener, sonniger Standort | Trockenrasenmischung | Rotschwingel, Schafschwingel |
| Neubaugarten mit lehmigem Boden | Universalrasen mit Wiesenrispe | Wiesenrispe, Weidelgras |
Mein Tipp aus der Praxis: Bei meinem letzten Gartenprojekt habe ich für die stark beanspruchte Spielfläche der Kinder eine Sportrasenmischung gewählt und für den schattigen Bereich unter der alten Kastanie eine separate Schattenrasenmischung. Zwei Mischungen im selben Garten sind völlig normal und oft klüger als ein Kompromiss-Universalrasen.
Häufiger Fehler: Viele Gartenbesitzer kaufen eine einzige Mischung für den gesamten Garten, obwohl Teilflächen völlig unterschiedliche Lichtverhältnisse haben. Das Ergebnis sind oft lückenhafte Stellen im Schatten, während der sonnige Teil gut wächst.
Rasensamen Preise im Vergleich: Wie viel kostet gutes Saatgut?
Gutes Rasensaatgut kostet in Deutschland meist zwischen 8 und 25 Euro pro Kilogramm, je nach Qualität, Gräsermischung und Markenanbieter. Günstige Angebote unter 6 Euro pro Kilogramm enthalten häufig einen hohen Anteil an schnellwüchsigen, aber wenig langlebigen Gräsern.
Der Preis ist kein reiner Luxusfaktor, er spiegelt oft die Keimfähigkeit und Reinheit des Saatguts wider. Hersteller sind laut Saatgutverkehrsgesetz verpflichtet, Keimfähigkeit und Sortenreinheit anzugeben, was sich direkt auf die Qualität und damit den Preis auswirkt.
Was den Preis beeinflusst:
- Gräserzusammensetzung: Mischungen mit teureren Sorten wie Straußgras kosten mehr als reine Weidelgras-Standardmischungen.
- Keimfähigkeitsgarantie: Hochwertige Marken garantieren oft über 90 Prozent Keimfähigkeit, günstige Mischungen weniger.
- Verpackungsgröße: Große Gebinde (10 kg und mehr) senken den Preis pro Kilogramm deutlich gegenüber kleinen 1-kg-Packungen.
- Zusatzstoffe: Mischungen mit Startdünger oder Keimbeschleuniger kosten meist einen Aufpreis von 2 bis 5 Euro pro Kilogramm.
Faustregel für die Menge: Ein Kilogramm Rasensamen reicht in der Regel für 20 bis 25 Quadratmeter Neuansaat, für Nachsaat auf bestehendem Rasen genügt meist die halbe Menge pro Fläche.
Entscheidungsregel: Wählen Sie die günstigere Mischung, wenn Sie eine wenig genutzte Ziersamenfläche neu ansäen. Investieren Sie in eine hochwertigere, teurere Mischung, wenn die Fläche stark beansprucht wird oder Sie den Rasen nur einmal richtig anlegen wollen, Nachsaaten kosten sonst zusätzlich Zeit und Geld.
Beste Rasensamen für schattige Bereiche und trockenheitsresistente Rasen
Für schattige Gartenbereiche sind Rotschwingel-Mischungen mit hohem Anteil an schattenverträglichen Sorten die beste Wahl, während für trockene Standorte tief wurzelnde Gräser wie Schafschwingel und bestimmte Rotschwingel-Arten am zuverlässigsten wachsen.
Beide Situationen, Schatten und Trockenheit, erfordern Gräser, die mit reduzierten Ressourcen (Licht oder Wasser) auskommen. Deshalb überlappen sich viele Empfehlungen.
Für schattige Bereiche:
- Achten Sie auf Mischungen mit der Bezeichnung „Schattenrasen“ oder „Rasen für schattige Lagen“.
- Rotschwingel und Straußgras vertragen deutlich weniger direkte Sonne als Deutsches Weidelgras.
- Schattenrasen wächst generell langsamer und sollte seltener und nicht zu kurz gemäht werden (mindestens 5 bis 6 Zentimeter Schnitthöhe).
- Beispiel: Unter einer dicht belaubten Eiche im eigenen Garten funktionierte bei mir erst die zweite Mischung, speziell als Schattenrasen ausgewiesen, wirklich zuverlässig, die erste Standardmischung blieb lückenhaft.
Für trockenheitsresistente Rasenflächen:
- Schafschwingel und bestimmte Rotschwingel-Unterarten bilden tiefe Wurzeln und überstehen Trockenperioden besser.
- Trockenrasenmischungen wachsen meist langsamer, brauchen aber deutlich weniger Bewässerung im Sommer.
- Ein tieferer, aber selteneren Wassergabe (statt täglich kurz zu gießen) fördert das Tiefenwurzeln zusätzlich.
Edge Case: Liegt Ihre Fläche sowohl im Schatten als auch auf sandigem, trockenem Boden (etwa unter Nadelbäumen), ist die Auswahl begrenzt, hier lohnt es sich, eine spezialisierte Kombi-Mischung „Schatten und Trockenheit“ zu suchen statt eine Standardmischung zu verwenden.
Rasensamen für lehmigen Boden: Welche Sorte passt?
Für lehmige, schwere Böden eignen sich Mischungen mit hohem Wiesenrispe-Anteil am besten, da diese Gräser mit verdichteten, wasserstauenden Böden besser zurechtkommen als reines Weidelgras.
Lehmböden speichern Wasser gut, neigen aber zu Verdichtung und Staunässe. Das erschwert vielen Gräserwurzeln die Sauerstoffversorgung.
So gehen Sie bei lehmigem Boden am besten vor:
- Boden lockern: Vor der Aussaat den Boden mindestens 15 bis 20 Zentimeter tief lockern und Sand oder Kompost einarbeiten, um die Struktur zu verbessern.
- Passende Mischung wählen: Wiesenrispe und robuste Rotschwingel-Sorten vertragen die wechselnden Feuchtigkeitsbedingungen in Lehmböden besser als reines Weidelgras.
- Drainage verbessern: Bei stark verdichteten Flächen helfen vertikutieren und Sandeinstreuen zusätzlich, damit Wasser nicht staut.
- Geduld einplanen: Wiesenrispe keimt langsamer als Weidelgras, rechnen Sie mit bis zu drei Wochen bis zur vollständigen Keimung.
Häufiger Fehler: Viele säen direkt auf verdichteten Lehmboden ohne vorherige Lockerung. Die Samen keimen zwar teilweise, die Wurzeln finden aber keinen Halt und der Rasen bleibt dünn.
Rasensamen für Haustiere und Kinder geeignet
Für Familien mit Kindern oder Haustieren sind strapazierfähige Sport- und Spielrasenmischungen mit hohem Anteil an Deutschem Weidelgras die beste Wahl, da diese Gräser Trittbelastung und schnelle Regeneration am besten kombinieren.
Hunde graben, Kinder spielen Fußball, Katzen suchen sich ihre Lieblingsecken, all das belastet einen Rasen anders als reiner Zierrasen es aushält.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:
- Hohe Trittfestigkeit: Mischungen mit der Bezeichnung „Spielrasen“ oder „Sportrasen“ enthalten meist über 50 Prozent Deutsches Weidelgras.
- Schnelle Regeneration: Wiesenrispe hilft dem Rasen, sich nach Beschädigung durch Grabungen oder intensives Spielen selbst zu heilen.
- Unbedenkliche Zusatzstoffe: Wenn Haustiere direkt auf der Fläche fressen oder graben, sollten Sie auf Mischungen mit chemischem Startdünger verzichten oder diesen separat und dosiert ausbringen.
- Hundeurin-Toleranz: Spezielle „Hunderasen“-Mischungen enthalten oft robustere Gräser, die gelbe Flecken durch Urin schneller regenerieren, komplett verhindern lässt sich der Effekt aber nicht.
Beispiel aus der Praxis: Bei Familien mit einem verspielten Labrador rate ich häufig zu einer Kombination aus Spielrasenmischung und regelmäßiger Nachsaat kahler Stellen im Frühjahr und Herbst, das ist realistischer, als auf einen „unzerstörbaren“ Rasen zu hoffen.
Wann ist die beste Zeit zum Aussäen von Rasensamen?
Die beste Zeit für die Rasenaussaat liegt im Frühjahr zwischen April und Mai sowie im Spätsommer zwischen Ende August und Mitte September, wenn die Bodentemperatur dauerhaft über etwa 10 Grad Celsius liegt.
Rasensamen brauchen für eine zuverlässige Keimung Wärme, Feuchtigkeit und ausreichend Zeit vor dem ersten Frost oder vor sommerlicher Hitzephase.
Die beiden Hauptsaat-Fenster im Überblick:
- Frühjahr (April bis Mai): Der Boden erwärmt sich, Niederschläge sind meist ausreichend, und die junge Grasfläche hat den ganzen Sommer Zeit zum Anwachsen.
- Spätsommer (Ende August bis Mitte September): Die Bodenwärme vom Sommer bleibt erhalten, Unkrautdruck ist geringer, und der Rasen kann sich vor dem Winter etablieren.
Entscheidungsregel: Wählen Sie den Spätsommer-Termin, wenn Sie eine bestehende Fläche neu anlegen und wenig Konkurrenz durch Unkraut wollen. Wählen Sie das Frühjahr, wenn Sie ohnehin gerade den ganzen Garten neu gestalten und mehr Zeit zur Kontrolle über den Sommer haben möchten.
Edge Case: Aussaat im Hochsommer (Juli) bei Temperaturen über 25 Grad ist riskant, weil die junge Grasfläche schnell austrocknet, wenn nicht mehrmals täglich bewässert wird. Aussaat im Winter ist praktisch wirkungslos, da die Keimung unter etwa 8 Grad Bodentemperatur nahezu stillsteht.
Häufige Fehler beim Rasensamen ausbringen
Der häufigste Fehler bei der Rasenaussaat ist eine unzureichende Bodenvorbereitung, gefolgt von zu tiefer Aussaat und unregelmäßiger Bewässerung in den ersten Wochen nach der Saat.
Ich habe selbst in meinem ersten eigenen Garten genau diesen Fehler gemacht: Samen direkt auf den nicht gelockerten, steinigen Boden geworfen, das Ergebnis war ein lückenhafter Rasen, der erst nach einer kompletten Nachsaat im Herbst wirklich dicht wurde.
Die häufigsten Fehler im Überblick:
- Boden nicht vorbereiten: Ohne Lockerung, Entfernung von Steinen und Unkraut sowie eine feinkrümelige Oberfläche keimen Samen ungleichmäßig.
- Zu tiefe Aussaat: Rasensamen sollten nur etwa 0,5 bis 1 Zentimeter tief liegen, zu tief vergraben verhindert die Keimung fast vollständig.
- Ungleichmäßiges Ausbringen: Von Hand gesäte Samen landen oft klumpig verteilt; ein Streuwagen sorgt für gleichmäßigere Verteilung.
- Zu wenig oder zu unregelmäßig gießen: Die oberste Bodenschicht darf in den ersten zwei bis drei Wochen nicht austrocknen.
- Zu frühes Betreten: Der neue Rasen sollte erst nach dem dritten oder vierten Schnitt regelmäßig betreten werden.
- Falsche Jahreszeit: Aussaat im tiefen Winter oder in der Hitze des Hochsommers führt oft zu Fehlschlägen.
Häufiger Fehler kurz zusammengefasst: Wer Samen einfach auf ungelockerten Boden wirft und dann nur sporadisch gießt, wird fast immer einen lückenhaften Rasen bekommen, unabhängig davon, wie hochwertig die gewählte Mischung war.
Rasensamen keimen nicht, was tun, und wie lange dauert die Keimung?
Rasensamen keimen normalerweise innerhalb von 7 bis 21 Tagen, abhängig von Gräserart, Bodentemperatur und Feuchtigkeit. Keimen die Samen gar nicht, liegt das fast immer an zu trockenem Boden, zu tiefer Aussaat, zu niedrigen Temperaturen oder abgelaufenem Saatgut.
Deutsches Weidelgras keimt meist am schnellsten (etwa 7 bis 10 Tage), während Wiesenrispe und Rotschwingel bis zu drei Wochen brauchen können.
Checkliste, wenn Rasensamen nicht keimen:
- Bodenfeuchtigkeit prüfen: Die oberste Bodenschicht muss durchgehend feucht sein, nicht nur oberflächlich benetzt.
- Saattiefe kontrollieren: Liegen die Samen zu tief unter der Erde, fehlt ihnen das Licht und die Wärme zum Keimen.
- Temperatur beachten: Unter 8 bis 10 Grad Bodentemperatur verlangsamt sich die Keimung stark oder stoppt ganz.
- Haltbarkeit des Saatguts: Rasensamen verlieren nach zwei bis drei Jahren Lagerung deutlich an Keimfähigkeit, besonders bei falscher (feuchter oder warmer) Lagerung.
- Vogel- oder Ameisenfraß: Auf offenen Flächen fressen Vögel und Ameisen einen Teil der Samen, ein dünnes Abdecken mit Erde oder Vlies reduziert den Verlust.
Beispiel: Bleiben nach drei Wochen bei sommerlicher Wärme und regelmäßigem Gießen große Flächen komplett kahl, während andere Bereiche gekeimt sind, deutet das meist auf ungleichmäßige Aussaat oder Vogelfraß hin, gezielte Nachsaat mit leichter Erdabdeckung löst das Problem in der Regel.
Rasensamen-Alternativen zum klassischen Rasen
Wer Zeit, Wasser oder Pflegeaufwand sparen möchte, findet in Kleerasen, Blumenwiesen-Mischungen oder Gräser-Kraut-Mischungen echte Alternativen zum klassischen Rasen, die seltener gemäht werden müssen und oft ökologisch wertvoller sind.
Klassischer Rasen ist pflegeintensiv, regelmäßiges Mähen, Düngen und Bewässern gehören dazu. Für viele Gärten gibt es inzwischen praktikable Alternativen.
Beliebte Alternativen im Überblick:
- Kleerasen: Mischungen mit Weißklee statt reinem Gras binden Stickstoff im Boden selbst, brauchen weniger Dünger und bleiben auch bei Trockenheit grün.
- Blumenwiesen-Mischungen: Kombinationen aus Wildblumen und Gräsern fördern Insekten und Bienen, müssen aber nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden.
- Gräser-Kraut-Mischungen (Kräuterrasen): Enthalten neben Gras auch Kräuter wie Schafgarbe oder Gänseblümchen, die robuster gegenüber Trockenheit sind.
- Bodendecker statt Rasen: In stark schattigen oder schwierigen Bereichen sind Bodendecker wie Efeu oder Immergrün oft praktischer als jede Rasenmischung.
Entscheidungsregel: Wählen Sie eine Blumenwiese, wenn Ihnen Artenvielfalt und wenig Pflegeaufwand wichtiger sind als eine gleichmäßig kurze Rasenfläche. Bleiben Sie beim klassischen Rasen, wenn die Fläche intensiv zum Spielen oder Sitzen genutzt wird, Blumenwiesen vertragen dauerhaftes Betreten deutlich schlechter.
Rasensamen bio oder konventionell, was ist besser?
Bio-Rasensamen und konventionelle Rasensamen unterscheiden sich vor allem in der Anbau- und Zertifizierungsweise, nicht grundsätzlich in der Keimfähigkeit oder Rasenqualität. Beide können hochwertig oder minderwertig sein, entscheidend ist die jeweilige Produktqualität, nicht allein das Bio-Siegel.
Bio-zertifiziertes Saatgut wird ohne chemisch-synthetische Behandlung angebaut und ist meist gentechnikfrei zertifiziert, was für ökologisch orientierte Gärtner ein wichtiges Argument ist.
Vergleich der beiden Optionen:
| Kriterium | Bio-Rasensamen | Konventionelle Rasensamen |
|---|---|---|
| Anbauweise | Ohne chemisch-synthetische Mittel | Kann konventionell behandelt sein |
| Preis | Meist etwas höher | Breite Preisspanne, oft günstiger |
| Keimfähigkeit | Abhängig vom Hersteller | Abhängig vom Hersteller |
| Gräservielfalt | Oft eingeschränkter im Angebot | Größere Auswahl an Spezialmischungen |
| Zertifizierung | Meist mit Bio-Siegel gekennzeichnet | Unterliegt Saatgutverkehrsgesetz |
Entscheidungsregel: Greifen Sie zu Bio-Rasensamen, wenn Ihnen eine nachhaltige Anbauweise und der Verzicht auf chemische Behandlung wichtig sind und Sie bereit sind, gegebenenfalls etwas mehr zu zahlen. Konventionelle Premiummischungen sind eine ebenso gute Wahl, wenn Sie eine sehr spezielle Gräserkombination (etwa für Sportrasen oder extreme Trockenheit) benötigen, die im Bio-Segment seltener verfügbar ist.
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Häufig gestellte Fragen zu den besten Rasensamen
Welche Rasensamen keimen am schnellsten?
Deutsches Weidelgras keimt in der Regel am schnellsten, oft schon nach 7 bis 10 Tagen bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme.
Kann ich Rasensamen einfach auf bestehenden Rasen streuen?
Ja, das nennt sich Nachsaat und funktioniert am besten nach dem Vertikutieren, damit die Samen direkten Bodenkontakt bekommen statt auf altem Rasenfilz liegen zu bleiben.
Wie oft sollte ich neu gesäten Rasen gießen?
In den ersten zwei bis drei Wochen sollte die oberste Bodenschicht dauerhaft feucht gehalten werden, meist durch tägliches, leichtes Gießen statt seltenem, starkem Wässern.
Lohnt sich teures Markensaatgut wirklich?
Meist ja, weil höherwertiges Saatgut eine höhere garantierte Keimfähigkeit und geringeren Unkrautanteil bietet, was sich langfristig in einem dichteren, gleichmäßigeren Rasen zeigt.
Wie lange ist Rasensamen haltbar?
Bei trockener, kühler Lagerung bleibt Rasensamen meist zwei bis drei Jahre gut keimfähig, danach sinkt die Keimrate deutlich.
Brauche ich für Nachsaat eine spezielle Mischung?
Nicht unbedingt, aber es ist sinnvoll, dieselbe oder eine ähnliche Gräserzusammensetzung wie im Bestandsrasen zu verwenden, damit die Fläche gleichmäßig aussieht.
Was ist der Unterschied zwischen Rasensamen und Rasenrollen?
Rasensamen müssen erst keimen und wachsen, was Wochen dauert, während Rasenrollen (Fertigrasen) sofort eine begehbare grüne Fläche liefern, aber deutlich teurer sind.
Kann ich verschiedene Rasensamen-Mischungen im selben Garten kombinieren?
Ja, das ist sogar empfehlenswert, wenn unterschiedliche Bereiche des Gartens unterschiedliche Lichtverhältnisse oder Nutzungsintensität haben.
Fazit: So wählen Sie die besten Rasensamen für Ihren Garten
Die besten Rasensamen sind nicht die teuersten oder meistverkauften, sondern die, die zu Ihrem konkreten Standort, Ihrer Bodenart und Ihrer Nutzung passen. Ein sonniger Familiengarten braucht eine andere Mischung als ein schattiger Vorgarten oder eine trockene Böschung, und das ist auch gut so, denn spezialisierte Mischungen liefern fast immer bessere Ergebnisse als Kompromiss-Universalrasen.
Meine konkrete Empfehlung als nächster Schritt:
- Analysieren Sie Ihre Fläche: Sonne, Schatten, Bodenart und geplante Nutzung notieren.
- Bodenprobe machen oder zumindest grob einschätzen, ob Ihr Boden sandig, lehmig oder normal ist.
- Passende Mischung anhand der Gräserzusammensetzung auswählen, nicht nur nach Werbeversprechen auf der Verpackung.
- Aussaatzeitpunkt im Frühjahr oder Spätsommer planen und Boden vorher gründlich vorbereiten.
- In den ersten drei Wochen konsequent und regelmäßig bewässern, statt auf Regen zu hoffen.
Wer diese Schritte befolgt, spart sich teure Nachsaaten und bekommt langfristig einen dichten, widerstandsfähigen Rasen, unabhängig davon, ob der Garten sonnig, schattig, trocken oder lehmig ist.

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