Heilsteine

Der Japsis als Heilstein

Roter Jaspis

Der Jaspis zählt, wie viele andere Heilsteine auch, zu den Varietäten des Quarzes. Vor allem in der Schmuckindustrie hat er an wichtiger Bedeutung gewonnen. Seine Bezeichnung „Jaspis“ stammt aus dem Lateinischen, denn dort wurde sie von dem Wort „iaspis“ abgeleitet – Dieser lateinische Begriff steht für „gesprenkelt“. Forscher gehen allerdings davon aus, dass der Ursprung des Steins im griechischen, altägyptischen oder persischen liegt – Zudem nehmen sie an, dass der Jaspis über das Lateinische ins Deutsche eingebürgert wurde. In den kommenden Zeilen werden wir besonders ausführlich auf den Jaspis, seine Eigenschaften und seine Wirkungsweise eingehen. Bei uns erfahren Sie all das, was Sie schon immer über den faszinierenden Heilstein wissen wollten – Lesen Sie also unbedingt gespannt weiter.

Synonyme für den Jaspis

Für den wundervollen Jaspis gibt es zahlreiche Synonyme. Hierzu zählen die Bezeichnungen Jasper, Lolanthit, Elfenbeinjaspis und Bayat. Mit jedem einzelnen Synonym ist ein und derselbe Heilstein gemein, nämlich der Jaspis.

Das Vorkommen

Den Jaspis findet man nur sehr selten in seiner reinen Form vor, denn zumeist trägt er Verwachsungen mit Opal oder Achat in sich. Hin und wieder sind allerdings auch Verunreinigungen durch Eisenhydroxid, Tonerde, Eisenoxid und Manganhydroxid nachweisbar. Trotz der Einschlüsse und Verunreinigungen kommt der Jaspis allerdings relativ häufig vor. Mexiko und Indien stellen sein Zuhause dar, doch mittlerweile wird er aber auch weltweit gefunden. Zu den bekanntesten Fundorten zählen der Nil, Kairo, Südafrika, Australien und Oregon. Ebenso häufig wird er mittlerweile aber auch in Sibirien, Sizilien, Korsika, Tirol und bei uns in Deutschland gefunden. Deutsche Forscher machen sich daher gerne auf den Weg in den hessischen Kellerwald oder ins Erzgebirge, denn genau dort werden sie häufig vom wundervollen Jaspis begrüßt.

Die Entstehung

Das äußere Erscheinungsbild des Jaspis kann sehr vielseitig sein, denn er kommt nicht nur eingesprengt in Kugeln und Geschieben sowie in Knollen, sondern auch in trauben- und nierenförmiger Gestalt vor. Gebildet wird er durch Siliziumdioxid, welches durch den Boden sickert und während diesem Vorgang eine Vielzahl verschiedener Beimengungen aufnimmt. Wie viel Zeit der Entstehungsprozess in Anspruch nimmt, können wir leider nicht sagen, denn genaue Zeitangaben wurden bis dato noch nicht gefunden.

Die Eigenschaften – Farbe, Struktur, Schliff und Verarbeitung des Jaspis

Der Jaspis ist eine feinkörnige und mikrokristallene Varietät des Quarzes. Ebenso ist er mit dem Chalcedon verwand. Da er wie bereits erwähnt, recht häufig mit Verunreinigungen gefunden wird und zahlreichen Verwachsungen mit anderen Steinarten ausgesetzt ist, kann man ihm kaum einer bestimmte Farbe zuordnen. Auch seine Stichfarbe ist äußerst veränderlich und kaum konstant. So kommt der Jaspis häufig in den Farben rot, braun, gelb und weiß vor. Der Heilstein verfügt über eine undurchsichtige Oberfläche und einen matten Glas- oder Fettglanz. Er ist nicht spaltbar und weist eine Dichte von rund 2,58 bis 2,91 auf. Seine Härte liegt zwischen 6,5 und 7. Die meisten Exemplare, die gefunden werden sind rot und orange, reichen aber bis ins bräunliche hinein. Hin und wieder kann der Jaspis mit äußerst interessanten Musterungen vorgefunden werden. Vor allem kleine Sprenkel und Streifen sind für diese Steinart üblich – Sie sorgen dafür, dass wirklich jeder gefundene Jaspis ein einzigartiges Fundstück darstellt.

Die Anwendung

Dem Jaspis wird nachgesagt, dass er ein wahrer Energiestein ist, der über den direkten Körperkontakt wirkt. Viele Anwender tragen den Heilstein als Schmuckstück an einer Kette oder an einem Armband, denn dort soll er in der Lage dazu sein, seine gesamte Energie über einen langen Zeitraum zu verströmen. Bei akuten Beschwerden wird der Jaspis gerne direkt auf die betroffene Körperstelle gelegt, denn hier soll er innerhalb kürzester Zeit für Linderung sorgen. Einige Anwender schwören auf das sogenannte Jaspiswasser – Es dient der inneren Anwendung. Für die Herstellung des Jaspiswassers muss der Stein einige Stunden in einer Schale voll klarem Leitungswasser verweilen. Im Anschluss wird das Wasser in regelmäßigen Abständen rund eine Stunde vor jeder Mahlzeit getrunken. Morgens kann das sogenannte Heilwasser bereits auf nüchternen Magen genossen werden. Ebenso gut geeignet ist das selbsthergestellte Jaspiswasser für die Zubereitung feiner Teevariationen.

Die Wirkung

Dem Heilstein wird nachgesagt, dass er Krankheiten abschirmen und Geist, Herz sowie Verstand erneuern kann. Ebenso soll sich seine Anwendung positiv auf Nieren, Darm, Galle, Blut, Blase, Leber und Magen auswirken. Einige Anwender berichten sogar davon, dass der Jaspis bei Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen sehr wirksam sein kann. Außerdem soll er schwangeren Frauen eine harmonievolle Schwangerschaft bescheren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kulturen, in denen schwangere Frauen besonders gerne prachtvolle Schmuckstücke mit einem Jaspis tragen – Nach der Geburt geben sie diese dann an andere Frauen weiter. Der Überlieferung nach sollen vor allem rote Exemplare hervorragend gegen Übelkeit helfen und ein übermäßiges Verlangen nach Essen lindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Jaspis nun zu Schmuck verarbeitet wurde oder als Handschmeichler, Glücksbringer sowie Trommelstein benutzt wird, denn selbst unbearbeiteten Steinen wird eine derartige Heilkraft zugeschrieben.

Die Chakren- und Sternzeichenzuordnung

Besonders intensiv und voller Energie soll der Jaspis auf dem Solarplexus-Chakra wirken. Er gilt schon seit langer Zeit als Gedächtnisstärker. In der Astrologie wird der Jaspis dem Sternzeichen Widder zugeordnet – Er soll seine Willensstärke fördern und ihm festen Stand sowie Erdung geben. Aber auch das Sternzeichen Steinbock soll vom kraftvollen Jaspis profitieren, denn der Stein schenkt ihm laut der Astrologie nicht nur Optimismus, sondern auch eine positive Denkweise. Ebenso schön zu wissen ist, dass der Jaspis als Stein der Liebenden gilt und negative Schwingungen fernhält – Das besagt zumindest die Astrologie.

Alles rund um die Pflege, das Laden und das Entladen des Jaspis

Der Jaspis sollte nach jedem Gebrauch kurz unter fließendem, lauwarmen Wasser gesäubert und entladen werden. Im Gegensatz zu anderen Heilsteinen wird der Jaspis nicht in der Sonne aufgeladen. Wer seinen Jaspis mit neuer Energie aufladen möchte, der legt ihn einfach über Nacht in eine Schale voller Hämatit-Trommelsteine. Einige Anwender vergraben den Jaspis gemeinsam mit einem Bergkristall über Nacht in etwas Blumenerde – Auch diese Vorgehensweise soll dafür sorgen, dass der Jaspis am nächsten Tag voller Energie ist.