Heilsteine

Obsidian – ein Heilstein aus Vulkangestein

Obsidian

Der Obsidian wird als vulkanisches Gesteinsglas bezeichnet und stammt zu hundert Prozent aus natürlichem Vorkommen. Der Name des Steins kommt von einem Römer, genauer gesagt von Obsius. Der Legende Zur Folge brachte er den ersten dieser Steine nach Rom. Seine größte Bedeutung hat der Obsidian als Schmuckstück, er kommt aber auch für medizinische Geräte und als Heilstein zum Einsatz. In den nachfolgenden Zeilen gehen wir tiefgründiger auf den schwarzen Obsidian ein, sodass Sie bestens über den beliebten „Heilstein“ informiert sind. Lesen Sie gespannt weiter und erfahren Sie all das, was Sie schon immer über das vulkanische Gesteinsglas wissen wollen.

Synonyme für den Obsidian

Wie für die meisten Edel- und Heilsteine gibt es auch für den Obsidian eine Vielzahl unterschiedlicher Synonyme. Hierzu zählen die Bezeichnungen Vulkanglas, Lavaglas, Glaslava, Agstein, Glas Achat und Isländischer Achat.

Das Vorkommen

Mittlerweile sind rund 70 natürliche Vorkommen des Gesteins bekannt. Diese sind überwiegend in Vorderasien und Afrika beheimatet. Aber auch in der Türkei, sowie in Armenien gibt es mehrere Vorkommen. Bei uns in Europa sind Italien, Griechenland und Island mit weiteren zahlreichen Fundorten beteiligt. Aber auch in Spanien, Ungarn, Nordamerika, Neuseeland und Chile wurde das Vorkommen der Obsidian Steine bestätigt. Im Grunde genommen kann der schwarze „Heilstein“ überall dort vorkommen, wo Vulkane tätig waren.

Die Entstehung

Der Obsidian entsteht durch schnell abgekühlte Lavatropfen aufgrund von Wasser oder Eis. Während dem Entstehungsvorgang spielt nicht nur die Zusammensetzung des Lavas, sondern auch die Geschwindigkeit während des Abkühlens eine wichtige Rolle. Kommt es hier zu Abweichungen, dann entsteht anstelle eines Obsidians ein Bims- oder Pechstein. Da die Abkühlung des Lavas äußerst schnell erfolgt, entstehen keinerlei Kristalle, sondern Glas. Dieses verfügt über ein chaotisch, amorphes Gefüge.

Die Eigenschaften – Farbe, Struktur, Schliff und Verarbeitung des Obsidian

Die Farbe des Obsidians kann stark variieren. Das liegt in erster Linie an den verschiedensten Verunreinigungen, denn je nach Einschlüsse kann auch das äußere Erscheinungsbild sehr individuell ausfallen. Häufig verfügt der Obsidian über einen Kieselsäuregehalt von rund 70 Prozent – Trotz alle dem ist er zumeist schwarz, dunkelgrün, braun oder rötlich gefärbt. Hämatit- und Magnetitminerale sind häufig für diese Farbveränderung verantwortlich. Die Härte des Obsidians liegt zwischen 5 und 5,5. Grundsätzlich gilt, dass der Stein nicht glatt gespalten werden kann, denn im Falle einer Spaltung entsteht ein großmuscheliger Bruch. An den Bruchstellen kann der schwarze Obsidian äußerst scharfkantig sein. Zudem ist er im Normalfall durchscheinend aber trotzdem undurchsichtig – Hin und wieder schillert er in den verschiedensten Regenbogenfarben. Hinzukommt ein glasartiger Glanz.

Die Anwendung

In der damaligen Steinzeit baute man aus dem schwarzen Obsidian spitze Werkzeuge und Waffen. Aber auch heute wird der Stein noch sehr häufig als Rohstoff eingesetzt. In Asien wurden zahlreiche Gefäße aus dem Obsidian hergestellt, während in Rom die geschliffenen Steine als Spiegel dienten. In Amerika konnte der Stein in zahlreichen Götterfiguren und Skulpturen nachgewiesen werden. Heute dient der Stein vor allem der Herstellung von Kunstobjekten. Ebenso häufig kommt er aber auch als Schmuckstein zum Einsatz. Eine weitere wichtige Bedeutung hat der Stein in der Augenheilkunde, denn dort wird er als Alternativlaserskalpell verwendet. Häufig findet er seine Anwendung aber auch in der Bauindustrie, denn der schwarze Obsidian kann in Form von Pulver als Beimengung für sogenannte Mineralwolle dienen.

Die Wirkung

Der schwarze Obsidian soll in der Lage dazu sein, besonders gut auf Blockaden, Schocksituationen und Ängste zu wirken. Ebenso soll er dabei helfen , sich mit vergangenen Erlebnissen auseinanderzusetzen und damit verbundene Schmerzempfinden zu lösen. Neben diesen Punkten versprechen sich viele Nutzer durch den Obsidian auch eine schnellere Wundheilung, dass trifft vor allem auf Schnittwunden zu. Außerdem kann er laut zahlreichen Erfahrungsberichten zufolge auch bei akuten Asthmaerkrankungen helfen und die Verdauungsorgane wieder in Schwung bringen. Ebenso kann der Stein für eine bessere Durchblutung sorgen und gegen kalte Füße/Hände sowie Verspannungen helfen.

Die Chakren- und Sternzeichenzuordnung

Der Obsidian soll besonders gut auf dem sogenannten Wurzelchakra wirken. Ebenso stellt er einen wichtigen Hauptstein für die beiden Sternzeichen Skorpion und Schütze dar. In der Astrologie soll er dem Skorpion dabei helfen, sich von alten Strukturen zu lösen. Das Sternzeichen Schütze wird durch den Heilstein angeblich vor negativen Energien geschützt. Der Obsidian stellt allerdings auch eine wichtigen Nebenstein für die Sternzeichen Waage und Steinbock dar. Dem Steinbock soll er mehr Zielstrebigkeit und Stabilität verleihen. Dem Waagen werden vermutlich unerfüllte Wünsche verdeutlicht und dessen Blockaden gelöst.

Alles rund um die Pflege, das Laden und das Entladen des Obsidian

Wer lange Zeit Freude an seinem schwarzen Obsidian haben möchte, der sollte unbedingt einige wichtige Pflegekriterien berücksichtigen. So sollte der Stein zum Beispiel einmal pro Monat unter fließendem, lauwarmen Wasser entladen werden. Im Anschluss kann der Obsidian gemeinsam mit einem Bergkristall oder in den warmen Sonnenstrahlen wieder aufgeladen werden. Ebenso sollte der Stein nach der Anwendung mit einem weichen, trockenen Tuch grob gesäubert werden.