
Monster Energy ist nach Red Bull der zweitgrößte Energy-Drink-Anbieter der Welt und in den USA sogar Marktführer. Wer wissen will, wem gehört Monster Energy: Die Marke gehört der börsennotierten Monster Beverage Corporation aus Kalifornien, an der der Coca-Cola-Konzern seit 2015 mit rund 19 Prozent der zweitgrößte Einzelaktionär ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigentümer: Monster Beverage Corporation, ein börsennotiertes US-Unternehmen mit Sitz in Corona, Kalifornien.
- Größter Einzelaktionär: Coca-Cola hält seit einem 2,15-Milliarden-Dollar-Deal von 2014/2015 rund 19 Prozent der Anteile.
- Keine Übernahme: Coca-Cola führt Monster Beverage nicht, sondern ist reiner Finanzinvestor mit Vertriebspartnerschaft.
- Gegründet 1935 als Hansen’s Natural, benannte sich das Unternehmen erst 2012 in Monster Beverage Corporation um.
- Vorstandschef: Rodney Sacks führt das Unternehmen seit den 1990er-Jahren als Chairman und CEO.
Hintergrund: vom Saftladen zum Energy-Drink-Riesen
Monster Beverage geht auf die 1935 gegründete Hansen’s Juices zurück, einen kalifornischen Saft- und Limonadenhersteller. Die südafrikanischen Unternehmer Rodney Sacks und Hilton Schlosser übernahmen die angeschlagene Firma 1992 und bauten sie zunächst mit Naturgetränken wieder auf. Die Marke Monster Energy kam 2002 auf den Markt und wuchs so schnell, dass sich das Unternehmen 2012 in Monster Beverage Corporation umbenannte. 2014 kündigten Coca-Cola und Monster eine strategische Partnerschaft an: Coca-Cola erwarb für 2,15 Milliarden Dollar zunächst 16,7 Prozent der Monster-Anteile, im Gegenzug übertrug Monster seine eigenen Nicht-Energy-Marken wie Hubert’s Lemonade an Coca-Cola und übernahm dafür Coca-Colas bisherige Energy-Marken, darunter Full Throttle und NOS. Durch spätere Aktienrückkäufe von Monster stieg Coca-Colas Anteil bis 2018 auf rund 19,3 Prozent. Die Vereinbarung sah zudem vor, dass Coca-Cola künftig sein weltweites Abfüll- und Vertriebsnetz stärker für Monster-Produkte öffnet, was Monster Beverage half, seine internationale Präsenz auszubauen, ohne selbst in eigene Vertriebsstrukturen in jedem Land investieren zu müssen.
Eigentümerstruktur im Überblick
| Anteilseigner | Anteil (ca.) | Rolle |
|---|---|---|
| The Coca-Cola Company | rund 19 Prozent | größter Einzelaktionär, kein operativer Einfluss |
| Institutionelle Investoren (Streubesitz) | Rest der Anteile | Fonds und Publikumsaktionäre über die Börse Nasdaq |
Monster Beverage bleibt operativ eigenständig geführt. Coca-Cola kontrolliert das Unternehmen nicht, profitiert über seine Beteiligung aber am Gewinn und nutzt zugleich sein globales Abfüll- und Vertriebsnetz für Monster-Produkte in vielen Ländern.
Was gehört noch zum selben Konzern?
Neben der Hauptmarke Monster Energy gehören der Monster Beverage Corporation weitere Getränkelinien wie Reign Total Body Fuel, Nalu und Bang Energy-Konkurrenzprodukte sowie diverse Geschmacksvarianten wie Monster Ultra und Java Monster. Über die Vereinbarung mit Coca-Cola kamen zusätzlich die früheren Coca-Cola-Energy-Marken Full Throttle, NOS und Burn ins Monster-Portfolio. Coca-Cola selbst besitzt daneben ein eigenes Produkt namens Coca-Cola Energy, das parallel zur Monster-Beteiligung vertrieben wird – ein Nebeneinander, das in der Getränkebranche zeitweise für Kritik sorgte, weil beide Marken im selben Segment um Kunden konkurrieren. Für Coca-Cola bietet diese Doppelstrategie dennoch den Vorteil, sowohl von einer eigenen Marke als auch von den Gewinnen eines etablierten Wettbewerbers zu profitieren, ohne die operative Kontrolle über Monster Beverage übernehmen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen
Gehört Monster Energy jetzt zu Coca-Cola?
Nein. Coca-Cola ist mit rund 19 Prozent größter Einzelaktionär, aber nicht Mehrheitseigner. Monster Beverage bleibt ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen.
Seit wann ist Coca-Cola an Monster beteiligt?
Die Beteiligung wurde im August 2014 vereinbart und im Jahr 2015 vollzogen. Ausgangspunkt war ein Aktien- und Markentausch im Wert von 2,15 Milliarden US-Dollar.
Wer ist der größte Konkurrent von Monster Energy?
Der schärfste globale Konkurrent ist das familiengeführte österreichische Unternehmen Red Bull, das anders als Monster nicht börsennotiert ist.
Wo hat Monster Beverage seinen Sitz?
Der Hauptsitz befindet sich in Corona, Kalifornien, USA. Das Unternehmen ist an der Technologiebörse Nasdaq gelistet.
Verkauft Coca-Cola eigene Energy-Drinks?
Ja, mit Coca-Cola Energy vertreibt der Konzern eine eigene Marke parallel zur Monster-Beteiligung, was beide Produkte zeitweise in direkte Konkurrenz zueinander stellt.
Mehr zu Eigentümerstrukturen in der Getränkebranche liefern die Artikel zu Red Bull und zu Gönrgy, dem Energy-Drink von MontanaBlack. Wer sich für weitere Marken großer Konsumgüterkonzerne interessiert, findet einen Vergleich im Artikel zu Axe.

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