
Die besten Habit-Tracker-Apps 2026 im Vergleich zeigen, dass Habitica, Streaks, Habitify und Everyday Habits zu den stärksten Optionen gehören, je nach Betriebssystem und Budget. Wer kostenlos starten will, ist mit Habitica oder der Basisversion von Habitify gut bedient. Wer tiefe Statistiken und plattformübergreifende Synchronisation braucht, sollte Habitify Premium oder Streaks in Betracht ziehen.
Key Takeaways
- Habit-Tracker-Apps helfen dabei, neue Gewohnheiten aufzubauen und schlechte abzulegen, indem sie Fortschritte sichtbar machen und Streaks motivieren.
- Kostenlose Versionen reichen für Einsteiger oft aus, aber wer detaillierte Statistiken oder unbegrenzte Gewohnheiten will, braucht eine Bezahlversion.
- Wissenschaftlich gilt: Gewohnheiten festigen sich durch Wiederholung und Belohnung, und genau das bilden gute Tracker-Apps ab.
- Für Anfänger empfehlen sich Apps mit einfacher Oberfläche und wenigen Ablenkungen, zum Beispiel Streaks oder Everyday Habits.
- Datenschutz ist ein echter Unterschied zwischen Apps: Einige speichern Daten lokal, andere in der Cloud.
- Wer Accountability mit Freunden sucht, sollte auf Apps mit Social-Features achten, etwa Habitica.
- Habit-Tracker und Kalender-Apps lösen verschiedene Probleme und ergänzen sich gut, ersetzen sich aber nicht.
- Die häufigsten Fehler beim Habit Tracking sind zu viele Gewohnheiten auf einmal und fehlende Erinnerungen.
- Apps unter 5 Euro pro Monat gibt es mehrere, darunter Habitify und Productive.
- Offline-Funktionalität ist bei den meisten Top-Apps gegeben, aber Cloud-Sync erfordert eine Verbindung.
Was ist ein Habit Tracker und wie funktioniert er?
Ein Habit Tracker ist ein Werkzeug, mit dem man tägliche oder wöchentliche Gewohnheiten aufzeichnet und ihren Fortschritt sichtbar macht. Die Grundidee ist simpel: Man legt eine Gewohnheit an, markiert sie täglich als erledigt, und die App zeigt, wie viele Tage in Folge man drangeblieben ist, den sogenannten Streak.

Die meisten Apps funktionieren nach diesem Muster:
- Gewohnheit anlegen (z. B. „30 Minuten Sport“, „Wasser trinken“, „Nicht rauchen“)
- Erinnerung setzen per Push-Benachrichtigung zu einer festen Uhrzeit
- Tägliches Abhaken der erledigten Gewohnheiten
- Fortschritt verfolgen über Kalenderansichten, Streaks und Diagramme
- Statistiken auswerten, um Muster und Schwächen zu erkennen
Der psychologische Mechanismus dahinter ist der sogenannte Habit Loop, den der Autor Charles Duhigg in seinem Buch „The Power of Habit“ beschrieben hat: Auslöser, Routine, Belohnung. Habit-Tracker-Apps machen die Belohnung sichtbar, indem sie Streaks und Abzeichen vergeben. Das reicht oft aus, um dranzubleiben.
Wer profitiert davon? Menschen, die neue Routinen aufbauen wollen, zum Beispiel regelmäßiges Lesen, Meditieren oder Sport. Aber auch solche, die negative Gewohnheiten ablegen wollen, etwa Rauchen oder übermäßiger Handykonsum.
Welche Habit-Tracker-Apps sind kostenlos?
Mehrere hochwertige Habit-Tracker-Apps sind kostenlos nutzbar, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang. Die bekanntesten kostenlosen Optionen im Jahr 2026 sind Habitica (vollständig kostenlos mit optionalen In-App-Käufen), die Basisversion von Habitify sowie Loop Habit Tracker für Android.
Kostenlose Apps im Überblick:
| App | Plattform | Kostenlose Funktionen | Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Habitica | iOS, Android, Web | Unbegrenzte Gewohnheiten, Social-Features | Manche Avatare kostenpflichtig |
| Habitify (Free) | iOS, Android, Mac | Bis zu 3 Gewohnheiten | Keine Statistiken, kein Sync |
| Loop Habit Tracker | Android | Unbegrenzt, Statistiken, offline | Nur Android, kein iOS |
| Everyday Habits (Free) | iOS | Bis zu 5 Gewohnheiten | Keine Widgets |
| Productive (Free) | iOS, Android | Bis zu 5 Gewohnheiten | Keine Exportfunktion |
Empfehlung: Wer Android nutzt und nichts bezahlen will, ist mit Loop Habit Tracker am besten bedient. Wer iOS nutzt und Gamification mag, sollte Habitica ausprobieren.
Habit-Tracker-App kostenlos vs. bezahlt: Was ist der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied zwischen kostenlosen und bezahlten Habit-Tracker-Apps liegt nicht in der Grundfunktion, sondern in Statistiken, Synchronisation und der Anzahl der Gewohnheiten. Kostenlose Versionen reichen für Einsteiger mit zwei bis drei Gewohnheiten völlig aus. Wer aber langfristig arbeitet und Muster über Monate hinweg analysieren will, braucht eine Bezahlversion.
Was bezahlte Apps zusätzlich bieten:
- Unbegrenzte Gewohnheiten
- Detaillierte Statistiken und Trendanalysen (wöchentlich, monatlich, jährlich)
- Synchronisation zwischen Handy, Tablet und Computer
- Widgets für den Homescreen
- Exportfunktion (CSV, PDF)
- Keine Werbung
- Erinnerungen mit mehr Anpassungsoptionen
Typische Kosten: Die meisten Bezahlversionen kosten zwischen 2 und 5 Euro pro Monat oder 15 bis 30 Euro pro Jahr. Einige Apps bieten auch einen einmaligen Kauf an, was langfristig günstiger ist.
Entscheidungsregel: Starte kostenlos. Wenn du nach vier Wochen noch dabei bist und mehr als drei Gewohnheiten trackst, lohnt sich das Upgrade.
Die besten Habit-Tracker-Apps 2026 im Vergleich für Anfänger
Für Einsteiger sind die besten Habit-Tracker-Apps 2026 im Vergleich solche, die eine klare, übersichtliche Oberfläche haben und nicht mit Funktionen überladen sind. Zu viele Optionen führen dazu, dass man die App nach wenigen Tagen wieder vergisst.
Top-Empfehlungen für Anfänger:
Streaks (iOS): Die App erzwingt, dass man maximal zwölf Gewohnheiten gleichzeitig trackt. Das klingt nach einer Einschränkung, ist aber ein Feature. Wer neu anfängt, sollte ohnehin mit zwei bis drei Gewohnheiten beginnen. Streaks hat eine sehr saubere Oberfläche und integriert sich gut in Apple Health.
Everyday Habits (iOS, Android): Besonders gut für Menschen, die eine visuelle Kalenderansicht bevorzugen. Die App zeigt auf einen Blick, an welchen Tagen man eine Gewohnheit erledigt hat, ähnlich wie ein physischer Habit-Tracker auf Papier.
Productive (iOS, Android): Guter Mittelweg zwischen Einfachheit und Funktionsumfang. Die Oberfläche ist aufgeräumt, und die App unterscheidet zwischen Morgen-, Mittags- und Abendroutinen.
Fehler, den Anfänger häufig machen: Zu viele Gewohnheiten auf einmal anlegen. Studien zur Gewohnheitsbildung, etwa aus dem Werk von BJ Fogg („Tiny Habits“, 2019), zeigen, dass kleine, konkrete Gewohnheiten deutlich besser haften als große, vage Ziele. Statt „mehr Sport“ lieber „jeden Tag 10 Minuten spazieren gehen“.
Habit Tracker für Gewohnheiten aufbauen: Was sagt die Wissenschaft?
Habit-Tracking funktioniert, weil es auf nachgewiesenen Mechanismen der Verhaltenspsychologie basiert. Die Forscherin Phillippa Lally von der University College London fand in einer Studie (2010), dass es im Durchschnitt 66 Tage dauert, bis eine neue Gewohnheit automatisch abläuft, nicht die oft genannte Zahl von 21 Tagen.
Was das für die App-Nutzung bedeutet:
- Ein Streak von mindestens 66 Tagen ist ein realistisches erstes Ziel.
- Visuelle Fortschrittsanzeigen nutzen den sogenannten „Endowment Effect“: Man will einen bestehenden Streak nicht verlieren, was die Motivation hochhält.
- Erinnerungen sollten an einen bestehenden Auslöser geknüpft sein, zum Beispiel „nach dem Frühstück meditieren“ statt „um 9:00 Uhr meditieren“. Das nennt sich „Habit Stacking“, ein Begriff, den James Clear in „Atomic Habits“ (2018) geprägt hat.
Welche Apps unterstützen das wissenschaftlich?
- Habitify erlaubt es, Gewohnheiten an Tageszeiten zu knüpfen und zeigt Langzeittrends.
- Streaks nutzt die Apple Health-Integration, um Gewohnheiten wie Bewegung automatisch zu erfassen.
- Loop Habit Tracker bietet eine Häufigkeitsstatistik, die zeigt, wie konsistent man über Wochen war.
Habit-Tracker-App offline ohne Internet nutzen
Die meisten etablierten Habit-Tracker-Apps funktionieren offline und speichern Daten lokal auf dem Gerät. Eine Internetverbindung ist nur für die Cloud-Synchronisation zwischen mehreren Geräten nötig.
Apps mit starker Offline-Funktionalität:
- Loop Habit Tracker (Android): Vollständig offline, keine Account-Pflicht, alle Daten bleiben auf dem Gerät.
- Streaks (iOS): Funktioniert offline, Sync über iCloud (optional).
- Habitify: Offline-Nutzung möglich, Sync erfordert Verbindung.
Wann ist Offline-Nutzung wichtig? Für Menschen, die im Flugzeug reisen, schlechte Netzabdeckung haben oder aus Datenschutzgründen keine Cloud-Dienste nutzen wollen.
Wichtiger Hinweis: Wer eine App ausschließlich offline nutzt, sollte regelmäßig ein lokales Backup erstellen, da ein Gerätewechsel ohne Cloud-Sync zu Datenverlust führen kann.
Habit-Tracker-App mit Freunden teilen und Accountability nutzen
Soziale Accountability ist einer der stärksten Motivationsfaktoren beim Aufbau neuer Gewohnheiten. Einige Habit-Tracker-Apps haben Social-Features eingebaut, die es ermöglichen, Fortschritte mit Freunden zu teilen oder sich gegenseitig zu challengen.
Apps mit Social-Features:
- Habitica: Die stärkste Social-Funktion auf dem Markt. Die App ist als Rollenspiel gestaltet: Man bildet Gruppen, kämpft gemeinsam gegen Monster und verliert Lebenspunkte, wenn man Gewohnheiten verpasst. Das klingt verspielt, funktioniert aber erstaunlich gut für Menschen, die durch Gruppenverantwortung motiviert werden.
- Beeminder: Verbindet Habit Tracking mit finanzieller Verantwortung. Wer sein Ziel nicht erreicht, zahlt echtes Geld. Nichts für jeden, aber sehr effektiv für bestimmte Persönlichkeitstypen.
- Productive: Erlaubt das Teilen von Fortschritten über Screenshots, hat aber keine direkte In-App-Social-Funktion.
Entscheidungsregel: Wer Accountability braucht, aber keine Spielemechaniken mag, kann auch einfach einen Freund per Nachricht über seinen täglichen Fortschritt informieren. Das ist manchmal wirksamer als jede App-Funktion.
Habit Tracker vs. Kalender-App: Was ist der Unterschied?
Habit-Tracker-Apps und Kalender-Apps lösen grundsätzlich verschiedene Probleme. Ein Kalender verwaltet Termine und Ereignisse, die zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden. Ein Habit Tracker verfolgt wiederkehrende Verhaltensweisen, die keine feste Uhrzeit haben, sondern täglich oder wöchentlich erledigt werden sollen.

Die wichtigsten Unterschiede:
| Merkmal | Kalender-App | Habit-Tracker-App |
|---|---|---|
| Zweck | Termine verwalten | Gewohnheiten verfolgen |
| Zeitbezug | Fester Zeitpunkt | Täglich/wöchentlich wiederkehrend |
| Fortschrittsanzeige | Nein | Ja (Streaks, Statistiken) |
| Motivation | Keine eingebaut | Streaks, Abzeichen, Statistiken |
| Rückblick | Begrenzt | Detaillierte Verlaufsanalyse |
Können sie sich ergänzen? Ja. Viele Menschen nutzen einen Kalender für Termine und einen Habit Tracker für tägliche Routinen. Einige Kalender-Apps wie Notion oder Obsidian lassen sich mit Habit-Tracking-Templates erweitern, sind aber keine echten Habit-Tracker-Apps.
Häufige Fehler beim Habit Tracking vermeiden
Der häufigste Fehler beim Habit Tracking ist, zu viele Gewohnheiten gleichzeitig zu starten. Das führt fast immer dazu, dass man nach wenigen Wochen aufgibt, weil der Aufwand zu groß wirkt.
Die fünf häufigsten Fehler:
- Zu viele Gewohnheiten auf einmal: Starte mit maximal drei Gewohnheiten. Füge neue erst hinzu, wenn die bestehenden stabil sind.
- Zu vage formulierte Gewohnheiten: „Mehr lesen“ ist kein gutes Ziel. „Jeden Abend 20 Seiten lesen“ schon.
- Keine Erinnerungen einrichten: Ohne Push-Benachrichtigung vergisst man die App nach wenigen Tagen.
- Einen verpassten Tag als Scheitern werten: Forscherin Phillippa Lally betont, dass ein verpasster Tag den Gewohnheitsaufbau kaum beeinflusst, solange man am nächsten Tag weitermacht.
- Die falsche App wählen: Wer eine komplexe App mit vielen Funktionen wählt, aber eigentlich etwas Einfaches braucht, wird die App nicht nutzen.
Praxisregel: Die beste Habit-Tracker-App ist die, die man tatsächlich täglich öffnet. Nicht die mit den meisten Funktionen.
Habit-Tracker-App für Handy und Computer synchronisieren
Plattformübergreifende Synchronisation ist für viele Nutzer ein wichtiges Kriterium, besonders wenn man sowohl am Schreibtisch als auch unterwegs arbeitet. Die meisten Premium-Apps bieten Cloud-Sync an, aber die Qualität variiert.
Apps mit gutem Cross-Platform-Sync:
- Habitify: Verfügbar für iOS, Android und macOS, Sync über eigene Cloud. Gilt als eine der besten plattformübergreifenden Lösungen.
- Streaks: iOS und macOS, Sync über iCloud. Funktioniert nahtlos im Apple-Ökosystem, aber nicht auf Android oder Windows.
- Habitica: Web, iOS und Android, Sync über eigene Server. Funktioniert auf allen Plattformen.
- Productive: iOS und Android, kein Desktop-Client.
Wichtig für Windows-Nutzer: Die Auswahl ist eingeschränkt. Habitica als Web-App und Habitify über den Browser sind die praktikabelsten Optionen. Eine native Windows-App bietet keiner der großen Habit-Tracker an.
Entscheidungsregel: Wer ausschließlich Apple-Geräte nutzt, ist mit Streaks oder Habitify am besten bedient. Wer plattformübergreifend arbeitet, sollte Habitica oder Habitify wählen.
Welche Habit-Tracker-App kostet weniger als 5 Euro pro Monat?
Die meisten hochwertigen Habit-Tracker-Apps kosten weniger als 5 Euro pro Monat, besonders wenn man ein Jahresabo wählt. Damit ist die Einstiegshürde für bezahlte Apps sehr niedrig.
Apps unter 5 Euro monatlich (Stand 2026, Jahresabo):
- Habitify Premium: Circa 3 bis 4 Euro pro Monat im Jahresabo.
- Productive Premium: Circa 3 bis 4 Euro pro Monat im Jahresabo.
- Streaks: Einmaliger Kauf im App Store, circa 5 bis 6 Euro, keine laufenden Kosten.
- Everyday Habits Premium: Circa 2 bis 3 Euro pro Monat im Jahresabo.
Hinweis: Preise können sich je nach Region und App-Store-Angebot unterscheiden. Streaks ist als Einmalkauf langfristig die günstigste Option für iOS-Nutzer.
Tipp: Viele Apps bieten eine kostenlose Testphase von 7 bis 14 Tagen an. Nutze diese, bevor du ein Abo abschließt.
Welche Habit-Tracker-App hat die besten Statistiken?
Habitify bietet im Jahr 2026 die umfassendsten Statistiken unter den Habit-Tracker-Apps. Die App zeigt Abschlussraten pro Gewohnheit, Tageszeit-Analysen, wöchentliche und monatliche Trends sowie einen Gesamtüberblick über alle Gewohnheiten.
Statistik-Funktionen im Vergleich:
- Habitify: Stärkste Statistiken, Tageszeit-Heatmaps, Langzeittrends, Exportfunktion.
- Loop Habit Tracker: Sehr gute Statistiken für eine kostenlose App, zeigt Häufigkeit und Konsistenz über Zeit.
- Streaks: Einfache, aber übersichtliche Statistiken, gut integriert mit Apple Health.
- Habitica: Schwächere Statistiken, da der Fokus auf Gamification liegt.
Wer braucht tiefe Statistiken? Menschen, die ihr Verhalten analysieren und optimieren wollen, zum Beispiel Selbstständige, Sportler oder alle, die datengetrieben an ihrer Entwicklung arbeiten. Für den durchschnittlichen Nutzer reicht eine einfache Streak-Anzeige.
Habit Tracker für negative Gewohnheiten loswerden
Habit-Tracker-Apps können nicht nur beim Aufbau neuer Gewohnheiten helfen, sondern auch dabei, schlechte Gewohnheiten abzulegen. Dazu legt man die negative Gewohnheit als „Nicht tun“-Ziel an, zum Beispiel „Heute nicht geraucht“ oder „Heute weniger als 2 Stunden Social Media“.
Wie das in der Praxis funktioniert:
- Man legt eine Gewohnheit mit negativer Formulierung an: „Kein Alkohol heute“.
- Die App zählt die Tage, an denen man erfolgreich war.
- Der wachsende Streak motiviert dazu, den Fortschritt nicht zu unterbrechen.
Apps, die das gut unterstützen:
- Habitica: Erlaubt explizit „schlechte Gewohnheiten“, die man bestraft, wenn man sie ausführt.
- Habitify: Unterstützt „Nicht tun“-Gewohnheiten mit derselben Streak-Logik wie positive Gewohnheiten.
- Loop Habit Tracker: Kann für negative Gewohnheiten genutzt werden, indem man die Häufigkeit auf „0 Mal pro Woche“ setzt.
Wichtiger Hinweis: Bei ernsthaften Abhängigkeiten wie Alkohol oder Nikotin ist eine App kein Ersatz für professionelle Unterstützung. Sie kann aber ein nützliches Begleitwerkzeug sein.
Habit-Tracker-App Datenschutz und Datensicherheit
Datenschutz ist bei Habit-Tracker-Apps ein echter Unterschied, der oft übersehen wird. Wer täglich persönliche Verhaltens- und Gesundheitsdaten eingibt, sollte wissen, wo diese Daten gespeichert werden und wer Zugriff hat.
Datenschutz-Vergleich der wichtigsten Apps:
- Loop Habit Tracker: Alle Daten bleiben lokal auf dem Gerät, kein Account nötig, keine Cloud. Beste Datenschutz-Option für Android-Nutzer.
- Streaks: Daten werden über iCloud synchronisiert, Apple-Datenschutzrichtlinien gelten. Kein Zugriff durch den App-Entwickler auf iCloud-Daten.
- Habitify: Daten werden auf eigenen Servern gespeichert, DSGVO-konform für europäische Nutzer.
- Habitica: Daten auf eigenen Servern, Open-Source-Code, Community-kontrolliert. Transparenter als viele kommerzielle Apps.
Was man prüfen sollte:
- Wo werden die Daten gespeichert (lokal oder Cloud)?
- Gibt es eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung?
- Werden Daten an Dritte weitergegeben oder für Werbung genutzt?
- Kann man seine Daten exportieren und löschen?
Entscheidungsregel: Wer maximalen Datenschutz will, nutzt Loop Habit Tracker auf Android oder Streaks mit iCloud auf iOS. Wer Cloud-Sync braucht und DSGVO-Konformität wichtig ist, wählt Habitify.
Fazit: Die richtige Habit-Tracker-App für 2026 wählen
Die besten Habit-Tracker-Apps 2026 im Vergleich zeigen, dass es keine universell beste App gibt. Die richtige Wahl hängt von drei Faktoren ab: Betriebssystem, Budget und persönlicher Arbeitsweise.
Kurze Entscheidungshilfe:
- Kostenlos, Android, maximaler Datenschutz: Loop Habit Tracker
- Kostenlos, iOS/Android, soziale Motivation: Habitica
- Bezahlt, beste Statistiken, plattformübergreifend: Habitify Premium
- Bezahlt, Apple-Ökosystem, Einmalkauf: Streaks
- Anfänger, einfache Oberfläche: Everyday Habits oder Productive
Drei konkrete nächste Schritte:
- Lade eine der kostenlosen Apps herunter und starte mit genau zwei Gewohnheiten, nicht mehr.
- Richte eine tägliche Erinnerung ein, die an eine bestehende Routine geknüpft ist, zum Beispiel direkt nach dem Frühstück.
- Warte vier Wochen, bevor du entscheidest, ob du ein Upgrade auf eine Bezahlversion brauchst.
Habit Tracking ist kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug, das funktioniert, wenn man es einfach hält. Die beste App ist die, die man morgen noch öffnet.
FAQ: Habit-Tracker-Apps 2026
Welche Habit-Tracker-App ist die beste für iOS?
Streaks ist die beste Wahl für reine iOS-Nutzer: saubere Oberfläche, Apple Health-Integration, Einmalkauf ohne Abo. Für mehr Statistiken ist Habitify Premium die bessere Option.
Gibt es eine gute Habit-Tracker-App für Android?
Loop Habit Tracker ist die stärkste kostenlose Option für Android: offline, keine Account-Pflicht, gute Statistiken. Wer mehr Funktionen will, kann Habitify oder Productive nutzen.
Wie viele Gewohnheiten sollte ich gleichzeitig tracken?
Starte mit zwei bis drei Gewohnheiten. Mehr überfordert die meisten Menschen am Anfang und führt dazu, dass man die App aufgibt. Neue Gewohnheiten erst hinzufügen, wenn bestehende stabil sind.
Kann ich einen Habit Tracker auch für schlechte Gewohnheiten nutzen?
Ja. Man legt die negative Gewohnheit als „Nicht tun“-Ziel an. Die App zählt die erfolgreichen Tage. Habitica hat dafür sogar eine eigene Kategorie.
Ist Habit Tracking wirklich wissenschaftlich belegt?
Ja, im Grundprinzip. Die Forschung zeigt, dass Visualisierung von Fortschritten und Streaks die Motivation erhöht. Die Studie von Phillippa Lally (UCL, 2010) belegt, dass Gewohnheiten im Durchschnitt 66 Tage brauchen, um automatisch abzulaufen.
Was passiert, wenn ich einen Tag vergesse?
Nichts Schlimmes. Viele Apps erlauben es, einen verpassten Tag nachzutragen. Wichtiger ist, am nächsten Tag weiterzumachen. Lally’s Forschung zeigt, dass ein einzelner verpasster Tag den Gewohnheitsaufbau kaum beeinträchtigt.
Kann ich meine Daten aus einer Habit-Tracker-App exportieren?
Habitify und Loop Habit Tracker bieten CSV-Export an. Streaks erlaubt keinen direkten Export, aber Daten sind über iCloud zugänglich. Prüfe die Exportfunktion, bevor du eine App langfristig nutzt.
Welche App ist am besten für Kinder oder Jugendliche?
Habitica eignet sich gut für Jugendliche, da die Gamification-Elemente motivierend wirken. Für jüngere Kinder sind physische Habit-Tracker auf Papier oft besser geeignet.
Brauche ich für eine Habit-Tracker-App ein Konto?
Nicht immer. Loop Habit Tracker funktioniert ohne Konto. Habitica und Habitify erfordern ein Konto für Cloud-Sync und Social-Features.
Wie unterscheidet sich Habitify von Productive?
Habitify bietet bessere Statistiken und einen Desktop-Client für macOS. Productive hat eine etwas intuitivere Oberfläche und unterscheidet zwischen Morgen-, Mittags- und Abendroutinen. Beide kosten ähnlich viel.
Quellen
- Lally, P., van Jaarsveld, C. H. M., Potts, H. W. W., & Wardle, J. (2010). How are habits formed: Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40(6), 998-1009.
- Fogg, B. J. (2019). Tiny Habits: The Small Changes That Change Everything. Houghton Mifflin Harcourt.
- Clear, J. (2018). Atomic Habits: An Easy and Proven Way to Build Good Habits and Break Bad Ones. Avery.
- Duhigg, C. (2012). The Power of Habit: Why We Do What We Do in Life and Business. Random House.

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