4 Tipps fĂŒr Einsteiger am Aktienmarkt

4 Tipps fĂŒr Einsteiger am Aktienmarkt
Bild von Nattanan Kanchanaprat auf Pixabay

Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hat den ersten Schritt zu höheren Leitzinsen unternommen. Dennoch sind wir noch weit davon entfernt, dass sich klassische Geldanlagen fĂŒr Sparer wieder lohnen. Zeitgleich haben wir mit der höchsten Inflation seit vielen Jahren zu kĂ€mpfen. Um den hart erarbeiteten Überschuss nicht der Teuerungsrate in den Rachen zu werfen, sind Investments am Aktienmarkt sehr gefragt.

Zusammenfassung

  • 📊 Aktien und ETFs sind bei niedrigen Zinsen und hoher Inflation gefragt.
  • đŸŒ± Besonders junge Generationen interessieren sich fuer die Boerse.
  • ⏳ Empfohlen wird ein langer Anlagehorizont von 10 bis 30 Jahren.
  • đŸ›Ąïž Aktien koennen die Inflation weitgehend ausgleichen.
  • ⚠ Der Ratgeber ist keine Anlageberatung, nur Grundwissen.

Im deutschsprachigen Raum steigt das Interesse an der Börse. Insbesondere die jungen Generationen wollen sich an Wertpapieren und ETFs versuchen. HierfĂŒr haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, damit der optimale Einstieg gelingt. Und das Beste daran, mit Aktien kannst du die Inflation weitestgehend ausgleichen, wie dir der Finance Fact #2 zeigt.

1. Die grundlegende Strategie & Zeitraum festlegen

Wichtig: Dieser Ratgeber stellt keine Anlageberatung dar. Er vermittelt lediglich die Grundkenntnisse. FĂŒr den Aktienhandel existieren diverse FachbĂŒcher mit unterschiedlichen Ansichten. Fast alle haben jedoch gemein, dass ein langer Anlagehorizont angestrebt wird. Gemeint sind damit 10, 20 oder gar 30 Jahre. Je lĂ€nger du in Aktien investiert bleibst, desto wahrscheinlicher ist das schlussendliche Wachstum. Das tĂ€gliche Zocken mit vielen KĂ€ufen und VerkĂ€ufen empfehlen wir dagegen nicht.

Neben einer möglichst langen Anlagezeit werden zwei grundlegende Strategien verfolgt:

  • Wachstumsaktien besitzen das Potenzial, in den folgenden Jahren ihren Wert zu vervielfachen. Was dir beim spĂ€teren Verkauf einen ordentlichen Gewinn beschert.
  • Dividendenaktien wachsen dagegen langsamer und teilweise gar nicht. DafĂŒr erhĂ€ltst du regelmĂ€ĂŸige AusschĂŒttungen, welche einen zunehmenden Cashflow generieren.

NatĂŒrlich können beide Strategien miteinander kombiniert werden. Nichts ist in Stein gemeißelt und es hĂ€ngt stets von den ausgewĂ€hlten Unternehmen ab.

2. Attraktive Aktien finden

Womit wir beim zweiten Punkt, dem AufspĂŒren potenzieller Aktieninvestments, angekommen sind. Einsteiger sollten nicht zocken und auf irgendwelche riskanten Wertpapiere setzen. Etablierte Unternehmen mit einer langen Erfolgsgeschichte sowie einem soliden Management sind zu bevorzugen.

Es gibt im WWW zahlreiche Webseiten, welche die relevanten Kennzahlen von Aktiengesellschaften zusammenstellen und auswerten. Du musst lediglich ein wenig Zeit investieren und vergleichen. Achte darauf, dass sich Risiko und Chancen die Waage halten. Bedenke, an der Börse ist jederzeit ein Totalverlust deines Geldes möglich. Wenn du jedoch in renommierte Unternehmen investierst, welche auch in 50 Jahren noch bestehen werden, ist dies Ă€ußerst unwahrscheinlich.

Hier sind zwei solcher Seiten zur Aktienbewertung:

  • Wenn du eine Aktie ins Auge gefasst hast, tippe sie auf finanzen.net ein. Klicke weiter auf den Reiter „Fundamentalanalyse“. Du siehst nun eine Bewertung nach diversen Kriterien und wie viele Analysten ihre Meinung dazu abgegeben haben. Zugleich kannst du dir auf finanzen.net aktuelle Trends anschauen, welche in Zukunft großes Entwicklungspotential zeigen könnten.
  • Falls du in Dividendenaktien investieren möchtest, so besuche aktienfinder.net. Dort erhĂ€ltst du zu jeder Aktie eine genaue AufschlĂŒsselung ihrer Dividendenhistorie. Auch Aktienwerte ohne Dividende werden auf der Seite leicht verstĂ€ndlich analysiert. Viele wichtige Analysen sind kostenlos verfĂŒgbar.

Auf der Grundlage solcher Informationen kannst du deine Risikobewertung durchfĂŒhren und die passenden Wertpapiere filtern.

3. Diversifikation

Du solltest dein verfĂŒgbares Geld möglichst breit streuen. Sei es in Aktien oder ETFs. Viele Kleinanleger streben zwischen 20 und 50 Einzelwerte an. Die Diversifikation kann dabei auf zwei Weisen erfolgen.

Nach Branchen: Technologie, Konsum, Luxus, Lebensmittel, Handwerk, Raumfahrt, Bergbau & Co. Investments in viele verschiedene Branchen tragen zur Risikostreuung bei. Es passiert Ă€ußerst selten, dass alle Sektoren gleichzeitig an Wert verlieren.

Nach Regionen: Du kannst Aktien auf der ganzen Welt erwerben. Sei es in den USA, SĂŒdamerika, Europa oder Asien. Eine AufschlĂŒsselung nach Regionen verhindert, dass deine Geldanlage bei einem örtlich begrenzten Crash zu stark leidet.

4. SparplÀne oder DirektkÀufe?

Zuletzt bleibt noch die Frage, auf welche Weise du investieren möchtest. Kleinanleger mit wenig Budget greifen in der Regel zu SparplĂ€nen. FĂŒr sie spricht die vergleichsweise niedrige GebĂŒhr und der Automatismus. Einmal eingerichtet, musst du dich um nichts mehr kĂŒmmern. SparplĂ€ne haben jedoch den Nachteil, dass sie nur an festgelegten Tagen ausgefĂŒhrt werden. Dadurch verpasst du womöglich einen guten Einstiegszeitpunkt. Was bei einem langen Anlagehorizont vom „Cost Average Effekt“ weitestgehend ausgeglichen wird.

Cost Average Effekt = ist eine Anlagestrategie, bei der ein Anleger regelmĂ€ĂŸig eine feste Geldsumme in ein Wertpapier oder einen Investmentfonds investiert. Dabei kauft der Anleger unabhĂ€ngig vom aktuellen Kurs des Wertpapiers oder Fondsanteils zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie zum Beispiel monatlich oder quartalsweise. Er kann dazu beitragen, das Risiko einer schlechten Kaufentscheidung zu verringern, indem er den durchschnittlichen Kaufpreis des Wertpapiers oder des Fondsanteils glĂ€ttet. Wenn der Kurs niedrig ist, kauft der Anleger mehr Anteile fĂŒr das gleiche Geld. Wenn der Kurs hoch ist, kauft der Anleger weniger Anteile fĂŒr das gleiche Geld. Auf diese Weise kann der Anleger in Phasen mit höheren und niedrigeren Kursen einen durchschnittlichen Preis fĂŒr seine Anteile erzielen. Der Cost Average Effekt ist jedoch keine Garantie fĂŒr den Erfolg, sondern eine Möglichkeit, das Risiko von FehlkĂ€ufen zu minimieren und eine kontinuierliche Anlagestrategie zu verfolgen.

Mit DirektkĂ€ufen gehst du meistens höhere GebĂŒhren im VerhĂ€ltnis zum Betrag ein. Hinsichtlich der GebĂŒhren werden sie erst ab Summen um die 500 € interessant. Wobei es auch sehr gĂŒnstige Broker mit nur 1 € Trade-GebĂŒhr gibt. Vergleichen lohnt sich definitiv!

HĂ€ufig gestellte Fragen

Welcher Anlagehorizont wird Einsteigern am Aktienmarkt empfohlen?

Der Beitrag empfiehlt einen langen Anlagehorizont von 10, 20 oder sogar 30 Jahren. Je lÀnger man investiert bleibt, desto wahrscheinlicher ist das schlussendliche Wachstum.

Worin unterscheiden sich Wachstums- und Dividendenaktien?

Wachstumsaktien besitzen das Potenzial, ihren Wert in den folgenden Jahren zu vervielfachen und beim Verkauf Gewinn zu bringen. Dividendenaktien wachsen langsamer, liefern dafĂŒr aber regelmĂ€ĂŸige AusschĂŒttungen und Cashflow.

Worauf sollten Einsteiger bei der Aktienauswahl achten?

Einsteiger sollten nicht zocken, sondern etablierte Unternehmen mit langer Erfolgsgeschichte und solidem Management bevorzugen. Der Beitrag weist darauf hin, dass an der Börse jederzeit ein Totalverlust möglich ist.

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