Steigt Bitcoin im Januar erneut? 21Shares-Co-Gründerin sieht vor allem Risiken

Eine Hand hält eine Bitcoin-Münze, mit einem steigenden Pfeildiagramm im Hintergrund, symbolisch für den Anstieg des Kryptowährungswertes.

Eine Wiederholung der starken Januar-Rally zu Beginn dieses Jahres hält Ophelia Snyder, Mitbegründerin von 21Shares, für wenig wahrscheinlich. Obwohl sich die langfristigen Aussichten für Bitcoin ihrer Ansicht nach verbessern, verweist sie auf eine Kombination aus schwachem Marktsentiment und makroökonomischem Druck, die weitere Kurssteigerungen vorerst bremsen könnten.

Anleger bleiben zurückhaltend

Snyder betont, dass Investoren vorerst vorsichtig bleiben. Die Volatilität ist weiterhin hoch, und die Faktoren, die zuletzt für Druck sorgten – etwa Liquidationen und eine breitere Risk-off-Stimmung – sind noch nicht verschwunden. Das mache eine erneute Erholung Anfang 2026 unwahrscheinlich, so Snyder.

Im Januar positionieren viele institutionelle Investoren ihre Portfolios neu, was normalerweise zusätzliche Nachfrage nach Bitcoin-ETFs erzeugt. Doch angesichts des zurückhaltenden Marktumfelds könnte dieser Effekt dieses Mal begrenzt bleiben.

Korrektur ohne fundamentale Schwäche

Laut Snyder ist der jüngste Kursrückgang nicht auf Probleme innerhalb des Kryptomarktes zurückzuführen. Bitcoin fiel von einem Höchststand um 125.000 Dollar auf etwa 92.000 Dollar – unter anderem durch eine Liquidationswelle von 19 Milliarden Dollar. Die Ursache liege ihrer Einschätzung nach eher in allgemeiner Marktnervosität als in struktureller Schwäche.

Für alle, die solche Entwicklungen verfolgen, sind die Krypto News der vergangenen Tage bezeichnend: Unruhe und Chancen wechseln sich rasant ab.

Was könnte den Markt dennoch in Bewegung setzen?

Snyder sieht jedoch auch Faktoren, die im Laufe des Jahres 2026 neues Momentum schaffen könnten. Die weitere Verbreitung von Krypto-ETFs, institutionelle Beteiligung und staatliche Akzeptanz könnten zu strukturellem Wachstum führen. Gleichzeitig nennt sie Gold, steigende Zinsen und sinkende Liquidität als Risiken.

BitMine-Vorsitzender Tom Lee teilt diese Zurückhaltung nicht. Er prognostiziert, dass Bitcoin noch vor Ende Januar 2026 ein neues Rekordhoch erreichen könnte. Analysten warnen jedoch, dass historische Muster – etwa der typische Januar-Anstieg – zunehmend an Aussagekraft verlieren.


Was ist Bitcoin eigentlich? Ein Einsteiger-Guide in die Welt des „digitalen Goldes“

Man hört es überall: In den Nachrichten, am Mittagstisch oder in den sozialen Medien. Die Rede ist von Bitcoin. Für die einen ist es die Zukunft des Geldes, für die anderen eine gefährliche Blase. Aber wenn man das Rauschen ausblendet, bleibt oft die einfache Frage übrig: Was ist das eigentlich genau?

In diesem Beitrag zerlegen wir das komplexe Thema in verständliche Häppchen und schauen uns an, was hinter der berühmtesten Währung der Welt steckt.

Kurzgesagt: Die Definition

Bitcoin ist eine digitale Währung, auch Kryptowährung genannt. Im Gegensatz zum Euro oder Dollar gibt es Bitcoin nicht als physische Münze oder Schein (auch wenn Symbolbilder das oft suggerieren). Es ist rein virtuelles Geld.

Das Besondere daran: Es gehört niemandem und jedem. Es gibt keine Zentralbank (wie die EZB) und keinen Staat, der den Bitcoin kontrolliert. Das Netzwerk verwaltet sich selbst durch Mathematik und Code.

Die Geschichte dahinter

Die Idee wurde 2008 von einer unbekannten Person (oder Gruppe) unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Das Ziel war revolutionär: Ein elektronisches Bezahlsystem zu schaffen, das ohne eine vertrauenswürdige dritte Partei (wie eine Bank) funktioniert.

Wie funktioniert das ohne Bank? (Die Blockchain)

Wenn du heute Geld überweist, prüft deine Bank, ob du genug Guthaben hast, und aktualisiert dann dein Konto. Bitcoin ersetzt die Bank durch ein öffentliches Kassenbuch, die sogenannte Blockchain.

Stell dir die Blockchain so vor:

  1. Das Glas-Kassenbuch: Jede Transaktion, die jemals getätigt wurde, wird in eine Liste eingetragen.
  2. Verteilung: Diese Liste liegt nicht in einem Tresor, sondern ist auf Tausenden von Computern weltweit gleichzeitig gespeichert.
  3. Sicherheit: Wenn jemand versuchen würde, das Kassenbuch auf einem Computer zu fälschen (z. B. sich selbst mehr Bitcoins zuschreiben), würden die Tausenden anderen Computer sofort Alarm schlagen, weil ihre Kopien nicht übereinstimmen.

Merke: Die Blockchain ist die Technologie, die Bitcoin sicher, transparent und fälschungssicher macht.

Woher kommen neue Bitcoins? (Mining)

Da es keine Zentralbank gibt, die Geld druckt, müssen neue Bitcoins anders entstehen. Das passiert durch das sogenannte Mining (Schürfen).

  • Die Aufgabe: Hochleistungscomputer lösen weltweit extrem komplexe Rechenaufgaben, um das Netzwerk zu sichern und Transaktionen zu bestätigen.
  • Die Belohnung: Wer die Aufgabe als Erster löst, darf einen neuen Block an die Blockchain anhängen und wird dafür mit frischen Bitcoins belohnt.
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