Wem gehört DAZN? Eigentümer des Streaming-Dienstes

Wem gehört DAZN? Eigentümer des Streaming-Dienstes 1

DAZN hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Sport-Streaming-Anbieter Europas entwickelt. Die Eigentümerstruktur dahinter ist konzentriert, hat sich zuletzt aber leicht diversifiziert. DAZN gehört mehrheitlich Access Industries, der Investmentgesellschaft des britisch-amerikanischen Milliardärs Len Blavatnik. Seit 2025 sind zusätzlich News Corp, der australische Telekomkonzern Telstra sowie der saudische Sportfonds Surj Sports Investment mit kleineren Anteilen beteiligt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Antwort: Access Industries von Len Blavatnik ist Mehrheitseigner von DAZN.
  • Neue Miteigentümer: News Corp (rund 6 %) und Telstra (rund 3 %) stiegen 2025 im Zuge der Foxtel-Übernahme ein.
  • Saudisches Investment: Surj Sports Investment, der Sportarm des saudischen Staatsfonds PIF, sicherte sich Anfang 2025 für rund eine Milliarde US-Dollar einen Anteil von unter 5 %.
  • Ursprung: Die Streaming-Plattform ging aus der 2007 entstandenen Perform Group hervor und startete 2016 unter dem Namen DAZN.
  • Frühere Verkäufe: 2020 gab DAZN Anteile an den Ablegern Goal, Spox und VoetbalZone an TPG Capital ab.

Von Perform Group zum globalen Sport-Streamer

Die Wurzeln von DAZN reichen zur 2007 gegründeten Perform Group zurück. 2016 startete daraus die eigenständige Streaming-Marke DAZN, die live übertragene Sportrechte in zahlreichen Ländern bündelt. Kontrolliert wird das Unternehmen seit Beginn von Access Industries, der Investmentgesellschaft von Len Blavatnik.

Zuletzt öffnete sich die Eigentümerstruktur etwas: Nach der Übernahme des australischen Bezahlfernsehanbieters Foxtel im April 2025 erhielten News Corp und Telstra Anteile an DAZN, und im Februar 2025 investierte der saudische Sportfonds Surj Sports Investment rund eine Milliarde US-Dollar für einen Anteil von unter 5 Prozent. Die Kontrolle liegt aber weiterhin bei Access Industries.

DAZN überträgt in zahlreichen europäischen Ländern Fußball-Topligen sowie Boxkämpfe und andere Sportarten und positioniert sich damit gezielt als Alternative zu klassischen Pay-TV-Anbietern. Der Zukauf des australischen Bezahlsenders Foxtel 2025 markiert dabei einen deutlichen Schritt über das reine Streaming-Geschäft hinaus in Richtung eines breiteren Medienkonzerns mit klassischem Rundfunkgeschäft.

Wer ist an DAZN beteiligt?

BeteiligterRolleAnteil (rund)
Access Industries (Len Blavatnik)Mehrheitseignerkontrollierender Anteil, genaue Prozentzahl nicht vollständig öffentlich
News CorpMiteigentümer seit April 2025rund 6 %
TelstraMiteigentümer seit April 2025rund 3 %
Surj Sports Investment (PIF, Saudi-Arabien)Investor seit Februar 2025unter 5 %, Investment ca. 1 Mrd. USD

Was gehört noch zu Access Industries?

Neben DAZN kontrolliert Len Blavatniks Access Industries unter anderem Warner Music Group und den Musik-Streaming-Dienst Deezer. Wie ein anderer Streaming-Konzern mit ganz anderer Eigentümerstruktur organisiert ist, zeigt der Artikel zu Disney. Preislich positioniert sich DAZN je nach Land unterschiedlich, meist über monatliche oder jährliche Abonnements, die einzelne Ligen oder ganze Sport-Pakete umfassen und sich damit deutlich vom klassischen, gebündelten Pay-TV-Modell unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

Gehört DAZN zu Amazon oder Netflix?

Nein. DAZN ist unabhängig und gehört mehrheitlich Access Industries, nicht Amazon, Netflix oder einem anderen Streaming-Konzern.

Wer ist Len Blavatnik?

Ein britisch-amerikanischer Milliardär und Gründer von Access Industries, zu dessen Portfolio neben DAZN auch Warner Music Group gehört.

Ist DAZN börsennotiert?

Nein, DAZN ist ein privat gehaltenes Unternehmen, auch wenn einzelne Investoren wie News Corp selbst börsennotiert sind.

Was hat der saudische Staatsfonds mit DAZN zu tun?

Der Sportarm des Public Investment Fund, Surj Sports Investment, investierte Anfang 2025 rund eine Milliarde US-Dollar für einen Anteil von unter 5 Prozent.

Warum sind News Corp und Telstra jetzt beteiligt?

Im Zuge der DAZN-Übernahme des australischen Senders Foxtel im April 2025 erhielten beide Unternehmen Anteile an DAZN.

Trotz der neuen Miteigentümer bleibt damit festzuhalten, dass unternehmerische Grundsatzentscheidungen bei DAZN weiterhin maßgeblich von Access Industries und damit von Len Blavatnik persönlich geprägt werden, während die neuen Partner in erster Linie strategische und finanzielle Ergänzungen darstellen.

DAZNs Eigentümerkreis bleibt trotz neuer Partner von Access Industries dominiert. Wie ein etablierter US-Medienkonzern strukturiert ist, zeigt Wem gehört Disney, und einen Vergleich mit einem deutschen Zeitungshaus liefert Wem gehört Bild Zeitung.

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