
Uber hat den Markt für Mitfahrdienste und Essenslieferungen weltweit verändert und ist in rund 70 Ländern aktiv. Anders als bei manch anderem Tech-Konzern gibt es hinter dem Fahrdienst keinen einzelnen milliardenschweren Eigentümer.
Die Antwort: Uber Technologies Inc. ist seit Mai 2019 börsennotiert und befindet sich zu rund 85 Prozent in der Hand institutioneller Investoren. Die größten Einzelaktionäre sind die Fondsgesellschaften The Vanguard Group und BlackRock, kein Aktionär hält jedoch eine Mehrheit.
Das Wichtigste in Kürze
- Uber ist börsennotiert, kein Aktionär hält eine Mehrheit – institutionelle Investoren halten zusammen rund 85 Prozent (Stand Februar 2025).
- Größter Einzelaktionär ist The Vanguard Group mit rund 8,6 Prozent der ausstehenden Aktien.
- BlackRock folgt mit etwa 7,4 Prozent, Capital Research and Management mit rund 4,5 Prozent.
- Die 18 größten Anteilseigner kontrollieren zusammen rund 51 Prozent des Unternehmens.
- Gegründet wurde Uber 2009 von Garrett Camp und Travis Kalanick, Sitz ist San Francisco.
Von der App-Idee zum Weltkonzern
Die Idee zu Uber entstand 2008 auf einer Technologiekonferenz in Paris, als Garrett Camp und Travis Kalanick über Schwierigkeiten sprachen, spätabends ein Taxi zu bekommen. Der öffentliche Betatest startete im Mai 2010, der offizielle Start folgte 2011 in San Francisco. Nach Jahren als privates, milliardenschweres Start-up ging Uber im Mai 2019 an die New Yorker Börse. Travis Kalanick musste bereits 2017 als CEO zurücktreten; seit August desselben Jahres führt Dara Khosrowshahi das Unternehmen. In den Jahren als privates Unternehmen sammelte Uber milliardenschwere Finanzierungsrunden unter anderem von SoftBanks Vision Fund ein, was das Wachstum in dutzenden Ländern beschleunigte, aber auch zu jahrelangen operativen Verlusten führte, bevor der Konzern erstmals 2023 einen durchgehend profitablen Jahresabschluss vorlegte.
Aktionärsstruktur von Uber Technologies Inc.
| Anteilseigner | Anteil | Typ |
|---|---|---|
| The Vanguard Group | ca. 8,6 % | Institutioneller Investor |
| BlackRock | ca. 7,4 % | Institutioneller Investor |
| Capital Research and Management | ca. 4,5 % | Institutioneller Investor |
| Weitere institutionelle Anleger | ca. 64 % | Streubesitz institutionell |
| Öffentlichkeit/Privatanleger | ca. 14 % | Streubesitz privat |
Ein Punkt, den viele Übersichten auslassen: Weder die Gründer Kalanick und Camp noch ein Staatsfonds halten heute eine dominierende Beteiligung. Der japanische SoftBank-Konzern war zeitweise sogar größter Einzelaktionär von Uber, verkaufte seine gesamte Beteiligung jedoch im August 2022 vollständig, um Verluste seiner Investmentsparte Vision Fund auszugleichen. Seither ist die Aktionärsstruktur breit über klassische Fondsgesellschaften wie Vanguard und BlackRock gestreut, ohne dass ein früherer Strategieinvestor nachrückte.
Was gehört noch zum selben Konzern?
Neben dem klassischen Fahrdienst gehören Uber Eats, der Frachtdienst Uber Freight sowie diverse regionale Mobilitätsbeteiligungen zum Konzern. Ein Vergleich mit einem deutschen Fintech ohne Börsennotierung findet sich im Beitrag Wem gehört Trade Republic?.
Häufig gestellte Fragen
Gehört Uber noch den Gründern?
Nein, weder Travis Kalanick noch Garrett Camp zählen laut aktuellen Meldungen zu den größten Anteilseignern; ihre ursprünglichen Anteile wurden durch spätere Finanzierungsrunden und den Börsengang stark verwässert.
Ist SoftBank noch an Uber beteiligt?
Nein. SoftBank war über seinen Vision Fund zeitweise größter Einzelaktionär von Uber, verkaufte seine gesamte Beteiligung aber im August 2022 vollständig, um anderweitige Verluste auszugleichen.
An welcher Börse ist Uber notiert?
Uber notiert seit Mai 2019 an der New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Kürzel UBER.
Wer ist aktuell CEO von Uber?
Dara Khosrowshahi führt das Unternehmen seit August 2017, nachdem Mitgründer Travis Kalanick zurücktreten musste.
Hält ein Staat Anteile an Uber?
Nach den öffentlich bekannten Stimmrechtsdaten befinden sich keine staatlichen Beteiligungsfonds unter den größten Einzelaktionären; die Struktur ist von klassischen Vermögensverwaltern wie Vanguard, BlackRock und Capital Research geprägt, die auch bei zahlreichen anderen US-Technologiekonzernen zu den größten Anteilseignern zählen.
Uber zeigt, dass auch ein weltweit dominierender Plattformkonzern ohne Gründer- oder Staatskontrolle auskommen kann. Wie sich das bei einem europäischen Lieferdienst darstellt, zeigt der Beitrag Wem gehört McDonald’s? im Vergleich zu einem globalen Gastronomiekonzern.

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