Die besten Tees gegen Bauchschmerzen

Die besten Tees gegen Bauchschmerzen

Quick Answer

Die besten Tees gegen Bauchschmerzen sind Kamille, Pfefferminze und Fenchel, da sie krampflösend, entblähend und entzündungshemmend wirken. Kamillentee gilt als zugelassener Arzneitee bei Magen-Darm-Krämpfen, Pfefferminztee lindert vor allem Reizdarm-Beschwerden, und Fenchel- oder Kümmeltee hilft besonders gut bei Blähungen und Völlegefühl. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollte Tee die ärztliche Abklärung ergänzen, nicht ersetzen.

Key Takeaways

  • Kamille, Pfefferminze und Fenchel gelten als die drei wirksamsten Teesorten bei allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden.[2][5]
  • Kamillenblütentee ist als Arzneitee zugelassen; empfohlen werden 3-4 Tassen täglich aus etwa 3 g Kamillenblüten mit 150 ml heißem Wasser.[4]
  • Pfefferminztee wirkt krampflösend und ist besonders bei Reizdarmsyndrom klinisch untersucht.[6][8][10]
  • Ein Drei-Kräuter-Tee aus Kümmel, Anis und Fenchel hilft speziell gegen Blähungen, Koliken und Völlegefühl.[3][5]
  • Melissentee beruhigt, Ingwertee wirkt zusätzlich gegen Übelkeit.[5]
  • Erste Besserung tritt bei vielen Menschen innerhalb von 20 bis 40 Minuten nach dem Trinken ein.
  • Pfefferminztee kann bei empfindlichen Personen Sodbrennen verstärken.[6][10]
  • Bei Schwangerschaft, Kleinkindern und chronischen Beschwerden gelten besondere Vorsichtsregeln.
  • Tee ersetzt keine ärztliche Diagnose bei starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Bauchschmerzen.

Was hilft Tee gegen Bauchschmerzen? Die besten Tees gegen Bauchschmerzen im Überblick

Tee gegen Bauchschmerzen hilft vor allem, weil bestimmte Pflanzenstoffe die glatte Muskulatur im Magen-Darm-Trakt entspannen und Blähungen lösen. Die besten Tees gegen Bauchschmerzen sind laut aktuellen Fachbeiträgen Kamille, Pfefferminze und Fenchel, sie gelten als „typische und wohl bekannteste Teesorten mit wohltuender Wirkung auf Magen und Darm“ und sind erste Wahl bei krampfartigen Beschwerden.[2][5]

Was hilft Tee gegen Bauchschmerzen? Die besten Tees gegen Bauchschmerzen im Überblick

Diese drei Kräuter wirken über unterschiedliche Mechanismen:

  • Kamille enthält ätherische Öle und Flavonoide, die entzündungshemmend und krampflösend wirken.
  • Pfefferminze liefert Menthol, das Schmerzrezeptoren in der Darmwand dämpft und die Muskulatur entspannt.[6][11]
  • Fenchel enthält Anethol, das Blähungen löst und die Verdauung anregt.

„Kamille, Pfefferminze und Fenchel gehören zu den wohl bekanntesten Teesorten mit wohltuender Wirkung auf Magen und Darm.“, Deutsche Apotheker Zeitung[2]

Faustregel: Bei Krämpfen und Übersäuerung eignet sich Kamille am besten, bei Blähungen und Reizdarm eher Pfefferminze oder Fenchel. Wer unsicher ist, kann auch eine fertige Magen-Darm-Teemischung wählen, die mehrere dieser Kräuter kombiniert.

Welcher Tee ist am besten für Magenschmerzen? Kamille und Pfefferminze im Vergleich

Für akute Magenschmerzen ist Kamillentee meist die sicherere erste Wahl, weil er zugelassener Arzneitee ist und breit verträglich wirkt. Pfefferminztee eignet sich besser bei krampfartigen Schmerzen mit Blähungen, kann aber bei Sodbrennen-Neigung ungünstig sein.[4][6]

Der Unterschied zwischen Kamillentee und Pfefferminztee bei Bauchschmerzen liegt vor allem im Wirkmechanismus und in der Verträglichkeit. Kamille wirkt breiter entzündungshemmend und beruhigend auf die Magenschleimhaut, während Pfefferminze gezielter krampflösend auf die Darmmuskulatur wirkt und dabei den unteren Ösophagussphinkter entspannen kann, was Reflux begünstigt.[6][10]

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen:

TeesorteWirkungAm besten geeignet fürVorsicht bei
KamilleEntzündungshemmend, leicht krampflösendMagenschleimhautreizung, allgemeine KrämpfeSelten Allergien (Korbblütler)
PfefferminzeKrampflösend, dämpft SchmerzrezeptorenReizdarm, Blähungen, KrämpfeSodbrennen, Reflux[6][10]
FenchelEntblähend, verdauungsförderndVöllegefühl, BlähungenKaum bekannte Risiken
Kümmel-Anis-FenchelKarminativ, mild krampflösendKoliken, BlähbauchKaum bekannte Risiken[3][5]
MelisseBeruhigend, entkrampfendNervös bedingte BauchschmerzenKaum bekannte Risiken[5]
IngwerMotilitätsfördernd, gegen ÜbelkeitÜbelkeit mit BauchschmerzenBei Gallensteinen mit Arzt absprechen[5]
Vier Teesorten im Vergleich mit Wirkungslabels

Entscheidungshilfe: Wähle Kamille bei brennenden, diffusen Magenschmerzen. Wähle Pfefferminze bei krampfartigen, wandernden Schmerzen mit Blähgefühl, außer bei bekanntem Reflux, dann besser Fenchel oder Kamille.

Wie lange dauert es, bis Tee gegen Bauchschmerzen wirkt?

Die meisten Menschen spüren eine erste Linderung durch Tee gegen Bauchschmerzen innerhalb von 20 bis 40 Minuten nach dem Trinken, wenn die Beschwerden leicht bis mittelschwer sind. Bei stärkeren Krämpfen oder Blähungen kann es etwas länger dauern, bis die ätherischen Öle vollständig wirken.

Die Wirkgeschwindigkeit hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Konzentration der Wirkstoffe: Eine korrekt zubereitete Tasse mit ausreichender Ziehzeit (5-10 Minuten) enthält mehr wirksame ätherische Öle.
  2. Trinktemperatur: Warmer, nicht zu heißer Tee wird schneller aufgenommen und wirkt zusätzlich beruhigend auf verkrampfte Muskulatur.
  3. Ursache der Schmerzen: Blähungsbedingte Schmerzen reagieren oft schneller auf Fenchel oder Kümmel als tief liegende, entzündliche Beschwerden.

Beispiel: Wer nach einer üppigen Mahlzeit ein Druckgefühl im Oberbauch verspürt, bemerkt bei einer Tasse Fenchel-Kümmel-Tee häufig schon nach einer halben Stunde eine spürbare Entspannung. Halten die Schmerzen nach zwei bis drei Tassen über mehrere Stunden unverändert an, ist das ein Hinweis, dass Tee allein nicht ausreicht.

Tee gegen Bauchschmerzen bei Übelkeit und Durchfall

Bei Übelkeit zusammen mit Bauchschmerzen eignet sich Ingwertee am besten, da er die Magenbewegung reguliert und leicht antiemetisch wirkt. Bei zusätzlichem Durchfall ist Kamillentee oder ein Mix aus Kamille und Fenchel sinnvoller, weil er die Darmschleimhaut beruhigt, ohne stark abführend zu wirken.[5]

Tee gegen Bauchschmerzen und Übelkeit:

  • Ingwertee wirkt motilitätsfördernd und lindert Brechreiz.
  • Pfefferminztee kann ebenfalls gegen Übelkeit helfen, sollte aber bei Reflux-Neigung vorsichtig dosiert werden.

Tee gegen Bauchschmerzen und Durchfall gleichzeitig:

  • Kamillentee gilt als gut verträglich und wird traditionell bei Magen-Darm-Infekten eingesetzt.
  • Schwarzer Tee (kurz gezogen) enthält Gerbstoffe, die zusätzlich stopfend wirken können, dies ist allerdings eher eine Ergänzung, nicht der Kern der Kamillen-/Kräutertee-Empfehlung.
  • Wichtig ist ausreichendes Trinken, da Durchfall zu Flüssigkeitsverlust führt; Tee kann hier zusätzlich zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.

Häufiger Fehler: Viele greifen bei Durchfall reflexhaft zu Pfefferminztee. Das kann die Darmbewegung eher verstärken statt beruhigen. Bei Durchfall ist Kamille meist die verträglichere Wahl.

Welcher Tee hilft bei chronischen Bauchschmerzen und Reizdarm?

Bei chronischen Bauchschmerzen, insbesondere im Rahmen eines Reizdarmsyndroms, ist Pfefferminztee die am besten untersuchte Option. Mehrere systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass enterisch überzogene Pfefferminzölpräparate Bauchschmerzen und Gesamtsymptome bei Reizdarm signifikant stärker lindern als Placebo.[6][8][10]

Der zugrunde liegende Mechanismus ist inzwischen recht gut erklärt: Menthol aktiviert spezifische Kälte- und Schmerzrezeptoren in der Darmwand und kann so die Schmerzwahrnehmung dämpfen.[6] Das erklärt, warum Pfefferminze in aktuellen Patienteninformationen als zentrale Heilpflanze gegen funktionelle Bauchschmerzen gilt.

Auch Kombinationen aus Pfefferminz- und Kümmelöl (bekannt unter Namen wie Menthacarin) wurden in neueren Studien bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden untersucht und zeigten eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität.[7] Das unterstreicht, dass Pfefferminze und Kümmel zu den wichtigsten krampflösenden Heilpflanzen bei wiederkehrenden Bauchschmerzen gehören.

Wichtige Einschränkung: Die Studienlage bezieht sich meist auf standardisierte Pfefferminzöl-Kapseln, nicht auf losen Tee. Ein starker Pfefferminztee kann unterstützend wirken, ersetzt bei diagnostiziertem Reizdarm aber nicht zwingend ein geprüftes Präparat.[6][10]

Wähle Pfefferminztee als Ergänzung, wenn die Beschwerden bereits ärztlich als Reizdarm eingeordnet wurden und keine Reflux-Neigung besteht. Bei unklarer Diagnose gehört eine ärztliche Abklärung vor die Selbstbehandlung.

Tee gegen Bauchschmerzen nach dem Essen

Nach dem Essen wirken vor allem Kräutertees mit karminativer Wirkung am besten, also solche, die Blähungen lösen. Ein Drei-Kräuter-Tee aus Kümmel, Anis und Fenchel gilt hier als besonders geeignet, da er Völlegefühl und Koliken nach fettreichen oder blähenden Mahlzeiten lindert.[3][5]

Für die Zubereitung gilt eine einfache Regel: Kümmel sollte vor dem Aufbrühen frisch angestoßen werden (etwa 2 g pro Tasse), damit die ätherischen Öle besser freigesetzt werden. Die Ziehzeit beträgt 5 bis 10 Minuten, am besten abgedeckt, damit die flüchtigen Öle nicht entweichen.[3]

Praxistipp: Wer regelmäßig nach dem Essen unter Druckgefühl leidet, trinkt den Tee am besten direkt nach der Mahlzeit, nicht erst wenn die Beschwerden schon stark sind. Vorbeugend wirkt der Tee oft zuverlässiger als rein akut.

Honig oder Zitrone im Tee gegen Bauchschmerzen: Was ist besser?

Bei akuten Bauchschmerzen ist ungesüßter Tee grundsätzlich die bessere Wahl, weil Zucker und Säure die Magenschleimhaut zusätzlich reizen können. Honig ist in kleinen Mengen unproblematisch und kann bei Reizung der Schleimhäute sogar leicht beruhigend wirken, Zitrone sollte bei empfindlichem Magen eher vermieden werden.

Honig oder Zitrone im Tee gegen Bauchschmerzen: Was ist besser?
  • Honig: Wirkt mild antibakteriell und kann Tee bei Halskratzen oder leichten Infekten angenehmer machen. Bei akuten Magenschmerzen in Maßen unbedenklich.
  • Zitrone: Die Säure kann bei Magenschleimhautreizung oder Reflux die Beschwerden verstärken. Bei Blähungen oder Krämpfen ohne Reflux ist sie meist unproblematisch.

Pharmazeutische Produktinformationen zu Kamillentee empfehlen ausdrücklich, den Tee möglichst ungesüßt zu trinken, um die volle Wirkung der ätherischen Öle zu nutzen und die Schleimhaut nicht zusätzlich zu belasten.[4]

Entscheidungsregel: Bei Sodbrennen oder Reflux-Symptomen auf Zitrone verzichten. Bei reinen Blähungen oder Krämpfen ohne Reflux ist ein Spritzer Zitrone unbedenklich, sollte aber nicht die Regel sein.

Ist Tee gegen Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sicher?

Kamillen- und Fencheltee gelten in üblichen Trinkmengen während der Schwangerschaft als weitgehend sicher, sollten aber nicht in großen Mengen oder über längere Zeit ohne Rücksprache getrunken werden. Pfefferminztee ist in moderaten Mengen ebenfalls meist unbedenklich, wird von manchen Hebammen aber wegen möglicher wehenfördernder Effekte bei hohem Konsum zurückhaltender empfohlen.

Wichtige Punkte für Schwangere:

  • Maximal 2 bis 3 Tassen pro Tag von einer Teesorte, nicht mehrere Sorten gleichzeitig in großen Mengen.
  • Fertige Schwangerschaftstees mit geprüfter Zusammensetzung sind oft die sicherere Alternative zu selbst gemischten Kräutertees.
  • Bei bestehenden Schwangerschaftsrisiken (z. B. vorzeitigen Wehen) vor dem Trinken größerer Mengen Kräutertee die Hebamme oder den Frauenarzt fragen.

Edge Case: Manche pflanzlichen Zusätze in Fertigmischungen (etwa bestimmte Bitterstoffe) sind in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Deshalb lohnt ein Blick auf die Zutatenliste, bevor eine neue Mischung regelmäßig getrunken wird.

Tee gegen Bauchschmerzen für Kinder: Was ist geeignet?

Für Kinder eignen sich milde Sorten wie Fenchel- und Kamillentee am besten, da sie gut verträglich sind und traditionell auch bei Säuglingen gegen Blähungen eingesetzt werden. Pfefferminztee wird für Kleinkinder unter vier Jahren häufig nicht empfohlen, weil das enthaltene Menthol bei sehr jungen Kindern in seltenen Fällen Atembeschwerden auslösen kann.

Praktische Hinweise für Eltern:

  • Säuglinge und Kleinkinder: Fencheltee in kleinen, verdünnten Mengen ist die klassische Wahl bei Blähungskoliken.
  • Kinder ab dem Schulalter: Kamillentee in normaler Stärke ist meist gut geeignet.
  • Pfefferminztee: Erst ab etwa 4 Jahren und in schwacher Konzentration, wenn überhaupt.

Häufiger Fehler: Erwachsenen-Dosierungen werden oft unverändert für Kinder übernommen. Für Kinder sollte die Menge an Teeblättern oder -blüten reduziert und die Tasse kleiner sein als bei Erwachsenen.

Kann man zu viel Tee gegen Bauchschmerzen trinken, und wann sollte man zum Arzt gehen?

Ja, auch Kräutertee kann in großen Mengen unerwünschte Effekte haben: Übermäßiger Pfefferminztee kann Sodbrennen verstärken, und sehr viel Kamillentee kann bei empfindlichen Personen zu Übelkeit führen. Als Richtwert gelten 3 bis 4 Tassen pro Tag einer Sorte als sichere Obergrenze für die meisten Erwachsenen.[4][6]

Tee gegen Bauchschmerzen oder zum Arzt gehen ist keine Entweder-oder-Frage, sondern eine Frage des Zeitpunkts. Tee ist eine sinnvolle erste Maßnahme bei leichten, bekannten Beschwerden wie Blähungen nach dem Essen. Ärztliche Abklärung ist dagegen notwendig, wenn eines der folgenden Warnzeichen auftritt:

  • Starke, plötzlich einsetzende Schmerzen, die sich nicht bessern
  • Fieber zusammen mit Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhl oder schwarzer, teerartiger Stuhl
  • Anhaltendes Erbrechen über mehr als 24 Stunden
  • Schmerzen, die trotz mehrerer Tassen Tee über zwei bis drei Tage nicht nachlassen
  • Bauchschmerzen bei bekannten Vorerkrankungen wie Gallensteinen oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Entscheidungsregel: Bessert sich der Schmerz nach ein bis zwei Tassen Tee innerhalb von etwa einer Stunde spürbar, handelt es sich meist um eine harmlose, funktionelle Ursache. Bleibt der Schmerz unverändert oder verschlechtert sich, ist das ein Signal für eine ärztliche Untersuchung statt weiterer Selbstbehandlung.

Die besten Alternativen zu Tee gegen Bauchschmerzen

Wenn Tee nicht ausreichend wirkt, sind standardisierte Pfefferminzöl-Kapseln oder Kombinationspräparate aus Pfefferminz- und Kümmelöl die am besten untersuchte Alternative. Diese Präparate liefern eine konstantere Wirkstoffmenge als Tee und zeigten in Studien eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden.[6][7][8]

Weitere Alternativen im Überblick:

AlternativeVorteil gegenüber TeeGeeignet für
Pfefferminzöl-KapselnKonstante Dosierung, magensaftresistentReizdarm, wiederkehrende Krämpfe[6][10]
Kombipräparate (Pfefferminz-Kümmelöl)Doppelter WirkmechanismusFunktionelle Verdauungsbeschwerden[7]
Wärmflasche/BauchwickelSchnelle muskuläre EntspannungKrampfartige Schmerzen ohne Entzündung
Bewegung/leichtes GehenFördert DarmmotilitätBlähungsbedingte Schmerzen
Ärztlich verordnete SpasmolytikaStärkere, gezielte WirkungAnhaltende, ärztlich abgeklärte Beschwerden

Aus heutiger Sicht erwarten Fachleute keine grundlegend neuen „Wundertees“, sondern vor allem weitere Forschung zu den bereits etablierten Heilpflanzen Pfefferminze, Kamille, Kümmel und Fenchel sowie deren standardisierten Öl- und Kombinationspräparaten.[2][5][7] Tee bleibt damit eine niedrigschwellige, gut verträgliche erste Maßnahme, als Ergänzung zu, nicht als Ersatz für evidenzbasierte Therapien bei anhaltenden Beschwerden.

Fazit: Die besten Tees gegen Bauchschmerzen richtig einsetzen

Die besten Tees gegen Bauchschmerzen sind Kamille, Pfefferminze und Fenchel, jede Sorte hat ihren eigenen Anwendungsschwerpunkt, von akuten Krämpfen über Blähungen bis hin zu Reizdarm-Beschwerden. Wer die richtige Sorte zum passenden Zeitpunkt wählt, kann viele leichte Bauchschmerzen ohne Medikamente lindern.

Als nächste Schritte gilt:

  1. Bei akuten, leichten Beschwerden zunächst Kamillentee oder Fenchel-Kümmel-Tee probieren, ungesüßt und mit ausreichender Ziehzeit.
  2. Bei wiederkehrenden, krampfartigen Schmerzen Pfefferminztee testen, außer bei bekanntem Reflux.
  3. Bei Übelkeit zusätzlich Ingwertee einbeziehen, bei Durchfall lieber bei Kamille bleiben.
  4. Warnzeichen wie Fieber, Blut im Stuhl oder anhaltende Schmerzen ernst nehmen und ärztlich abklären lassen, statt allein auf Tee zu setzen.
  5. Bei chronischen Beschwerden über standardisierte Pfefferminzöl-Präparate als Ergänzung nachdenken und mit einer Ärztin oder einem Apotheker sprechen.

Tee ist ein bewährtes, gut verträgliches Hausmittel, aber er funktioniert am besten, wenn die Sorte zur Ursache der Bauchschmerzen passt und ernste Warnzeichen nicht überdeckt werden.

FAQ

Was hilft am schnellsten gegen Bauchschmerzen mit Tee?
Warmer Kamillentee oder Fenchel-Kümmel-Tee wirkt bei den meisten Menschen innerhalb von 20 bis 40 Minuten spürbar entkrampfend und entblähend.

Welcher Tee ist am besten für Magenschmerzen?
Kamillentee gilt als erste Wahl bei Magenschmerzen, da er zugelassener Arzneitee ist und entzündungshemmend wirkt; Pfefferminztee eignet sich eher bei krampfartigen Beschwerden ohne Reflux.[4][6]

Wie unterscheiden sich Kamillentee und Pfefferminztee bei Bauchschmerzen?
Kamille wirkt breiter entzündungshemmend und beruhigend, Pfefferminze wirkt gezielter krampflösend, kann aber bei Reflux-Neigung Sodbrennen verstärken.[6][10]

Ist Tee gegen Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sicher?
Kamillen- und Fencheltee sind in moderaten Mengen meist sicher, sollten aber auf 2 bis 3 Tassen täglich begrenzt und bei Risikoschwangerschaften ärztlich abgesprochen werden.

Ist Pfefferminztee für Kinder geeignet?
Für Kinder unter vier Jahren wird Pfefferminztee meist nicht empfohlen; Fenchel- und Kamillentee sind die verträglicheren Alternativen.

Kann man zu viel Tee gegen Bauchschmerzen trinken?
Ja, mehr als 3 bis 4 Tassen einer Sorte pro Tag können Nebenwirkungen wie verstärktes Sodbrennen oder Übelkeit auslösen.[4][6]

Wann sollte man bei Bauchschmerzen zum Arzt statt zu Tee greifen?
Bei Fieber, Blut im Stuhl, starkem anhaltendem Erbrechen oder Schmerzen, die nach ein bis zwei Tagen trotz Tee nicht besser werden, ist eine ärztliche Abklärung notwendig.

Welcher Tee hilft bei chronischen Bauchschmerzen durch Reizdarm?
Pfefferminztee beziehungsweise standardisiertes Pfefferminzöl gilt als am besten untersuchte pflanzliche Option bei Reizdarm-bedingten Bauchschmerzen.[6][8][10]

Ist Honig oder Zitrone im Tee besser bei Bauchschmerzen?
Ungesüßter Tee ist grundsätzlich am schonendsten; Honig ist in kleinen Mengen unproblematisch, Zitrone sollte bei Reflux-Neigung vermieden werden.

Was ist die beste Alternative zu Tee gegen Bauchschmerzen?
Standardisierte Pfefferminzöl-Kapseln oder Kombinationspräparate aus Pfefferminz- und Kümmelöl bieten eine konstantere Dosierung und sind bei funktionellen Beschwerden gut untersucht.[6][7]

Quellen

[1] pubmed.ncbi.nlm.nih.gov – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31470006/
[2] Mit Tee Gegen Magen Darm Beschwerden – https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2026/01/06/mit-tee-gegen-magen-darm-beschwerden
[3] Tee Gegen Bauchschmerzen Diese Tees Lindern Bauchweh 12103 1 – https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Tee-gegen-Bauchschmerzen-Diese-Tees-lindern-Bauchweh_12103_1.html
[4] pestalozzi.de – https://www.pestalozzi.de/documents/products/PDF/12869192.pdf?ver=1739265298
[5] Tee Fuer Magen Darm Beschwerden – https://www.tee-handelskontor-bremen.de/magazin/tee-fuer-magen-darm-beschwerden
[6] Systematische Uebersicht Und Metaanalyse Wirksamkeit Von Pfefferminzoel Beim Reizdarmsyndrom – https://falkfoundation.org/de/fgr/detail/systematische-uebersicht-und-metaanalyse-wirksamkeit-von-pfefferminzoel-beim-reizdarmsyndrom/
[7] S15036 023 3319 7 – https://link.springer.com/article/10.1007/s15036-023-3319-7
[8] Recent Meta Analysis On The Efficacy Of Peppermint Oil In Irritable Bowel Syndrome – https://www.efsm.online/de_de/article-overview/101/2021/recent-meta-analysis-on-the-efficacy-of-peppermint-oil-in-irritable-bowel-syndrome
[9] Recent Meta Analysis On The Efficacy Of Peppermint Oil In Irritable Bowel Syndrome – https://www.efsm.online/at_de/article-overview/101/2021/recent-meta-analysis-on-the-efficacy-of-peppermint-oil-in-irritable-bowel-syndrome
[10] Pmc6337770 – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6337770/

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*