Die Goji Beere

Goji Beeren
Goji Beeren

Bei uns sind die orange-roten Goji Beeren (Goji Beere= lat.: Lycium barbarum) auch als Wolfs- oder Bocksdornbeere bekannt. Die meist zwei Zentimeter langen Früchte stammen aus dem asiatischen Raum und können optisch mit denen der Hagebutten verglichen werden. Die Goji Beeren sind bei uns auch deshalb so begehrt, weil sie einen sehr hohen Gehalt an verschiedenen wichtigen Vitaminen (unter anderem Vitamin C, A, B1 und B2) sowie Mineralien und Spurenelemente (u.a. Eisen, Magnesium, Kupfer, Chrom und Kalzium) haben.

In Asien gelten sie seit Jahrtausenden als Früchte des Wohlbefindens und der Schönheit – und auch in Deutschland wird die schmackhafte Goji-Beere häufig als echte Anti-Aging-Revolution bezeichnet und zählt zu den sogenannten Superfoods.
Ein Grund dafür: die Früchte enthalten viele Vitamine, Polysaccharide, Aminosäuren und Antioxidantien1, welche die „Freien Radikale“ im Körper reduzieren können2.

Es wird übrigens schon lange vermutet, dass Antioxidantien den oxidativen Stress (es wird ein Zusammenhang mit dem Alterungsprozess und der Entstehung von Krankheiten angenommen) reduzieren können3, indem die Antioxidantien als Radikalfänger agieren. (Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Hinweise am Ende)

Goji Beeren
Goji Beeren

Übrigens – Goji Beeren schmecken zudem auch noch äußerst köstlich: Die Früchte sind vordergründig süß und nur leicht säuerlich. Viele beschreiben den Geschmack als eine Kombination aus Kirschen & Cranberries.

Die Beeren der Goji Pflanze sind u.a. eine leckere Kombinationsmöglichkeit für einen süßen Nachtisch. Gleichzeitig aber können die Beeren auch gekocht werden und so z.B. als Konfitüre Verwendung in der Küche finden. Aufgrund der gesunden und auch köstlichen Eigenschaften wollen immer mehr Menschen ihre eigenen Goji Beeren ernten. Dafür kann die Goji Pflanze im Frühjahr in den Garten oder auf den Balkon bzw. die Terrasse gesetzt werden (dann allerdings sollte der Pflanztopf möglichst groß sein).

Einige ziehen sich ihre Goji Pflanze selbst aus gekauftem Samen – die meisten aber machen es sich etwas leichter und erstehen diese in einer Gärtnerei oder auch einem Online-Shop. Die Goji Pflanze zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sie sehr genügsam ist.

Goji Beeren selber anpflanzen

Wer sich eine eigene Goji Pflanze ins Haus holt, der sollte dieser unbedingt einen „Platz an der Sonne“ aussuchen. Nur dann kann sich die Goji Pflanze besonders gut entwickeln und trägt dementsprechend viele wohlschmeckende Früchte. Sie verträgt auch problemlos Minustemperaturen und hat – außer der Helligkeit – keine großen Ansprüche an ihren Standort. Wer sich die Goji Pflanze in den Garten stellen möchte, der sollten den Wurzelballen gute 30 Zentimeter in die Erde setzen – ganz wichtig für den Kauf: die Wurzeln sollten gut entwickelt sein! Danach wird der Rest mit Erde aufgefüllt – zu dem sollte die Goji Pflanze direkt gewässert werden, damit sie möglichst gut anwachsen kann. Gleichzeitig kann sie regelmäßig gedüngt werden – am besten mit einem natürlichen Dünger (z.B. Kompost).

Die Goji Pflanze wird zwischen zwei und sogar vier Meter hoch und einen Meter breit – auch deshalb sollte sie regelmäßig gekürzt und in Form geschnitten werden. Die Goji Pflanze trägt in der Regel nach dem zweiten bis dritten Jahr ihre ersten Früchte. Diese können dann in Schokolade oder auch ins Müsli gegeben werden. Und wer mag, der kann die Früchte der Goji Pflanze auch ins selbstgemachte Brot geben. Die Möglichkeiten sind (fast) grenzenlos und super lecker!

Gesund und multifunktional: die Goji Beeren!

Bei uns angekommen, finden die Goji Beeren einen vielfältigen Einsatz in unseren Küchen: sie können in das Frühstücksmüsli gegeben oder auch zum Kuchenbacken verwendet werden. Viele genießen die Goji Beeren auch einfach nur so als kleine gesunde Knabberei für Zwischendurch. Gleichzeitig können Goji Beeren auch zu köstlichem Goji Saft oder getrocknet zu Tee verarbeitet werden.

Hinweis zur Wirkung von Goji-Beeren

Soweit möglich, sind medizinische oder wissenschaftliche Aussagen mit Quellenangaben versehen. Wo diese fehlen, sind die gemachten Aussagen lediglich Allgemeinwissen oder Spekulation und nicht bewiesen.

Die hier vorgestellten Tipps, Informationen und Produkte sollen keinesfalls als Anregung dienen, bestimmte Krankheiten mit Goji-Beeren zu behandeln oder Goji-Beeren (egal in welcher Form) als Medikament zu betrachten. Fühlen Sie sich krank, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Die Goji-Beere ist ein natürliches Produkt und wird in vielen Ländern (unter anderem China) als Lebensmittel genutzt. Sie sollten die Goji-Beere als gleichwertig zu Obst und Gemüse sehen und nicht als Ersatz für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Sie sollten die Goji-Beere nicht überdosieren und aus einer sicheren Quelle kaufen, um Unreinheiten und Zusätze zu vermeiden.

Es können (wie übrigens mit anderem Obst oder Gemüse auch) unerwünschte Wechselwirkungen mit MedikamentenAllergien oder andere Nebenwirkungen entstehen.

Sie sollten sich der Möglichkeit einer Wechselwirkung von Vitamin-K-Antagonisten mit der Goji-Beere bewusst sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat im März 2013 eine Warnung zu möglichen Wechselwirkungen mit bestimmten gerinnungshemmenden Medikamenten (Vitamin K-Antagonisten) wie Phenprocoumon (Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®) veröffentlicht.

Goji-Beeren scheinen den Abbau dieser Medikamente im Körper zu blockieren, so dass es zu einer gefährlichen Wirkstoffanreicherung und verstärkter Blutungsneigung kommt. Personen, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen, sollten Zubereitungen, die Goji-Beeren enthalten, vermeiden.

Goji Beeren in der TCM

Innerhalb der TCM, der traditonellen chinesischen Medizin, heißt es zum Beispiel, dass die Goji Beeren ein langes Leben schenken (können). Sie werden dort seit Generationen auch gegen zu hohem Blutdruck, Blutzucker und sogar Krebs angewendet, obwohl diese Wirkungen bisher in keiner Studie bestätigt werden konnten.
Geerntet werden können die Power-Gesundheits-Beeren übrigens im Sommer und Herbst. Wer seine Goji Pflanze selbst anbaut, der kann schon bald die eigenen Gojibeeren ernten und z.B. als leckeren Goji Saft genießen.

Anbaugebiet

In der freien Provinz Ningxia, die direkt am Himalaya liegt, wird der wohl größte Anteil des Goji Beeren-Vorkommens angebaut und geerntet. Durch dieses von der Natur umgebene Gebiet fließt der Huang He Fluss (Yellow River), der in den von schneebedeckten Bergen des Himalayas entspringt. Und während sich das Wasser seinen kilometerlangen Weg in die Täler sucht, wird es mit einer Vielfalt an organischen Nährstoffen, wertvollen Mineralien und Spurenelementen angereichert. Und genau das macht die Goji Beeren so besonders. Dazu kommt, dass viele der Goji Pflanzen auch in höheren Tälern des Himalayas wachsen und dementsprechend mit extrem wenigen Schadstoffen in Berührung kommen.

Die reifen Früchte werden im Spätsommer geerntet und in der Sonne langsam getrocknet. Danach ähneln die Beeren optisch den Rosinen und werden so auch gerne von vielen als Snack für zwischendurch gegessen. Mittlerweile hat sich die Palette an Goji Produkten erweitert: es gibt jetzt Goji z.B. auch in Riegeln, Müsli, Schokolade, Likör, Öl, Kaffee und auch Tee.

Goji Saft

Der Goji Saft wird aus der Wunderbeere der Goji Pflanze (Gemeiner Bocksdorn) gewonnen. Der Goji Saft entsteht kurz nach der Ernte, in dem die gesammelten Früchte auf eine möglichst schonende Art kalt gepresst werden. Wichtig: der Goji Saft ist besonders wertvoll, wenn er ohne Konservierungsstoffe verarbeitet und direkt in Flaschen abgefüllt wurde. Zu dem sollte der Goji Saft aus biologisch angebauten Goji Beeren hergestellt sein – nur dann enthalten diese (fast) keine Schadstoffe und können ohne Bedenken als gesunder Goji Saft genossen werden.

In Asien wird der Goji Saft schon seit Generationen geehrt und geschätzt. Dadurch, dass die Früchte in der Sonne reifen können, erhalten sie ihren süßlich fruchtigen und nur leicht säuerlichen Geschmack.

Die Goji Beere wird in diesen Breiten so geschätzt, dass ihr zu Ehren jährlich gleich mehrere Festtage abgehalten werden. Und neben den gesundheitlich fördernden Eigenschaften, wird dieser Frucht auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Geradezu revolutionär ist der hohe Anteil an Antioxidantien, die den Goji Saft zu einem wahren Jungbrunnen machen. Zusätzlich wird u.a. das Immunsystem vitalisiert und gestärkt, so dass sich der Körper immer wieder selbst regenerieren kann.

Der schafft Wohlbefinden: Goji Saft. Der aus den reifen Beeren gewonnene Goji Saft findet z.B. traditionell seinen Einsatz in der Medizin Chinas. Zwischen 30 bis 50 ml sollten davon täglich getrunken werden – dann kann der Goji Saft seine wundervolle Wirkung voll und ganz entfalten.

Ab August (bis in den Oktober hinein) können die orange-gelben und auch roten Früchte abgeerntet werden. Aus den von der Sonne gereiften Beeren wird der gesunde Goji Saft hergestellt. Und dadurch, dass dieser kaltgepresst wird, bleiben (fast) alle wertvollen Inhalts- und Nährstoffe erhalten. Und das heißt, dass der Goji Saft auch als Anti-Aging-Produkt seine volle Wirkung entfalten kann: er steht er für Schönheit, Power & ein langes Leben.

Und noch ein paar kurze Goji Rezepte:

Pasta à la Goji

Zutaten: (für 4 Portionen)
500g Nudeln/Pasta
1 große Zwiebel
1 Brokkoli
2 Knoblauchzehen
1 großes Glas fertige Tomatensoße
30 g getrocknete Goji Beeren
Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Pasta al dente kochen lassen – währenddessen die Zwiebel in kleine Würfel schneiden sowie den Brokkoli in kleine Stücke schneiden. Dann Zwiebeln, Knoblauch und den Brokkoli kurz anbraten und die Tomatensoße dazugeben – das Ganze dann 5-10 Minuten kochen lassen. Zum Schluss noch die fertigen Nudeln und die getrockneten Goji Beeren dazu geben und ganz kurz aufkochen!

Muffins Rezept mit Goji Beeren

250 g Mehl
100 g Zucker
10 g Vanillezucker
½ Tüte Backpulver
100 ml geschmacksneutrales Sonnenblumenöl
150 ml Sprudelwasser
25 g getrocknete Goji-Beeren
Außerdem: Puderzucker zum bestreuen

Zubereitung:

Den Ofen vorheizen. Entweder 170 Grad Umluft oder 185 Grad Ober- und Unterhitze.
Alle Zutaten kurz vermischen
In Förmchen geben
Für 20 Minuten backen
Stäbchenprobe mit Schaschlikspieß machen. Die Muffins sind gut, wenn der Teig nicht mehr an dem Holzstäbchen kleben bleibt.
Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen. Guten Appetit!

Smoothie mit Goji Beeren

Zutaten: (für eine Portion)
100ml Orangensaft
30g getrocknete Goji Beeren
3-6 Eiswürfel
100g saisonales Obst (z.B. Banane, Erdbeeren, Melone, …)

Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Mixer geben und mixen. Anstelle der Eiswürfel kann auch gefrorenes Obst benutzt werden!

Studien / Hinweise

  1. Quelle: PubMed.gov, (Antioxidant activities of some common ingredients of traditional chinese medicine, Angelica sinensis, Lycium barbarum and Poria cocos.)
  2. Quelle: Wikipedia, Theorie der freien Radikale
  3. Quelle: Wikipedia, Antioxidans