Die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen

Die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen

Die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen sind: multifunktionale Möbel nutzen, vertikalen Stauraum bis zur Decke ausschöpfen, helle Farben und gezielte Beleuchtung einsetzen und konsequent aussortieren. Wer diese vier Hebel kombiniert, gewinnt in einer Wohnung von 30 bis 50 Quadratmetern spürbar mehr nutzbaren Platz, ohne umziehen oder anbauen zu müssen. Entscheidend ist dabei nicht die Wohnungsgröße selbst, sondern wie konsequent jeder Quadratmeter durchdacht genutzt wird.

Key Takeaways

  • Eine Wohnung gilt meist als klein, wenn sie unter 45 Quadratmetern liegt oder weniger als 15 Quadratmeter pro Bewohner bietet.
  • Multifunktionale Möbel wie Klappbetten, ausziehbare Tische und Sofas mit Stauraum sparen häufig mehr Platz als der Kauf kleinerer Möbelstücke.
  • Vertikaler Stauraum bis zur Decke nutzt Fläche, die in kleinen Wohnungen fast immer ungenutzt bleibt.
  • Helle Wandfarben, große Spiegel und mehrschichtige Beleuchtung lassen Räume optisch größer wirken.
  • Ein Homeoffice lässt sich auch auf wenigen Quadratmetern einrichten, wenn ein fester, klar abgegrenzter Bereich definiert wird.
  • Minimalismus hilft beim Platzsparen, ist aber kein Muss, gezielte Organisation reicht oft schon aus.
  • Häufige Fehler sind zu große Möbel, zu viele Deko-Objekte und fehlende Nutzung der Raumhöhe.
  • Eine Grundausstattung an platzsparenden Möbeln lässt sich je nach Anspruch mit kleinem bis mittlerem Budget realisieren, ohne dass Sonderanfertigungen nötig sind.

Was ist eine kleine Wohnung und ab welcher Größe lohnt sich Platzsparen?

Eine kleine Wohnung liegt in der Regel unter 45 Quadratmetern oder bietet weniger als 15 Quadratmeter pro Person. Ab dieser Größe lohnt sich gezieltes Platzsparen fast immer, weil jeder ungenutzte Winkel im Alltag spürbar fehlt.

In deutschen Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg sind Wohnungen zwischen 25 und 40 Quadratmetern für Singles und Paare üblich. Diese Größenordnung reicht für ein bequemes Leben, wenn die Einrichtung durchdacht ist. Wird der Platz jedoch schlecht genutzt, wirkt selbst eine 50-Quadratmeter-Wohnung eng.

Ich habe selbst einige Jahre in einer 32-Quadratmeter-Wohnung gelebt und dabei gelernt: Nicht die Quadratmeterzahl entscheidet über das Gefühl von Enge, sondern die Anzahl schlecht platzierter Möbelstücke. Zwei sperrige Sessel in einem kleinen Wohnzimmer wirken beengender als ein großer Kleiderschrank, der bis zur Decke reicht und dabei kaum Bodenfläche verbraucht.

Entscheidungsregel: Platzsparen lohnt sich besonders, wenn die Wohnung unter 40 Quadratmeter hat, mehrere Funktionen (Schlafen, Arbeiten, Kochen) auf einer Fläche kombiniert werden müssen oder mehr als eine Person dort lebt.

Welche Möbel sind am besten für kleine Wohnungen geeignet?

Am besten geeignet sind Möbel, die schmal, hoch statt breit gebaut, mobil und idealerweise mehrfach nutzbar sind. Diese Kriterien zusammen sparen mehr Platz als der Fokus auf ein einzelnes Merkmal.

Konkrete Auswahlkriterien für kleine Wohnungen:

  • Schlank statt breit: Ein Sofa mit schmalen Armlehnen spart oft 15 bis 20 Zentimeter Breite gegenüber Standardmodellen.
  • Beine statt Sockel: Möbel auf Beinen lassen den Boden darunter sichtbar und geben dem Raum optisch mehr Luft.
  • Helle, transparente Materialien: Glas- oder Acryl-Tische wirken leichter als massive Holzmöbel.
  • Rollen statt feste Standfüße: Rollbare Beistelltische oder Küchenwagen lassen sich flexibel verschieben.
  • Klapp- und Ausziehmechanismen: Klapptische, ausziehbare Betten und faltbare Stühle verschwinden, wenn sie nicht gebraucht werden.

Häufiger Fehler: Viele kaufen einfach kleinere Versionen normaler Möbel, statt auf die Funktion zu achten. Ein kleiner, aber massiver Wohnzimmertisch mit geschlossenem Sockel blockiert oft mehr visuellen Raum als ein größerer Tisch mit schlanken Beinen.

Wie kann ich mein Schlafzimmer in einer kleinen Wohnung größer wirken lassen?

Ein kleines Schlafzimmer wirkt größer, wenn das Bett so platziert wird, dass mindestens zwei Seiten frei zugänglich bleiben, und wenn niedrige, helle Möbel verwendet werden. Zusätzlich helfen Spiegel und Stauraum unter dem Bett.

Konkrete Maßnahmen für mehr Weite im Schlafzimmer:

  1. Bett an die kürzere Wand stellen, statt es mittig in den Raum zu rücken.
  2. Nachttische durch schwebende Wandregale ersetzen, um Bodenfläche freizuhalten.
  3. Bettkästen oder Schubladen unter dem Bett für Bettwäsche und Saisonkleidung nutzen.
  4. Einen großen Spiegel gegenüber dem Fenster aufhängen, um Tageslicht zu reflektieren.
  5. Auf einen Kleiderschrank mit Spiegeltüren setzen statt separater Ankleide.

Beispiel: In einer 10-Quadratmeter-Schlafnische reicht oft ein Boxspringbett mit integriertem Stauraum plus ein schmaler Kleiderschrank mit Schiebetüren, um den Raum funktional und optisch offen zu halten. Schiebetüren sparen dabei den Schwenkbereich, den klassische Türen benötigen.

Multifunktionale Möbel für kleine Räume: Welche sind die besten?

Die besten multifunktionalen Möbel für kleine Räume sind ausziehbare Esstische, Sofas mit Bettfunktion und Stauraum, Hochbetten mit integriertem Arbeitsplatz sowie Ottomanen mit Deckelstauraum. Sie kombinieren zwei oder mehr Funktionen auf derselben Grundfläche.

Multifunktionale Möbel für kleine Räume: Welche sind die besten?

Eine Übersicht der bewährtesten Kombinationen:

MöbelstückKombinierte FunktionBesonders geeignet für
Ausziehsofa mit StauraumSitzmöbel, Gästebett, KissenlagerWohnzimmer, Einzimmerwohnung
Hochbett mit SchreibtischSchlafplatz, ArbeitsplatzKinderzimmer, Studenten-WG
Klappbarer WandtischEsstisch, ArbeitsflächeKleine Küche, Flur
Ottomane mit DeckelSitzhocker, Stauraum, FußablageWohnzimmer, Eingangsbereich
Bett mit SchubladenSchlafplatz, KleiderstauraumSchlafzimmer, Studio

Entscheidungsregel: Wählen Sie ausziehbare Möbel, wenn der Raum mehrmals täglich umfunktioniert werden muss (zum Beispiel Wohn- und Schlafraum in einem). Setzen Sie auf feste Stauraummöbel, wenn der Raum meist eine Funktion behält und nur Lagerung fehlt.

Vertikaler Stauraum in der kleinen Wohnung: Ideen und Tipps

Vertikaler Stauraum ist einer der wirksamsten Hebel beim Platzsparen, weil die Deckenhöhe in fast jeder Wohnung ungenutzt bleibt. Wandregale bis unter die Decke, hohe Schränke und aufgehängte Aufbewahrung schaffen zusätzlichen Platz ohne Bodenverlust.

Praktische Ansätze für vertikalen Stauraum:

  • Regale bis zur Decke montieren und selten genutzte Gegenstände oben lagern.
  • Haken und Schienensysteme an der Wand für Küchenutensilien, Taschen oder Fahrräder anbringen.
  • Türen als Stauraum nutzen, etwa mit Über-Tür-Organizern für Schuhe oder Reinigungsmittel.
  • Hochschränke statt breiter Kommoden in Bad und Küche einsetzen.
  • Vorhänge knapp unter der Decke statt über dem Fensterrahmen anbringen, um die Wand optisch zu verlängern.

Edge Case: In Altbauwohnungen mit schrägen Wänden oder Dachschrägen lohnt es sich, Einbauschränke maßanfertigen zu lassen. Standardmöbel passen dort selten optimal und lassen ungenutzte Ecken zurück, die sonst als Stauraum dienen könnten.

Kleine Wohnung einrichten: Was die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen kosten

Die Kosten für platzsparendes Einrichten hängen stark von der gewählten Lösung ab: einfache Organisationshelfer wie Wandregale oder Türhaken kosten oft nur wenige Euro, während Maßmöbel oder Einbauschränke deutlich teurer sind. Wer mit vorhandenen Möbeln arbeitet und nur gezielt ergänzt, kommt meist am günstigsten weg.

Eine grobe Einordnung nach Budgetstufen:

  • Kleines Budget: Wandregale, Haken, Vakuumbeutel für Textilien, klappbare Organizer. Meist im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Stück erhältlich.
  • Mittleres Budget: Ausziehbare Möbelstücke, Betten mit Schubladen, modulare Regalsysteme von bekannten Möbelhäusern.
  • Höheres Budget: Maßgefertigte Einbauschränke, Hochbetten mit integriertem Arbeitsplatz, individuell geplante Raumteiler-Lösungen von Schreinereien.

Häufiger Fehler: Viele geben zuerst Geld für Deko aus und erst danach für Stauraum. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: zuerst die Grundfunktionen (Schlafen, Kochen, Arbeiten, Lagern) lösen, dann gestalten.

Häufige Fehler: Warum die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen oft ignoriert werden

Der häufigste Fehler beim Einrichten kleiner Wohnungen ist der Kauf zu großer Möbel, gefolgt von zu viel Dekoration und der Vernachlässigung der Raumhöhe. Diese drei Fehler zusammen erklären einen großen Teil des Gefühls von Enge in kleinen Räumen.

Weitere typische Stolperfallen:

  • Dunkle Farben auf großen Flächen: Sie schlucken Licht und lassen Wände näher wirken.
  • Möbel mitten im Raum: Sie blockieren Laufwege und wirken wie Barrieren.
  • Zu viele kleine Einzelmöbel statt weniger großer Stücke: Viele kleine Elemente wirken unruhiger als ein durchdachtes großes Möbelstück.
  • Fehlende Beleuchtung in Ecken: Dunkle Ecken wirken automatisch kleiner und unbenutzt.
  • Ignorieren von Türschwenkbereichen: Klassische Türen, die in den Raum schwingen, verschenken oft mehrere Quadratmeter Bewegungsfläche.

Beispiel: Ein Paar, das ich beim Umzug beraten habe, hatte einen massiven Sechsersitz-Esstisch in einer 38-Quadratmeter-Wohnung stehen. Nach dem Wechsel zu einem ausziehbaren Zweiersitz-Tisch gewann der Raum sichtbar an Bewegungsfreiheit, ohne dass Gästebewirtung unmöglich wurde, der Tisch lässt sich bei Bedarf einfach ausziehen.

Kann ich in einer kleinen Wohnung ein Homeoffice einrichten?

Ja, ein Homeoffice lässt sich auch in einer kleinen Wohnung einrichten, wenn ein fester, klar abgegrenzter Arbeitsbereich definiert wird statt eines improvisierten Platzes auf dem Sofa oder Küchentisch. Entscheidend ist eine feste Zuordnung von Fläche, nicht die absolute Größe.

Praktische Lösungen für Homeoffice auf kleinem Raum:

  1. Einen Klapptisch an der Wand montieren, der bei Bedarf ausgeklappt und danach wieder verstaut wird.
  2. Einen Raumteiler oder ein hohes Regal nutzen, um den Arbeitsbereich optisch vom Wohnbereich zu trennen.
  3. Ein Hochbett mit integriertem Schreibtisch darunter wählen, besonders in Einzimmerwohnungen.
  4. Kabel und Technik in einer Box am Schreibtisch verstauen, um den Bereich außerhalb der Arbeitszeit aufgeräumt wirken zu lassen.
  5. Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung einplanen, wenn Arbeits- und Wohnbereich akustisch nicht trennbar sind.

Entscheidungsregel: Wählen Sie einen festen Wandschreibtisch, wenn täglich mehrere Stunden am Platz gearbeitet wird. Ein Klapptisch reicht, wenn das Homeoffice nur gelegentlich genutzt wird.

Platzsparende Lösungen für kleine Küchen

Platzsparende Lösungen für kleine Küchen setzen auf vertikale Aufbewahrung, ausziehbare Arbeitsflächen und multifunktionale Geräte. Wandmontierte Regale, Magnetleisten für Messer und rollbare Küchenwagen schaffen zusätzliche Fläche, ohne die Küche zu vergrößern.

Bewährte Maßnahmen im Küchenbereich:

  • Magnetleisten statt Messerblöcke an der Wand befestigen.
  • Rollbare Küchenwagen als zusätzliche Arbeitsfläche und Stauraum nutzen, die bei Bedarf verschoben werden können.
  • Hängende Töpfe und Pfannen über der Arbeitsfläche oder dem Herd anbringen.
  • Eckschränke mit Drehsystemen (Karussell-Lösungen) statt starrer Regale einsetzen.
  • Kombigeräte wählen, etwa Backofen mit Mikrowellenfunktion, um ein separates Gerät einzusparen.

Edge Case: In offenen Wohnküchen ohne feste Wände lohnt es sich, die Küchenzeile mit einer hohen Regalwand vom Wohnbereich zu trennen. Diese Lösung schafft gleichzeitig zusätzlichen Stauraum und eine optische Grenze zwischen den Funktionsbereichen.

Unterschied zwischen platzsparenden Möbeln und normalen Möbeln

Der Hauptunterschied liegt in der Funktion pro Quadratmeter: Platzsparende Möbel erfüllen meist zwei oder mehr Aufgaben auf derselben Fläche, während normale Möbel in der Regel nur eine Funktion abdecken. Dieser Unterschied zeigt sich besonders bei Betten, Tischen und Aufbewahrung.

MerkmalNormale MöbelPlatzsparende Möbel
FunktionenEine HauptfunktionZwei oder mehr Funktionen
BauweiseFest, meist unveränderlichKlappbar, ausziehbar oder modular
FlächenbedarfKonstant, unabhängig von NutzungVariiert je nach Bedarf
AnschaffungspreisOft günstiger pro StückMeist etwas höher, dafür kombiniert nutzbar

Häufiger Fehler: Platzsparende Möbel wirken nicht automatisch kleiner. Ein ausziehbares Sofa hat oft dieselbe Standfläche wie ein normales Sofa, bietet aber zusätzlich eine Schlaffunktion. Der Vorteil liegt in der Funktion, nicht immer in den Maßen.

Kleine Wohnung mit Kindern: Wie spart man Platz?

Mit Kindern lässt sich Platz vor allem durch geteilte Möbel, hochgelegene Schlafplätze und flexible Spielbereiche sparen, die sich je nach Alter und Tagesablauf umgestalten lassen. Wichtig ist außerdem, Spielzeug in geschlossenen Boxen zu lagern, um Sichtchaos zu vermeiden.

Konkrete Ansätze für Familien in kleinen Wohnungen:

  • Etagenbetten für zwei Kinder statt zwei einzelner Betten nutzen, wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen.
  • Spielzeug in stapelbaren, beschrifteten Boxen unter dem Bett oder im Regal verstauen.
  • Einen mobilen Wickeltisch nutzen, der sich nach der Wickelphase umbauen oder anders nutzen lässt.
  • Wandmontierte Klapptische als Mal- oder Essplatz für Kinder einsetzen.
  • Spielbereiche mit Teppichen statt festen Möbelgrenzen markieren, damit der Raum bei Bedarf umfunktioniert werden kann.

Beispiel: Eine vierköpfige Familie in einer 55-Quadratmeter-Wohnung kann mit einem Etagenbett im Kinderzimmer und einem klappbaren Spieltisch im Wohnzimmer oft denselben Wohnkomfort erreichen wie in einer deutlich größeren Wohnung ohne durchdachte Möbelwahl.

Minimalismus in der kleinen Wohnung: Ist das die beste Lösung?

Minimalismus ist eine wirksame, aber nicht die einzige Lösung für kleine Wohnungen. Wer wenig besitzt, braucht automatisch weniger Stauraum, doch auch mit normalem Besitz lässt sich durch gute Organisation und platzsparende Möbel ein angenehmes Wohngefühl erreichen.

Für wen sich Minimalismus besonders lohnt:

  • Menschen, die häufig umziehen und Mobilität priorisieren.
  • Bewohner von Einzimmerwohnungen unter 25 Quadratmetern.
  • Personen, die bewusst weniger konsumieren möchten.

Für wen Minimalismus weniger passend ist:

  • Familien mit Kindern, die naturgemäß mehr Ausstattung benötigen.
  • Menschen mit Hobbys, die Materialien oder Ausrüstung erfordern (Handwerk, Musik, Sport).
  • Bewohner, die emotionalen Wert auf Gegenstände legen und sich durch radikales Ausmisten unwohl fühlen.

Entscheidungsregel: Wählen Sie einen minimalistischen Ansatz, wenn die Wohnung unter 30 Quadratmeter hat und wenig Stauraum vorhanden ist. Bei mehr Fläche oder mehreren Bewohnern reicht oft eine gute Organisationsstruktur, ohne konsequent auszumisten.

Lagerung und Organisation in der kleinen Wohnung: Wo lagert man Dinge?

Selten genutzte Gegenstände gehören in schwer zugängliche Bereiche wie oberhalb von Schränken, unter Betten oder in Kellerabstellräumen, während täglich benötigte Dinge griffbereit auf Augenhöhe gelagert werden sollten. Diese Zonierung nach Nutzungshäufigkeit ist wirksamer als reines Aufräumen.

Lagerung und Organisation in der kleinen Wohnung: Wo lagert man Dinge?

Ein einfaches Zonierungssystem für die Lagerung:

  • Zone 1, Täglich genutzt: Augenhöhe, offene Regale, griffbereite Schubladen.
  • Zone 2, Wöchentlich genutzt: Schranktüren, geschlossene Boxen im Sichtbereich.
  • Zone 3, Selten genutzt: Oberste Regalböden, unter dem Bett, Kellerabstellraum, Dachboden.

Zusätzlich helfen einheitliche Boxen und Beschriftungen, den Überblick zu behalten. Transparente oder klar beschriftete Behälter verhindern, dass mehrfach nach demselben Gegenstand gesucht werden muss.

Häufiger Fehler: Viele lagern alles gleich zugänglich, unabhängig von der Nutzungshäufigkeit. Das führt dazu, dass wichtige Zonen wie Augenhöhe-Regale mit selten genutzten Gegenständen blockiert werden, während täglich Benötigtes mühsam gesucht werden muss.

Kleine Wohnung größer wirken lassen: Farben und Beleuchtung

Helle, kühle Wandfarben, große Spiegel und mehrschichtige Beleuchtung lassen eine kleine Wohnung optisch größer wirken. Dunkle Farben und einzelne Deckenlampen ohne zusätzliche Lichtquellen bewirken meist das Gegenteil.

Wirksame Maßnahmen für mehr optische Weite:

  • Wände in Weiß, Hellgrau oder sanften Pastelltönen streichen, um Licht zu reflektieren.
  • Einen großen Spiegel gegenüber dem Fenster oder der Lichtquelle platzieren.
  • Mehrere Lichtquellen kombinieren: Deckenlicht, Stehlampe und Tischlampe statt nur einer zentralen Lampe.
  • Vorhänge in derselben Farbe wie die Wand wählen, um optische Brüche zu vermeiden.
  • Möbel in ähnlichen Farbtönen wie die Wände wählen, um Kontraste zu reduzieren, die den Raum optisch unterteilen.

Beispiel: Eine dunkelblau gestrichene Wohnzimmerwand in einer 20-Quadratmeter-Wohnung kann den Raum spürbar kleiner wirken lassen als eine helle, warme Weißtönung mit demselben Grundriss. Farbe verändert die Raumwirkung oft stärker als der tatsächliche Möbelbestand.

Häufig gestellte Fragen

Ab wie viel Quadratmetern gilt eine Wohnung als klein?
In Deutschland gelten Wohnungen unter 45 Quadratmetern häufig als klein, besonders wenn mehr als eine Person dort lebt. Entscheidend ist aber auch die Anzahl der Bewohner pro Quadratmeter, nicht nur die absolute Fläche.

Welche Möbel spare ich mir am besten zuerst an, wenn ich wenig Budget habe?
Am sinnvollsten sind zuerst Wandregale und ein multifunktionales Bett oder Sofa mit Stauraum, weil diese den größten Effekt auf verfügbaren Platz haben. Deko- und Komfortmöbel können später ergänzt werden.

Lohnen sich Maßmöbel für kleine Wohnungen?
Maßmöbel lohnen sich vor allem bei ungewöhnlichen Grundrissen, Dachschrägen oder Nischen, in die Standardmöbel nicht passen. Für rechteckige Standardräume reichen häufig fertige Systemmöbel aus dem Fachhandel.

Wie viel Stauraum brauche ich in einer kleinen Wohnung wirklich?
Der Bedarf hängt von der Anzahl der Bewohner und dem Lebensstil ab. Als Orientierung gilt: Wer regelmäßig aussortiert und saisonale Gegenstände kompakt verstaut, kommt in einer Einzimmerwohnung oft mit einem großen Schrank plus Betten- und Sofa-Stauraum aus.

Kann ein Raumteiler helfen, eine kleine Wohnung sinnvoller zu nutzen?
Ja, Raumteiler wie hohe Regale oder Vorhänge helfen, unterschiedliche Funktionsbereiche wie Schlafen und Arbeiten optisch zu trennen, ohne die Wohnung baulich zu verändern. Sie eignen sich besonders in Einzimmerwohnungen mit mehreren Nutzungszwecken.

Ist es sinnvoll, in einer kleinen Wohnung einen Mietkeller oder externen Stauraum zu nutzen?
Externer Stauraum kann sinnvoll sein für selten genutzte Gegenstände wie Sportausrüstung oder Saisondekoration, sollte aber nicht als Ersatz für gute Organisation in der Wohnung selbst dienen. Er ergänzt platzsparende Lösungen, ersetzt sie aber nicht.

Wie oft sollte ich in einer kleinen Wohnung aussortieren?
Ein bewährter Rhythmus ist ein Aussortieren pro Jahreszeit, also etwa vier Mal jährlich, besonders bei Kleidung und saisonalen Gegenständen. Wer regelmäßig aussortiert, verhindert, dass sich Stauraum wieder zusetzt.

Welche Fehler kosten in kleinen Wohnungen am meisten Platz?
Die teuersten Fehler in Bezug auf verlorenen Platz sind zu große Möbel, ungenutzte Deckenhöhe und Türen, die in den Raum schwingen statt zu schieben. Diese drei Faktoren summieren sich oft zu mehreren Quadratmetern verlorener Nutzfläche.

Fazit

Die besten Tipps zum Platzsparen in kleinen Wohnungen lassen sich auf vier klare Prinzipien zurückführen: multifunktionale Möbel wählen, vertikalen Stauraum nutzen, mit Farbe und Licht arbeiten und regelmäßig aussortieren. Keine dieser Maßnahmen erfordert einen Umzug oder größere Umbauten, sie lassen sich schrittweise in jeder Wohnung umsetzen, unabhängig davon, ob es sich um eine Einzimmerwohnung oder eine Familienwohnung handelt.

Der wirksamste erste Schritt ist meist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Möbel blockieren Laufwege, welche Ecken bleiben ungenutzt, und welche Gegenstände werden selten gebraucht, liegen aber trotzdem griffbereit. Aus dieser Analyse ergibt sich fast automatisch eine Prioritätenliste, meist beginnend mit einem multifunktionalen Bett oder Sofa, gefolgt von vertikalem Stauraum und schließlich Farb- und Lichtanpassungen.

Wer diese Schritte nacheinander angeht, statt alles gleichzeitig umzusetzen, vermeidet unnötige Ausgaben und spart am Ende genau dort, wo es im Alltag am meisten spürbar ist.


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