Kinder für Sport & Wandern begeistern

Kinder für Sport & Wandern begeistern
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Der Schulsport beläuft sich auf nur wenige Stunden in der Woche. Zwischen Lernen und dem Treffen mit Freunden, fällt ein ausreichendes Bewegungsprogramm meist hinten runter. Es wird von den Kids schlichtweg nicht daran gedacht. Hier sind abermals die Eltern gefragt. Selbst wenn ihr Nachwuchs ein totaler Bücherwurm oder Technik-Nerd sein sollte, darf es an körperlicher Aktivität nicht fehlen. Die Frage ist nur: Wie stellen dies Mama und Papa am besten an?

Eltern als Vorbilder

Am einfachsten lässt sich die Begeisterung für Sport entfachen, wenn die Eltern selbst regelmäßig dabei sind. Sei es in einem Verein, eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder durch das Training in den eigenen vier Wänden. Wenn Kinder Mama oder Papa beim Sport beobachten, fällt es ihnen leichter, aktiver zu sein. Der Wunsch der Nachahmung entsteht schnell. Je früher, desto besser.

Sport fördert nämlich nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern stärkt ebenso das Selbstbewusstsein. Er hilft zudem dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten und das Immunsystem zu stärken. Eltern sowie ältere Geschwister sind hierfür die besten Vorbilder, weil Kinder mit ihnen die meiste Zeit verbringen.

So wichtig die Auseinandersetzung mit Büchern und neuen Medien auch sein mag: Sport sollte keinesfalls zu kurz kommen!

Welche Sportart ist für ein Kind am besten geeignet?

Diese Frage verdient keine pauschale Antwort. Zwar besteht der Bewegungsdrang bei jedem Kind, doch er wird individuell ausgelebt. In jungen Jahren überwiegt die reine Neugierde, ohne konkrete Orientierung. Deshalb ist als Eltern wichtig, möglichst viel anzubieten. Dabei kommt es durchaus vor, dass der Einstieg über Fußball gefunden wird. Um dann wenig später zum Reiten oder Tennis zu wechseln. Manche Kids sind geborene Wasserratten und fühlen sich beim Schwimmen am wohlsten.

Egal ob Teamsport oder Individualsport, ob Ballsport oder Kampfsport: Es ist empfehlenswert, alles wenigstens ein halbes Jahr zu testen. Selbst wenn das Training nicht immer den größten Spaß bringt. Doch wie bei uns Erwachsenen, lehrt dieser Anspruch ein gewisses Durchhaltevermögen sowie Disziplin. Wichtige Eigenschaften für die Schule und das spätere Berufsleben.

Abgesehen davon, sollten Mama und Papa frei von Vorurteilen sein. Ebenso wenig funktioniert es, wenn die eigenen Vorstellungen auf das Kind projiziert werden. Nur weil der Vater früher intensiv Fußball gespielt hat, ist dieser Werdegang nicht automatisch für den Nachwuchs vorprogrammiert. Deshalb ist das erwähnte Ausprobieren sehr wichtig. Man selbst achtet lediglich darauf, wo sich die wahre Leidenschaft versteckt. Was ganz einfach an der Begeisterung zu erkennen ist. Bspw. an der Vorfreude auf die nächste Trainingseinheit und weil abseits des Sports viel darüber gesprochen wird.

Sport, Schule & Freizeit in Balance

Am Ende stehen Eltern und Kind vor der Herausforderung, alles in Einklang zu bringen. Spätestens nach der Einschulung ist gutes Zeitmanagement gefragt. Vor allem mit ausreichenden Pausen dazwischen. Damit sich Mama und Papa nicht irgendwann dabei erwischen, dass ihr Sohne oder ihre Tochter nur noch von einem Termin zum nächste jagen. Die Balance zwischen Schule, Sport und Freizeit mit Freunden zu finden, gilt als größte Herausforderung.

Einerseits möchte man sein Kind fördern, andererseits nicht überfordern. Deshalb ist es ratsam, klein anzufangen. Neben den zwei bis vier Stunden Schulsport pro Woche, können es ein bis zwei Einheiten extra sein. Es ist dabei stets auf den eigenen Schützling zu achten, ob er sich weiterhin mit allem wohlfühlt.

Ebenso ist der Wille des Kindes zu akzeptieren, wenn es sich nach einem Wechsel der Sportart sehnt. Spaß, Begeisterung und die persönliche Entwicklung auf spielerische Weise sollten im Mittelpunkt stehen. Nur wenige Kinder tendieren dazu, später einmal Leistungssportler zu werden. Dies kristallisiert sich von allein heraus. Umso besser, wenn das Training von einem erfahrenen Coach begleitet wird.

Hilfe mein Kind ist ein Sportmuffel!

Dann gibt es noch Kinder, denen sagt so gar keine Sportart zu und das ist vollkommen in Ordnung. Oft sind es die festen Trainingstage, die notwendige Ausrüstung oder weil sie sich mit keiner Sportart identifizieren können. Die beste Alternative hierfür stellt das regelmäßige Wandern dar. Denn die Bewegung an der frischen Luft bietet ebenso viele Vorteile.

Raus aus dem Alltag, setzt das freie und kreative Denken ein. Es entwickeln sich die tollsten Gespräche zwischen Eltern und Kind. Die Abenteuerlust steigt und mangelnde Neugierde ist beim Nachwuchs selten ein Problem. Oben drauf powern sich die Kids aus, wenn es über Stock und Stein geht. Ganz zu schweige von der innigen Verbindung zwischen Groß und Klein, welche allen Beteiligte gut tut.

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