Mit einer Garage erhalten nicht nur die Fahrzeuge einen geschĂŒtzten Unterschlupf. Zugleich wĂ€chst der mögliche Stauraum. FĂŒr den RasenmĂ€her und weitere GartengerĂ€te, die FahrrĂ€der, Spielzeug fĂŒr drauĂen und einiges mehr. Bei der Hausplanung verzichtet kaum jemand auf sie. Wer die Garage selbst bauen kann, spart damit viel Geld. Doch was braucht es alles dafĂŒr?
Zusammenfassung
- đ Eine Garage schĂŒtzt Fahrzeuge und schafft zusĂ€tzlichen Stauraum.
- đ Gute Planung und Baugenehmigung sind unverzichtbar.
- đ§± Mindestens 10 Prozent mehr Material wegen Verschnitt einplanen.
- đȘ Eine AuĂentĂŒr ermöglicht nahtlosen Ăbergang ins Haus.
- đ€ Ohne Erfahrung hilft ein Handwerker aus dem Bekanntenkreis.
Schritt fĂŒr Schritt zur selbstgebauten Garage
Ob mit Erfahrung oder ohne: Der Bau einer Garage verlangt nach einer guten Planung. Nachfolgend erklÀren wir dir kurz die grundlegenden Schritte.
1. Planung & Genehmigung der Garage
Idealer Weise wurde die Genehmigung fĂŒr den Garagenbau mit dem Haus zusammen beantragt. Sobald diese erteilt ist, kann es losgehen. Die angedachte GröĂe sowie Höhe bestimmen dabei die Menge der benötigten Materialien. Ganz gleich ob Mörtel/Kleber, Steine oder DĂ€mmung – Es kommt immer zu Verschnitt und deshalb sollten mindestens 10% mehr von allem eingeplant werden.
Bestenfalls wurde beim Hausbau schon eine zusĂ€tzliche AuĂentĂŒr berĂŒcksichtigt. An diese kann die Garage angeschlossen werden, um einen nahtlosen Ăbergang zu ermöglichen. Bspw. um die EinkĂ€ufe bei Wind und Wetter ins Haus tragen zu können.
Unser Tipp: Wenn du noch nie etwas dieser Art selbst gebaut hast, solltest du wenigstens einen kompetenten Freund aus dem Handwerk haben. Bspw. einen Tiefbauer, Maurer oder Dachdecker.
2. GieĂen der Bodenplatte
Das Bodengrundgutachten sowie die GröĂe der Garage geben vor, worauf diese stehen sollte. Oftmals genĂŒgt eine einfache Bodenplatte, bei schwierigen VerhĂ€ltnissen kommt drunter noch ein Streifenfundament.
Bevor der Beton gegossen werden kann, braucht es ein ausreichend Starkes Stahlgeflecht. Hierbei kommen vorbereitete Körbe zum Einsatz, die es mit StahlstĂ€ben und reichlich Draht zu verbinden gilt. Ohne Streifenfundament kann ggf. auf Körbe verzichtet werden und es werden lediglich Stahlmatten mit Abstandshaltern ĂŒbereinander gelegt und verdrahtet.
Empfehlenswert: Das Fundament deiner Garage bildet die Basis und sollte entsprechend fachgerecht ausgefĂŒhrt werden. FĂŒr diesen Teil deines Bauvorhabens empfehlen wir einen befreundeten Tiefbauer. Der wenigstens die wichtigsten Tipps und Techniken zeigt oder gar beim GieĂen der Bodenplate mithilft.
3. Stein um Stein zur perfekten Mauer
Wasserwaage, Richtschnur, Kelle, Mörtel und Zollstock sind nun deine besten Freunde fĂŒr die kommenden Tage bis Wochen. Die erste Reihe Steine ist perfekt auszurichten. Verwende in den Ecken einen rechten Winkel und gibt dich nicht mit weniger als perfekten 90 Grad zufrieden. Unter das Mauerwerk gehört eine Feuchtigkeitssperre. Beim Setzen der Steine sind Aussparungen fĂŒr TĂŒren und Fenster vorzusehen.
4. Ein Dach auf der Garage errichten
Damit spĂ€ter alles im Trockenen bleibt, wird nun der Dachstuhl gebaut. Fast alle Garagen beginnen mit einem sogenannten Ringanker. Die letzte Steinreihe bilden U-Schalen, welche mit Stahl und Beton gefĂŒllt werden. Gewindestangen schauen oben heraus, um spĂ€ter die Dachkonstruktion damit verbinden zu können. Zum Abdecken werden meistens Stahlbleche verwendet. Seltener kommen Dachziegel zum Einsatz.
5. Garagentore, TĂŒren & Fenster einsetzen
Jetzt wird deine Garage dicht gemacht. Es gilt Fenster und TĂŒren einzusetzen. Danach angemessen abdichten. LĂŒcken werden mit Bauschaum und Silikon geschlossen. Dann hast du die Wahl zwischen Sektionaltor, Schwingtor oder Schiebetor. Die perfekte Ausrichtung gelingt am besten mit einem Laser.
6. Die WĂ€nde verputzen
Vor dem nĂ€chsten Wintereinbruch, am besten schon frĂŒh im Herbst, ist die Garage spĂ€testens zu verputzen. Erst mit einem Unterputz, welche in Gewebe eingebettet wird. An den Ecken kommen Winkelschienen zur VerstĂ€rkung. Nach dem Trocknen geht es an den Oberputz und kurz darauf wird noch gestrichen. Hier ist eine Silikonfarbe ratsam, damit die Fassade weniger anfĂ€llig fĂŒr VerfĂ€rbungen ist.
7. Die Elektrik installieren
Jetzt bestellst du ausreichend Kabel, Steckdosen und Lichtschalter. Es hilft, wenn du vorab eine Skizze vom Grundriss zeichnest. Um die genaue Anzahl aller Stromabnehmer zu planen.
Wichtig: Bereits vor dem Bau deiner Garage musst du wissen, wo und wie der Strom eingefĂŒhrt wird. Die Zuleitung kann vom Sicherungskasten aus dem Haus gelegt werden. Andernfalls wirst du nachtrĂ€glich einen separaten Abzweig installieren lassen mĂŒssen. In jedem Fall sollte ein ausgebildeter Elektriker die Verkabelung am Kasten vornehmen.
Hier gilt: Lieber eine Steckdose zu viel als zu wenig. Wer weià heute schon, welche ElektrogerÀte er spÀter einmal aufladen lassen möchte bzw. in der Garage betreiben wird?
Was kostet der Selbstbau einer Garage
Bei diesem Projekt werden die Arbeitsstunden der Handwerker eingespart. Das rechnet sich durchaus und am Ende steht ein groĂes Projekt, auf das der Heimwerker voller Stolz blicken kann. Jedoch lassen sich die Kosten fĂŒr Materialien nicht vermeiden. Je nach GröĂe und verwendeten Baustoffen, liegt der Preis fĂŒr eine Doppelgarage zwischen 15.000⏠und 30.000âŹ. Jedwede Extras und Luxus nicht inbegriffen.
Wie lange dauert der Garagenbau in Eigenregie? Das gesparte Geld schlĂ€gt sich selbstverstĂ€ndlich im Zeiteinsatz nieder. Das GieĂen der Bodenlatte geschieht an einem Tag. Die Vorbereitung des Stahlgeflechts benötigt dagegen oftmals ein paar Wochen. Danach die Mauern hochziehen, den Dachstuhl errichten und die Garagentore einsetzen.
Die geschĂ€tzte Bauzeit ohne viele Helfer betrĂ€gt zwischen drei und neun Monaten. Ratsam ist es also, wenn mit der Errichtung im FrĂŒhling begonnen wird, um die Garage im Herbst winterfest zu haben.
HĂ€ufig gestellte Fragen
Warum sollte man beim Materialeinkauf fuer eine Garage mehr einplanen?
Weil es immer zu Verschnitt kommt, sollten laut dem Text bei Moertel, Steinen oder Daemmung mindestens zehn Prozent mehr von allem eingeplant werden. Die angedachte Groesse und Hoehe bestimmen dabei die Menge des benoetigten Materials.
Was ist beim Fundament einer Garage zu beachten?
Das Bodengrundgutachten und die Groesse der Garage geben vor, worauf sie stehen sollte; oft genuegt eine Bodenplatte, bei schwierigen Verhaeltnissen kommt ein Streifenfundament darunter. Vor dem Giessen des Betons ist ein ausreichend starkes Stahlgeflecht noetig.
Was empfiehlt der Text Bauanfaengern?
Wer noch nie etwas dieser Art selbst gebaut hat, sollte wenigstens einen kompetenten Freund aus dem Handwerk haben, etwa einen Tiefbauer, Maurer oder Dachdecker. Besonders beim Fundament wird ein befreundeter Tiefbauer empfohlen.

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