Sportnahrung fĂŒr Veganer

Sportnahrung fĂŒr Veganer
Bild von Heriberto Aguirre auf Pixabay

Eine vegane Lebensweise und Sport gehen sehr gut Hand in Hand. Richtig angewandt, fördert die ErnĂ€hrungsweise unsere Gesundheit. ErgĂ€nzend trĂ€gt die regelmĂ€ĂŸige Bewegung dazu bei, fit und stark bis ins hohe Alter zu bleiben. Doch benötigen Veganer tatsĂ€chlich Sportnahrung und falls ja, welche kommt in Frage?

Zusammenfassung

  • đŸŒ± Vegane Ernaehrung und Sport ergaenzen sich sehr gut.
  • đŸ‹ïž Fuer Hobbysportler ist Sportnahrung nicht zwingend notwendig.
  • đŸ„› Vegane Produkte verzichten auf Molke und Gelatine.
  • 🌍 Vegane Sportnahrung reduziert klimaschaedliche Gase.
  • 💧 Sie benoetigt meist weniger Energie und Wasser.

Als Hobbysportler voller Fokus auf die ErnÀhrung

Der Großteil aller Sportler verfolgt simple Ziele. Bspw. möchte man sein Gewicht halten, genießt das GemeinschaftsgefĂŒhl oder Muskeln aufbauen. Solange keine Wettkampfbeteiligung angestrebt wird, ist der Einsatz von abgestimmter Sportnahrung nicht zwingend notwendig. Profisportler erhalten dagegen kompetente Beratung zur NahrungsergĂ€nzungen. Wenn du dich zwischen diesen beiden Gruppen befindest, ist es eine AbwĂ€gungssache.

Sportnahrung versteht sich als Oberbegriff unter den diverse Produkte gestellt werden. Sie sollen zu mehr Leistung verhelfen, den Muskelaufbau fördern oder das Immunsystem stÀrken. Seit geraumer Zeit sind vegane Versionen in einer Vielzahl erhÀltlich. So fehlen bspw. Molkeerzeugnisse sowie Gelatine, dem Tierwohl zuliebe.

DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt vegane Sportnahrung bei der Reduzierung von klimaschĂ€dlichen Gasen. Zeitgleich bedarf es fĂŒr die meisten Produkte weniger an Energie und Wasser. Viele Hersteller achten zudem auf eine besonders hochwertige Zusammensetzung. Dies macht vegane Sportnahrung zwar nicht gĂŒnstig, aber dafĂŒr fehlt es in der Regel an unerwĂŒnschten FĂŒllstoffen.

Veganes Proteinpulver

Ohne Sport benötigt der menschliche Körper etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm an Körpergewicht. Treibt er dagegen regelmĂ€ĂŸig Sport, steigt der Bedarf auf bis zu 1,5 Gramm an. Dies gilt nicht nur fĂŒr alle, welche einen gezielten Muskelaufbau anstreben. Denn auf nahezu jede Form von Belastung reagieren die Muskeln mit einer Anpassung. Das Training setzt die entsprechenden Reize, welche in der anschließenden Ruhephase verarbeitet werden.

Der Bedarf an Protein bzw. Eiweiß lĂ€sst sich relativ gut ĂŒber die ErnĂ€hrung decken. Veganer können hierfĂŒr auf HĂŒlsenfrĂŒchte und NĂŒsse zurĂŒckgreifen. Linsen, Bohnen und Erbsen zum Beispiel. Ebenso Hafer, Dinkel, Hirse und Reis können gute Lieferanten fĂŒr Eiweiß sein. Wer dazu ergĂ€nzen möchte, greift zu einem veganen Proteinpulver.

BCAAs & EAAs

Bei den „branched chain amino acids“, kurz BCAAs, handelt es sich um spezielle AminosĂ€uren. Sie stehen an erster Stelle, wenn es um die Bereitstellung von Energie in den Muskeln geht. Erst wenn sie verbraucht sind, nutzt der Stoffwechsel seine körpereigenen AminosĂ€uren. Es geht hierbei vor allem um Leucin, Isoleucin sowie Valin. Im Training verhelfen sie zu mehr LeistungsfĂ€higkeit.

Auch die EAAs dienen diesem Zweck. Sie setzen sich jedoch aus einem breiteren Spektrum zusammen. BCAAs und EAAs nĂŒtzen am meisten kurz vor dem Training und zur Regeneration danach. Wobei EAAs mit ihren acht statt nur drei essentiellen AminosĂ€uren zu bevorzugen sind.

Pflanzliches Kreatin – Gibt es das?

Ebenfalls fĂŒr die Arbeit der Muskeln relevant ist das Kreatin. Allerdings kommt es fast nur in tierischen Erzeugnissen vor. Kreatin besitzen alle Wirbeltiere. Angefangen vom Fisch, ĂŒber Schweine und KĂŒhe bis hin zum Huhn. Alles keine Optionen fĂŒr Veganer. In pflanzlichen Lebensmitteln zeigt sich Kreatin dagegen nur in Spuren. Leider sind bis heute nur wenige Alternativen bekannt, welche diesem Anspruch gerecht werden.

Der Mensch ist zum GlĂŒck in der Lage, Kreatin selbst zu produzieren. DafĂŒr benötigt er die AminosĂ€uren Glycin, Methionin und Arginin. Wer hier also auf eine ausreichende Versorgung achtet, benötigt keine NahrungsergĂ€nzung dieser Art.

Booster fĂŒrs Training

Um das nĂ€chste Training optimal zu absolvieren, greifen manche Sportler auf einen Booster zurĂŒck. Unter diesem Namen vereint sich all das, was den zusĂ€tzlichen Kick gibt. FĂŒr manche ist das eine Tasse Kaffee, andere greifen auf schwarzen oder grĂŒnen Tee zurĂŒck. Die Industrie fĂŒr Sportnahrung bietet dafĂŒr ebenfalls verschiedene Produkte an. Fast alle enthalten Koffein und weitere Stoffe. Ihre VertrĂ€glichkeit ist sehr individuelle. Deshalb geht Probieren ĂŒber Studieren. Wichtig ist vor allem, die empfohlene Dosis nicht zu ĂŒberschreiten!

Riegel & Snacks fĂŒr den kleinen Hunger

Nicht selten meldet sich das HungergefĂŒhl kurz vor dem Training oder mittendrin zu Wort. Da sind gesunde LĂŒckenfĂŒller gefragt. Das kann eine Handvoll NĂŒsse sein oder ein selbstgemachter Proteinriegel. Im Handel sind fertige Snacks dieser Art zahlreich erhĂ€ltlich. Es ist darauf zu achten, dass diese möglichst natĂŒrlich hergestellt sind. Ohne einem Übermaß an FĂŒllstoffe, bspw. einfache Kohlenhydrate. Schlussendlich sollen sie sĂ€ttigen und nicht den Heißhunger fördern.

Vegane NahrungsergÀnzungen

Sportler dĂŒrfen nicht verkennen, dass ihre regelmĂ€ĂŸigen AktivitĂ€ten zu einem erhöhten Bedarf an Vitalstoffen fĂŒhren. Mitunter lĂ€sst sich dieser mit der ErnĂ€hrung allein nicht abdecken. Dann ist es ratsam, den Mangel mit natĂŒrlichen NahrungsergĂ€nzungen auszugleichen. Den tatsĂ€chlichen Bedarf kann man ĂŒber spezielle Fragebögen oder ein großes Blutbild beim Arzt feststellen lassen. Veganer mĂŒssen vor allem genĂŒgend Vitamin B12 zu sich nehmen und dies ist ĂŒber pflanzliche Produkte nur schwer umsetzbar.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Benötigen Hobbysportler zwingend Sportnahrung?

Solange keine Wettkampfbeteiligung angestrebt wird, ist der Einsatz von abgestimmter Sportnahrung nicht zwingend notwendig. Wer sich zwischen Hobby- und Profisport befindet, fĂŒr den ist es eine AbwĂ€gungssache.

Wie hoch ist der Eiweißbedarf bei regelmĂ€ĂŸigem Sport?

Ohne Sport benötigt der menschliche Körper etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Treibt er regelmĂ€ĂŸig Sport, steigt der Bedarf auf bis zu 1,5 Gramm an.

Welche pflanzlichen Eiweißquellen nennt der Beitrag?

Veganer können auf HĂŒlsenfrĂŒchte und NĂŒsse zurĂŒckgreifen, etwa Linsen, Bohnen und Erbsen. Auch Hafer, Dinkel, Hirse und Reis sind gute Eiweißlieferanten, ergĂ€nzend gibt es veganes Proteinpulver.

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