Wem gehört Ankerkraut? Zurück in Gründerhand

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Die Hamburger Gewürzmarke Ankerkraut hat eine ungewöhnliche Eigentümergeschichte hinter sich: erst der Verkauf an einen der größten Lebensmittelkonzerne der Welt, dann die Rückkehr in Gründerhand. Ankerkraut gehört seit 2026 wieder den Gründern Anne und Stefan Lemcke. Sie kauften ihre Anteile von Nestlé zurück, das die Gewürzmarke 2022 mehrheitlich übernommen hatte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Antwort: Ankerkraut gehört seit 2026 wieder den Gründern Anne und Stefan Lemcke, nach Rückkauf von Nestlé.
  • Nestlé-Einstieg 2022: Der Lebensmittelkonzern übernahm damals eine Mehrheitsbeteiligung, die genaue Prozentzahl wurde vertraulich behandelt.
  • Vorheriger Investor: Die französische Beteiligungsgesellschaft EMZ Partners hielt seit Mitte 2020 rund 20 % und stieg beim Nestlé-Deal aus.
  • Rückkauf 2026: Die finanziellen Details des Rückkaufs wurden zwischen Nestlé und den Lemckes vertraulich vereinbart.
  • Ergebnis: Die Gründer haben laut Berichten die volle Kontrolle über das Unternehmen zurückerhalten.

Vom Hamburger Start-up zum Nestlé-Investment und zurück

Anne und Stefan Lemcke gründeten Ankerkraut 2013 in Hamburg und bauten die Marke mit Gewürzmischungen zu einem der bekanntesten deutschen Food-Start-ups aus. Ab Mitte 2020 war die französische Beteiligungsgesellschaft EMZ Partners mit rund 20 Prozent beteiligt.

Im April 2022 übernahm der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé eine Mehrheitsbeteiligung an Ankerkraut, EMZ Partners stieg im Zuge dessen aus der Investition aus. Die Übernahme durch einen Weltkonzern sorgte in Teilen der Kundschaft für Kritik. Rund vier Jahre später, 2026, kauften die Gründer ihre Anteile von Nestlé zurück und übernahmen laut Medienberichten wieder die volle Kontrolle über das Unternehmen. Über die finanziellen Details vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Ankerkraut vertreibt heute mehrere hundert verschiedene Gewürzmischungen, Rubs und Salze über den eigenen Online-Shop, den stationären Handel und internationale Marktplätze. Die Marke wurde vor allem durch ihren Auftritt in der Gründershow ‚Die Höhle der Löwen‘ bekannt, was den Ausgangspunkt für das spätere schnelle Wachstum und schließlich das Interesse von Nestlé legte.

Eigentümerwechsel bei Ankerkraut im Überblick

ZeitraumEigentümer / wichtige Beteiligung
2013Gründung durch Anne und Stefan Lemcke
ab Mitte 2020EMZ Partners hält rund 20 % Minderheitsbeteiligung
April 2022Nestlé übernimmt Mehrheitsbeteiligung, EMZ Partners steigt aus
2026Anne und Stefan Lemcke kaufen die Anteile von Nestlé zurück

Was ist mit anderen von Nestlé übernommenen Marken?

Nestlé ist einer der größten Lebensmittelkonzerne weltweit und an zahlreichen Marken beteiligt oder Eigentümer. Ein Rückkauf durch die ursprünglichen Gründer wie bei Ankerkraut bleibt dabei eher die Ausnahme als die Regel in der Konsumgüterbranche. Der Hauptsitz in Hamburg blieb auch nach dem Einstieg von Nestlé und dem späteren Rückkauf durchgehend erhalten, ebenso wie ein Großteil der ursprünglichen Belegschaft, die die Produktentwicklung und das Marketing der Marke prägt.

Häufig gestellte Fragen

Gehört Ankerkraut noch zu Nestlé?

Nein. Die Gründer Anne und Stefan Lemcke haben 2026 ihre Anteile von Nestlé zurückgekauft und die Kontrolle über das Unternehmen zurückerhalten.

Welchen Anteil hatte Nestlé an Ankerkraut?

Nestlé übernahm 2022 eine Mehrheitsbeteiligung, die genaue Prozentzahl wurde von beiden Seiten nicht veröffentlicht.

Was war EMZ Partners?

Eine französische Beteiligungsgesellschaft, die ab Mitte 2020 mit rund 20 Prozent an Ankerkraut beteiligt war und beim Einstieg von Nestlé 2022 ausstieg.

Wie viel kostete der Rückkauf 2026?

Diese Angabe ist nicht öffentlich bekannt, da beide Seiten Stillschweigen über die finanziellen Details vereinbart haben.

Ist Ankerkraut jetzt wieder ein reines Familienunternehmen?

Nach dem Rückkauf 2026 liegt die Kontrolle wieder bei den Gründern; ob weitere kleinere Investoren beteiligt sind, ist öffentlich nicht im Detail bekannt.

Für Beobachterinnen und Beobachter der Konsumgüterbranche gilt der Ankerkraut-Fall als bemerkenswertes Gegenbeispiel zum sonst üblichen Muster, bei dem Gründungsmarken nach einem Konzernverkauf dauerhaft bei ihrem neuen Eigentümer verbleiben.

Ankerkrauts Weg vom Start-up über den Nestlé-Verkauf zurück in Gründerhand ist ein seltenes Beispiel für einen umgekehrten Übernahmeverlauf. Einen Blick auf eine andere Marke mit Investorenwechsel bietet Wem gehört Natural Elements, und wie ein Handelsunternehmen mit genossenschaftlicher Struktur organisiert ist, zeigt Zu wem gehört Edeka.

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