
Die Allianz Arena in München ist eines der bekanntesten Fußballstadien Europas und Heimspielstätte des FC Bayern München. Die Eigentumsfrage ist eindeutig geklärt: Das Stadion gehört seit 2006 vollständig dem FC Bayern München.
Das Wichtigste in Kürze
- Alleineigentümer ist die FC Bayern München AG, seit 2006 vollständig – ursprünglich war das Stadion je zur Hälfte Bayern und dem TSV 1860 München zugeordnet.
- Die Allianz Arena München Stadion GmbH betreibt das Stadion als hundertprozentige Tochtergesellschaft des FC Bayern.
- Der TSV 1860 musste seine Hälfte 2006 wegen finanzieller Probleme für elf Millionen Euro an Bayern verkaufen.
- 1860 München hatte bis 2010 eine Rückkaufoption, verzichtete darauf aber und spielte bis 2017 weiter als Mieter in der Arena.
- Der Namensgeber Allianz ist lediglich Namenssponsor, nicht Miteigentümer des Stadions.
Vom Gemeinschaftsprojekt zum Bayern-Eigentum
Die Allianz Arena wurde von 2002 bis 2005 gemeinsam von der FC Bayern München AG und der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA gebaut, die zunächst je 50 Prozent an der Betreibergesellschaft hielten. Beide Münchner Vereine nutzten das Stadion zunächst gemeinsam als Heimspielstätte.
Als der TSV 1860 2006 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, musste der Verein seinen Stadionanteil für elf Millionen Euro an Bayern verkaufen. Seither ist der FC Bayern München alleiniger Eigentümer; 1860 spielte noch bis 2017 als Mieter in der Arena, bevor der Verein nach dem Abstieg in die Regionalliga ins Grünwalder Stadion zurückkehrte.
Bis 2010 hätte der TSV 1860 seinen früheren Stadionanteil theoretisch zurückkaufen können, verzichtete darauf aber aus wirtschaftlichen Gründen. Für den FC Bayern bedeutete die vollständige Übernahme, dass der Klub seither allein über Umbauten, Namensrechte und Vermarktung des Stadions entscheiden kann, ohne sich mit einem gleichberechtigten Miteigentümer abstimmen zu müssen.
Die Arena selbst gehört zu den technisch aufwendigsten Fußballstadien Europas, unter anderem wegen ihrer bekannten, in den Vereinsfarben illuminierbaren Außenhülle. Bauliche Entscheidungen rund um das Stadion trifft seit 2006 ausschließlich der FC Bayern München, was frühere Abstimmungsprozesse mit dem TSV 1860 aus der gemeinsamen Bauphase überflüssig gemacht hat.
Eigentumsentwicklung der Allianz Arena
| Zeitraum | Eigentümerstruktur |
|---|---|
| 2002–2006 | je 50 % FC Bayern München AG und TSV 1860 München |
| seit 27. April 2006 | 100 % FC Bayern München AG |
| bis 2017 | TSV 1860 spielte weiterhin als Mieter in der Arena |
Was gehört noch zum selben Konzern?
Die Allianz Arena München Stadion GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der FC Bayern München AG und damit organisatorisch fest in den Bayern-Konzern eingebunden, zu dem auch die Profifußballmannschaft, das Nachwuchsleistungszentrum und verschiedene Vermarktungsgesellschaften gehören.
Der Versicherungskonzern Allianz ist lediglich Namenssponsor des Stadions und hält keine Eigentumsanteile an der Betreibergesellschaft. Der Sponsoringvertrag sichert dem Konzern das Namensrecht, hat aber keinerlei Auswirkung auf die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse an Grundstück, Gebäude und Betreibergesellschaft. Solche Namenssponsoring-Verträge sind bei modernen Stadionneubauten inzwischen die Regel und werden häufig mit den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen verwechselt.
Häufig gestellte Fragen
Gehört die Allianz Arena dem Versicherungskonzern Allianz?
Nein, Allianz ist nur Namenssponsor. Eigentümer ist ausschließlich die FC Bayern München AG.
Hat der TSV 1860 München noch Anteile an der Arena?
Nein, seit dem Verkauf 2006 hält 1860 keine Anteile mehr; eine Rückkaufoption bis 2010 wurde nicht genutzt.
Wie viel hat Bayern für den Anteil von 1860 bezahlt?
Elf Millionen Euro im April 2006.
Spielt der TSV 1860 heute noch in der Allianz Arena?
Nein, der Verein zog nach dem Abstieg in die Regionalliga 2017 ins Grünwalder Stadion um.
Wer betreibt die Allianz Arena operativ?
Die Allianz Arena München Stadion GmbH, eine hundertprozentige Tochter der FC Bayern München AG.
Die Allianz Arena zeigt, wie aus einem geteilten Stadionprojekt durch die wirtschaftliche Schieflage eines Vereins vollständiges Alleineigentum des größeren Klubs wurde. Wie sich Eigentümerfragen bei anderen bekannten deutschen Marken darstellen, zeigt Wem gehört Miele?, ein Vergleich mit einem weiteren deutschen Traditionsunternehmen liefert Wem gehört Haribo?

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