
Microsoft ist einer der größten und wertvollsten Technologiekonzerne der Welt und wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet. Die kurze Antwort auf die Eigentümerfrage: Microsoft gehört heute niemandem mehr mehrheitlich – das Unternehmen befindet sich im breiten Streubesitz institutioneller und privater Investoren.
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Mehrheitseigner – Microsoft ist an der Nasdaq notiert, etwa 70 Prozent der Anteile liegen bei institutionellen Investoren.
- Größte institutionelle Anteilseigner sind The Vanguard Group (rund 9,5 %) und BlackRock (rund 7,8 %), gefolgt von State Street Global Advisors (rund 4 %).
- Mitgründer Bill Gates hält nur noch einen kleinen Bruchteil seiner ursprünglichen Anteile, nachdem er über Jahrzehnte Aktien verkauft und gespendet hat, unter anderem an seine Stiftung.
- Gates zog sich bereits 2006 schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück und verließ 2020 den Vorstand vollständig.
- CEO und Chairman ist seit 2014 Satya Nadella, der den Konzern operativ führt.
Von der Gründerfirma zum Streubesitz-Konzern
Bill Gates und Paul Allen gründeten Microsoft am 4. April 1975 in Albuquerque, New Mexico. Über Jahrzehnte war Gates größter Einzelaktionär, verkaufte seine Anteile jedoch systematisch, unter anderem um seine gemeinsam mit Melinda French Gates gegründete Stiftung zu finanzieren.
Heute ist Microsoft, wie die meisten großen US-Technologiekonzerne, breit gestreut in institutioneller und privater Hand. Große Vermögensverwalter wie Vanguard, BlackRock und State Street halten jeweils einstellige Prozentanteile – meist treuhänderisch im Auftrag von Fonds- und ETF-Anlegern, nicht als strategische Konzernbeteiligung.
Diese breite Streuung unterscheidet Microsoft von jüngeren Tech-Konzernen wie Meta oder Alphabet, bei denen die Gründer über Aktien mit mehrfachem Stimmrecht bis heute die Kontrolle behalten haben. Bei Microsoft existiert keine vergleichbare Sonderstruktur mehr; alle Stammaktien sind gleichberechtigt stimmberechtigt, wodurch das Unternehmen faktisch von seinem Vorstand und Aufsichtsrat im Sinne der breiten Aktionärsbasis geführt wird.
Auch der zweite Mitgründer Paul Allen zog sich früh aus dem operativen Geschäft zurück und wandte sich eigenen Investitionsprojekten zu. Seine einstigen Unternehmensanteile sind heute, wie die von Gates, längst Teil des breiten Streubesitzes und nicht mehr einer einzelnen Gründerfamilie zuzuordnen.
Größte institutionelle Anteilseigner von Microsoft
| Anteilseigner | Anteil (ca.) | Art |
|---|---|---|
| The Vanguard Group | 9,5 % | Vermögensverwalter |
| BlackRock | 7,8 % | Vermögensverwalter |
| State Street Global Advisors | 4 % | Vermögensverwalter |
| Bill Gates (Mitgründer) | kleiner Einzelanteil | Privatperson |
Was gehört noch zum selben Konzern?
Unter dem Dach von Microsoft laufen unter anderem Windows, Office/Microsoft 365, die Cloud-Plattform Azure, die Spielemarke Xbox sowie das 2016 übernommene Karrierenetzwerk LinkedIn. Diese Sparten werden zentral von Microsoft geführt, nicht als eigenständige Holdinggesellschaften wie bei manchen anderen Tech-Konzernen.
Auch die 2023 abgeschlossene Übernahme des Spieleherstellers Activision Blizzard gehört inzwischen zum Microsoft-Konzern und zeigt die anhaltende Zukaufstrategie im Gaming-Bereich. Diese Zukäufe erfolgen ausschließlich aus der Konzernbilanz von Microsoft selbst, ohne dass externe Investoren an den jeweiligen Sparten eigene Anteile erwerben.
Häufig gestellte Fragen
Besitzt Bill Gates noch die Mehrheit an Microsoft?
Nein. Gates hat über Jahrzehnte den Großteil seiner Anteile verkauft oder gespendet und hält heute nur noch einen kleinen Bruchteil des Unternehmens.
Wer sind die größten Aktionäre von Microsoft?
Vor allem große Vermögensverwalter wie Vanguard und BlackRock, die jeweils rund 8 bis 9,5 Prozent der Anteile halten – überwiegend im Auftrag von Fondsanlegern.
Wer führt Microsoft operativ?
Satya Nadella, seit 2014 CEO und seit 2021 zusätzlich Chairman des Aufsichtsrats.
Gehört LinkedIn zu Microsoft?
Ja, seit Dezember 2016, als Microsoft das Karrierenetzwerk für 26,2 Milliarden US-Dollar übernahm.
Ist Microsoft ein Familienunternehmen?
Nein, trotz der Gründung durch Bill Gates und Paul Allen ist Microsoft heute ein breit gestreutes, börsennotiertes Unternehmen ohne Familienkontrolle.
Microsoft zeigt, dass selbst prägende Gründerpersönlichkeiten wie Bill Gates im Lauf der Zeit zu Minderheitsaktionären werden können, sobald ein Unternehmen breit am Kapitalmarkt gehandelt wird. Wie sich das bei einer 2016 übernommenen Tochtermarke darstellt, zeigt Wem gehört LinkedIn?, ein Vergleich mit einem weiteren Streubesitz-Konzern findet sich unter Wem gehört Instagram?

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