
Range Rover gilt als britische Ikone unter den Geländewagen, doch der Konzern dahinter ist heute indisch. Die direkte Antwort: Range Rover ist eine Marke der Jaguar Land Rover (JLR) Limited, die seit 2008 zum indischen Automobilkonzern Tata Motors gehört.
Das Wichtigste in Kürze
- Antwort: Range Rover gehört als Marke zu Jaguar Land Rover, das seit 2008 vollständig Tochterunternehmen des indischen Konzerns Tata Motors ist.
- Zuvor gehörte Land Rover von 2000 bis 2008 zum US-Autobauer Ford.
- Die Fusion von Jaguar und Land Rover zur gemeinsamen Gesellschaft JLR erfolgte 2013.
- Seit einem Rebranding 2023 wird Range Rover innerhalb von JLR verstärkt als eigenständige Markenreihe geführt, ähnlich wie Discovery und Defender.
- Produziert werden Range-Rover-Modelle weiterhin überwiegend in Großbritannien, insbesondere im Werk Solihull.
Von der britischen Rover Group zu Tata Motors
Land Rover und die Range-Rover-Baureihe entstammen ursprünglich der britischen Rover Group, die in den 1990er-Jahren zeitweise zu BMW gehörte. Im Zuge der Trennung von BMW verkaufte der Münchner Konzern im Jahr 2000 die Marke Land Rover an den US-Autohersteller Ford, während der Rest der Rover-Sparte für einen symbolischen Preis an ein britisches Investorenkonsortium ging.
Ford bündelte Land Rover zunächst mit Jaguar in seiner Luxusmarken-Gruppe „Premier Automotive Group“. Als Ford sich in der Finanzkrise 2008 von seinen Premiummarken trennte, kaufte der indische Mischkonzern Tata Motors sowohl Jaguar als auch Land Rover. 2013 wurden beide Marken organisatorisch zur Jaguar Land Rover (JLR) Limited zusammengeführt.
Ein indischer Konzern mit britischer Fertigungstradition
Tata Motors hat seit der Übernahme 2008 erheblich in britische Werke und Entwicklungszentren investiert, unter anderem in Solihull und Halewood, statt die Produktion wie zeitweise befürchtet nach Indien zu verlagern. Das hat JLR zu einem der größten industriellen Arbeitgeber in den englischen Midlands gemacht.
Gleichzeitig profitiert Tata Motors vom internationalen Renommee der britischen Marken, um sein eigenes globales Portfolio zwischen günstigen indischen Nutzfahrzeugen und dem Luxussegment von Range Rover strategisch zu ergänzen.
Eigentümergeschichte von Land Rover / Range Rover
| Zeitraum | Eigentümer |
|---|---|
| bis 2000 | BMW (als Teil der Rover Group) |
| 2000–2008 | Ford Motor Company |
| seit 2008 | Tata Motors (Indien) |
| seit 2013 | Organisiert unter Jaguar Land Rover (JLR) Limited |
Was gehört noch zu Jaguar Land Rover?
Unter dem Dach von JLR laufen neben Range Rover auch die Marken Jaguar, Land Rover Defender und Land Rover Discovery, die seit dem Rebranding 2023 zunehmend als eigenständige Markenreihen positioniert werden. Mutterkonzern Tata Motors ist Teil der indischen Tata Group, eines der größten Mischkonzerne Indiens mit Beteiligungen unter anderem in Stahl, IT-Dienstleistungen und Chemie.
Eine Verbindung zu anderen britischen Luxusautomarken wie Bentley oder Rolls-Royce besteht nicht, diese gehören zu jeweils anderen internationalen Konzernen.
Auch der ehemalige Mutterkonzern Ford ist heute nicht mehr an Land Rover oder Range Rover beteiligt und konzentriert sich seit dem Verkauf 2008 ausschließlich auf seine eigenen Kernmarken.
Häufig gestellte Fragen
Gehört Range Rover noch zu einem britischen Unternehmen?
Die operative Marke wird zwar überwiegend in Großbritannien produziert, das Mutterunternehmen Tata Motors ist jedoch ein indischer Konzern.
Wer besaß Land Rover vor Tata Motors?
Von 2000 bis 2008 gehörte Land Rover zum US-Autokonzern Ford, davor zur britischen Rover Group unter BMW-Kontrolle.
Ist Range Rover eine eigenständige Firma?
Nein, es handelt sich um eine Markenreihe innerhalb der Jaguar Land Rover (JLR) Limited, keine separate Aktiengesellschaft.
Seit wann gehören Jaguar und Land Rover zusammen?
Organisatorisch zusammengeführt wurden beide Marken 2013 zur gemeinsamen Gesellschaft JLR, nachdem sie zuvor bereits unter Ford in derselben Konzernsparte lagen.
Wo werden Range-Rover-Modelle heute gebaut?
Überwiegend im britischen Werk Solihull, ergänzt durch weitere internationale Produktionsstandorte.
Ähnlich wie bei Range Rover zeigt sich auch bei anderen britischen Traditionsmarken, dass die heutigen Eigentümer oft aus dem Ausland stammen: Rolls-Royce gehört einem deutschen Konzern, während Bentley zu einem weiteren deutschen Automobilhersteller zählt.

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