Es gibt einige Krankheiten, die in der Gesellschaft weit verbreitet sind. Trotzdem ist es so, dass Nicht-Betroffene oft zu wenig darĂŒber wissen und verstehen, wie der Alltag mit solchen Krankheiten aussieht. Dieser Artikel möchte AufklĂ€rungsarbeit leisten. Er stellt daher bestimmte Alltagskrankheiten vor und erklĂ€rt, wie diese entstehen und behandelt werden. So wird deutlich, wie Betroffene mit ihren Krankheiten umgehen und wie diese ihr Leben beeinflussen.
Zusammenfassung
- đ©ș Der Artikel klĂ€rt ĂŒber verbreitete Alltagskrankheiten auf.
- đ€§ In Deutschland leiden 20 bis 30 Millionen an Allergien.
- đŹ Allergien sind Ăberreaktionen auf harmlose Stoffe.
- â ïž Aus Heuschnupfen kann sich Asthma entwickeln.
- đ Manche Allergien sind lĂ€stig, andere lebensgefĂ€hrlich.
Allergien
Allergien sind hierzulande weit verbreitet. Von den 60 Millionen Menschen, die in Europa unter einer Allergie leiden, leben etwa 20-30 Millionen in Deutschland. Eine Allergie ist eine Ăberreaktion des Organismus auf an sich harmlose Stoffe. Der Organismus produziert Antikörper, die den Botenstoff Histamin freisetzen, sobald es zu einem Kontakt mit einem Allergen kommt. Die Folge sind Reaktionen wie Niesen, Juckreiz, gerötete Augen oder Atembeschwerden.
Es gibt unterschiedliche Formen von Allergien. Einige sind lediglich lĂ€stig, andere können zu einer Gefahr fĂŒr die Gesundheit und das Leben der Betroffenen werden. So kommt es beispielsweise vor, dass sich aus einem Heuschnupfen Asthma entwickelt. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Kreuzallergien ausbilden. Somit haben Menschen, die auf Pollen allergisch reagieren, hĂ€ufig auch Lebensmittelallergien. Es ist daher wichtig, bereits bei den ersten Symptomen Ă€rztliche Hilfe zu suchen, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen und eine Verschlimmerung zu vermeiden.
COPD
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist ein Sammelbegriff, unter dem ganz unterschiedliche Lungenerkrankungen zusammengefasst sind. Die am weitesten verbreiteten Varianten sind die chronische Bronchitis und das Emphysem. Bei einer chronischen Bronchitis entzĂŒnden sich die Atemwege und es kommt zu einer Schleimbildung. Da der Körper versucht, sich von diesem zu befreien, leiden Betroffene hĂ€ufig unter einem permanenten Husten. Ein Emphysem ist demgegenĂŒber eine Ansammlung von Luft an ungewöhnlichen Stellen beziehungsweise ein ĂŒbermĂ€Ăiges Luftaufkommen. Bei einer COPD wird Lungengewebe in den LungenblĂ€schen zerstört, was zu einer Atemnot fĂŒhrt.
Eine COPD macht eine Therapie unumgĂ€nglich. Diese kann jedoch unterschiedlich ausgestaltet werden. Entscheidend ist, dass Betroffene nicht rauchen und ihre ErnĂ€hrung so umstellen, dass sie die Krankheit nicht verstĂ€rkt. ZusĂ€tzlich können Medikamente oder eine Sauerstofftherapie eingesetzt werden, um die Symptome und Auswirkungen der COPD zu lindern. Zur BekĂ€mpfung von Atemnot stehen zudem invasive und nicht invasive Beatmungen zur VerfĂŒgung,
Asthma

Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft entzĂŒndet sind. Weltweit leiden etwa 300 Millionen Menschen unter dieser Krankheit. Mit 33 % der Bevölkerung leben die meisten Betroffenen in Australien. In Deutschland haben hingegen etwa 10 % der Kinder und 5 % der Erwachsenen Asthma. Es wird prinzipiell zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma unterschieden. Beide Varianten fĂŒhren zu typischen Asthma-Symptomen wie Kurzatmigkeit, Luftnot, pfeifenden AtemgerĂ€uschen und einem EngegefĂŒhl in der Brust.
Asthma ist der Wissenschaft schon lange bekannt, dennoch gibt es keine Therapieform, die die Krankheit endgĂŒltig besiegen kann. Das liegt unter anderem daran, dass trotz intensiver Forschung nach wie vor nicht exakt bekannt ist, wie die Krankheit im Einzelnen funktioniert und welche Mechanismen zu den bekannten Reaktionen fĂŒhren. In Ermangelung eines Therapieverfahrens zur Heilung können somit nur die Symptome behandelt und gelindert werden. Zu diesem Zweck kommen Stufentherapien und nichtmedikamentöse Behandlungen zum Einsatz, aber auch Medikamente sind effizient. Je nach Variante weiten diese die Bronchien oder finden im Rahmen einer Langzeittherapie Verwendung.
Â
Bluthochdruck
Bluthochdruck zĂ€hlt ebenfalls zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. Er ist unter anderem auf eine ungĂŒnstige ErnĂ€hrung, Bewegungsmangel, Ăbergewicht und Stress zurĂŒckzufĂŒhren. Einige Studien legen zudem nahe, dass es genetische Faktoren gibt, die Bluthochdruck begĂŒnstigen. In Deutschland sind etwa 20-30 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Hieraus ergeben sich hĂ€ufig Folgeprobleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und daraus resultierende TodesfĂ€lle. Ein konstant zu hoher Blutdruck sollte daher Ă€rztlich untersucht und therapiert werden.
Es gibt erprobte und erfolgreiche Medikamente, mit denen der Blutdruck erheblich gesenkt werden kann. Besser ist es jedoch, die eigene Lebensweise umzustellen, um die Ursachen des Bluthochdrucks effizient zu bekĂ€mpfen. Hierzu gehört unter anderem, die ErnĂ€hrung umzustellen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. AuĂerdem sollten Betroffene mit dem Rauchen aufhören, um so die GefĂ€Ăe nicht zusĂ€tzlich zu strapazieren. In einigen FĂ€llen ist Bluthochdruck jedoch nicht die eigentliche Krankheit, sondern ein Symptom. In diesem Fall muss das zugrundeliegende Problem therapiert werden, um den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen.
Alzheimer und Demenz
Alzheimer und Demenz treten hierzulande immer hĂ€ufiger auf. Betroffen sind vor allem Ă€ltere Menschen ab 80 Jahren, bei JĂŒngeren liegen sie hingegen nur selten vor. Im Rahmen dieser Krankheiten werden Nervenzellen im Gehirn abgebaut. In der Folge schrĂ€nken sich die kognitiven FĂ€higkeiten der Betroffenen immer weiter ein und sie sind immer weniger in der Lage, ihren Alltag eigenstĂ€ndig zu meistern. Sie sind daher auf Hilfe angewiesen und können oft nicht mehr allein in ihrem Zuhause leben.
Es gibt unterschiedliche Formen, mit denen Alzheimer und Demenz behandelt werden können, eine Heilung ist hingegen nicht möglich. Unter anderem stehen medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien zur Auswahl. Das Ziel beider AnsÀtze besteht darin, den Betroffenen einen möglichst selbststÀndigen und unabhÀngigen Alltag zu ermöglichen. In einigen FÀllen ist es zudem möglich, den Abbau von Nervenzellen zu verlangsamen und somit das Voranschreiten der Krankheit zu entschleunigen. Zu den nicht-medikamentösen Methoden gehören beispielsweise GedÀchtnistrainings, Musiktherapien und Ergotherapien.
Fazit
Viele Menschen sind in ihrem Alltag von unterschiedlichen Krankheiten betroffen. Einige schrĂ€nken die LebensqualitĂ€t spĂŒrbar ein, andere können sogar lebensbedrohlich werden. Wichtig ist es, dass die einzelnen Krankheiten fachĂ€rztlich diagnostiziert und zielfĂŒhrend therapiert werden. AuĂerdem kommt es darauf an, dass Betroffene nicht alleingelassen werden. Sie sind stark auf die UnterstĂŒtzung durch ihr soziales Umfeld angewiesen. WĂ€hrend Krankheiten wie Allergien mit den richtigen Behandlungsformen recht gut eigenstĂ€ndig angegangen werden können, sind Menschen mit Alzheimer oder Demenz stark auf andere angewiesen. In jedem Fall ist es wichtig, das Bewusstsein fĂŒr die Existenz und die Folgen solcher Krankheiten zu schĂ€rfen. Je besser die Menschen wissen, welche AlltagseinschrĂ€nkungen mit bestimmten Krankheiten verbunden sind, desto besser können sie Betroffenen helfen.
Â
Bildcredit:
pixabay.de © Pic_Panther CCO Public Domain
pixabay.de © kalhh CCO Public Domain
HĂ€ufig gestellte Fragen
Was ist eine Allergie?
Eine Allergie ist eine Ueberreaktion des Organismus auf an sich harmlose Stoffe. Der Koerper produziert Antikoerper, die bei Kontakt mit einem Allergen den Botenstoff Histamin freisetzen, was zu Reaktionen wie Niesen, Juckreiz, geroeteten Augen oder Atembeschwerden fuehrt.
Wie viele Menschen in Deutschland leiden unter einer Allergie?
Laut dem Text leben von den rund 60 Millionen Allergikern in Europa etwa 20 bis 30 Millionen in Deutschland. Allergien sind hierzulande damit weit verbreitet.
Wofuer steht COPD und wie wird sie behandelt?
COPD ist die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, ein Sammelbegriff fuer verschiedene Lungenerkrankungen wie chronische Bronchitis und Emphysem. Wichtig ist, dass Betroffene nicht rauchen und ihre Ernaehrung anpassen; zusaetzlich koennen Medikamente oder eine Sauerstofftherapie eingesetzt werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar