Esoterisch Leben

Baum des Lebens

Der Baum des Lebens

Viele wissenschaftliche Funde und Erkenntnisse wollen uns weismachen, dass alles Leben aus dem Wasser entspringt. Dafür würde auch die Tatsache sprechen, dass der Mensch zum Großteil aus Wasser besteht. Sicherlich sind die archäologischen Funde nicht an den Haaren herbeigezogen und somit absolut glaubwürdig. Doch, was ist mit all den Überlieferungen, die von einem Baum des Lebens sprechen? In vielen Kulturen sind sie verwurzelt, in vielen Romanen sehr gut verarbeitet. Schaut man sich die heutige Wissenschaft an, besteht ebenfalls Grund zur Annahme, dass der Baum das Leben auf der Erde erst ermöglicht.

Wie heißt der Baum des Lebens? Der Weltenbaum – Yggdrasil

Gemäß der nordischen Mythologie ist der Baum des Lebens die sogenannte Weltesche, auch Yggdrasil genannt. Als solcher verkörpert er das gesamte Universum, den gesamten Kosmos. Die Edda besagt, dass Yggdrasil der erste Baum war, der wuchs. Zu seinen Wurzeln sitzen die Nornen, die ihn täglich mit ausreichend Wasser aus dem Urbrunnen versorgen. Im Geäst sitzt hoch oben ein namenloser Adler. Den Stamm entlang, hinauf und hinab, läuft ein Eichhörnchen namens Ratatöskr. Der Baum selber stellt die drei Welten dar: die Oberwelt, die Mittelwelt und die Unterwelt. Somit kann er auch als Weltachse bezeichnet werden. Gleichzeitig stützt er mit seiner Krone das Himmelszelt.
In der Edda wird er manchmal auch als der Maßbaum bezeichnet. Denn mit ihm kann die Welt bemessen werden: So weit seine Wurzeln und seine Zweige reichen, so weit reicht auch die Welt. Ebenso kann die Welt nur genau so lange bestehen, wie auch der Baum besteht.

Der Baum des Lebens, so wie er in der Edda beschrieben wird, ist nur ein Beispiel für die Baumkulte früherer Kulturen. Die Isländer, die Germanen und natürlich auch die keltische Kultur bringen viele Rituale hervor, in denen ein Baum als Mittelpunkt fungiert. Sogar die Gerichtsbäume, die noch im Mittelalter in vielen europäischen Ländern gang und gäbe waren, werden als Nachfahren der Kultbäume der früheren Kulturen angesehen.

Es wird vermutet, dass es sich bei dem Baum des Lebens zunächst um eine Eibe handelte. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch wurde daraus eine Esche. Da die Ursprünge von dem Baum des Lebens in Island zu finden sind, macht dies keinen großen Unterschied, da beide Bäume dort einmal heimisch waren. In keltischer oder germanischer Auslegung kommen natürlich wieder andere Bäume zur Sprache. Dies kann sogar regional unterschieden werden.

Wo steht der Baum des Lebens?

Diese Frage beschäftigt natürlich viele Menschen. Doch leider ist sie nicht einfach zu beantworten. Denn jede Kultur, die einen Baum des Lebens vorweisen kann, hat ebenso auch einen eigenen Standort dafür. Im hebräischen Sprachraum kann beobachtet werden, dass viele alte Ortsnamen mit “Chirbet” beginnen. Es kann mit “Ruine, Ruinenstätte” übersetzt werden. So werden Orte, an denen der Lebensbaum gestanden haben könnte, ebenfalls mit der Vorsilbe “Chirbet” versehen. Ob dem tatsächlich so ist, ist der Geschichte des Ortes zu entnehmen.

Wie steht es heute um den Baum des Lebens?

Viele der heutigen Religionen führen ebenfalls in einem Punkt auf den Baum des Lebens zurück. So wird er im Christentum explizit in der Genesis erwähnt. Er wird in engen Zusammenhang mit dem Baum der Erkenntnis gebracht. Zwar hat die Schlange dem Menschen die Augen geöffnet. Durch das Wirken Jesu jedoch hat den Zugang zum Baum des Lebens wie auch zu seinen Früchten wieder frei gemacht. Er ist gewissermaßen der Baum der Erkenntnis. Als Sefiroth Baum taucht der Baum des Lebens in der Kabbala auf. So bilden die 10 göttlichen Emanationen zusammen den Lebensbaum der Kabbala. Die 10 Sefirothe sind durch 22 Pfade miteinander verbunden. Diese Pfade wiederum entsprechen den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. In Bezug auf die Kabbala jedoch werden sie die Pfade der Weisheit genannt.
Da die kabbalistische Lehre nach wie vor großen Zuspruch erhält, ist auch der Baum des Lebens nach wie vor ein Weg, den viele Menschen gehen. Man kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass die Kabbala eine Wissenschaft für sich ist.

Der Baum des Lebens in der Welt des Showbusiness

Auch Film, Musik und Theater haben den Baum des Lebens für sich entdeckt. So ist das moderne Märchen des Drachen Tabaluga, geschrieben von Peter Maffay, sehr bekannt. Sehr eindrucksvoll hat er die Thematik in einen speziellen Songtext eingearbeitet. Denn auch hier erhält der Baum des Lebens einen zentralen Platz. Ohne den Baum des Lebens, so wird es in einer Geschichte auch eindrucksvoll gezeigt, stirbt alles Leben auf der Erde. So fällt es niemandem schwer, nach dem Genuss dieses Märchens über den Sinn des Lebens nachzudenken und eventuell seine Prioritäten bzw. Gewohnheiten neu zu ordnen. Auch zeigt diese Geschichte, dass es zwar möglich ist, den Baum des Lebens zu töten, den Baum fällen, ist aber niemandem möglich.

Was ist die Wiege des Lebens?

Forscher verschiedener Wissenschaftsgebiete haben selbstverständlich über die Jahre hinweg versucht, den Ursprung der Menschheit zu erkunden und festzumachen. Sicherlich sind dabei sehr gute Erkenntnisse über die Entwicklung des Menschen entstanden. Doch “Die” Ursprungszelle ist nach wie vor nicht erkennbar. Doch hat man feststellen können, dass die Vision vom “Baum des Lebens” tatsächlich aus dem Meer kommt. Dem Element, in dem auch der eigentliche Ursprung allen Lebens auf der Erde geahndet wird. Zwar gibt es im Meer keine Bäume, doch können unterschiedliche Korallenformationen ohne Schwierigkeiten als baumähnliche Gebilde angesehen werden. So ist es nicht verwunderlich, dass sich einige Kulturen auf den Baum des Lebens berufen, aber davon ausgehen, dass das Leben dem Meer entspringt.

Wie kann uns der Baum des Lebens helfen?

Über die Jahrhunderte war es die Aufgabe des Baum des Lebens, dem Menschen zu vermitteln, dass es wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen und einen Ort zu besitzen bzw. zu besuchen, an dem man gerne seine Wurzeln tief in den Boden wachsen lassen möchte. Denn nur an einem solchen Ort ist es tatsächlich möglich, sich fallen zu lassen, die Alltagssorgen abzulegen und tatsächlich aus der Erde neue Kraft zu gewinnen. Natürlich muss man nicht Besitzer dieses Ortes sein. Man kann ihn gerne mit anderen Menschen teilen. Denn man erhält zur Regeneration ohnehin nur genau die Energie, die Bestandteile, die man in diesem Moment benötigt. Wer sich danach am Baum des Lebens regenerieren möchte, bekommt das Seine und so weiter. Manchmal reicht es schon aus, wenn man aus dem Haus auf den Rasen tritt und tief durchatmen kann. Denn der Baum des Lebens besteht ja auch aus Wurzeln, dem Stamm, aber auch der Krone, die sich in die Lüfte streckt.