
Unter âMoringa oleiferaâ versteht man die exklusive Pflanzengattung der BennussgewĂ€chse. Wobei sich die Arten unterschiedlich ausbilden. Manche wachsen als StrĂ€ucher, andere zu stattlichen BĂ€umen. Als Superfood kommt sie aus vielerlei Hinsicht in Frage. So lassen sich Wurzeln, BlĂ€tter und Samen verwenden. Wozu Moringa tatsĂ€chlich gut ist, erfĂ€hrst du bei uns. Vor allem geht es uns darum, ob die vielen Versprechen auch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gewachsen sind.
Zusammenfassung
- đż Moringa oleifera gehoert zu den Bennussgewaechsen.
- â»ïž Wurzeln, Blaetter und Samen sind verwendbar.
- đȘ Das Blattpulver liefert reichlich Protein und Ballaststoffe.
- đŹ Der Artikel prueft Versprechen anhand wissenschaftlicher Studien.
- đąïž Aus den Samen wird Salatoel gepresst.
Nimm dir deshalb ein paar Minuten Zeit. Wir fassen dir die wesentlichen Vorteile, Nachteile und interessante Moringa-Studien zusammen.
Moringa: NĂ€hrwerte & Inhaltsstoffe
Vom indischen Gehölz lassen sich mehrere Bestandteile sinnvoll verwenden. Aus den Samen presst man Salatöl, die Wurzeln können als eine Art GemĂŒse verzehrt werden. Auch eine Trocknung und Zerkleinerung der BlĂ€tter ist möglich. Wenn du nach den NĂ€hrwerten der Moringa suchst, gilt es zunĂ€chst zu klĂ€ren, aus welcher Quelle diese gewonnen werden.
Moringa-NĂ€hrwerte
Spezifisch fĂŒr das Blattpulver konnten wir folgende NĂ€hrstoff-Tabelle zur Moringa finden:
| NĂ€hrwerte je 100 g an Moringa-Blattpulver | |
| Brennwert | 285 kcal |
| Protein | 28,07 g |
| Kohlenhydrate | 38,2 g |
| Fett | 2,3 g |
| Ballaststoffe | 22,8 g |
Quelle: africrops.de
Aus dieser Tabelle können wir bereits einige RĂŒckschlĂŒsse zur gesundheitlichen Wirkung der Moringa ziehen.
- Sie enthĂ€lt ein gutes MaĂ an Proteinen. Diese sind in etwa gleichauf mit der Zusammensetzung vom Molke-Protein (ErklĂ€rung ist in besagter Quelle zu finden). AminosĂ€uren werden zur Bildung von EiweiĂen benötigt. Diese dienen in erster Linie dem Muskelerhalt und Muskelaufbau, sowie unserer Zellerneuerung generell.
- Moringa-Blattpulver liefert zudem eine krÀftige Portion an Kohlenhydraten. Wobei wir leider keine Differenzierung zwischen Zucker und anderen Verbindungen fanden. Kohlenhydrate dienen dir als schneller Energielieferant.
- Moringa besitzt fast gar kein Fett und eignet sich somit als ErgĂ€nzung zu einer âlow fatâ-ErnĂ€hrung.
- Reich an Ballaststoffen, begĂŒnstigt das Moringa-Pulver deine Verdauung. Bereits kleine Mengen fĂŒttern deine Darmbakterien und verhelfen zu einer besseren Aufnahme von Vitalstoffen.
- Moringa-Pulver ist aufgrund seiner Zusammensetzung sehr energiereich. GröĂere Mengen sind nur dann ratsam, wenn bei dir auch eine entsprechende Verbrennung durch viel Bewegung stattfindet.
Moringa-Inhaltsstoffe
Wir bleiben beim besagten Blattpulver und konnten dazu einige Angaben zu den weiteren Inhaltsstoffen finden.
- Calcium und Magnesium kommen darin in ausreichender Menge vor. Somit kannst du deinen Muskeln und Knochen etwas Gutes tun.
- Eisen wirkt sich auf positiv dein Blutbild und die Sauerstoffaufnahme aus.
- Desweiteren kannst du einiges an Schwefel, Kalium und Kupfer aus dem Moringa-Blattpulver konsumieren.
- Bei den B-Vitaminen (B1, B2, B3) kommst du ebenfalls nicht zu kurz.
- Die Vitamine A, C und E dienen als Antioxidantien zum Schutz vor schÀdlichen ZellverÀnderungen.
Ist Moringa gesund?
Die von uns gefundenen Angaben deuten auf die Moringa als Superfood hin. Du kannst sie als NahrungsergĂ€nzung in Form von Pulvern, Kapseln und Ăl kaufen. Dieselben gesundheitlichen Effekte könntest du aber auch mit anderen SuperfrĂŒchten oder gar einheimischen Produkten erzielen. Wichtig ist es hier nun, möglichst viele Hinweise aus wissenschaftlichen Untersuchungen zu berĂŒcksichtigen.
Zwischenfazit: Ja, Moringa ist gesund und kann zur ErgÀnzung einer vollwertigen ErnÀhrungsweise herangezogen werden.
Wirkungen und Nebenwirkungen von Moringa
Konkret lassen sich vom Moringa-Baum drei Bestandteile nutzen. Viele ihr nachgesagten Wirkungen basieren auf Erfahrungswerten. Ob die hier aufgelisteten Wirkungsversprechen tatsĂ€chlich realistisch sind, mĂŒssen Studien beweisen. Weiter unten im Text, haben wir einige davon mit Quellenangabe zusammengefasst.
https://www.youtube.com/watch?v=3bp4sciZbVo
Wirkung der Moringa-Wurzel
Durch ihre Mischung Aus Vitaminen, Mineralstoffen und AminosĂ€uren, kann die Moringa-Wurzel positiven Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Schon die Ăgypter, Römer und Griechen sollen sie vor Jahrhunderten verwendet haben. Sie lĂ€sst sich bspw. nach der Ernte reinigen und zerstampfen. Der so entstandene Wurzelbrei soll hierbei helfen:
- Nervenreizungen
- EntzĂŒndungen
- Herz-Kreislaufproblemen
- Rheuma
- Gelenkschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
DarĂŒber hinaus wirkt die Moringa-Wurzel wohl appetitanregend. Sie schmeckt Ă€hnlich dem Meerrettich und ist annĂ€hernd so scharf. Weshalb er auch den Spitznamen âMeerrettich-Baumâ erhielt.
In Indien glaubt man sogar fest daran, dass die Einnahme vom Moringa-Wurzelbrei ein effektives VerhĂŒtungsmittel darstellt.
Wirkung der Moringa-Samen
Lecker schmeckend und vielseitig einsetzbar. Moringa-Samen lassen sich roh an Salate geben. Ebenso eignen sie sich zum Rösten und Kochen. Sie sind dabei Ă€hnlich wie Erbsen zu handhaben. Neben Hauptmahlzeiten, kannst Moringa-Samen auch ins MĂŒsli oder einen Smoothie mischen. Bedenke jedoch, dass sie mit Rettich-Geschmack verglichen werden. Die relative SchĂ€rfe passt nicht in jedes Rezept.
FĂŒr mehr Abwechslung bringst du die Samen einen oder mehrere Tage zum Keimen. Dazu einfach in lauwarmes Wasser stellen, damit sie aufweichen. Egal in welchem Zusammenhang, Moringa-Samen versprechen hier antibakteriell zu wirken. Auch sollen sie den Harn anregen, sowie die Nerven beruhigen.
FĂŒr die Ă€uĂere Anwendung werden Moringa-Samen zerrieben bzw. gemörsert. Gemischt mit Kokosöl, können sie bei Rheuma, Gicht, Arthritis und entzĂŒndlichen Verletzungen aufgetragen werden. Sogar Warzen soll man mit ihnen angeblich behandeln können. Alles Erfahrungswerte mit bislang mangelhaften wissenschaftlichen Belegen.
Wirkung der Moringa-BlÀtter
Vom rohen Verzehr der Moringa-BlĂ€tter wird abgeraten. Manch einer kocht sich damit einen Tee auf. Andere trocknen die BlĂ€tter, um sie anschlieĂend zu zerkleinern. Das vergleichsweise scharfe Pulver kann dann beim Essen kochen verwendet werden.
Fazit
Allen drei Pflanzenbestandteilen (Wurzel, Samen, BlÀtter) des Moringabaumes sagt man nahezu identische Wirkungen nach. Wobei sich die Samen direkt in Salaten & Co verarbeiten lassen. BlÀtter und Wurzeln sollten gekocht und zuvor zermahlen werden.
Welche Nebenwirkungen hat Moringa?
Pflanzenteile der Moringa, insbesondere die Wurzel, werden in der indischen Heimat hĂ€ufig verzehrt. Auf den ersten Blick scheinen sich deshalb auch bei gröĂeren Mengen keine Nebenwirkungen zu ergeben. Ărzte und Wissenschaftler warnen trotzdem davor, sich sehr stark oder gar ĂŒberwiegend von Moringa-Erzeugnissen zu ernĂ€hren.
Verschiedene Studien mit Tieren deuten darauf hin, dass es zu Verschlechterungen der Leber- und Nierenwerte, sowie dem Blutbild kommen kann. Ein Versuch an Ratten zeigte bspw. genau solche VerĂ€nderungen. Umgerechnet erhielten die Tiere so viel, als wĂŒrde ein 60 Kilogramm schwerer Mensch tĂ€glich 60 Gramm Moringa-Blattpulver verzehren. Die Studie erfolgte ĂŒber einen Zeitraum von acht Wochen.
Bei Wurzelextrakten aus dem Moringabaum gilt es die Alkaloide zu beachten. Sie gelten als giftige Inhaltsstoffe, welche Nerven lĂ€hmen und zu unerwĂŒnschten Muskelkontraktionen fĂŒhren können. Bis hin zu Fehlgeburten bei schwangeren Ratten.
Ob sich diese Moringa-Nachteile auf den Menschen ĂŒbertragen lassen, ist dagegen unklar.

Einnahme, Dosierung & Anwendung
Jetzt gehen wir zum praktischen Teil ĂŒber. Unsere Tipps und Erkenntnisse zur Moringa hinsichtlich der Einnahme sowie Anwendung.
Wie verwende ich Moringa?
Moringa wird in erster Linie oral aufgenommen. Ăber die Verdauung gelangen dann die Inhaltsstoffe in unseren Organismus. Wo sich die Wirkungen entfalten können.
Anders sieht es bei Moringa in Cremes und Seren aus. Diese werden auf die Haut geschmiert, um dort den gewĂŒnschten Effekt zu erzielen. Hierbei ist Moringa vor allem fĂŒr seine reinigende Wirkung bekannt.
Wie nehme ich Moringa ein?
Auf dem Markt sind verschiedene Produkte erhĂ€ltlich. Moringa kannst du als Pulver, Kapseln oder Ăl kaufen. Wichtig ist dabei, aus welchem Bestandteil die Substanz gewonnen wurde. Vom Moringabaum lassen sich die Wurzeln, Samen und BlĂ€tter verarbeiten. Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe erzielen diverse Wirkungen.
Wie lagere / bewahre ich Moringa auf?
Am besten so, wie das Produkt zu dir nach Hause geliefert wird. Denn in der Regel fĂŒllen Hersteller ihr Moringa-Pulver, Kapseln etc. in fachgerechte GefĂ€Ăe ab. Pulver, Samen und Kapseln solltest du vor Feuchtigkeit schĂŒtzen. Andernfalls könnten sie schnell faulen/aufquellen und somit unbrauchbar werden.
Sollte die Verpackung nicht lichtgeschĂŒtzt sein, so bewahre dein Moringa-Produkt vor direkter Sonneneinstrahlung. Vitamine und einige andere Inhaltsstoffe reagieren sehr licht- und wĂ€rmeempfindlich. Sie verlieren dann ziemlich schnell ihre Wirkung.
Muss ich Moringa schroten / mahlen?
In der Regel kaufst du ein fix und fertiges Produkt. Solltest du jedoch Moringa-Wurzeln, Samen oder BlĂ€tter im rohen Zustand erwerben, besteht die Möglichkeit. Nach einer ausreichenden Trocknungsphase, kannst du die Pflanzenteile im Mörser zerkleinern. Hierzu solltest du dich vorab aber fachkundig einlesen. Damit auch wirklich nur die brauchbaren Bestandteile in deine ErnĂ€hrung einflieĂen.
Wann wirkt Moringa?
Eine Frage mit vielen möglichen Antworten. Es kommt auf die Wirkung an, welche du dir von der Moringa-Einnahme versprichst. Fakt ist, dass deine Verdauung etwas Zeit benötigt, um die wichtigen Bestandteile aufzuspalten. Nach der Absorption braucht es wiederum einige Minuten bis Stunden, bis die Wirkung einsetzt.
Vermutlich wirst du nur durch die regelmĂ€Ăige Einnahme eine VerĂ€nderung spĂŒren. Also nicht gleich heute oder morgen. Wahrscheinlicher sind zwei bis vier Wochen. Dieser Zeitraum wird fĂŒr alle NahrungsergĂ€nzungen angenommen, um erster Verbesserungen zu bemerken.
Wobei der Moringabaum und seine Bestandteile noch viel mehr Forschung und Studien benötigt. Bislang beruht vieles nur auf Erfahrungswerten.
Wann soll man Moringa essen?
Ob als Pulver, Kapsel oder Ăl – am besten mit einer der groĂen Mahlzeit. Moringa wird als NahrungsergĂ€nzung betrachtet. Folglich macht es Sinn, diese mit dem eigentlichen Essen zu kombinieren.
Moringa kaufen
Wenn du jetzt selbst einmal Moringa-Produkte testen möchtest, gibt es einiges beim Kauf zu beachten. Wir wollen dich vor unerwĂŒnschten Nebenwirkungen warnen. Ebenso gestaltet es die Vielzahl an erhĂ€ltlichen Erzeugnissen schwierig, die richtige QualitĂ€t zu finden.
Worauf beim Kauf achten?
- ZunĂ€chst muss geschaut werden, aus welchem Teil der Moringa das Pulver oder Ăl gewonnen wird. Zur Verarbeitung eignen sich nĂ€mlich Wurzeln, Samen und BlĂ€tter. Sie besitzen unterschiedliche Inhaltsstoffe und wirken dementsprechend differenziert. Lies dich deshalb nĂ€her in die verschiedenen Produktarten und Anwendungsmöglichkeiten ein.
- NatĂŒrlich solltest du nur Moringa in Bio-QualitĂ€t kaufen. Wenn der Standard nicht transparent vom Hersteller kommuniziert wird, dann frage nach. Denn jedes Land versteht etwas anderes unter den Anforderungen fĂŒr den biologischen Anbau.
- Hilfreich sind GĂŒtesiegel, deren Zertifizierung du konkret nachvollziehen kannst.
- Selbst wenn der Bauer alles in Sachen Bio-Standard einhĂ€lt, können benachbarte Felder noch der Moringa schaden. Wenn dort Pestizide, Fungizide, Herbizide etc. verwendet werden, legt sich der SprĂŒhnebel eventuell auch auf der Plantage neben an nieder.
Wo Moringa kaufen?
Du kannst dich in den Drogerien umschauen. Moringa ist mittlerweile in einigen NahrungsergĂ€nzungen enthalten. DM und Rossmann fĂŒhren vereinzelt solche Produkte.
Reine Moringa-Samen, Pulver oder Kapseln, findest du dagegen vorzugsweise im Internet. Achte dort insbesondere auf die eben genannten Punkte. Versuche Kontakt zum Hersteller zu finden, falls dieser zu wenig ĂŒber Anbau und Verarbeitung preisgibt.
Moringa-Studien
Was den guten Glauben an Moringa betrifft, so geht dieser bis in die Antike zurĂŒck. Doch das meiste Wissen basiert tatsĂ€chlich nur auf Erfahrungen und Hörensagen. Die meisten Moringa-Studien im Netz gehen auf die wasserreinigende Wirkung ein, welche die Samen bieten. Doch es gibt noch mehr:
- In einer Studie wurden Moringa-Blattextrakte mit Lungenkrebszellen zusammengebracht. Mit steigender Menge konnten die Wissenschaftler ein gehemmtes Wachstum feststellen. Ab einer bestimmten Konzentration erfolgte sogar der Stillstand. Unter dem Mikroskop stellte man dann sogar eine âApoptoseâ-Form fest. Dabei sehen die Krebszellen so aus, wie sie sich kurz vor dem Absterben verformen. Hierbei muss es einen Auslöser bei bestimmten Zellgenen geben, um die Selbstmord zu aktivieren. Genau dies konnte mit der nachfolgenden Studie teilweise belegt werden. Wobei der genannte Dr. Jung auch darauf hinweist, dass es noch mehr Versuche mit Tieren benötigt, um hier eindeutige Erkenntnisse vorweisen zu können: http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0095492
- Eine weitere Studie erweckte den Eindruck, dass Moringa-Tabletten den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen können. Die Untersuchung wurde mit 30 Patienten durchgefĂŒhrt, bei denen Diabetes Typ 2 als Diagnose feststand. Sie nahmen ĂŒber drei Monate tĂ€glich zwei dieser Tabletten aus Moringa-BlĂ€ttern ein. Weitere 30 betroffene Personen erhielten lediglich ein Placebo. Leider ist diese Studie wenig aussagekrĂ€ftig, weil wichtige Eckdaten wie Körpergewicht und Tablettendosis fehlen. Ebenso wenig wurden weitere Medikamente und Erkrankungen der Personen berĂŒcksichtigt. Daher handelt es sich hier nur um die Annahme, Moringa-Extrakte könnten den Blutzuckerspiegel senken: http://www.academyjournal.net/asj/index.php/IJHN/article/viewFile/68/pdf_27
- Bereits im Jahr 2013 widmeten sich Wissenschaftler den Auswirkungen von Moringa auf die Blutfettwerte. Insgesamt 79 Patienten fanden sich, um sich dem Test zu unterziehen. In einem Zeitraum von 30 Tagen gab es fĂŒr die HĂ€lfte der Teilnehmer eine Kapsel mit Moringa-Extrakt. Die anderen erhielten nur eine Kapsel ohne Wirkung. Durch methodische MĂ€ngel, die relativ kleine Anzahl Teilnehmer und die Finanzierung durch den Pfizer-Konzern, darf dieser Moringa-Studie nur bedingt geglaubt werden. Sie stellte am Ende fest, dass solche Extrakte keinen Einfluss auf die Blutfettwerte nehmen: http://actamedicaphilippina.com.ph/sites/default/files/fulltexts/vol-47-no-3-effect.pdf
- Eine andere Studie beschĂ€ftigte sich konkret mit den Folgen einer möglichen Ăberdosierung. Ratten mussten dabei acht Wochen lang eine gewisse Menge an Moringa-Blattpulver verzehren. Was hochgerechnet 60 Gramm fĂŒr einen 60 Kilogramm schweren Menschen entsprach. Diese Moringa-Studie deutet auf eine Verschlechterung der Nieren- und Leberwerte, sowie des Blutbildes hin: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23509212
- Beim DBU untersuchten die Wissenschaftler speziell die reinigende Wirkung von Moringa im Wasser. Mit dem Ergebnis, dass RohgewÀsser von einer deutlichen Entkeimung profitierten. Hierzu hatte man aus den Samen Pulver gewonnen und dieses ins Wasser gegeben. https://www.dbu.de/projekt_07841/_db_1036.html
Es existieren noch einige weitere Moringa-Studien. Deren QualitĂ€t bleibt fragwĂŒrdig, da viele Aspekte ausgelassen wurden. Entweder kam man zu dem Schluss, dass Moringa-PrĂ€parate helfen oder wirkungslos bleiben. Jedoch berĂŒcksichtigte man dabei nicht den allgemeinen Gesundheitszustand der Teilnehmer und/oder deren Anzahl war zu gering. FĂŒr zukĂŒnftige Studien bedarf es einer genaueren Absteckung der Auswahlkriterien und ausreichend viele Teilnehmer. Inklusive einer detaillierten Aufstellung der Zusammensetzungen.
Folgende Moringa-Studien wurden mit Blattpulvern am Menschen durchgefĂŒhrt:
http://www.wholesomefoods.co.nz/product_downloads/Moringa_and_Type_II_diabetes.pdf
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25808883
http://hmtjournals.com/vol4_1/027.pdf
Moringa-Ăl
Aus den Samen der Moringa wird das gleichnamige Ăl gewonnen. Ausgepresst besitzt es eine leicht gelbliche Farbe. Sein Geschmack darf als ânussigâ bezeichnet werden. In Fachkreisen spricht man auch vom âBehenölâ oder âBenölâ. Dies lĂ€sst sich auf die groĂe Menge an BehensĂ€ure zurĂŒckfĂŒhren.
Bereits die alten Ăgypter sollen es zum Kochen, Balsamieren und fĂŒr Medin verwendet haben. Frisch gepresst und luftdicht verpackt, hĂ€lt es sich sehr lang. Vor WĂ€rme und Licht sollte es geschĂŒtzt sein. Dann bleiben die Vitamine erhalten. Weil es mehr als 70% an Omega-9-FettsĂ€uren besitzt, stellt man es auf dieselbe Stufe wie Olivenöl.
Manch einer verwendet es sogar zum Backen und Braten, weil es erst bei 220 Grad siedet. Andere verwenden es als Hautpflege, von der es gut aufgenommen wird. Auch Dressings, Shakes, Pesto und Smoothie sind als Anwendungsbereiche bekannt.

Aussehen, Anbau & Verarbeitung von Moringa
Anzutreffen ist der Moringa-Baum bzw. Moringa-Strauch vorzugsweise in der indischen Malabar-Region. Dort herrscht die meiste Zeit ĂŒber ein sehr trockenes und heiĂes Klima. Folglich hat sich die Pflanze angepasst. Sie bilden nur wenige Ăste mit kleinen BlĂ€ttern aus, um der Sonne eine geringe AngriffsflĂ€che zu bieten. Dagegen sammeln ihre StĂ€mme sehr viel FlĂŒssigkeit und wirken wie angeschwollen.
Sollte es dann doch einmal regnen, so treibt die Moringa extrem schnell aus. Die Energie aus den Speicherwurzeln flieĂt in die Expansion der Ăste. Auf NebenblĂ€tter verzichten die Arten meistens. Gelegentlich entstehen gestielte DrĂŒsen an den Basen der BlattansĂ€tze. In der kurzen BlĂŒtezeit, geben die Knospen weiĂe, rote oder gelbe KronblĂ€tter frei. Darauf folgt die Kapselfrucht, welche bis zu zwölf Kanten bildet. Bei voller Reife reiĂt diese explosionsartig auf und geben den Samen frei.
Anbau & Verarbeitung
Einheimische verwenden die fleischigen Wurzeln der Moringa als GemĂŒse. Generell verspricht man sich von ihnen eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Aus Indien stammend, wird Moringa auch dort angebaut. Wobei es seit 2012 auch einige Plantagen auf der spanischen Insel Teneriffa gibt.
Die Samen nutzt man zur Herstellung von Behenöl. Ein ehemaliger Schmierstoff fĂŒr Uhren. Heute besser als Salatöl bekannt. Behenöl verarbeiten manche Hersteller auch zu Seifen und Kosmetik. Aus den Samen lĂ€sst sich also Ăl gewinnen, wĂ€hrend die Wurzeln meist zu Pulver verarbeitet werden. Ebenso lassen sich die Moringa-BlĂ€tter trocknen und mörsern.
Moringa-Rezepte
Hier wollen wir in absehbarer Zeit leckerere Rezepte mit Moringa vorstellen, welche du nachmachen kannst. Bedenke dabei jedoch den intensiven Geschmack und die leichte SchÀrfe von Pulvern sowie Samen.
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HĂ€ufig gestellte Fragen
Welche Bestandteile der Moringa lassen sich verwenden?
Von der Moringa lassen sich Wurzeln, BlĂ€tter und Samen verwenden. Aus den Samen presst man Salatöl, die Wurzeln können als eine Art GemĂŒse verzehrt und die BlĂ€tter getrocknet und zerkleinert werden.
Welche NĂ€hrwerte hat Moringa-Blattpulver?
Laut der angegebenen Tabelle liefern 100 g Moringa-Blattpulver 285 kcal, 28,07 g Protein, 38,2 g Kohlenhydrate, 2,3 g Fett und 22,8 g Ballaststoffe. Damit ist es proteinreich und sehr energiereich.
Warum sollte man Moringa-Pulver nur in MaĂen verzehren?
Weil Moringa-Pulver aufgrund seiner Zusammensetzung sehr energiereich ist. GröĂere Mengen sind nur dann ratsam, wenn auch eine entsprechende Verbrennung durch viel Bewegung stattfindet.

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