Bevor aus dem Hund ein zuverlĂ€ssiger Reitbegleiter wird, steht eine intensive Ausbildung auf dem Programm. BegrĂŒndung: Hunde sind JĂ€ger und Pferde Beutetiere. Sie vertrauen einander instinktiv nicht. Um Seite an Seite durch Wald und Wiesen zu gehen, mĂŒssen sie sich erst kennenlernen und langsam Vertrauen zueinander aufbauen.
Zusammenfassung
- đ Hund und Pferd vertrauen einander instinktiv nicht.
- đ Eine intensive Ausbildung ist Voraussetzung.
- đ Beide Tiere vor der ersten Begegnung voll auslasten.
- đĄïž Die richtige Versicherung schĂŒtzt vor NotfĂ€llen.
- đ Hunde und Pferde beschnĂŒffeln sich vor dem ersten Ritt.
Hunde- und Pferdeausbildung
Beide Tiere mĂŒssen im Vorfeld voll ausgelastet werden, damit die erste Begegnung reibungslos verlĂ€uft. Zudem ist es wichtig, fĂŒr die richtige Versicherung fĂŒr das Haustier (Haftpflicht, Krankenversicherung) zu sorgen. Die richtige Versicherung fĂŒr das Haustier ist Voraussetzung, um fĂŒr NotfĂ€lle bestens gewappnet zu sein.
Wenn Pferde und Hunde herumtollen, werden andere Tiere nervös – und das ist kein guter Anfang fĂŒr eine innige Freundschaft. Nach einer heftigen Dressurstunde oder nach ein paar aktiven Runden auf der Galoppbahn ist das Pferd erschöpft und glĂŒcklich. Jetzt ist es weniger wahrscheinlich, dass es im Weg steht, als wenn es voller Bewegungsdrang ist. Dasselbe gilt fĂŒr Hunde. Dieser sollte auch bei einem groĂen Spiel Dampf ablassen und den Walk schon absolviert haben. Hunde und Pferde mĂŒssen sich gegenseitig beschnĂŒffeln, bevor sie das erste Mal zusammen reiten.
Wenn sich zwei Vierbeiner zum ersten Mal begegnen, achten Sie darauf, dass sich keine ElektrozĂ€une oder andere Gefahren in unmittelbarer NĂ€he befinden und wĂ€hlen Sie einen offenen Ort. Auf diese Weise fĂŒhlt sich Ihr Hund nicht von einem groĂen Pferd in die Enge getrieben und er kann jederzeit gehen, ohne sich zu verletzen.
Tipp: Ăben Sie auf dem Fahrrad
Reitbegleithunde sollten immer auf Beinhöhe des Reiters gehen. Damit Ihr Hund das besser versteht, ĂŒben Sie am besten erst einmal gemeinsam das Fahrradfahren (mit oder ohne Leine). Sobald Ihr Vierbeiner ganztĂ€gig an Ihrer Seite bleibt, können Sie Ihre ersten Versuche auf einem Pferd wagen, wenn Ihr Hund die wichtigsten Kommandos eines Reitbegleithundes beherrscht.
Wichtige Kommandos
WĂ€hrend der Fahrt verĂ€ndert sich die Umgebung stĂ€ndig – Menschen, Autos und Tiere ĂŒberqueren die StraĂe. Um in jeder Situation den Ăberblick zu behalten und Pferd, Hund oder Mensch nicht zu gefĂ€hrden, muss ein reitender Begleithund einige Kommandos unbedingt befolgen, bevor er ins GelĂ€nde geht. Die wichtigsten sind:
- „Bleib“
- „Stopp“
- „Komm“
- „Geh“ und
- „Ăndern“.
Hundetrainer fĂŒr professionelle UnterstĂŒtzung
Das Aufrufen von Befehlen sollte auch in ablenkenden Situationen funktionieren. Das Training mit Hunden und Pferden ist jedoch fĂŒr viele Reiter alleine schwer zu bewĂ€ltigen. Hundetrainer, die sich auf die Ausbildung von Begleithunden spezialisiert haben, beraten Sie beim Training und zeigen Ihnen, wie Sie Hund und Pferd am besten sanft aneinander gewöhnen.
Welcher Hund eignet sich als Reitbegleithund?
Hunde brauchen nur einen geringen Jagdinstinkt, aber eine gehörige Portion Ausdauer, Konzentration, Gesundheit und Laufgeist. Sehr trĂ€ge Hunde, wie Bernhardiner und Berner Sennenhund, können nur schwer aufholen, wenn wĂ€hrend des Ritts ein Trab oder Galopp geplant ist. Zudem werden die Gelenke dieser Sorten durch permanente krĂ€ftige Bewegung schnell ĂŒberlastet. Aber auch ganz kleine Hunde kommen im Stall besser zurecht, als wenn sie durch den Boden gehen. Die Beine sollten nicht zu kurz sein, um ein sehr groĂes Pferd einzuholen. Chihuahuas und Möpsen geht schnell die Puste aus.
Der Jack Russell Terrier ist hier eine Ausnahme. Kleine und lebhafte Hunde sind sehr aktiv und können meist gemÀchlich weiterlaufen. Auch Golden Retriever, Dalmatiner und Australian Shepherds haben sich als Reitbegleithunde bewÀhrt.
Fazit
NatĂŒrlich mĂŒssen Pferd und Reiter ihre jeweiligen Rollen spielen, damit die Dreierkonstellationen funktionieren. Die wichtigste Mission ĂŒbernimmt jedoch der Reiter. Er muss sicher sein, die Situation zu meistern, klare Anweisungen zu geben und das Pferd sicher zu kontrollieren. Wenn man sich auf Menschen verlassen kann, können Hund und Pferd als Team schnell wachsen und die Reitsaison kann starten.
HĂ€ufig gestellte Fragen
Warum brauchen Hund und Pferd eine intensive Ausbildung?
Hunde sind Jaeger und Pferde Beutetiere, weshalb sie einander instinktiv nicht vertrauen. Um Seite an Seite durch Wald und Wiesen zu gehen, muessen sie sich erst kennenlernen und langsam Vertrauen aufbauen.
Wie sollte die erste Begegnung von Hund und Pferd ablaufen?
Beide Tiere sollten vorher voll ausgelastet werden, damit die Begegnung reibungslos verlaeuft. Sie muessen sich gegenseitig beschnueffeln, und man sollte einen offenen Ort ohne Elektrozaeune oder andere Gefahren waehlen.
Wie kann man einen Reitbegleithund vorbereiten?
Der Text empfiehlt, zunaechst gemeinsam das Fahrradfahren zu ueben, da Reitbegleithunde immer auf Beinhoehe des Reiters gehen sollen. Erst wenn der Hund die wichtigsten Kommandos beherrscht, sollte man erste Versuche auf dem Pferd wagen.

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