„Zum Nachmachen“ schreibt man mit großem N, weil „Nachmachen“ hier ein substantiviertes Verb (ein Verbalsubstantiv) ist. Die Präposition „zum“ ist eine Verschmelzung aus „zu“ + „dem“ und verlangt nach einem Substantiv, das im Deutschen großgeschrieben wird. Laut Duden ist diese Schreibweise eindeutig korrekt.
Key Takeaways
- ✅ Richtig: „zum Nachmachen“, mit großem N
- ❌ Falsch: „zum nachmachen“, Kleinschreibung ist ein häufiger Fehler
- 📖 „Nachmachen“ ist ein substantiviertes Verb und gehört damit zur Kategorie der Nomen
- Die Regel gilt für alle ähnlichen Ausdrücke: „zum Lachen“, „zum Weinen“, „zum Kochen“
- Die Präposition „zum“ (= zu + dem) signalisiert immer, dass danach ein Substantiv folgt
- Ausnahmen gibt es bei dieser Konstruktion nicht
- Der Duden bestätigt die Großschreibung in solchen Fällen eindeutig
- Wer unsicher ist: Wenn „zum“ davor steht und ein Verb folgt, wird das Verb großgeschrieben
„Zum Nachmachen“: groß oder klein, die Grundregel
„Zum Nachmachen“ wird immer großgeschrieben. Das liegt daran, dass das Verb „nachmachen“ durch die Verbindung mit der Präposition „zum“ zu einem Substantiv (Verbalsubstantiv) wird. Substantive schreibt man im Deutschen grundsätzlich groß.
Diese Regel ist eine der stabilsten in der deutschen Rechtschreibung. Sobald ein Verb nach „zum“, „beim“, „am“ oder ähnlichen Präposition-Artikel-Verbindungen steht, wird es nominalisiert, also zum Nomen. Und Nomen werden großgeschrieben. Punkt.
Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit, als mein Deutschlehrer immer sagte: „Wenn du ‚zum‘ siehst, kommt danach ein großes Wort.“ Diese Eselsbrücke funktioniert bis heute.

Ist „Nachmachen“ ein Substantiv oder ein Verb?
„Nachmachen“ ist ursprünglich ein Verb, wird aber in der Verbindung „zum Nachmachen“ als Substantiv verwendet. Man spricht dann von einem substantivierten Infinitiv oder Verbalsubstantiv.
Hier ist der Unterschied klar zu sehen:
| Verwendung | Wortart | Schreibweise | Beispiel |
|---|---|---|---|
| „Er macht es nach.“ | Verb | klein | nachmachen |
| „Das ist zum Nachmachen.“ | Substantiv | groß | Nachmachen |
| „Das Nachmachen fällt ihm leicht.“ | Substantiv | groß | Nachmachen |
Wenn „nachmachen“ als Verb im Satz steht und konjugiert wird, bleibt es klein. Wird es durch „zum“ oder einen Artikel nominalisiert, wird es groß. Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Wann schreibt man „zum Nachmachen“ groß?
Immer dann, wenn „zum“ direkt vor dem Infinitiv steht, wird das folgende Verb großgeschrieben. Die Verschmelzung „zum“ = „zu“ + „dem“ zeigt grammatikalisch an, dass ein Substantiv im Dativ folgt.
Konkrete Situationen, in denen „zum Nachmachen“ großgeschrieben wird:
- „Das Rezept ist zum Nachmachen gedacht.“ ✅
- „Ein Experiment zum Nachmachen für Kinder.“ ✅
- „Tipps und Tricks zum Nachmachen.“ ✅
- „Das ist nicht zum Nachmachen empfohlen.“ ✅
Merkrege: Kannst du „das“ vor das Wort setzen und es klingt sinnvoll? Dann ist es ein Substantiv. „Das Nachmachen“ funktioniert, also groß.
„Zum Nachmachen“ nach Duden: Was sagt die Rechtschreibung?
Der Duden bestätigt klar: Substantivierte Infinitive werden großgeschrieben, auch wenn sie mit Präpositionen wie „zum“ verbunden sind. Diese Regel ist in §57 der amtlichen deutschen Rechtschreibregeln verankert.
Die amtliche Regelung (Rat für deutsche Rechtschreibung) legt fest, dass Verben, die als Substantive verwendet werden, die Großschreibung erhalten. „Zum Nachmachen“ ist ein Paradebeispiel dafür.
„Substantivierte Infinitive und andere substantivisch gebrauchte Wortformen werden großgeschrieben.“, Amtliches Regelwerk der deutschen Rechtschreibung
Das ist keine Ermessensfrage. Es gibt hier keine alternative korrekte Schreibweise.
Kleinschreibung bei „zum nachmachen“: Wann ist sie falsch?
„Zum nachmachen“ mit kleinem n ist immer falsch. Es gibt keine grammatikalische Situation, in der diese Schreibweise korrekt wäre.
Das ist einer der häufigsten Fehler, den ich in Texten sehe, besonders in informellen Kontexten wie Social Media, Rezeptblogs oder Bastelanleitungen. Der Grund: Im Alltag schreibt man schnell und denkt nicht über die Grammatik nach.
Häufige Fehlerquellen:
- Schnelles Tippen auf dem Smartphone ohne Autokorrektur
- Analogie zu Englisch, wo Verben nach „to“ kleingeschrieben bleiben
- Unsicherheit darüber, ob es sich um ein Verb oder Substantiv handelt
Wenn du dir unsicher bist: Schreib es groß. Bei „zum + Infinitiv“ ist die Großschreibung immer richtig.
Unterschied: „zum nachmachen“ vs. „zum Nachmachen“
Der Unterschied ist eindeutig: Nur „zum Nachmachen“ mit großem N ist korrekt. „Zum nachmachen“ existiert als korrekte deutsche Schreibweise nicht.
Trotzdem taucht die Kleinschreibung regelmäßig auf, und zwar nicht nur bei Laien. Selbst in professionellen Texten findet man diesen Fehler. Das liegt daran, dass viele Menschen „nachmachen“ als reines Verb wahrnehmen und die Nominalisierung übersehen.
Entscheidungsregel:
- Steht ein Verb direkt nach „zum“? → Großschreiben
- Wird das Verb konjugiert (er macht nach, sie machten nach)? → Kleinschreiben
Gibt es Ausnahmen bei der Schreibweise „zum Nachmachen“?
Nein, es gibt keine Ausnahmen. Bei der Konstruktion „zum + substantivierter Infinitiv“ ist die Großschreibung immer verbindlich.
Manche fragen, ob es Unterschiede gibt, wenn „zum Nachmachen“ in bestimmten Kontexten steht, etwa in Titeln, Überschriften oder umgangssprachlichen Texten. Die Antwort ist nein: Die Regel gilt überall, unabhängig vom Textformat.
Eine häufige Verwechslung entsteht bei Komposita: „Das Nachmachen“ (Substantiv, groß) ist etwas anderes als „Er macht es nach“ (Verb, klein). Aber das ist keine Ausnahme, das sind einfach zwei verschiedene Wortarten.
Ähnliche Ausdrücke wie „zum Nachmachen“: Schreibweise im Überblick
Dieselbe Regel gilt für alle substantivierten Infinitive nach Präpositionen. Hier sind häufige Beispiele, die nach demselben Muster funktionieren:
- „zum Lachen“ ✅
- „zum Weinen“ ✅
- „zum Kochen“ ✅
- „beim Lesen“ ✅
- „zum Ausprobieren“ ✅
- „zum Herunterladen“ ✅
- „zum Selbermachen“ ✅
Alle diese Ausdrücke folgen dem gleichen Prinzip wie „zum Nachmachen“: Präposition + Artikel + substantivierter Infinitiv = Großschreibung.
Merke: Wenn du einen dieser Ausdrücke richtig schreibst, schreibst du sie alle richtig.
„Zum Nachmachen“ richtig in Sätzen verwenden
„Zum Nachmachen“ steht meist am Ende eines Satzes oder direkt nach dem Bezugswort. Es beschreibt eine Handlung, die wiederholt oder imitiert werden soll.
Korrekte Beispielsätze:
- „Hier sind einfache Rezepte zum Nachmachen.“
- „Das Experiment ist ideal zum Nachmachen zu Hause.“
- „Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Nachmachen.“
- „Das Kunstprojekt lädt zum Nachmachen ein.“
Falsch wäre: „Rezepte zum nachmachen“ oder „Anleitungen zum nachmachen“, beides mit kleinem n ist ein Rechtschreibfehler.
FAQ: „Zum Nachmachen“ groß oder klein?
Schreibt man „zum Nachmachen“ groß oder klein? Groß. „Nachmachen“ ist hier ein substantivierter Infinitiv und wird deshalb großgeschrieben.
Warum wird „Nachmachen“ nach „zum“ großgeschrieben? Weil „zum“ (= zu + dem) eine Präposition mit Artikel ist, die ein Substantiv verlangt. Das nominalisierte Verb wird dadurch zum Nomen.
Ist „zum nachmachen“ jemals korrekt? Nein. „Zum nachmachen“ mit kleinem n ist immer ein Rechtschreibfehler.
Was sagt der Duden dazu? Der Duden und das amtliche Regelwerk bestätigen die Großschreibung substantivierter Infinitive eindeutig.
Gilt die Regel auch für andere Verben nach „zum“? Ja. „Zum Lachen“, „zum Kochen“, „zum Ausprobieren“, alle folgen derselben Regel.
Wie erkenne ich, ob ein Verb substantiviert ist? Setze „das“ davor: „das Nachmachen“ klingt sinnvoll → Substantiv → großschreiben.
Ändert sich die Schreibweise in Überschriften oder Titeln? Nein. Die Großschreibung gilt auch in Titeln, Überschriften und informellen Texten.
Was ist der häufigste Fehler bei „zum Nachmachen“? Die Kleinschreibung „zum nachmachen“, oft durch schnelles Tippen oder Unsicherheit über die Wortart.
Fazit
Die Frage „zum Nachmachen“: groß oder klein? hat eine klare Antwort: immer groß. „Nachmachen“ wird durch die Verbindung mit „zum“ zum Substantiv, und Substantive schreibt man im Deutschen groß. Diese Regel gilt ohne Ausnahme, egal ob im Rezeptblog, in der Bastelanleitungen oder im formellen Text.
Deine nächsten Schritte:
- Schau dir deine letzten Texte an und prüfe, ob du „zum Nachmachen“ oder ähnliche Ausdrücke korrekt geschrieben hast.
- Merke dir die Eselsbrücke: „zum“ + Infinitiv = immer Großschreibung.
- Wende die Regel auf alle ähnlichen Ausdrücke an: „zum Lachen“, „zum Ausprobieren“, „beim Lesen“.
Wer diese eine Regel kennt, macht bei substantivierten Infinitiven keinen Fehler mehr. 🎯
Quellen
- Rat für deutsche Rechtschreibung: Amtliches Regelwerk der deutschen Rechtschreibung, §57. rechtschreibrat.com (2024)
- Duden Online: Eintrag „nachmachen“. duden.de (2024)
Tags: Rechtschreibung, Großschreibung, Kleinschreibung, substantivierter Infinitiv, Duden, deutsche Grammatik, zum Nachmachen, Verbalsubstantiv, Rechtschreibregeln, Nominalisierung, Sprachratgeber, amtliche Rechtschreibung

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