Ein neues Haus bauen oder gebraucht kaufen?

Ein neues Haus bauen oder gebraucht kaufen?
Bild von Paul Brennan auf Pixabay

Der Traum vom Eigenheim – Vier WĂ€nde die einem ganz allein gehören. Etwa 42% der deutschen Haushalte haben ihn sich schon erfĂŒllt (Quelle: Statista.com). Viele weitere denken darĂŒber nach, ob sie diesen Schritt wagen sollten. Doch fast immer bedeutet dies den Wechsel von der Miete hin zur monatlichen Kreditrate. Demnach wechselt nur die Verpflichtung. Ob sich dies fĂŒr einen rechnet, steht heute nicht zur Debatte. Uns geht es darum, ob es eine gebrauchte Immobilie oder ein Neubau werden soll? HierfĂŒr gibt es verschiedene DenkanstĂ¶ĂŸe, welche bei der Entscheidung helfen.

Zusammenfassung

  • 🏡 Rund 42 Prozent der deutschen Haushalte besitzen Eigentum.
  • 🔄 Der Wechsel von Miete zur Kreditrate bleibt eine Verpflichtung.
  • 📒 Ein Haushaltsbuch schafft Ueberblick ueber den Spielraum.
  • 🧼 Ein Online-Kreditrechner zeigt die leistbare Summe.
  • 💰 Vorhandene Ersparnisse fliessen in die Finanzierung ein.

Finanzielle Möglichkeiten abstecken

ZunĂ€chst gilt es die finanziellen Grundlagen deiner persönlichen Situation zu analysieren. HierfĂŒr empfiehlt es sich, ein sogenanntes Haushaltsbuch zu fĂŒhren. Es listet alle Einnahmen und Ausgaben auf, um diese gegen ĂŒber zu stellen. Auf diese Weise kennst du deinen individuellen Spielraum. Denn hĂ€ufig fĂ€llt die monatliche Rate zur Finanzierung höher aus als die bisherige Miete. Mit einem Haushaltsbuch verschaffst du dir den nötigen Überblick.

Dabei gilt es ehrlich zu beantworten, wie viel Geld du im Monat fĂŒr die Raten ĂŒbrig hast? Diese Summe gibst du in einem Online-Kreditrechner ein, um zu schauen, welche Summe du dir leisten kannst. Idealer Weise bestehen schon ein paar Ersparnisse, di hier hinzugerechnet werden. Sei es ein Bausparvertrag, Guthaben auf dem Tagesgeldkonto oder anderweitige sofort verfĂŒgbare liquide Mittel.

Die aktuelle Marktlage prĂŒfen

Egal ob Neubau oder ein bestehendes Haus: Der Immobilienmarkt ist stĂ€ndig in Bewegung. In manchen Zeiten sind die Zinsen zur Finanzierung sehr niedrig, dafĂŒr aber die Materialkosten enorm hoch. Schlimmstenfalls trifft beides aufeinander. Maßgebend sind hierbei unter anderem die aktuellen Leitzinsen. Sie können dazu fĂŒhren, dass eine geplante Immobilie binnen weniger Monate plötzlich zehntausende Euro mehr oder weniger kostet.

Ebenso laufen manche Wohngebiete schnell heiß, wenn es die wirtschaftliche Entwicklung zulĂ€sst. Dabei gilt nicht einfach nur, dass es auf dem Land gĂŒnstiger ist als in der Großstadt. Es lohnt sich, viel zu vergleichen und sich keinesfalls fĂŒr das erstbeste Angebot zu entscheiden.

Gebrauchte Immobilien besichtigen

Wer ein Sparfuchs ist, denkt zunĂ€chst ĂŒber eine gebrauchte Immobilie nach. Was grundsĂ€tzlich nicht verkehrt ist, da auf diesem Wege weniger HĂ€user leer stehen. Oft dient die Besichtigung zur besseren Orientierung. Soll es wirklich ein Haus mit Garten sein oder genĂŒgt eine Wohnung zum Kauf? Wie groß darf das GrundstĂŒck sein? Wie steht es um die nutzbare WohnflĂ€che. Keller und Garage sind in der Regel nicht beheizt, dienen aber als LagerflĂ€che und zum Schutz von GerĂ€tschaften.

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Auch im GesprĂ€ch mit den VerkĂ€ufern ergeben sich interessante Aspekte. Gebrauchte Immobilien mögen oft gĂŒnstiger sein. Doch wie steht es um die Instandhaltung? Die Anordnung der RĂ€ume ist vorgegeben und lĂ€sst sich nicht immer nach Belieben Ă€ndern (Stichwort: Tragende WĂ€nde).

Situation der Materialkosten erfragen

Abgesehen von Maklern und privaten VerkĂ€ufern, ist ebenfalls ein Blick auf die momentanen Materialkosten lohnenswert. Die örtlichen BaustoffhĂ€ndler können Auskunft darĂŒber geben, ob es momentan besonders teuer oder gĂŒnstig ist. Denn sowohl der Neubau als auch die Sanierung einer Bestandsimmobilie wird entsprechender Material verlangen.

Apropos Sanierung: Schon an die Zukunft gedacht?

Der Staat fördert in so mancher Hinsicht, wenn Bauherren ihr Objekt besonders klimafreundlich gestalten. FĂŒr ein sogenanntes „Effizienzhaus“ gibt es verschiedene AnsĂ€tze. Beginnend bei der DĂ€mmung, ĂŒber die Fenster und TĂŒren sowie den Aufbau des Dachstuhls. WĂ€rme lĂ€sst sich durch Solarthermie gewinnen, Strom ĂŒber eine Photovoltaikanlage.

Alles eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Bei Ă€lteren Immobilien kommt hinzu, ob diese ĂŒberhaupt dafĂŒr ausgelegt sind? FĂŒr eine korrekte EinschĂ€tzung ist die Hilfe eines Experten ratsam.

Fragen ĂŒber Fragen: Geduld lautet das Zauberwort

Unterm Strich gibt es keine allgemeingĂŒltige Antwort auf die gestellte Frage. Selbst wenn Geld keine Rolle spielen sollte, gibt es immer noch den WohlfĂŒhlfaktor. Diesen erreichen manche in einer gut sanierten Immobilie, welche schon einige Jahre auf dem Buckel hat. FĂŒr andere ist es die Erkenntnis, dass es ohne Neubau nicht geht.

In jedem Fall gilt es Geduld zu beweisen und Zeit mitzubringen. Beide Lösungen erfordern zahlreiche Vergleiche und umfangreiche Informationen. Nur auf diesem Weg ist es möglich, eine gute Entscheidung zu treffen.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Wie viele deutsche Haushalte besitzen ein Eigenheim?

Laut Beitrag haben sich etwa 42 Prozent der deutschen Haushalte den Traum vom Eigenheim bereits erfĂŒllt, mit Verweis auf Statista.com. Viele weitere denken ĂŒber diesen Schritt nach.

Wie steckt man seine finanziellen Möglichkeiten ab?

Es empfiehlt sich, ein Haushaltsbuch zu fĂŒhren, das alle Einnahmen und Ausgaben gegenĂŒberstellt, um den individuellen Spielraum zu kennen. Die mögliche Rate gibt man anschließend in einen Online-Kreditrechner ein.

Welche Rolle spielen die Leitzinsen beim Immobilienkauf?

Der Immobilienmarkt ist stĂ€ndig in Bewegung, und die aktuellen Leitzinsen sind dabei maßgebend. Sie können dazu fĂŒhren, dass eine geplante Immobilie binnen weniger Monate zehntausende Euro mehr oder weniger kostet.

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