Wem gehört Maserati? Konzernstruktur bei Stellantis

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Maserati steht seit über einem Jahrhundert für italienische Sportwagen mit dem Dreizack-Logo. Wem gehört Maserati heute, und wie kam die traditionsreiche Marke zu ihrem aktuellen Konzernmutterhaus?

Maserati gehört heute vollständig dem Automobilkonzern Stellantis, der 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und der Groupe PSA entstand. Die Bindung an den heutigen Mutterkonzern reicht jedoch weiter zurück: Bereits 1993 übernahm Fiat die Mehrheit an Maserati, seither ist die Marke ununterbrochen Teil der Fiat- beziehungsweise späteren FCA- und Stellantis-Familie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Maserati gehört seit 2021 zum Autokonzern Stellantis, entstanden aus der Fusion von FCA und PSA.
  • Die Bindung an Fiat besteht bereits seit 1993, als Fiat die Mehrheit an Maserati übernahm.
  • Größter Einzelaktionär von Stellantis ist die Agnelli-Holding Exor, mit rund 14,2 Prozent.
  • Vor Fiat gehörte Maserati zeitweise Citroën und dem italienischen Investor De Tomaso.
  • Maserati bildet innerhalb von Stellantis das Luxussegment, mit eigenem Management für Design und Modellstrategie.

Hintergrund: Wechselvolle Eigentümergeschichte seit 1914

Die Brüder Maserati gründeten das Unternehmen 1914 in Bologna, bevor es 1937 an den Industriellen Adolfo Orsi verkauft wurde. In den 1960er- und 1970er-Jahren wechselte die Marke mehrfach den Eigentümer: Der französische Autobauer Citroën übernahm Maserati 1968, bevor italienische Investoren rund um Alejandro de Tomaso das Unternehmen in den 1970er-Jahren zurückkauften. 1993 stieg schließlich Fiat mit einer Mehrheitsbeteiligung ein und integrierte Maserati dauerhaft in den eigenen Konzern. Mit der Fusion von Fiat Chrysler und PSA zu Stellantis im Januar 2021 wechselte Maserati automatisch in den neuen, größeren Konzernverbund, ohne dass sich an der operativen Eigenständigkeit der Marke grundlegend etwas änderte. Innerhalb der großen Konzernfamilie blieb Maserati dabei stets die kleinste, exklusivste Marke, mit deutlich geringeren Stückzahlen als etwa Fiat oder Peugeot.

Eigentümerstruktur im Überblick

ZeitraumEigentümer
1914–1937Brüder Maserati
1937–1968Adolfo Orsi und Familie
1968–1975Citroën
1975–1993De Tomaso / italienische Investoren
1993–2021Fiat / Fiat Chrysler Automobiles (FCA)
seit 2021Stellantis (größter Einzelaktionär: Exor/Agnelli, ca. 14,2 %)

Was gehört noch zum selben Konzern?

Innerhalb von Stellantis ist Maserati eine von 14 Automarken, zu denen auch Alfa Romeo, Fiat, Jeep, Peugeot, Opel, Citroën und Chrysler zählen. Maserati bildet dabei das Luxus- und Sportwagensegment des Konzerns, während Alfa Romeo für sportlich-italienische Mittelklassefahrzeuge steht. Die Familienholding Exor, größter Einzelaktionär von Stellantis, hält daneben unabhängig vom Stellantis-Konzern weitere bekannte Beteiligungen, etwa am Sportwagenhersteller Ferrari und am Fußballverein Juventus Turin, die jedoch eigenständig geführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Gehört Maserati zu Ferrari?

Nein. Beide Marken haben historische Verbindungen zur Familie Agnelli über deren Holding Exor, sind aber eigenständige Unternehmen mit unterschiedlichen Konzernmüttern: Maserati gehört zu Stellantis, Ferrari ist ein eigenständig börsennotiertes Unternehmen.

War Maserati einmal eine französische Marke?

Formal gehörte Maserati zwischen 1968 und 1975 dem französischen Autobauer Citroën, blieb aber als italienische Manufaktur in Modena mit eigener Modellidentität bestehen, bevor Citroën die Beteiligung im Zuge eigener wirtschaftlicher Schwierigkeiten wieder abgab.

Wird Maserati weiterhin in Italien gebaut?

Ja, die Fertigung konzentriert sich weiterhin auf italienische Werke, insbesondere in Modena und Turin, auch nach der Integration in den internationalen Stellantis-Konzern.

Hat Maserati einen eigenen Vorstand?

Maserati wird als Marke innerhalb von Stellantis mit eigenem Markenmanagement geführt, das für Design, Modellstrategie und Marketing zuständig ist, während zentrale Konzernentscheidungen zu Investitionen, Plattformen und Produktionsstandorten bei der Stellantis-Konzernführung liegen.

Steckt Maserati in einer Absatzkrise?

Die Marke steht laut Brancheneinschätzungen vor Herausforderungen durch anstehende Modellwechsel und notwendige Investitionen in Elektrifizierung und vernetzte Fahrzeugtechnik, konkrete aktuelle Absatzzahlen sollten für eine abschließende Bewertung gesondert und tagesaktuell geprüft werden.

Wie der übergeordnete Konzern strukturiert ist, beschreibt der Artikel zu Stellantis im Detail. Einen Vergleich zu einem familiengeführten Konkurrenten liefert BMW, während Citroën als frühere Maserati-Konzernmutter heute selbst zu Stellantis zählt.

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