
Alphabet Inc. ist die Holdinggesellschaft hinter Google. Wirtschaftlich gehört der Konzern überwiegend institutionellen Investoren, die unternehmerische Kontrolle liegt aber weiterhin bei den beiden Google-Gründern.
Das Wichtigste in Kürze
- Alphabet Inc. ist an der US-Börse notiert; über 60 Prozent der Aktien liegen bei institutionellen Investoren.
- Die größten institutionellen Aktionäre sind The Vanguard Group, BlackRock und State Street.
- Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin halten jeweils nur rund 3 Prozent der Aktien.
- Über eine zweigeteilte Aktienstruktur mit Klasse-B-Aktien behalten Page und Brin dennoch die Mehrheit der Stimmrechte.
- Seit Dezember 2019 leitet Sundar Pichai als CEO das operative Geschäft, nachdem Page und Brin sich aus dem Tagesgeschäft zurückzogen.
Die Holding-Struktur seit 2015
Alphabet Inc. wurde 2015 als übergeordnete Holdinggesellschaft für Google und dessen verschiedene Geschäftsbereiche gegründet. Larry Page und Sergey Brin, die Gründer von Google, standen zunächst an der Spitze der neuen Holding. Am 3. Dezember 2019 gaben beide ihren Rückzug aus den operativen Führungsrollen bekannt, seither leitet Sundar Pichai als CEO das Unternehmen.
Institutionelle Mehrheit, Gründerkontrolle bei den Stimmen
Ein Punkt, der bei Alphabet häufig missverstanden wird: Institutionelle Investoren wie The Vanguard Group, BlackRock und State Street halten zusammen einen erheblichen Teil der Aktien – laut verfügbaren Angaben besitzen institutionelle Investoren insgesamt über 60 Prozent der Anteile. Larry Page und Sergey Brin halten dagegen jeweils nur noch rund 3 Prozent der Aktien. Durch die zweigeteilte Aktienstruktur mit besonders stimmberechtigten Klasse-B-Aktien behalten die beiden Gründer zusammen mit weiteren Insidern dennoch die Mehrheit der Stimmrechte und damit die faktische Kontrolle über den Konzern – ein ähnliches Prinzip wie bei Meta und Mark Zuckerberg.
Wichtige Aktionäre von Alphabet Inc.
| Aktionär | Anteil (ca.) |
|---|---|
| The Vanguard Group | 7,25 % |
| BlackRock | 6,27 % |
| State Street Corporation | 3,36 % |
| Larry Page | rund 3 %, hohe Stimmrechte über Klasse-B-Aktien |
| Sergey Brin | rund 3 %, hohe Stimmrechte über Klasse-B-Aktien |
Zeitlicher Ablauf im Detail
- 2004: Börsengang von Google Inc.
- 2015: Gründung der Holdinggesellschaft Alphabet Inc., Page und Brin übernehmen zunächst deren Spitze.
- 3. Dezember 2019: Page und Brin geben ihren Rückzug aus operativen Führungsrollen bekannt.
- Seit Dezember 2019: Sundar Pichai leitet als CEO sowohl Alphabet Inc. als auch Google LLC.
- Institutionelle Investoren wie Vanguard, BlackRock und State Street halten zusammen einen erheblichen Teil der Aktien.
Was gehört noch zum selben Konzern?
Unter dem Dach von Alphabet Inc. laufen neben der Google-Suche und Werbegeschäften auch YouTube, das Betriebssystem Android sowie zahlreiche sogenannte „Other Bets“, etwa das Gesundheitsunternehmen Verily oder das selbstfahrende Autoprojekt Waymo. Alphabet gibt damit den rechtlichen Rahmen für ein sehr breites Portfolio an Google-nahen und experimentelleren Geschäftsfeldern vor. Die Umstrukturierung 2015 sollte vor allem Transparenz schaffen: Investorinnen und Investoren können seither das etablierte Werbegeschäft rund um Google und YouTube leichter von den finanziell riskanteren Zukunftsprojekten der Other Bets unterscheiden.
Häufig gestellte Fragen
Gehört Alphabet den Google-Gründern?
Wirtschaftlich nur zu einem kleinen Teil: Larry Page und Sergey Brin halten jeweils rund 3 Prozent der Aktien, kontrollieren den Konzern aber über stimmenstarke Klasse-B-Aktien.
Wer sind die größten institutionellen Aktionäre von Alphabet?
The Vanguard Group, BlackRock und State Street Corporation zählen zu den größten institutionellen Investoren.
Leiten Larry Page und Sergey Brin noch das Tagesgeschäft?
Nein, seit Dezember 2019 führt Sundar Pichai als CEO das operative Geschäft.
Gehört Android zu Alphabet?
Ja, über die Tochtergesellschaft Google LLC gehört Android zum Alphabet-Konzern.
Ist Alphabet an der Börse notiert?
Ja, seit der Umstrukturierung 2015 ist Alphabet Inc. an der Börse notiert, Google selbst bereits seit 2004.
Können Kleinaktionäre bei Alphabet mitbestimmen?
Formal ja über ihre Aktien, faktisch bleibt der Einfluss wegen der stimmenstarken Klasse-B-Aktien der Gründer aber begrenzt.
Alphabet zeigt wie Meta, dass hoher institutioneller Aktienbesitz nicht automatisch unternehmerische Kontrolle bedeutet. Verwandte Strukturfragen bei anderen Technologiemarken zeigen die Artikel zu Android, Zalando und RTL.

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