Wem gehört Metro? Mehrheitseigner Daniel Křetínský

Wem gehört Metro? Mehrheitseigner Daniel Křetínský 1

Der Großhandelskonzern Metro war jahrzehntelang ein DAX- beziehungsweise SDAX-Schwergewicht an der Frankfurter Börse. Seit 2025 hat sich das grundlegend geändert. Metro gehört mehrheitlich der Investmentholding EP Global Commerce (EPGC) des tschechischen Milliardärs Daniel Křetínský. Nach einem Übernahmeangebot wurde die Metro AG im April 2025 von der Frankfurter Börse genommen, ein kleinerer Kreis von Minderheitsaktionären blieb zunächst bestehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Antwort: Mehrheitseigner ist Daniel Křetínskýs Investmentholding EPGC (EP Global Commerce).
  • Delisting: Der Handel mit Metro-Aktien an der Frankfurter Börse endete am 16. April 2025.
  • Anteilsentwicklung: EPGC hielt zu Beginn des Übernahmeangebots rund 54 % der Stimmrechte, kurz vor dem Delisting bereits rund 79 % der Stammaktien.
  • Kein vollständiger Squeeze-out: Für einen zwangsweisen Ausschluss der übrigen Aktionäre wäre eine Schwelle von 95 % nötig, die laut Berichten (Stand April 2025) noch nicht erreicht war.
  • Angebotspreis: Das Übernahmeangebot lag bei 5,33 Euro je Metro-Aktie.

Vom DAX-Handelskonzern zum Privatunternehmen

Die Metro AG entstand aus der deutschen Metro-Cash-and-Carry-Tradition und wurde über Jahrzehnte zu einem internationalen Großhandelskonzern mit Fokus auf Gastronomie- und Gewerbekunden. Der tschechische Investor Daniel Křetínský baute über seine Holding EPGC seit den 2010er-Jahren schrittweise eine Beteiligung an Metro auf.

2023 unterbreitete EPGC den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot von 5,33 Euro je Aktie. In der Folge stieg der EPGC-Anteil deutlich, kurz vor dem Delisting im April 2025 auf rund 79 Prozent der Stammaktien. Am 16. April 2025 endete der Handel mit Metro-Aktien an der Frankfurter Börse endgültig. Für einen vollständigen Ausschluss der verbliebenen Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) wäre eine Schwelle von 95 Prozent nötig, die zu diesem Zeitpunkt laut Berichten noch nicht erreicht war.

Das operative Geschäft der Metro AG konzentriert sich auf den Großhandel nach dem Cash-and-Carry-Prinzip, bei dem vor allem Gastronomiebetriebe, Hoteliers und andere gewerbliche Kunden einkaufen. Das Unternehmen ist in mehr als 20 Ländern aktiv, mit einem Schwerpunkt in Deutschland sowie in west- und osteuropäischen Märkten. Für das operative Tagesgeschäft der Metro-Märkte hat der Eigentümerwechsel zu EPGC bislang keine grundlegenden Veränderungen des Geschäftsmodells zur Folge gehabt.

Eigentümerstruktur der Metro AG

BeteiligterAnteilStand
EPGC (Daniel Křetínský)rund 79 % der StammaktienApril 2025
Verbleibende MinderheitsaktionäreRest der StammaktienApril 2025, kein Handel mehr an der Börse

Was gehört noch zu Daniel Křetínskýs Beteiligungen?

Neben Metro hält Daniel Křetínský über verschiedene Holdings Beteiligungen unter anderem im Energiesektor sowie an weiteren europäischen Unternehmen. Wie ein anderer Handelskonzern mit genossenschaftlicher statt Investoren-Struktur organisiert ist, zeigt der Vergleich mit Nahkauf und der REWE Group.

Häufig gestellte Fragen

Ist Metro noch börsennotiert?

Nein. Der Handel mit Metro-Aktien an der Frankfurter Börse endete am 16. April 2025.

Wer ist Daniel Křetínský?

Ein tschechischer Milliardär und Investor, der über seine Holding EPGC (EP Global Commerce) die Mehrheit an der Metro AG kontrolliert.

Wie hoch war der Übernahmepreis?

Das Übernahmeangebot von EPGC lag bei 5,33 Euro je Metro-Aktie.

Gibt es noch Minderheitsaktionäre bei Metro?

Ja, laut Berichten von April 2025 hielt EPGC rund 79 Prozent der Stammaktien, ein Rest lag weiterhin bei anderen Aktionären, da die für einen Squeeze-out nötige 95-Prozent-Schwelle nicht erreicht war.

Was bedeutet das Delisting für Kundinnen und Kunden?

Für das operative Geschäft von Metro (Großhandelsmärkte) hat das Delisting keine direkte Auswirkung, es betrifft in erster Linie die Handelbarkeit der Aktie.

Metro zeigt, wie ein börsennotierter Großkonzern durch ein Übernahmeangebot mehrheitlich in die Hand eines einzelnen Investors übergehen kann. Wie ein genossenschaftlich organisierter Wettbewerber aufgebaut ist, zeigt Zu wem gehört Nahkauf, und ein Vergleich mit einem weiteren breit gestreuten Aktienkonzern findet sich unter Wem gehört die Deutsche Bank.

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