
Zu wem gehört Penny? Der Discounter ist seit 1989 eine hundertprozentige Tochter der Rewe Group und damit Teil desselben Konzerns wie die Rewe-Supermärkte. Anders als bei Netto gibt es hier keine Verwechslungsgefahr: In Deutschland gibt es nur eine Penny-Kette, und sie war noch nie eigenständig börsennotiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Penny gehört zu 100 Prozent der Rewe Group, dem genossenschaftlich organisierten Kölner Handelskonzern.
- Die vollständige Übernahme erfolgte 1989: Rewe war bereits seit 1974 an der Vorläuferkette Leibbrand beteiligt.
- Erster Penny-Markt eröffnete am 17. Mai 1973 in Limburg an der Lahn, heute Sitz der Penny Markt GmbH ist Köln.
- Rund 2.150 Filialen in Deutschland (Stand 2023), international zusätzlich Märkte in Italien, Österreich, Rumänien, Tschechien und Ungarn.
- Schwesterkette ist Rewe selbst: Beide gehören derselben Genossenschaftszentrale, werden aber als getrennte Vertriebslinien geführt.
Vom Übernahmeobjekt zur Kernmarke
Penny startete 1973 als Selbstbedienungs-Discounter der Leibbrand-Gruppe. Die Rewe Group stieg 1974 zunächst als Anteilseignerin ein und übernahm das Unternehmen 1989 vollständig. Seitdem ist Penny eine eigenständig geführte, aber vollständig konzerneigene Vertriebslinie der Rewe Group – anders als die Rewe-Supermärkte, die überwiegend von selbstständigen Kaufleuten betrieben werden, laufen Penny-Filialen in aller Regel als Regiebetriebe der Zentrale. Die Penny Markt GmbH hat ihren Sitz in Köln, direkt am Stammsitz der Rewe Group. National kam Penny 2017 auf rund 7,5 Milliarden Euro Umsatz, hinzu kamen rund 4,5 Milliarden Euro aus den internationalen Märkten. Neuere Einzelzahlen für Penny Deutschland veröffentlicht die Rewe Group nicht mehr separat, sondern nur noch im Konzernumsatz.
Die Rewe Group als Konzernmutter
Die Rewe Group selbst ist keine klassische Aktiengesellschaft, sondern geht auf eine 1927 in Köln gegründete Einkaufsgenossenschaft selbstständiger Lebensmittelhändler zurück. Oberste Gesellschaft ist die REWE-Zentralfinanz eG, operativ handelt die REWE-Zentral AG. Penny ist als hundertprozentige Tochter fest in diese Struktur eingebunden, wird operativ aber unabhängig von den genossenschaftlich organisierten Rewe-Märkten geführt. Der Gesamtkonzern erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 96 Milliarden Euro, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei einem EBITA von rund 2 Milliarden Euro und einem Jahresüberschuss von etwa 1 Milliarde Euro.
Für Penny bedeutet die Einbindung in die Rewe Group vor allem Zugriff auf zentrale Einkaufsmacht, Logistik und IT-Infrastruktur, während die Marke im Markenauftritt bewusst eigenständig bleibt und nicht als „Rewe Penny“ firmiert. In den vergangenen Jahren hat Penny sein Filialnetz mehrfach modernisiert und sich zunehmend auf sein Kerngeschäft als Lebensmitteldiscounter konzentriert, während Randsortimente reduziert wurden. Diese strategische Eigenständigkeit innerhalb des Konzerns ist typisch für die Rewe Group: Auch andere Tochtermarken wie toom oder Billa treten am Markt unter eigenem Namen auf, ohne dass die Konzernzugehörigkeit für Kundinnen und Kunden unmittelbar sichtbar wird.
Eigentümerstruktur im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Eigentümer | Rewe Group (100 %, seit 1989) |
| Rechtsform Konzernmutter | Genossenschaft (REWE-Zentralfinanz eG) |
| Sitz Penny Markt GmbH | Köln |
| Filialen Deutschland | ca. 2.150 (2023) |
| Umsatz Rewe Group gesamt | 96 Mrd. Euro (2024) |
Einordnung: Welche Marken gehören noch zur Rewe Group?
Neben Penny und den Rewe-Supermärkten gehören zur Rewe Group unter anderem die Baumarktkette toom, die in Österreich und Osteuropa aktive Supermarktkette Billa, das kleinere Nahversorgungsformat nahkauf sowie die Touristiksparte mit Dertour, ITS und Jahn Reisen. Alle diese Marken laufen unter demselben genossenschaftlichen Dach, werden aber als getrennte operative Einheiten geführt. Wer also bei Penny einkauft, unterstützt letztlich denselben Konzern wie beim Einkauf im Rewe-Supermarkt nebenan oder beim Baumarktbesuch bei toom – auch wenn die Marken auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Penny an der Börse notiert?
Nein. Penny ist eine hundertprozentige Tochter der genossenschaftlich organisierten Rewe Group und war nie eigenständig börsennotiert.
Gehört Penny zu Rewe oder ist es ein eigenes Unternehmen?
Beides trifft in Teilen zu: Penny ist rechtlich eine eigene Gesellschaft (Penny Markt GmbH), gehört aber zu 100 Prozent der Rewe Group und wird von deren Zentrale gesteuert.
Seit wann gehört Penny zu Rewe?
Rewe stieg 1974 bei der Vorläuferkette Leibbrand ein und übernahm Penny 1989 vollständig. Seither ist die Kette durchgehend im Konzern verblieben.
Werden Penny-Filialen von selbstständigen Kaufleuten geführt, wie bei Rewe üblich?
In der Regel nicht. Während viele Rewe-Supermärkte von selbstständigen Einzelhändlern als Genossenschaftsmitglieder betrieben werden, laufen Penny-Filialen überwiegend als Regiebetriebe direkt unter Regie der Konzernzentrale.
Wie viele Penny-Filialen gibt es in Deutschland?
Rund 2.150 Filialen in Deutschland, Stand 2023. International kommen weitere Märkte in Italien, Österreich, Rumänien, Tschechien und Ungarn hinzu, sodass Penny insgesamt in sechs Ländern vertreten ist.
Wie die Konzernmutter Rewe genau organisiert ist, erklärt der Artikel zu Edeka im Vergleich zur genossenschaftlichen Struktur. Einordnungen zu weiteren Discountern liefern die Artikel zu Lidl und Kaufland.

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