
Phantasialand in Brühl im Rheinland gehört der Gründerfamilie Löffelhardt. Betrieben wird der Park über die Schmidt-Löffelhardt GmbH, die vollständig im Besitz der Familie ist – mit einem großen Konzern wie Merlin Entertainments oder mit Europa-Park hat der Park entgegen einer verbreiteten Annahme nichts zu tun.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigentümer: die Familie Löffelhardt, organisiert über die Schmidt-Löffelhardt GmbH.
- Gegründet 1967: von dem Schausteller Gottlieb Löffelhardt und dem Puppenspieler Richard Schmidt.
- Seit 1995 allein bei Löffelhardt: Robert Löffelhardt übernahm die Anteile von Mitgründer Richard Schmidt.
- Kein Konzernanschluss: Phantasialand ist unabhängig von Europa-Park, Merlin Entertainments oder anderen Freizeitpark-Ketten.
- Über zwei Millionen Besucher jährlich: Damit zählt der Park zu den meistbesuchten Deutschlands.
Von der Kohlegrube zum Freizeitpark
Phantasialand entstand 1967 auf dem Gelände einer stillgelegten Braunkohlegrube bei Brühl. Die Gründer Gottlieb Löffelhardt und Richard Schmidt bauten den Park schrittweise aus. 1995 übernahm Robert Löffelhardt, Sohn des Mitgründers, die Geschäftsanteile von Schmidt und führt den Park seit 1998 als alleiniger Geschäftsführer.
Damit bleibt Phantasialand bis heute ein reines Familienunternehmen ohne externe Investoren oder Börsennotierung – eine Ausnahme in einer Freizeitparkbranche, die zunehmend von internationalen Betreibern wie Merlin Entertainments oder Parques Reunidos dominiert wird.
Ungewöhnliche Kontinuität in der Freizeitparkbranche
In der internationalen Freizeitparkbranche ist ein durchgehender Familienbesitz über mehr als 50 Jahre ungewöhnlich: Viele vergleichbare Parks in Europa wurden in den vergangenen Jahrzehnten mindestens einmal an Investmentfonds, Versicherungskonzerne oder internationale Betreiberketten verkauft.
Phantasialand dagegen blieb seit der Gründung 1967 ununterbrochen bei derselben Familie – zunächst als Gemeinschaftsprojekt von Löffelhardt und Schmidt, seit 1995 im Alleinbesitz der Familie Löffelhardt. Belastbare Berichte über einen Verkauf oder Teilverkauf des Unternehmens liegen nicht vor.
Wem gehören andere große deutsche Freizeitparks?
| Park | Eigentümer | Struktur |
|---|---|---|
| Phantasialand (Brühl) | Familie Löffelhardt | unabhängiges Familienunternehmen |
| Europa-Park (Rust) | Familie Mack | unabhängiges Familienunternehmen |
| Heide Park (Soltau) | Merlin Entertainments | britischer Freizeitpark-Konzern |
| Movie Park Germany (Bottrop) | Looping Group | internationale Betreibergruppe |
Was gehört noch zur Schmidt-Löffelhardt GmbH?
Ein häufiger Irrtum: Weil Phantasialand und Europa-Park oft in einem Atemzug genannt werden, vermuten viele eine gemeinsame Eigentümerstruktur oder zumindest Beteiligungen zwischen beiden Parks. Belegbar ist das nicht – beide Häuser werden von unterschiedlichen Familien geführt und stehen im direkten Wettbewerb zueinander.
Die Schmidt-Löffelhardt GmbH konzentriert sich fast ausschließlich auf den Betrieb von Phantasialand selbst, inklusive der parkeigenen Hotels. Anders als etwa Europa-Park verzichtet die Familie bislang auf eine breite Diversifizierung in angrenzende Geschäftsfelder wie Reiseveranstalter oder TV-Formate.
Auch bei der internationalen Expansion geht Phantasialand einen zurückhaltenderen Weg als manche Wettbewerber: Statt Lizenzparks im Ausland zu eröffnen, konzentriert sich die Familie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des einen Standorts in Brühl, etwa durch neue Themenbereiche und zusätzliche Hotelkapazitäten für Übernachtungsgäste.
Häufig gestellte Fragen
Ist Phantasialand Teil von Europa-Park?
Nein. Beide Parks gehören unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Unternehmerfamilien – Phantasialand der Familie Löffelhardt, Europa-Park der Familie Mack – und stehen im direkten Wettbewerb zueinander.
Wer leitet Phantasialand heute?
Robert Löffelhardt führt den Park seit 1998 als alleiniger Geschäftsführer, nachdem er 1995 die Anteile von Mitgründer Richard Schmidt übernommen hatte, und steht damit für die durchgehende Familientradition des Unternehmens.
Ist Phantasialand börsennotiert?
Nein, der Park ist ein privates Familienunternehmen ohne Börsennotierung oder öffentlich gehandelte Anteile, wie auch bei Europa-Park üblich.
Gehört Phantasialand einem ausländischen Investor?
Nein, dafür gibt es keine belastbaren Quellen. Der Park befindet sich seit der Gründung durchgehend in deutschem Familienbesitz, ohne dokumentierte ausländische Kapitalbeteiligung.
Wie viele Besucher hat Phantasialand pro Jahr?
Der Park zieht jährlich über zwei Millionen Besucher an und zählt damit weiterhin zu den meistbesuchten Freizeitparks in Deutschland. Damit liegt er im deutschen Freizeitpark-Ranking regelmäßig unter den vorderen Plätzen, auch wenn er räumlich deutlich kleiner ist als etwa der Europa-Park.
Wer sich für weitere familiengeführte deutsche Marken interessiert, findet Hintergründe zu Europa-Park, FC Bayern München und das KaDeWe.

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