4 Tipps für die optimale Wasserversorgung im Garten

4 Tipps für die optimale Wasserversorgung im Garten
Bild von jacqueline macou auf Pixabay

Das schöne Grün im Garten bedarf einiger Pflege. An heißen Sommertagen steht und fällt alles mit einer gut durchdachten Wasserversorgung. Damit der Rasen nicht verbrennt und das Gemüse gedeiht, haben wir 4 Tipps für dich vorbereitet.

1. Aus welcher Quelle soll das Wasser fließen?

Bei kleinen Gärten oder einem Vorgarten mag der direkte Wasseranschluss vom Haus noch bezahlbar sein. Wobei nicht nur die Kosten für das Leitungswasser bedacht werden muss. Denn es gilt dafür ebenso das Abwasser zu bezahlen.

Wer in großen Mengen darauf setzen möchte, der sollte das mit seinem Versorger besprechen. Dieser kann einen extra Wasserzähler bereitstellen oder du kaufst ihn dir selbst. Der Vorteil ist, dass du durch die separate Erfassung den Abwasserpreis nicht berechnet bekommst. Schätzungsweise ab 10 bis 20 Kubikmeter an Mehrverbrauch im Jahr kann sich dies bereits lohnen. Gemeint ist damit der Anschaffungspreis für den extra Zähler.

Auf der anderen Seite lässt sich sogar Geld sparen, wenn du das Regenwasser auffängst und zur Gartenbewässerung nutzt. Denn wird dieses nicht in die Kanalisation eingeleitet, entfällt die monatliche Abgabe für Niederschlagswasser. Stattdessen gelangt das Regenwasser in eine Zisterne. Diese kann auch nachträglich eingebaut und angeschlossen werden. Der Kostenpunkt für einen Tank von 5.000 Litern und dem dazu notwendigen Bagger liegt bei 1.500-2.500€.

Diese Summe amortisiert sich bereits nach wenigen Jahren, da besagte Kosten zur Einleitung eingespart werden. Nutzt du den Regen zur Bewässerung des Gartens, zahlst du außerdem nicht mehr für das Frischwasser aus der Leitung.

Unser Tipp: Das Regenwasser von Garagen, Werkzeugschuppen und dem Terrassendach kannst du ebenfalls auffangen. Entweder fließt es unterirdisch in eine Zisterne oder oberirdisch in Regentonnen bzw. IBC-Tanks. Letztere gibt es gebraucht für relativ wenig Geld.

Eine weitere Alternative stellt die Brunnenbohrung dar. Je nach Standort des Eigenheims, liegt das Grundwasser nur wenige Meter tief. Eine dafür notwendige Bohrung wird vom Fachbetrieb in ein bis zwei Tagen durchgeführt. Am Ende ragt ein Kunststoffrohr empor, in welches die Brunnenpumpe gesetzt wird. Vorab ist mit der Gemeine zu kommunizieren, ob diese eine Genehmigung für das Bauvorhaben verlangt. Meistens ist das Brunnenbohren lediglich anzeigepflichtig.

2. Wie gelangt das Gießwasser an sein Ziel?

Wer will schon alles von Hand verteilen, wenn er auf Pumpen setzen kann? Von der einfachen Tauchpumpe, über das Hauswasserwerk, bis hin zur Brunnenpumpe ist hier vieles möglich. Hier kommt es vor allem darauf an, wie viele Meter das Wasser zurücklegen muss? Kommt es aus der Zisterne direkt in die Umgebung, benötigt die Pumpe relativ wenig Leistung. Ganz anders sieht es bei großen Rasenflächen aus.

Die Förderleistung von Pumpen wird in Höhenmeter sowie laufende Meter unterteilt. Denn für gewöhnlich muss es zunächst aus der Tiefe nach oben geholt und dann zur Entnahmestelle weitergeleitet werden.

3. Wie viel Automatisierung willst du erreichen?

An diesem Punkt gehen die Meinungen weit auseinander. Der eine Gärtner möchte gern alles von Hand gießen und somit seine Verbindung zur Natur aufrecht erhalten. Ein anderer Liebhaber des gepflegten Grüns setzt auf die vollständige Automatisierung.

Dafür werden einmalig zahlreiche Schläuche unterirdisch verlegt. Für den Rasensprenger, den Tropfschlauch unter der Hecke und zum Gießen der Gemüsebeete. Dann braucht es nur noch einen Knopfdruck und das Wasser fließt an die gewünschten Orte. Dieser Prozess lässt sich mit Zeitschaltuhren und sogar via Smartphone App sehr gezielt steuern.

4. Was kostet das alles?

Die vollautomatisierte Bewässerung hat aber auch ihre Kosten. Je mehr Abnehmer es gibt, desto stärker muss die Pumpe sein. Mit zunehmender Technik steigt ebenso der Wartungsaufwand. Doch alles der Reihe nach. Für die Wasserversorgung benötigst du:

  • Einen Hauswasseranschluss, eine Zisterne und/oder IBC-Tank
  • Eine ausreichend starke Pumpe
  • Hinreichend lange Gartenschläuche samt Verbindungen
  • Rasensprenger, Düsen, Tropfschläuche etc. am Ende der Leitung
  • Ggf. einen Garten-Wasserautomaten für die zeitliche Steuerung

Der konkrete Kostenpunkt lässt sich nicht pauschal beziffern. In Abhängigkeit von der Grundstücksgröße und deinem persönlichen Bedarf, fällt die Berechnung unterschiedlich aus.

Fakt ist: Je mehr du durch Muskelkraft erledigst, desto weniger wirst du bezahlen müssen. Manch einer pumpt sich das Wasser aus dem Tank sogar von Hand und trägt es mit der Gießkanne zum Ziel. Dein Komfortbedürfnis spielt also auch eine Rolle.

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