
Milben gibt es im Grunde genommen in jedem Haushalt. Jedoch bekommt man sie mit dem bloĂen Augen nur selten zu sehen. Doch auch, wenn man es nicht wahrhaben mag, genieĂen ganze Kolonien von Hausstaubmilben völlig unbemerkt das wohlige warme Klima in unseren Betten, unseren Decken oder unserer Couch. Sie sind beinahe ĂŒberall, ohne das wir sie bemerken. Doch Hausstaubmilbenallergikern machen die kleinen Krabbeltierchen das Leben zur Hölle. Das muss nicht sein â mit unsere 3 besten Tipps gegen Hausstaubmilben sagen Sie dem lĂ€stigen Getier endlich den Kampf an.
Zusammenfassung
- đïž Hausstaubmilben leben in Betten, Decken und Sofas.
- đŹ Die Tierchen sind nur rund 0,1 Millimeter groĂ.
- đ§Œ Ihr Auftreten hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
- â ïž Unbehandelt kann eine Milbenallergie chronisches Asthma auslösen.
Woher kommen Hausstaubmilben ĂŒberhaupt?
Bevor wir uns unseren drei Expertentipps gegen Hausstaubmilben widmen, möchten wir Ihnen noch verraten, wo diese Krabbeltiere ĂŒberhaupt herkommen. Und warum sie es auf uns Menschen bzw. unsere Betten, Sofas, Decken und Co. abgesehen haben.
Vorab sollten Sie wissen, dass das Aufkommen von Hausstaubmilben rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat. Die gerade einmal 0,1 mm groĂen Tierchen fĂŒhlen sich vor allem in einem feucht-warmen Klima, wie es in unseren Betten gegeben ist, wohl. Hier ernĂ€hren sie sich von menschlichen Hautschuppen und bereiten vor allem Allergikern groĂe Probleme. Hier ist absolute Vorsicht geboten, denn unbehandelt kann eine Hausstaubmilbenallergie sogar zu chronischem Asthma fĂŒhren.
Woran erkenne ich, ob ich allergisch auf Hausstaubmilben bin?
Leiden Sie an einer Hausstaubmilbenallergie, bereiten Ihnen folgende Symptome Probleme:
- Juckende, geschwollene und gerötete Augen
- Laufende Nase
- Morgendliche Niesattacken
- Atembeschwerden
Gerade in den warmen Sommermonaten verbreiten sich die Milben enorm, denn schlieĂlich herrscht das optimale Klima. Im Winter hingegen nimmt die Milbenpopulation aufgrund von trockener Heizungsluft ein wenig ab. Allerdings können sich die Allergiebeschwerden weiterhin verstĂ€rken. Denn der Milbenkot, der sich ĂŒber die warmen Sommermonate hinweg angesammelt hat und im Winter durch die Heizungsluft trocknet, wirbelt auf und wird auf direktem Wege eingeatmet. FĂŒr Hausstauballergiker unglaublich lĂ€stig.
Tipp #1: Die perfekte Betthygiene
Im Optimalfall ziehen Sie Ihr Bett wöchentlich spĂ€testens jedoch alle zwei Wochen ab. Hier sollten Sie allerdings möglichst vorsichtig vorgehen, denn der Kot der Milben liegt direkt auf der StoffoberflĂ€che. Sind Sie zu schwungvoll, kann es passieren, dass Sie diesen im gesamten Schlafzimmer verteilen. AnschlieĂend waschen sie alles bei mindestens 60 Grad Celsius im Normalprogramm. Denn nur so ist sicher, dass alle Milben abgetötet werden. Keinesfalls sollten Sie Ihr Bettzeug im Kurzprogramm waschen, denn hier ist das Wasser nur fĂŒr kurze Zeit heiĂ, sodass die Milben weiterhin ĂŒberleben.
Mindestens genauso wichtig, wie das regelmĂ€Ăige Waschen der BettwĂ€sche, ist auch das Verwenden von sogenannten Encasings. Sie dienen als perfekter Schutz gegen Milben. Daher sollten Sie sowohl Ihre Matratze als auch all Ihre Decken und Kissen in diese speziellen Allergiker HĂŒllen packen. Dank diesem praktischem Schutz können sich die lĂ€stigen Tierchen erst gar nicht im Stoff einnisten. Ăber das Encasing können Sie natĂŒrlich wie gewohnt Ihr herkömmliches Bettzeug ziehen. Am besten waschen sie auch diese SchutzbezĂŒge spĂ€testens alle zwei Wochen bei mindestens 60 Grad Celsius.
Zu guter Letzt sollten Sie bei der Hygiene Ihres Bettes nicht vergessen, mindestens einmal pro Monat Ihre Matratze zu reinigen. Bei einer besonders ausgeprĂ€gten Hausstauballergie kann es sogar sinnvoll sein, die Matratze zweimal im Jahr professionell reinigen zu lassen. HierfĂŒr wenden Sie sich am besten an eine regionale Reinigung.
Tipp #2: Teebaumöl und Sonnenenergie gegen Milben
Widmen wir uns zuerst dem Teebaumöl. Es ist unglaublich vielseitig verwendbar und gilt nicht nur als Wunderwaffe bei gesundheitlichen Beschwerden. Teebaumöl können Sie nĂ€mlich auch hervorragend zur BekĂ€mpfung von Milben einsetzen. HierfĂŒr gehen Sie am besten wie folgt vor:
- Zuerst befĂŒllen Sie eine leere SprĂŒhflasche mit Wasser. AnschlieĂend geben Sie ca. 30 ml Teebaumöl hinzu.
- Nun schĂŒtteln Sie die Mischung gut durch und benetzen all Ihre Textilien in der Wohnung mit dem Teebaumölgemisch. Besonders wichtig sind Polstermöbeln, Betten, Teppiche und VorhĂ€nge.

AuĂerdem empfehlen wir Ihnen beim Putzen Ihrer Böden stets einige Tropfen Teebaumöl in das Wischwasser zu geben.
Mindestens genauso effektiv wie Teebaumöl ist die Energie der Sonne. Wie Sie bereits wissen, bevorzugen Milben ein feuchtwarmes Klima. Aus diesem Grund gefĂ€llt ihnen die trockene WĂ€rme der Sonne ĂŒberhaupt nicht. Wir empfehlen Ihnen daher Kissen, Decken, Teppiche und Co. fĂŒr mindestens drei Stunden direkt in die Sonne zu hĂ€ngen. Nach dieser Zeit sind alle darin befindlichen Milben abgetötet. Ebenso sollten Sie Ihre Matratze vom Bettlaken befreien und anschlieĂend grĂŒndlich absaugen. Danach stellen Sie auch diese fĂŒr mindestens drei Stunden in die direkte Sonneneinstrahlung. Sind Sie jedoch in Besitz einer Latexmatratze, sollten Sie von letzterer Methode besser absehen. Denn in diesem Fall können die starken UV-Strahlen das Material beschĂ€digen.
Tipp #3: Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Staub reduzieren!
Milben im Haushalt können Sie effektiv vermeiden, wenn Sie darauf achten, dass sich die Raumtemperatur unter 20 Grad Celsius befindet. ZusĂ€tzlich empfehlen wir Ihnen kleine Decken, Kissen, Gardinen und andere Textilien fĂŒr einige Stunden in den Gefrierschrank zu legen. AuĂerdem sollte die Luftfeuchtigkeit in Ihren RĂ€umen nicht höher als 55 Prozent liegen. Am besten legen Sie sich einen Feuchtigkeitsmesser zu, mit dem Sie die Feuchtigkeit in Ihren WohnrĂ€umen stets im Blick haben. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, gehen Sie wie folgt vor:
- Am besten lĂŒften Sie regelmĂ€Ăig fĂŒr einige Minuten all Ihre RĂ€ume durch. Dabei sollten die Fenster vollstĂ€ndig geöffnet sein.
- Verwenden Sie beim Kochen unbedingt die Dunstabzugshaube und lĂŒften Sie danach grĂŒndlich.
- HĂ€ngen Sie nasse WĂ€sche in Ihren RĂ€umlichkeiten auf, sollten Sie diese Zimmer besonders grĂŒndlich lĂŒften. Anderenfalls sammelt sich unglaublich viel Feuchtigkeit an.
Mindestens genauso wichtig, wie das Reduzieren der Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist ganz klar auch die Reduktion von Staub. Denn auch, wenn die lĂ€stigen Krabbeltiere nichts mit mangelnder Hygiene zu tun haben, lieben sie Staub. Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, dass Sie den Staubgehalt in Ihrem Zuhause möglichst gering halten. Vermeiden Sie daher StaubfĂ€nger wie Kissen, Kuscheltiere, Teppiche und offene Buchregale. Saugen und wischen Sie Ihre WohnrĂ€ume regelmĂ€Ăig durch. Und lagern Sie Ihre Kleidung stets in einem verschlieĂbaren Schrank. So haben Milben zumindest kein leichtes Spiel. Vielleicht denken Sie auch ĂŒber den Kauf eines Luftreinigers mit HEPA-Filter nach, denn dieser befreit die Raumluft von aufgewirbeltem Staub und kann so dabei helfen, die allergisch bedingten Beschwerden zu reduzieren.
HĂ€ufig gestellte Fragen
Wovon ernÀhren sich Hausstaubmilben?
Hausstaubmilben ernĂ€hren sich von menschlichen Hautschuppen und fĂŒhlen sich in feucht-warmem Klima wie in unseren Betten wohl. Die Tierchen sind nur etwa 0,1 mm groĂ.
Welche Symptome deuten auf eine Hausstaubmilbenallergie hin?
Zu den Symptomen zĂ€hlen juckende, geschwollene und gerötete Augen, eine laufende Nase, morgendliche Niesattacken und Atembeschwerden. Unbehandelt kann die Allergie sogar zu chronischem Asthma fĂŒhren.
Wie sieht die richtige Betthygiene gegen Milben aus?
Man sollte das Bett wöchentlich, spĂ€testens alle zwei Wochen abziehen und dabei vorsichtig vorgehen, da der Milbenkot auf der StoffoberflĂ€che liegt. AnschlieĂend wĂ€scht man alles bei mindestens 60 Grad Celsius.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar