Diesen oder diesem Termin?

Diesen oder diesem Termin?

„Diesen Termin“ verwendet man im Akkusativ, also wenn der Termin das direkte Objekt einer Handlung ist (z. B. „Ich bestätige diesen Termin“). „Diesem Termin“ steht im Dativ, wenn der Termin indirekt betroffen ist oder nach bestimmten Präpositionen steht (z. B. „Ich freue mich auf diesen Termin“ ist Akkusativ nach „auf“, aber „Ich stimme diesem Termin zu“ ist Dativ). Da „Termin“ ein maskulines Nomen ist, lautet die Akkusativform „diesen“ und die Dativform „diesem“.


Key Takeaways

  • „Termin“ ist maskulin (der Termin), was die Kasusendungen direkt bestimmt.
  • Im Akkusativ (direktes Objekt oder nach Akkusativpräpositionen) lautet die Form: diesen Termin.
  • Im Dativ (indirektes Objekt oder nach Dativpräpositionen) lautet die Form: diesem Termin.
  • Im Nominativ (Subjekt) heißt es: dieser Termin.
  • Im Genitiv heißt es: dieses Termins.
  • Die häufigste Fehlerquelle ist die Verwechslung von Akkusativ und Dativ bei Wechselpräpositionen wie „an“, „auf“, „in“.
  • Ein einfacher Test: Frage „Wen oder was?“ für den Akkusativ, „Wem?“ für den Dativ.
  • Verben wie „absagen“, „bestätigen“, „verschieben“ verlangen den Akkusativ, also „diesen Termin“.
  • Verben wie „zustimmen“, „beiwohnen“, „fernbleiben“ verlangen den Dativ, also „diesem Termin“.

Was ist der Unterschied zwischen „diesen“ und „diesem“?

„Diesen“ ist die Akkusativform des Demonstrativpronomens „dieser“ für maskuline Nomen. „Diesem“ ist die Dativform desselben Pronomens für maskuline und neutrale Nomen. Der Unterschied liegt ausschließlich im grammatischen Kasus, nicht in der Bedeutung des Pronomens selbst.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Jahre beim Schreiben formeller E-Mails auf Deutsch. Immer wieder stolperte ich über genau diese Frage: Schreibe ich „Ich bestätige diesen Termin“ oder „Ich bestätige diesem Termin“? Das Gefühl, unsicher zu sein, kennen viele, ob Deutschlernende oder auch Muttersprachler in ungewohnten Schreibsituationen.

Die Antwort hängt vom Kasus ab, und der Kasus hängt von der Satzfunktion ab.

Kasus Form (maskulin) Beispiel
Nominativ dieser Termin Dieser Termin passt mir.
Akkusativ diesen Termin Ich bestätige diesen Termin.
Dativ diesem Termin Ich stimme diesem Termin zu.
Genitiv dieses Termins Die Absage dieses Termins war unvermeidlich.

Ist „Termin“ maskulin, und warum ist das wichtig?

Ja, „Termin“ ist ein maskulines Nomen (der Termin). Das ist entscheidend, weil das Demonstrativpronomen „dieser/diesen/diesem“ seine Endung nach dem grammatischen Geschlecht und dem Kasus des Nomens richtet.

Bei femininen Nomen (die Besprechung) lautet der Akkusativ „diese Besprechung“ und der Dativ ebenfalls „dieser Besprechung“. Bei neutralen Nomen (das Meeting) heißt es im Akkusativ „dieses Meeting“ und im Dativ „diesem Meeting“. Maskuline Nomen wie „Termin“ sind die einzige Gruppe, bei der Akkusativ („diesen“) und Dativ („diesem“) klar unterschiedliche Formen haben und damit besonders fehleranfällig sind.


Ist "Termin" maskulin, und warum ist das wichtig?

Wann verwendet man „diesen Termin“ (Akkusativ)?

„Diesen Termin“ steht immer dann, wenn „Termin“ das direkte Objekt im Satz ist oder nach einer reinen Akkusativpräposition folgt. Der Akkusativ beantwortet die Frage „Wen oder was?“.

Typische Situationen für „diesen Termin“:

  • Das Verb hat „Termin“ als direktes Objekt: „Ich verschiebe diesen Termin.“
  • Nach Akkusativpräpositionen wie „durch“, „für“, „gegen“, „ohne“, „um“: „Ich bitte um diesen Termin.“
  • Nach Wechselpräpositionen mit Richtungsangabe: „Ich trage diesen Termin in den Kalender ein.“

Beispielsätze:

  • „Können Sie diesen Termin bestätigen?“
  • „Ich muss diesen Termin leider absagen.“
  • „Wir planen diesen Termin für nächste Woche.“
  • „Er hat diesen Termin vergessen.“

Merkhilfe: Wenn man das Verb durch „Wen oder was?“ befragen kann und „Termin“ die Antwort ist, steht „diesen Termin“.


Wann verwendet man „diesem Termin“ (Dativ)?

„Diesem Termin“ steht, wenn „Termin“ das indirekte Objekt ist oder nach einer reinen Dativpräposition oder einer Wechselpräposition mit Lageangabe steht. Der Dativ beantwortet die Frage „Wem?“.

Typische Situationen für „diesem Termin“:

  • Nach Dativpräpositionen wie „aus“, „bei“, „mit“, „nach“, „seit“, „von“, „zu“, „gegenüber“: „Ich stimme diesem Termin zu.“
  • Nach Wechselpräpositionen mit statischer Lageangabe: „Ich erscheine bei diesem Termin pünktlich.“
  • Bei Verben, die den Dativ verlangen: „beiwohnen“, „fernbleiben“, „zustimmen“.

Beispielsätze:

  • „Ich stimme diesem Termin zu.“
  • „Sie ist diesem Termin ferngeblieben.“
  • „Wir freuen uns auf die Ergebnisse von diesem Termin.“
  • „Kannst du bei diesem Termin dabei sein?“

Diesen oder diesem Termin: Wie erkenne ich den richtigen Kasus?

Die zuverlässigste Methode ist die Frageprobe. Stellen Sie sich die Frage, die das Verb oder die Präposition im Satz stellt, und leiten Sie daraus den Kasus ab.

Schritt-für-Schritt-Methode:

  1. Identifizieren Sie das Verb oder die Präposition, die „Termin“ regiert.
  2. Fragen Sie: Verlangt das Verb oder die Präposition den Akkusativ oder den Dativ?
  3. Fragen Sie alternativ: „Wen oder was?“ (Akkusativ) oder „Wem?“ (Dativ).
  4. Wählen Sie entsprechend „diesen“ (Akkusativ) oder „diesem“ (Dativ).

Entscheidungsregel:

  • Wählen Sie „diesen Termin“, wenn das Verb eine direkte Handlung am Termin ausdrückt (absagen, bestätigen, verschieben, eintragen, vergessen).
  • Wählen Sie „diesem Termin“, wenn das Verb eine Haltung zum oder Teilnahme am Termin ausdrückt (zustimmen, beiwohnen, fernbleiben) oder eine Dativpräposition steht.

Diesen oder diesem Termin: Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Der häufigste Fehler ist die falsche Kasuszuordnung bei Wechselpräpositionen wie „an“, „auf“, „in“, „über“, „unter“, „vor“, „zwischen“. Diese Präpositionen verlangen je nach Kontext entweder Akkusativ (Richtung/Veränderung) oder Dativ (Ort/Zustand).

Häufige Fehler im Überblick:

  • Falsch: „Ich freue mich auf diesem Termin.“ (Nach „auf“ mit Richtungsbedeutung steht der Akkusativ.)
  • Richtig: „Ich freue mich auf diesen Termin.“
  • Falsch: „Ich bestätige diesem Termin.“ (Das Verb „bestätigen“ verlangt den Akkusativ.)
  • Richtig: „Ich bestätige diesen Termin.“
  • Falsch: „Ich stimme diesen Termin zu.“ (Das Verb „zustimmen“ verlangt den Dativ.)
  • Richtig: „Ich stimme diesem Termin zu.“

Merksatz: Bei „freuen auf“, „warten auf“, „sich beziehen auf“ steht immer der Akkusativ, also „diesen Termin“. Bei „zustimmen“, „beiwohnen“, „fernbleiben“ steht immer der Dativ, also „diesem Termin“.


Diesen oder diesem Termin: Beispielsätze für die Praxis

Konkrete Beispiele helfen mehr als abstrakte Regeln. Hier sind praxisnahe Sätze aus dem Berufsalltag, die beide Formen zeigen.

„Diesen Termin“ (Akkusativ):

  • „Ich möchte diesen Termin gerne wahrnehmen.“
  • „Bitte bestätigen Sie diesen Termin bis Freitag.“
  • „Wir müssen diesen Termin leider verschieben.“
  • „Haben Sie diesen Termin bereits in Ihrem Kalender?“

„Diesem Termin“ (Dativ):

  • „Ich werde diesem Termin beiwohnen.“
  • „Sie hat diesem Termin zugestimmt.“
  • „Er ist diesem Termin unentschuldigt ferngeblieben.“
  • „Die Unterlagen zu diesem Termin liegen bereit.“

Wie merkt man sich „diesen“ vs. „diesem“ dauerhaft?

Die beste Methode ist eine einfache Eselsbrücke, kombiniert mit regelmäßiger Anwendung. Viele Deutschlernende, mit denen ich gesprochen habe, schwören auf die sogenannte „Wer-Wen-Wem-Methode“.

Praktische Merkhilfen:

  • „Diesen“ endet auf „-en“ wie „den“ (der bestimmte Artikel im Akkusativ Maskulin). Beide zeigen den Akkusativ.
  • „Diesem“ endet auf „-em“ wie „dem“ (der bestimmte Artikel im Dativ Maskulin/Neutrum). Beide zeigen den Dativ.
  • Merken Sie sich Verbpaare: „bestätigen/absagen“ (Akkusativ) vs. „zustimmen/beiwohnen“ (Dativ).
  • Schreiben Sie täglich einen Satz mit „diesen Termin“ und einen mit „diesem Termin“ in einem Kontext aus Ihrem eigenen Alltag.

„Wer die Kasusendungen mit dem bestimmten Artikel verknüpft, macht beim Demonstrativpronomen kaum noch Fehler.“


FAQ: Diesen oder diesem Termin?

Wann schreibt man „diesen Termin“?
„Diesen Termin“ steht im Akkusativ, also wenn „Termin“ das direkte Objekt ist oder nach Akkusativpräpositionen wie „für“, „ohne“, „um“, „auf“ (mit Richtungsbedeutung) steht. Beispiel: „Ich bestätige diesen Termin.“

Wann schreibt man „diesem Termin“?
„Diesem Termin“ steht im Dativ, also nach Dativpräpositionen wie „zu“, „bei“, „von“, „mit“ oder bei Verben, die den Dativ verlangen, wie „zustimmen“ oder „beiwohnen“. Beispiel: „Ich stimme diesem Termin zu.“

Ist „Termin“ maskulin oder neutral?
„Termin“ ist maskulin: der Termin. Das ist entscheidend, weil maskuline Nomen im Akkusativ „diesen“ und im Dativ „diesem“ verlangen.

Was ist der Nominativ von „Termin“?
Im Nominativ heißt es „dieser Termin“. Beispiel: „Dieser Termin ist wichtig.“

Wie lautet der Genitiv?
Im Genitiv heißt es „dieses Termins“. Beispiel: „Die Verschiebung dieses Termins war notwendig.“

Kann „Termin“ sowohl „diesen“ als auch „diesem“ annehmen?
Ja, je nach Kasus. „Diesen Termin“ im Akkusativ und „diesem Termin“ im Dativ sind beide grammatisch korrekt, aber in unterschiedlichen Satzkontexten.

Was ist der häufigste Fehler bei „diesen oder diesem Termin“?
Der häufigste Fehler ist die Verwendung von „diesem“ nach Verben oder Präpositionen, die den Akkusativ verlangen, zum Beispiel „Ich freue mich auf diesem Termin“ statt korrekt „auf diesen Termin“.

Gilt die gleiche Regel für andere maskuline Nomen?
Ja. Die Regel gilt für alle maskulinen Nomen: „diesen Mann/Kollegen/Vertrag“ (Akkusativ) und „diesem Mann/Kollegen/Vertrag“ (Dativ).

Wie testet man schnell, welcher Kasus richtig ist?
Fragen Sie „Wen oder was?“ für den Akkusativ und „Wem?“ für den Dativ. Wenn „Termin“ die Antwort auf „Wen oder was?“ ist, schreiben Sie „diesen“. Wenn „Termin“ die Antwort auf „Wem?“ ist, schreiben Sie „diesem“.

Gibt es Verben, die immer „diesen Termin“ verlangen?
Ja: absagen, bestätigen, verschieben, vereinbaren, wahrnehmen, vergessen, eintragen. Diese Verben verlangen immer den Akkusativ.

Gibt es Verben, die immer „diesem Termin“ verlangen?
Ja: zustimmen, beiwohnen, fernbleiben, widersprechen. Diese Verben verlangen immer den Dativ.


Fazit

Die Frage „Diesen oder diesem Termin?“ lässt sich mit einer klaren Regel beantworten: Akkusativ (diesen) für direkte Objekte und nach Akkusativpräpositionen, Dativ (diesem) für indirekte Objekte und nach Dativpräpositionen. Da „Termin“ maskulin ist, sind die Formen eindeutig unterschiedlich und damit gut erkennbar.

Konkrete nächste Schritte:

  1. Lernen Sie die häufigsten Verben mit Akkusativ und Dativ auswendig, besonders jene, die im Berufsalltag mit „Termin“ vorkommen.
  2. Nutzen Sie die Frageprobe („Wen oder was?“ vs. „Wem?“) bei jeder Unsicherheit.
  3. Verknüpfen Sie „diesen“ mit „den“ und „diesem“ mit „dem“, um die Endungen intuitiv abzurufen.
  4. Schreiben Sie täglich zwei bis drei Beispielsätze aus Ihrem eigenen Alltag, je einen im Akkusativ und einen im Dativ.
  5. Überprüfen Sie bei Wechselpräpositionen immer, ob eine Richtung (Akkusativ) oder ein Zustand (Dativ) gemeint ist.

Mit diesen Schritten wird die Entscheidung zwischen „diesen“ und „diesem“ zur Routine, nicht zur Raterei.


Quellen

  • Duden Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Dudenverlag, 2022. https://www.duden.de
  • Helbig, Gerhard & Buscha, Joachim. Deutsche Grammatik: Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Langenscheidt, 2001.
  • Institut für Deutsche Sprache (IDS). Grammatisches Informationssystem grammis. https://grammis.ids-mannheim.de

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Häufig gestellte Fragen

Wann verwendet man diesen Termin?

Die Form diesen Termin steht im Akkusativ, also wenn der Termin das direkte Objekt einer Handlung ist. Ein Beispiel ist der Satz: Ich bestätige diesen Termin.

Wann verwendet man diesem Termin?

Die Form diesem Termin steht im Dativ, wenn der Termin indirekt betroffen ist oder nach Dativpräpositionen steht. Ein Beispiel ist der Satz: Ich stimme diesem Termin zu.

Wie erkennt man den richtigen Fall bei dem Wort Termin?

Ein einfacher Test hilft: Die Frage Wen oder was? deutet auf den Akkusativ mit diesen, die Frage Wem? auf den Dativ mit diesem. Das Wort Termin ist maskulin, was die Endungen bestimmt.

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