Pflaumen einfrieren: entsteint, rieselfähig, ein Jahr haltbar

Pflaumen einfrieren – Titelbild

Wenn der Pflaumenbaum trägt, kommt alles auf einmal. Einfrieren ist die einfachste Art, die Ernte über den Winter zu retten – Pflaumen und Zwetschgen vertragen es gut und halten rund ein Jahr. Ob mit oder ohne Stein, wie du sie rieselfähig bekommst und wie sie den Kuchenboden nicht durchweichen, steht hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Entsteinen vor dem Einfrieren – gefroren geht es nicht mehr.
  • Vorfrieren auf dem Blech macht die Hälften einzeln entnehmbar.
  • Haltbarkeit: etwa 12 Monate.
  • Für Kuchen gefroren auf den Teig legen, mit Grieß oder Semmelbröseln darunter.
  • Zwetschgen eignen sich besser als saftige Pflaumen, weil ihr Fruchtfleisch fester ist.

Pflaumen einfrieren – Schritt für Schritt

  1. Sortieren: nur einwandfreie, reife Früchte einfrieren. Druckstellen großzügig wegschneiden.
  2. Waschen und trocknen: kalt abspülen und gründlich abtrocknen – nasse Früchte kleben zusammen.
  3. Halbieren und entsteinen: an der Naht entlang einschneiden, aufdrehen, Stein entfernen. Bei Bedarf vierteln.
  4. Vorfrieren: die Hälften mit der Schnittfläche nach oben auf ein Blech legen und zwei bis drei Stunden anfrieren.
  5. Verpacken: in Beutel oder Dosen umfüllen, Luft herausdrücken, mit Menge und Datum beschriften.

Wer mag, kann die Hälften vor dem Vorfrieren leicht zuckern – ein bis zwei Esslöffel auf ein Kilo. Das bindet austretenden Saft und hält die Früchte etwas fester. Notwendig ist es nicht.

Warum der Stein herausmuss

Zwei Gründe sprechen dagegen, Pflaumen mit Stein einzufrieren. Praktisch: Aus gefrorenen Früchten bekommst du den Stein nicht mehr heraus, ohne sie zu zerdrücken – du müsstest sie also erst auftauen und hättest dann Matsch. Geschmacklich: Bei langer Lagerung kann sich aus dem Kern ein leichtes Bittermandelaroma auf das Fruchtfleisch übertragen.

Die zehn Minuten Mehraufwand beim Entsteinen sparst du beim Backen doppelt wieder ein.

Gefrorene Pflaumen verwenden

VerwendungAuftauen?Hinweis
PflaumenkuchenneinGrieß oder Semmelbrösel auf den Boden, Backzeit +10 Minuten
Kompottneingefroren in den Topf, wenig Flüssigkeit zugeben
Pflaumenmusjaauftauen, Saft mitverwenden
Smoothieneingefroren mixen, ersetzt Eiswürfel
Crumbleneingefroren in die Form, Backzeit verlängern

Der klassische Fehler beim Pflaumenkuchen: die Früchte vorher auftauen. Dann läuft der Saft aus und weicht den Hefeteig auf. Lege sie gefroren und dicht an dicht auf den Teig und streue vorher zwei bis drei Esslöffel Grieß, Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln darunter – die nehmen die Flüssigkeit auf.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Pflaumen mit Stein einfrieren?

Möglich ist es, empfehlenswert nicht. Der Stein lässt sich später nur aus aufgetauten, weichen Früchten lösen – und die sind dann kaum noch zu verarbeiten.

Wie lange sind eingefrorene Pflaumen haltbar?

Etwa 12 Monate. Danach verlieren sie Aroma und bekommen leicht Gefrierbrand, sind aber weiterhin verwendbar.

Muss ich Pflaumen vor dem Einfrieren schälen?

Nein. Die Schale gibt Farbe und Aroma und stört auch nach dem Auftauen nicht. Nur für sehr feines Mus lohnt sich das Häuten – dafür überbrühst du die Früchte vorher kurz.

Was ist der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen beim Einfrieren?

Zwetschgen haben festeres Fruchtfleisch und lösen sich leichter vom Stein – sie behalten nach dem Auftauen mehr Form und sind für Kuchen die bessere Wahl. Runde, saftige Pflaumen eignen sich besser für Kompott und Mus.

Auch Rhabarber einfrieren funktioniert nach demselben Prinzip. Wenn beim Kuchen eine Zutat fehlt, hilft Buttermilch ersetzen.

Eine Gesamtübersicht mit allen Blanchierzeiten und Haltbarkeiten findest du unter Gemüse einfrieren und blanchieren.

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