Wissenswert

Primaten

Primaten: Affen – unsere tierischen Verwandten

Zu den Primaten zählen mehr als 200 Säugetierarten, unter ihnen sind zum Beispiel die Menschenaffen, Affen, Halbaffen und natürlich auch der heutige Mensch. Prinzipiell gesehen, bestehen hier zahlreiche Ähnlichkeiten. Da man für ein Leben im Wald nicht nur räumlich sehen können, sondern auch Entfernungen einschätzen muss, entwickelten alle Primaten nach vorn gerichtete Augen. Diese Entwicklungsphase setzte sich im Laufe der Evolution fort. Gleiches gilt auch für die Hände mit kräftigen Fingern und Daumen. Diese werden nämlich auch noch heute zum Greifen von Blättern und Früchten benötigt. Mit der zunehmenden Gehirnmasse stiegen auch ihre Fähigkeiten.

Ein Eichhörnchen ähnliches Tier stellt den Ururane aller Primaten dar. Vermutlich war das Spitzhörnchen nicht nur nachtaktiv, sondern auch ein Insektenfresser. Genauso, wie es die heutigen Halbaffen – Makis und Loris – noch sind. Dank ihrer vergleichsweise großen Augen und Ohren können sie in der Dunkelheit besonders gut jagen. Andere Affenarten sprangen lieber unter Tags durch den Wald, um Fressen zu finden. Aber auch sie hatten nahezu durchgehend Erfolg. Ebenso entwickelten die Affen ein enges und vielfältiges Gemeinschaftsleben.

Orang Utans genießen eine besonders starke Bindung, denn eine Orang Utan Mutter bleibt beispielsweise rund 8 Jahre lang eng mit dem eigenen Kind verbunden. Die Mutter übernimmt während dieser Zeit die Arbeit einer Lehrmeisterin, denn schließlich müssen die Nachkömmlinge all das lernen, was sie für das Leben im Wald benötigen. Die Schimpansen Kinder benötigen also rund 8 Jahre um bestimmte und wichtige Fähigkeiten wie den Werkzeuggebrauch zu erlernen. Auch das Einfügen in die bereits bestehende Gruppe muss frühzeitig trainiert werden.

Die Zwergschimpansen gelten unter den Menschenaffen als unsere nächsten Verwandten. Die sogenannten Bonobos leben in großen Familien mit äußerst differenzierten Beziehungen. Ihre Gesichter ähneln sehr stark denen der früheren Menschen. Die eigentliche Menschenaffenfamilie wird durch den Gorilla, den Orang Utan und den Schimpansen gebildet. Alles sind eng miteinander verwandt und verfügen über eine faszinierende Intelligenz.

Heute findet man die meisten Primanten im tropischen Asien, Mittel- und Südamerika sowie Afrika.

Wichtige Merkmale der Primaten

Neben der obenerwähnten Definition der Primaten möchten wir hier nochmal die wichtigsten Merkmale der Primaten aufzeigen. Einige davon haben wir bereits kurz erläutert aber noch nicht ausführlicher erklärt.

  • Der große opponierbare Zeh oder auch Daumen genannt. Dieser übergroße Zehn kann gegen die anderen Zehen drücken. Ähnlich wie der Daumen unserer Hände gegen die Finger drücken kann. Der einzige Primat, der über keinen opponierbaren Zeh verfügt, ist der Mensch.
  • Aufgrund des opponierbaren Daumens eignen sich die Hände der Primaten hervorragend zum Greifen. Ein Werkzeuggebrauch wäre anderenfalls nicht möglich.
  • Primaten besitzen keine Krallen, sondern extrem flache Nägel an Zehen und Fingern.
  • Primaten bewegen sich überwiegend mit den Hinterbeinen fort, auch wenn sie nahezu durchgehend auf allen vieren laufen. Diese Gangart ist für die meisten Primaten typisch. Eine Ausnahme gibt es allerdings, diese bildet der Gibbon. Er kann sich mit seinen überdurchschnittlich langen Armen bequem und zügig durch das Blätterdach des Waldes hangeln.
  • Der Geruchssinn der Primaten ist eher schwach ausgebildet, stattdessen ist der Sehsinn aber besonders hoch entwickelt. Er erlaubt sogar das stereoskopische Sehen.
  • Primaten zählen zu den sogenannten K-Strategen, denn sie bekommen nur wenige Junge. Die Schwangerschaft und das Abstillen nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch als bei anderen Säugetieren in vergleichbarer Größe.
  • Die Gehirne der Affen sind im Vergleich zu anderen Säugetieren größer.
  • Das Gebiss und die Zähne der Primaten sind nicht wirklich speziell, denn sie verfügen weder über ein typisches Fleischfresser- noch über ein Pflanzenfressergebiss.
  • Der Körper der Affen ist überwiegend mit Fell bedeckt. Lediglich die Handflächen und Fußsohlen sind unbehaart.

Ursprünge der Primaten

Wo liegen die Ursprünge der Primaten? – Plesiadapiden und Adapiden

Vor rund 65 Millionen Jahren endete das faszinierende Zeitalter der Dinosaurier. Kleine Säugetiere, die sich bisher nur im Unterholz aufgehalten haben oder in den hohen Bäumen lebten, fanden ein wahres Paradies vor. Eine neue Welt ohne große und zum Teil gefährliche Dinosaurier. Nun aber zum eigentlichen Thema – Die sogenannten Plesiadapidae bilden den Ursprung der ersten Primaten. Hierbei handelt es sich um eine Eichhörnchen ähnliche Art. Mit dieser Entstehung begann ein langer und beschwerlicher Weg, an dessen Ende die heutige Menschheit steht.

Die Primaten besitzen von den heute noch lebenden Säugetieren den ältesten Stammbaum. Vor rund 70 bis 55 Millionen Jahren begann alles mit den Plesiadapidae. Diese lebten über Jahre hinweg zufrieden und glücklich, verschwanden aber dann plötzlich von der Bildfläche. Es gilt zu wissen, dass diese Säugetiere allerdings nicht als echte „Primaten“ angesehen werden. Vor rund 55 Jahren gab es bedauerlicherweise noch ein weiteres Ereignis des Artensterbens. Verantwortlich hierfür war der dramatische Anstieg der Erdtemperatur. Mit diesem Anstieg verschwanden auch die Plesiadapidae. Allerdings überlebten die sogenannten Adapidae. Auch hier sprechen wir von einer Gruppe der Vorfahren der heutigen Primaten.

Endlich konnte man von den ersten „echten“ Primaten sprechen. Die Tiere waren katzengroß und verfügten über charakteristische anatomische Merkmale der heutigen Primaten. Statt Krallen hatten sie Fingernägel. Ebenso verfügten sie über ein besonders großes Gehirn. Charakteristisch waren auch der opponierbare Daumen und die nach vorn gerichteten Augen für das räumliche Sehvergnügen. Mit mehr als 180 Arten waren die Adapidae besonders erfolgreich. Von diesen Arten überlebten einige bis vor rund 5 Millionen Jahren. Experten sprechen hier auch von den frühen Familienmitgliedern der Halbaffen. Diese waren überwiegend auf der nördlichen Erdhälfte beheimatet.

Anthropoiden – Die Entwicklung der Affen

Vor knapp 35 Millionen Jahren tauchte eine neue Untergruppe der Primaten auf – die sogenannten Anthropoiden. Zu dieser Primaten Art zählt man auch die Affen und Menschenaffen. Die Anthropoiden unterschieden sich sehr deutlich von den Adapiden. Schließlich hatten sie weder Putzkrallen an den Hinterfüßen noch besonders große Augen. Sie verfügten über vergleichsweise kleine Augenhöhlen, ganz im Gegenteil zu den Adapiden. Erstaunlicherweise ernährten sich die Anthropoiden nun nicht mehr von Insekten, sondern von Früchten. Der Ernährungswechsel geschah zeitgleich mit dem Wechsel zur Tagaktivität.

Wie bereits kurz angedeutet, sind die frühen Anthropoiden die Vorfahren der heutigen modernen Affen der neuen Welt – Affen von Mittel- und Südamerika. Ebenso sind sie aber auch die Vorfahren der Affen der alten Welt – Menschenaffen und Affen Afrikas sowie Asiens.

Menschenaffen – Die Entwicklung

Hinsichtlich der Evolutionsgeschichte könnte man annehmen, dass die Menschenaffen deutlich jünger sind als die Affen. Doch dem ist nicht so, denn die Menschenaffen traten vor rund 5 Millionen Jahren wesentlich häufiger auf. Ebenso ist dessen Abstammungsreihe deutlich länger. Mit knapp 60 bekannten Arten besiedelten sie nicht nur ganz Afrika, sondern auch das südliche Eurasien von Spanien bis hin zu China. Allerdings vermutet man, dass keine dieser Arten ein direkter Vorfahre der heutigen Menschenaffen ist.

Vor rund 20 Millionen Jahren zählten rund 80 Prozent aller Anthropoiden zu den Menschenaffen, doch 10 Millionen Jahre später fiel dieser Anteil binnen kurzer Zeit auf nur noch 20 Prozent. Unter diesem Prozentsatz versteht man die noch heute lebenden Affen. Über die Jahre hinweg nahmen die Affen sämtliche freiwerdende Räume ein. Bedauerlicherweise überlebte nur ein kleiner Zweig der frühen Menschenaffen. An dessen Ende steht der Mensch.

Taxonomie – Die detaillierte Einteilung der Primaten

Aus zoologischer Sicht gesehen, zählen die Affen zur Primatenordnung, der auch wir Menschen angehören. Affen sind in Zoos und Tiergärten häufig die Lieblinge zahlreicher Besucher. Das liegt in erster Linie an den Verhaltensweisen der Affen, denn wir erkennen uns in diesen häufig wieder. Ebenso gleichen auch deren Ausdrucksformen unserer Art des Ausdrucks.

Trotz der weitgehenden Übereinstimmungen im eigentlichen Körperbau unterscheiden sich die Affen sehr stark voneinander. Dies betrifft nicht nur die Größe und das Aussehen, sondern auch die Verhaltensweisen sowie die Intelligenz. Eines haben sie aber alle gemeinsam – sie fühlen sich in ihren naturbelassenen Lebensräumen immer stärker durch den Menschen eingeengt. Bedauerlicherweise werden die Säugetiere auch noch heute gejagt, sodass einige Arten trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen vom Aussterben bedroht sind.

Ein Herr mit dem Namen Linné teilte die gesamte Tier- und Pflanzenwelt im Jahre 1758 in unterschiedliche Gruppen ein. Sein Prinzip führte letztendlich zur heutigen gültigen Rangordnung. Hier spricht man auch von einer Hierarchie taxonomischer Kategorien.

So sieht die heute gültige Rangordnung aus:

  1. Stamm – Chordatiere – Chordata
  2. Unterstamm – Wirbeltiere – Vertebrata
  3. Klasse – Säugetiere – Mammalia
  4. Ordnung oder Ordo – Primaten – Primates
  5. Unterordnung oder Subordo
  6. Infra- bzw. Zwischenordnung auch Infraordo genannt / -iformes
  7. Überfamilie oder Suprafamilia / -oidea
  8. Familie oder Familia / -idae
  9. Gruppe oder Tribus / -ini
  10. Untergruppe oder Subtribus
  11. Gattung oder Genus
  12. Untergattung oder Subgenus
  13. Art oder Species
  14. Unterart oder Subspecies

Die Säugetierordnung der Primaten ist sehr breit und bunt gefächert, denn schließlich umfasst sie heute mehr als 200 lebende Arten. Mit dem Aussterben der Dinosaurier begann der faszinierende Auftritt der Primaten. Hierfür wurde die Weltbühne vor rund 70 Millionen Jahren von den Affen betreten. Heute sind die Primaten auf Kontinenten wie Afrika, Südamerika und Asien beheimatet. Die nichtmenschlichen Primaten sind überwiegend in den Tropen zu finden. Vor einiger Zeit lebten sie aber auch in Europa, im mittleren Osten und im Westen der heutigen USA bis hin zur Endspitze Südamerikas. Lediglich in der Antarktis und in Australien konnte man die Primaten nicht antreffen.

Vom Primaten-Stammbaum gehen insgesamt drei einzelne Zweige ab – Die Halbaffen, die Neuweltaffen und die Altweltaffen. Die sogenannten Halbaffen stellen eine uneinheitliche Gruppe dar. Sie leben überwiegend auf den Inseln Südostasiens und Madagaskar. Die Neuweltaffen sind vorwiegend in Süd- und Lateinamerika beheimatet. Sie gelten aufgrund ihres breiten Nasenstegs als Breitnasenaffen. Zu guter Letzt kommen wir zu den Altweltaffen, diese sind auf den beiden Kontinenten Afrika und Asien zu Hause. Im Gegensatz zu den Neuweltaffen verfügen die Altweltaffen über einen recht engen Nasensteg. Diesem haben sie auch ihren Namen „Schmalnasenaffen“ zu verdanken.

Prinzipiell gilt zu wissen, dass alle Primaten lebend gebärend sind. Des Weiteren stillen die Primaten ihre Affen Jungen mit der Milch aus ihren Brustdrüsen. Aufgrund ihrer vielzähligen Spezialisierungen sind die Primaten innerhalb ihrer Gruppe nur sehr schwer als eigene Einheit einzustufen, denn die generellen Merkmale treffen nicht auf alle Arten zu.

Der sogenannte Durchschnittsprimat lässt sich nicht anhand eines einzelnen Merkmales charakterisieren, sondern es bedarf hierfür einen gesamten Katalog.

  1. Starke Greifhände und opponierbare Großzehen
  2. Flache Plattnägel
  3. Räumliches Sehen aufgrund der speziellen Augenstellung
  4. Farbiges Sehen
  5. Reduzierter Geruchssinn
  6. Großes Gehirn
  7. Das Gebiss verfügt über unterschiedliche Zahntypen und wird einmal im Leben gewechselt
  8. Fortpflanzung
  9. Keine genaue Spezialisierung

Die Taxonomie der Primaten ist in wesentlichen Punkten sehr umstritten. Dies betrifft in erster Linie die Menschenaffen.

Primatenordnung und Fakten

Zur Primatenordnung zählen mehr als 200 Unterarten. In der nachfolgenden Auflistung finden Sie alle noch lebenden Primatenarten. Diese werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Hierzu zählen folgende Unterkategorien:

  • Unterordnung
  • Zwischenordnung
  • Überfamilie
  • Familie
  • Unterfamilie

Hinter den einzelnen Artennamen finden Sie ausführliche Informationen zu der jeweiligen Primatenart. Hierzu zählen folgenden:

  • Namensgebung
  • Häufigkeitsstatus
  • Systematische Einteilung
  • Verbreitung
  • Körpermaße
  • Auffällige Merkmale und Aussehen
  • Fortpflanzung
  • Lebenslauf
  • Nahrung
  • Eventuelle Feinde
  • Lebensweise und Lebensraum
  • Soziales Leben
  • Freiland Langzeitstudien
  • Wichtige Quellenangaben

Ordnung der Primaten:
Unterordnung: Prosimiae – Halbaffen

Zwischenordnung: Lemuriformes – Lemuren

Überfamilie: Daubentonioidea

Familie: Daubentoniidae – Fingertier
Art: Daubentonia madagascariensis – Fingertier, Aye-Aye

Überfamilie: Lemuroidea

Familie: Indriidae – Indriartige
Art: Avahi laniger – Wollmaki, Vliesmaki, Avahi
Art: Indri indri – Indri
Art: Propithecus diadema – Diademsifaka
Art: Propithecus tattersalli – Tattersalls Sifaka
Art: Propithecus verreauxi – Larvensifaka

Familie: Lemuridae – Lemurenartige

Unterfamilie: Cheirogaleinae – Katzenmakis
Art: Allocebus trichotis – Büschelohriger oder Kleiner Katzenmaki
Art: Cheirogaleus major – Großer Katzenmaki
Art: Cheirogaleus medius – Mittlerer Katzenmaki, Fettschwanzmaki
Art: Microcebus coquereii – Rattenmaki, Coquerels, Zwergmaki
Art: Microcebus miirinus – Mausmaki
Art: Microcebus rufus – Roter Mausmaki
Art: Phaner furcifer – Gabelstreifiger Katzenmaki

Unterfamilie: Lemurinae – Mittelgroße Lemuren
Art: Lemur catta – Katta
Art: Lemur coronatus – Kronenmaki
Art: Lemur fulvus – Brauner Maki
Art: Lemur macaco – Mohrenmaki
Art: Lemur mongoz – Mongozmaki
Art: Lemur rubriventer – Rotbauchmaki
Art: Varecia variegata – Vari

Unterfamilie: Lepilemurinae – Wieselmaki
Art: Hapalemur aureus – Goldener Bambuslemur
Art: Hapalemur griseus – Grauer Halbmaki, Kleiner Halbmaki
Art: Hapalemur simus – Breitschnauzen-Halbmaki, Großer Halbmaki
Art: Lepilemur mustelinus – Großer Wieselmaki
Art: Lepilemur ruficaudatus – Kleiner Wieselmaki

Zwischenordnung: Lorisiformes – Loriverwandte

Überfamilie: Lorisoidea

Familie: Lorisidae – Loris und Galagos

Unterfamilie: Galaginae – Galagos oder Buschbabies
Art: Galago alleni – Buschwaldgalago
Art: Otolemur (Galago) crassicaudatus – Riesengalago
Art: Galagoides demidoff – Zwerggalago, Urwaldgalago
Art: Euroticus (Galago) elegantulus – Westlicher/Südlicher Kielnagelgalago
Art: Otolemur (Galago) garnetii – Großer Galago
Art: Galago matschiei (inustus) – Östlicher Kielnagelgalago
Art: Galago senegalensis – Senegalgalago, Steppengalago
Art: Galago zanzibaricus – Sansibar-Galago
Art: Euoticus pallidus – Nördlicher Kielnagelgalago
Art: Galago gallarum – Somalia-Galago
Art: Galago moholi
Art: Galagoides thomasi

Unterfamilie: Lorisinae – Loris
Art: Arctocebus calabarensis – Angwantibo, Bärenmaki
Art: Loris tardigradus – Schlanklori
Art: Nycticebus coucang – Plumplori
Art: Nycticebus pygmaeus – Zwergplumplori
Art: Perodicticus potto – Potto
Art: Arctocebus aureus

Zwischenordnung: Tarsiiformes – Koboldmakis

Überfamilie: Tarsiodea

Familie: Tarsiidae – Koboldmakis
Art: Tarsius bancanus – Sundakoboldmaki
Art: Tarsius diana – Dianakoboldmaki
Art: Tarsius pumilus – Zwergkoboldmaki
Art: Tarsius spectrum – Celebeskoboldmaki
Art: Tarsius syrichta – Philippinenkoboldmaki

Unterordnung: Simiae – Affen

Zwischenordnung: Platyrrhini – Neuwelt- oder Breitnasenaffen

Überfamilie: Ceboidae

Familie: Callimiconidae – Springtamarine
Art: Callimico goeldii – Springtamarin, Callimico

Familie: Callitrichidae – Krallenaffen
Art: Callithrix argentata – Silberaffe
Art: Callithrix aurita – Weißohrseidenaffe
Art: Callithrix flaviceps – Gelbkopfbüschelaffe
Art: Callithrix geoffroyi – Weißgesichtseidenaffe, Geoffroy-Pinselaffe
Art: Callithrix humeralifer – Weißschulterseidenaffe
Art: Callithrix jacchus – Weißbüschelaffe
Art: Callithrix penicillata – Schwarzpinselaffe
Art: Cebuella pygmaea – Zwergseidenaffe
Art: Leontopithecus rosalia – Löwenaffe
Art: Saguinus bicolor – Mantelaffe
Art: Saguinus fuscicollis – Braunrückentamarin
Art: Saguinus geoffroyi – Geoffroy- oder Panamaperückenaffe
Art: Saguinus imperator – Kaiserschnurrbarttamarin
Art: Saguinus inustus – Marmorgesichttamarin
Art: Saguinus labiatus – Rotbauchtamarin
Art: Saguinus leucopus – Weißfußaffe
Art: Saguinus midas – Rothandtamarin
Art: Saguinus mystax – Schnurrbarttamarin
Art: Saguinus nigricollis – Schwarzrückentamarin
Art: Saguinus oedipus – Lisztaffe

Familie: Cebidae – Kapuzinerartige

Unterfamilie: Alouattinae – Brüllaffen
Art: Alouatta belzebul – Rothandbrüllaffe
Art: Alouatta caraya – Schwarzer Brüllaffe
Art: Alouatta fusca – Brauner Brüllaffe
Art: Alouatta palliata – Mantelbrüllaffe
Art: Alouatta villosa – Guatemala-Brüllaffe
Art: Alouatta seniculus – Roter Brüllaffe

Unterfamilie: Atelinae – Klammerschwanzaffen
Art: Ateles belzebuhl – Goldstirnklammeraffe
Art: Ateles fusciceps – Braunkopfklammeraffe
Art: Ateles geoffroyi – Geoffroy-Klammeraffe
Art: Ateles paniscus – Schwarzer Klammeraffe
Art: Brachyteles arachnoides – Muriki, Spinnenaffe
Art: Lagothrix flavicauda – Gelbschwanzwollaffe
Art: Lagothrix lagotricha – Wollaffe

Unterfamilie: Cebinae – Kapuzineraffen
Art: Cebus albifrons – Weißstirnkapuziner
Art: Cebus apella – Gehaupter Kapuziner, Apella
Art: Cebus capucinus – Weißschulterkapuziner, Kapuziner
Art: Cebus nigrivittatus – Brauner Kapuziner
Art: Saimiri oerstedii – Rotrücken-Totenkopfaffe
Art: Saimiri sciureus – Totenkopfaffe

Unterfamilie: Pithecinae – Schweif- und Kurzschwanzaffen
Art: Aotus trivirgatus – Nachtaffe
Art: Cacajao calvus – Uakari, Scharlachgesicht
Art: Cacajao melanocephalus – Schwarzkopfuakari
Art: Callicebus moloch – Roter, Grauer oder Sumpf-Springaffe
Art: Callicebus personatus – Masken- oder Schwarzköpfiger Springaffe
Art: Callicebus torquatus – Witwenaffe
Art: Chiropotes albinasus – Weißnasensaki
Art: Chiropotes satanas – Satanaffe
Art: Pithecia albicans – Schwarzrücken-Mönchsaffe
Art: Pithecia hirsuta – Schwarzbärtiger Mönchsaffe
Art: Pithecia monachus – Rotbärtiger Mönchsaffe, Zottelschweifaffe
Art: Pithecia pithecia – Weiß- oder Blaßkopfsaki

Zwischenordnung: Catarrhini – Altwelt- oder Schmalnasenaffen

Überfamilie: Cercopithecoidea – Geschwänzte Altweltaffen

Familie: Cercopithecidae – Meerkatzenverwandte

Unterfamilie: Cercopithecinae – Meerkatzenartige
Art: Allenopithecus nigroviridis – Sumpfmeerkatzen, Schwarzegrüne Meerkatze
Art: Cercocebus albigena – Mantelmangabe
Art: Cercocebus aterrimus – Schopfmangabe
Art: Cercocebus galeritus – Haubenmangabe
Art: Cercocebus torquatus – Halsbandmangabe
Art: Cercopithecus aethiops – Grüne Meerkatze
Art: Cercopithecus ascanius – Rotschwanzmeerkatze, Kongoweißnase
Art: Cercopithecus campbelli – Campbells Meerkatze
Art: Cercopithecus cephus – Blaumaulmeerkatze
Art: Cercopithecus denti – Dents Meerkatze
Art: Cercopithecus diana – Dianameerkatze
Art: Cercopithecus dryas – Dryasmeerkatze
Art: Cercopithecus erythrogaster – Rotbauchmeerkatze
Art: Cercopithecus erythrotis – Rotohr- oder Rotnasenmeerkatze
Art: Cercopithecus hamlyni – Eulenkopf- oder Hamlynmeerkatze
Art: Cercopithecus l’hoesti – Vollbartmeerkatze
Art: Cercopithecus mitis – Diademmeerkatze
Art: Cercopithecus mona – Monameerkatze
Art: Cercopithecus neglectus – Brazzameerkatze
Art: Cercopithecus nictitans – Große Weißnasenmeerkatze
Art: Cercopithecus petaurista – Kleine Weißnasenmeerkatze
Art: Cercopithecus pogonias – Kronenmeerkatze
Art: Cercopithecus salongo – Zaire-Diademmeerkatze
Art: Cercopithecus wolfi – Wolfs Meerkatze
Art: Miopithecus talapoin – Zwergmeerkatze
Art: Erythrocebus patas – Husarenaffe
Art: Macaca arctoides – Bären- oder Stumpfschwanzmakak
Art: Macaca assamensis – Assammakak, Assamrhesus, Bergrhesus
Art: Macaca cyclopis – Formosa- oder Rundgesichtsmakak
Art: Macaca fascicularis – Javaneraffe, Langschwanzmakak
Art: Macaca fuscata – Rotgesichts- oder Japanmakak
Art: Macaca maura – Mohrenmakak
Art: Macaca mulatta – Rhesusaffe, Rhesusmakak
Art: Macaca nemestrina – Schweinsaffe
Art: Macaca nigra – Schopfaffe, Schopfmakak
Art: Macaca radiata – Indischer Hutaffe
Art: Macaca silenus – Bartaffe, Wanderu
Art: Macaca sinica – Ceylon-Hutaffe
Art: Macaca sylvanus – Berberaffe, Magot
Art: Macaca thibetana – Tibetmakak, Tibetanischer Bärenmakak
Art: Macaca tonkeana – Tonkeamakak, Tonkinmakak
Art: Mandrillus leucophaeus – Drill
Art: Mandrillus sphinx – Mandrill
Art: Papio anubis – Anubis- oder Grüner Pavian
Art: Papio cynocephalus – Gelber Pavian oder Babuin, Steppenpavian
Art: Papio ursinus – Bärenpavian, Tschakma
Art: Papio papio – Guinea-, Sphinx- oder Roter Pavian
Art: Papio hamadryas – Mantelpavian
Art: Theropithecus gelada – Dschelada, Blutbrustpavian
Art: Macaca ochreata – Grauarmmakak
Art: Cercopithecus preussi – Preuß-Bartmeerkatze
Art: Cercopithecus sabaeus – Gelbgrüne Meerkatze
Art: Cercopithecus pygerythrus – Vervetmeerkatze
Art: Cercopithecus albogularis – Weißkehlmeerkatze

Unterfamilie: Colobinae – Schlank- und Stummelaffen
Art: Colobus angolensis – Angola-Stummelaffe, Angola-Guereza
Art: (Pro)Colobus badius – Roter Stummelaffe
Art: Colobus guereza – Mantelaffe, Ostafrikanischer Guereza
Art: Colobus kirkii – Sansibar-Stummelaffe
Art: Colobus polykomos – Bärenstummelaffe, Südlicher Guereza
Art: Colobus satanas – Schwarzer Stummelaffe, Schwarzer Guereza
Art: (Pro)Colobus verus – Schopf- oder Grüner Stummelaffe
Art: Nasalis concolor – Pageh-Stumpfnasenaffe
Art: Nasalis larvatus – Nasenaffe
Art: Presbytis aygula – Mützenlangur
Art: Presbytis cristata – Haubenlangur
Art: Presbytis entellus – Hanuman- oder Grauer Langur, Hulman
Art: Presbytis francoisi – Tonkinlangur
Art: Presbytis frontata – Weißstirnlangur
Art: Presbytis geei – Goldlangur
Art: Presbytis johnii – Nilgirilangur
Art: Presbytis melalophos – Roter Langur
Art: Presbytis obscura – Brillenlangur
Art: Presbytis phayrei – Phayres Langur
Art: Presbytis pileata – Schopflangur
Art: Presbytis potenziani – Mentawailangur
Art: Presbytis rubicunda – Maronenlangur
Art: Presbytis senex – Weißbartlangur
Art: Pygathrix (Pygathrix) nemaeus – Kleideraffe
Art: Pygathrix (Rhinopithecus) avunculus – Tonkinstumpfnase
Art: Pygathrix (Rhinopithecus) brelichi – Weißmantelstumpfnase
Art: Pygathrix (Rhinopithecus) roxellanae – Goldstumpfnase

Überfamilie: Hominoidae – Menschenartige

Familie: Hylobatidae – Kleine Menschenaffen oder Gibbons
Art: Hylobates lar agilis – Ungka, Schlankgibbon
Art: Hylobates concolor – Schopfgibbon, Weißwangengibbon
Art: Hylobates hoolock – Hulock, Weißbrauengibbon
Art: Hylobates klossi – Biloh, Mentawai-Gibbon, Zwergsiamang
Art: Hylobates lar carpenteri u. H. l. entelloides – Lar, Weißhandgibbon
Art: Hylobates lar moloch – Silbergibbon
Art: Hylobates lar muelleri – Grauer Gibbon, Borneo-Gibbon
Art: Hylobates lar pileatus – Kappengibbon
Art: Hylobates syndactylus – Siamang

Familie: Hominidae – Große Menschenaffen und Menschen

Unterfamilie: Ponginae – Große asiatische Menschenaffen
Art: Pongo pygmaeus – Orang-Utan

Unterfamilie: Homininae – Große afrikanische Menschenaffen und Menschen
Art: Gorilla gorilla – Gorilla
Art: Pan paniscus – Bonobo, Zwergschimpanse
Art: Pan troglodytes – Schimpanse
Art: Homo sapiens – Mensch

Microcebus coquereii – Rattenmaki, Coquerels, Zwergmaki

WISSENSCHAFTLICHMicrocebus coquereii
DEUTSCHRattenmaki, Coquerels, Zwergmaki
ENGLISCHCoquerel’s mouse lemur
FRANZÖSISCHMicrocèbe de Coquerel
SYSTEMATISCHE EINTEILUNG:Ordnung der Herrentiere oder Primaten, Unterordnung der Halbaffen (Prosimiae), Teilordnung Lemuren (Lemuriformes), Überfamilie (Lemuroidae), Familie Lemurenartige (Lemuridae), Unterfamilie Katzenmakis (Cheirogaleinae)
STATUS
HÄUFIGKEIT:
Gefährdet durch fortschreitende Zerstörung der Lebensräume
KÖRPERMAßE:Kopfrumpflänge: 24 cmSchwanzlänge: 30 cmGewicht: 390 g
AUSSEHEN, AUFFÄLLIGE MERKMALE:Ähnlich wie Mausmaki, doch doppelt so groß; Grundfarbe olivbräunlich; Fettspeicherung; unvollkommene Temperaturregelung
FORTPFLANZUNG
und
LEBENSLAUF:
F=Freiland
G=Gefangenschaft
Schwangerschaftsdauer: 84-89 TageZahl der Jungen je Geburt: 1-4; Geburten in 2. NovemberhälfteLebensdauer: in Menschenobhut 15 Jahre
NAHRUNG:Früchte, Blätter, Baumsäfte, Insekten
FEINDE:Eulen, wahrscheinlich auch Mungos
LEBENSWEISE
und
LEBENSRAUM:
Nachtaktiver Bewohner des Trockenwaldes; baut Nester (Durchmesser 25-30 cm)
QUELLE:Bernhard Grzimek (1988)

Saguinus labiatus – Rotbauchtamarin

WISSENSCHAFTLICHSaguinus labiatus
DEUTSCHRotbauchtamarin
ENGLISCHRed-bellied tamarin
FRANZÖSISCHTamarin labié
SYSTEMATISCHE EINTEILUNG:Ordnung der Herrentiere oder Primaten, Unterordnung der Affen (Simiae), Teilordnung Neuwelt- oder Breitnasenaffen (Platyrrhini), Überfamilie (Ceboidae), Familie Krallenaffe (Callitrichidae) mit 2 Unterarten
STATUS
HÄUFIGKEIT:
Bestand noch nicht bedroht; häufig. Beide Unterarten noch ziemlich häufig.
KÖRPERMAßE:Kopfrumpflänge: 23,4-30 cmSchwanzlänge: 34,5-41 cmGewicht: 350-450 g
AUSSEHEN, AUFFÄLLIGE MERKMALE:Nur kleiner, streifenförmiger weißer Schnurrbart; schwärzliches Kopfhaar; braunschwarzer Rücken; Körper unterseits rötlichorange (S. l. labiatus); S. l. thomasi: oberer Teil der Brust schwarz
FORTPFLANZUNG
und
LEBENSLAUF:
F=Freiland
G=Gefangenschaft
Schwangerschaftsdauer: 140-145 TageZahl der Jungen je Geburt: 1-2, selten 3Geburtsgewicht: etwa 45 gGeschlechtsreife: mit 16-20 MonatenEntwöhnung: mit 2-3 MonatenLebensdauer: über 10 Jahre
NAHRUNG:Insekten, Spinnen, Früchte, Baumsäfte; auch Blüten, Blätter, Nektar, Eidechsen, Eier, Nestlinge, Baumfrösche
FEINDE:Kleine Raubkatzen, Greifvögel, Schlangen
LEBENSWEISE
und
LEBENSRAUM:
Tagaktiv; Lebensraumansprüche ähnlich wie beim Schnurrbarttamarin; streifenförmiges Verbreitungsgebiet vom mittleren Westen Brasiliens bis zum Vorland der Kordilleren im Grenzgebiet Perus und Boliviens; Reviergröße bis 35 ha
SOZIALES LEBEN
(Kultur):
Gruppen von 2-13 Tieren
QUELLE:Bernhard Grzimek (1988)

Saguinus mystax – Schnurrbarttamarin

WISSENSCHAFTLICHSaguinus mystax
DEUTSCHSchnurrbarttamarin
ENGLISCHMoustached tamarin
FRANZÖSISCHTamarin à moustaches
SYSTEMATISCHE EINTEILUNG:Ordnung der Herrentiere oder Primaten, Unterordnung der Affen (Simiae), Teilordnung Neuwelt- oder Breitnasenaffen (Platyrrhini), Überfamilie (Ceboidae), Familie Krallenaffe (Callitrichidae) mit 3 Unterarten
STATUS
HÄUFIGKEIT:
Bestand noch nicht bedroht; häufig. Soweit bekannt, bislang keine der drei Unterarten im Bestand gefährdet.
KÖRPERMAßE:Kopfrumpflänge: 23,5-28 cmSchwanzlänge: 36,5-43,5 cmGewicht: 350-450 g
AUSSEHEN, AUFFÄLLIGE MERKMALE:Breite, weiße Fellpartie um Nase und Mund, die seitlich bis weit auf die Backen reicht; sonst schwarz-dunkelbraun (S. m. mystax); S. m. pileatus: Stirn und Krone rostrot; S. m. pluto: Rückenhaare mehr wellig
FORTPFLANZUNG
und
LEBENSLAUF:
F=Freiland
G=Gefangenschaft
Schwangerschaftsdauer: 140-145 TageZahl der Jungen je Geburt: 1-2, selten 3Geburtsgewicht: etwa 45 gGeschlechtsreife: mit 16-20 MonatenEntwöhnung: mit 2-3 MonatenLebensdauer: über 10 Jahre
NAHRUNG:Insekten, Spinnen, Früchte, Baumsäfte; auch Blüten, Blätter, Nektar, Eidechsen, Eier, Nestlinge, Baumfrösche
FEINDE:Kleine Raubkatzen, Greifvögel, Schlangen
LEBENSWEISE
und
LEBENSRAUM:
Tagaktiv; scheint Primärwälder oder ungestörte, alte Sekundärwälder zu bevorzugen; im Nordosten Perus und in einem anschließenden großen Gebiet im Nordwesten Brasiliens; Reviergröße bis 35 ha
SOZIALES LEBEN
(Kultur):
Gruppen von 2-16 Tieren
QUELLE:Bernhard Grzimek (1988)

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