Wem gehört das teuerste Auto der Welt?

Wem gehört das teuerste Auto der Welt? 1

Das offiziell teuerste je verkaufte Auto der Welt ist ein Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé aus dem Jahr 1955. Wem es gehört, lässt sich nur teilweise beantworten: Der Käufer bei der Auktion 2022 blieb bewusst anonym.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Käufer ist bis heute nicht öffentlich bekannt – er handelte über den britischen Autohändler Simon Kidston, ausdrücklich im Auftrag eines nicht genannten Kunden.
  • Verkäuferin war Mercedes-Benz selbst, die eines von zwei erhaltenen Uhlenhaut Coupés aus dem eigenen Museumsbestand versteigerte.
  • Der Preis lag bei 135 Millionen Euro, umgerechnet rund 143 Millionen US-Dollar, erzielt am 5. Mai 2022.
  • Die Auktion war nicht öffentlich – RM Sotheby’s lud im Auftrag von Mercedes-Benz nur ausgewählte Sammlerinnen und Sammler nach Stuttgart ein.
  • Das zweite erhaltene Exemplar bleibt im Besitz der Mercedes-Benz Group und ist weiterhin im Museum ausgestellt.

Ein Rennwagen, der nie im Rennen fuhr

Der 300 SLR Uhlenhaut Coupé wurde 1955 als geschlossene Version des Rennsportwagens 300 SLR entwickelt, benannt nach dem damaligen Technikchef Rudolf Uhlenhaut. Nach dem tödlichen Unfall beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955 zog sich Mercedes-Benz aus dem Motorsport zurück; die beiden gebauten Coupés kamen nie im Rennsport zum Einsatz und blieben im Werksbesitz.

Die Auktion 2022

Um einen unternehmenseigenen Fahrzeugfonds zur Förderung von Umwelt- und Sozialprojekten sowie Stipendien zu stärken, entschied sich Mercedes-Benz 2022, eines der beiden Exemplare zu verkaufen. RM Sotheby’s organisierte am 5. Mai 2022 eine diskrete Versteigerung nur für geladene Gäste am Firmensitz in Stuttgart. Den Zuschlag erhielt der britische Autohändler und Sammler Simon Kidston – ausdrücklich im Auftrag eines nicht genannten Kunden. Der erzielte Preis von 135 Millionen Euro machte das Fahrzeug zum bis heute teuersten je öffentlich verkauften Auto.

Der Rekordverkauf im Überblick

MerkmalAngabe
FahrzeugMercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé, Baujahr 1955
VerkäuferMercedes-Benz Group AG
AuktionshausRM Sotheby’s
Datum5. Mai 2022
Preis135 Mio. Euro (ca. 143 Mio. US-Dollar)
Käufernicht öffentlich bekannt, vertreten durch Simon Kidston

Wem gehören ähnlich wertvolle Fahrzeuge?

Das zweite gebaute Uhlenhaut Coupé verblieb im Eigentum der Mercedes-Benz Group und wird museal gezeigt, ist also nicht im privaten Handel. Weitere besonders wertvolle historische Rennwagen befinden sich überwiegend in Privatsammlungen oder Markenmuseen; öffentlich dokumentierte Eigentümernachweise sind in diesem Sammlermarkt jedoch die Ausnahme, da Käufer aus Diskretionsgründen meist anonym bleiben.

Auch bei anderen Rekordverkäufen historischer Fahrzeuge ist es üblich, dass Auktionshäuser oder Zwischenhändler wie im Fall Kidston als Vertreter auftreten, ohne den eigentlichen Endkäufer zu nennen.

Häufig gestellte Fragen

Warum wurde der Käufer nicht genannt?

Bei hochpreisigen Sammlerfahrzeugen ist Anonymität am Markt üblich; Käufer treten häufig über Vermittler auf, um ihre Identität zu schützen. Weder Mercedes-Benz noch RM Sotheby’s haben den Käufer öffentlich benannt.

Wie viele Uhlenhaut Coupés gibt es überhaupt?

Es wurden zwei Exemplare gebaut. Eines wurde 2022 verkauft, das andere gehört weiterhin der Mercedes-Benz Group und wird im Museum gezeigt.

War der Wagen jemals im Rennen im Einsatz?

Nein, wegen des Rückzugs von Mercedes-Benz aus dem Motorsport nach dem Unglück von Le Mans 1955 kamen die beiden Coupés nie in einem offiziellen Rennen zum Einsatz.

Wofür wurde der Verkaufserlös verwendet?

Mercedes-Benz kündigte an, den Erlös in einen weltweiten Fahrzeugfonds fließen zu lassen, der unter anderem Umwelt- und Sozialprojekte sowie Stipendien für junge Menschen fördert.

Ist dieser Preis bis heute der Rekord unter Auktionsautos?

Zum Stand August 2026 ist kein öffentlich bekannter Verkauf eines Automobils dokumentiert, der diesen Preis übertroffen hätte.

Wie bei vielen Rekordverkäufen bleibt die Frage nach dem konkreten Eigentümer hier bewusst offen. Ähnlich diskret gehandhabt werden Eigentumsverhältnisse bei manch anderem Luxusgut – etwa beim New Yorker Plaza Hotel. Wer sich stattdessen für die Eigentumslage bei internationalen Verkehrswegen interessiert, findet Antworten im Beitrag zum Suezkanal.

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