Ein Handwerker-Termin muss her. Aber in Corona-Zeiten fragen sich viele, ob die Handwerksbetriebe ĂŒberhaupt nach Hause kommen dĂŒrfen. Sie dĂŒrfen! Solange auf beiden Seiten verantwortungsbewusst gehandelt wird.
Zusammenfassung
- đ§ Handwerker dĂŒrfen auch in Corona-Zeiten nach Hause kommen.
- đ· Voraussetzung ist verantwortungsbewusstes Handeln beider Seiten.
- đŠ Omikron gilt als weniger gefĂ€hrlich, aber hochansteckend.
- đ„ MaĂnahmen sollen Kliniken und GesundheitsĂ€mter entlasten.
- đ ïž Alle Handwerker können regulĂ€r gebucht werden.
Die aktuelle Lage
Mit der aufkommenden Omikron-Variante wurden im Januar erneut MaĂnahmen zur BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie angeordnet. Die Bundesregierung setzt auf 2G-Plus in der Gastronomie, Maskenpflicht in RĂ€umen, Kontaktreduzierung sowie eine Impflicht fĂŒr Mitarbeitende aus Kliniken, Pflegeheimen und Ă€hnlichen Einrichtungen. Omikron gilt nach derzeitigen Kenntnissen als weniger gefĂ€hrlich wenn es um den Krankheitsverlauf geht, dafĂŒr ist die Variante aber rasend schnell beim Anstecken. Viele Infizierte haben lediglich ErkĂ€ltungssymptome, aber die Ansteckungsgeschwindigkeit mĂŒsse trotzdem möglichst gering gehalten werden, sagen Bundesregierung und Experten, damit Kliniken und GesundheitsĂ€mter nicht zunehmend ĂŒberlastet werden. Dienstleistungen wie Handwerker-Besuche sind erlaubt, sofern ein paar Dinge beachtet werden.
Handwerker-Termine finden
Ob verstopftes Rohr, der Riss im Fenster oder die kaputte Steckdose: Alle Handwerker können regulÀr gebucht werden. Hier setzen einige Betriebe vorrangig auf Terminvereinbarungen am Telefon, inzwischen bieten aber einige Elektriker und andere Handwerker auch den Kontakt per Mail oder die direkte Online-Terminvergabe an.
Zu beachten gilt, dass Handwerker zwar generell arbeiten dĂŒrfen, jedoch jeder Betrieb auch eigene Regeln (im vorgegebenen Rahmen der BeschlĂŒsse) beschlieĂen darf. Dazu gehört z.B. das Runterfahren von nicht dringenden Arbeiten. Vor allem kleine Betriebe beschrĂ€nken sich zwischenzeitlich auf NotfĂ€lle. Momentan dĂŒrfe die Isolation wohl einer der hĂ€ufigsten GrĂŒnde fĂŒr das Ausbleiben von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sein. Erkrankte Personen sowie nicht Genesene, bzw. nicht oder unvollstĂ€ndig Geimpfte, mĂŒssen mindestens sieben Tage lang in Isolation bzw. QuarantĂ€ne bleiben. Durch die Ansteckungsgeschwindigkeit betrifft das in der Masse weitaus mehr Personen als im Vergleich zur Delta-Variante.
Steht der Handwerker des Vertrauens gerade nicht parat, ist es ratsam, bei der Terminsuche Geduld und VerstĂ€ndnis mitzubringen. AuĂerdem dauert es gegebenenfalls gar nicht lang mit der Reparatur, da auch viele Privatpersonen ihre Handwerker-Termine stornieren mĂŒssen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass vor Corona-Zeiten wesentlich lĂ€nger gewartet werden musste, da viele Firmen monatelang im Voraus ausgebucht waren.
Hygieneregeln einhalten, Ansteckung vermeiden
Der Klempner wurde online gebucht und steht vor der TĂŒr. Ab hier raten Experten zum Einhalten der Hygieneregeln. Dazu gehört das regelmĂ€Ăige HĂ€ndewaschen – mindestens 20 Sekunden lang. Trotz Impfung, Booster und groĂer Wohnung gilt es, den Mindestabstand von anderthalb Metern zu wahren. AuĂerdem bitte auf den HĂ€ndedruck verzichten und im geschlossenen Raum die Maske aufsetzen. Niesen und Husten gehören in die Armbeuge.
Das Tragen einer Maske – wenn möglich eine FFP2-Maske – wird im eigenen Zuhause lediglich empfohlen, jedoch handelt es sich um eine durchaus effektive VorsichtsmaĂnahme. Das gilt insbesondere fĂŒr kleine Wohnungen: Kann der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden, ist das Risiko einer gegenseitigen Ansteckung ohne Maske hoch. Die Erreger gelangen via Tröpfcheninfektion an die Luft und das schon beim Sprechen.
Daher sollten beide Parteien eine Maske tragen.
Last but not least
Simpel und hilfreich: HĂ€nde aus dem Gesicht, geschlossene RĂ€ume regelmĂ€Ăig lĂŒften, genutzte FlĂ€chen desinfizieren und Keimschleudern wie PapiertaschentĂŒcher in geschlossenen AbfallbehĂ€ltern entsorgen. Hinzu kommen noch ein paar Hinweise, an die womöglich – im Gegensatz zu den AHA-Regeln – nicht gleich gedacht wird. Bieten Sie den Handwerkern an, sich sowohl zu Beginn als auch beim Verlassen der Wohnung, die HĂ€nde waschen zu können. Zum Abtrocknen sollten PapierhandtĂŒcher oder Ăhnliches angeboten werden. Am besten öffnen Sie der Fachkraft sĂ€mtliche TĂŒren bis zur bereits freigerĂ€umten Baustelle. So lassen sich Kontakte mit dem TĂŒrgriff vermeiden. Vom Anbieten eigener Speisen wie GetrĂ€nke, ist besser abzusehen. Besonders Selbstzubereitetes birgt aufgrund der Tröpfcheninfektion ein erhöhtes Risiko fĂŒr die Ansteckungsgefahr.
Rechte und Zahlung
Hinsichtlich der Bezahlung von Handwerker-EinsĂ€tzen bleibt es bis auf eine Ausnahme beim Alten: Auch kleinere AuftrĂ€ge oder NotfalleinsĂ€tze können inzwischen nur per Rechnung oder elektronisch bezahlt werden, frĂŒher ging das oft mit Bargeld. Einige Firmen bringen die kleinen Kartenleser direkt mit zum Termin.
Zum Schluss bleiben noch die rechtlichen Aspekte. Mieter und EigentĂŒmer dĂŒrfen Wartungsarbeiten und InstallationsauftrĂ€ge, die der Sicherheit dienen, nicht verweigern, sofern die Möglichkeit der AHA-Regeln besteht. Dazu zĂ€hlt z. B. der Besuch des Schornsteinfegers. Die Verantwortung, die Regeln einzuhalten, liegen beim Mieter bzw. EigentĂŒmer selbst. Handwerksbetriebe dĂŒrfen AuftrĂ€ge stornieren, z. B. wenn der Gesundheitsschutz der eigenen Mitarbeiter gefĂ€hrdet ist. Bei Krankheit, Isolation oder QuarantĂ€ne sollte der Termin unbedingt storniert werden. NatĂŒrlich kann es nur ein Schnupfen sein, aber die Inkubationszeit kann – so das Robert-Koch-Institut – bis zu sechs Tagen dauern. In dieser Zeit treten die Symptome hĂ€ufig gar nicht zum Vorschein. Eine Ausnahme gibt es fĂŒr den Notdienst: Sollte ein handwerklicher Notfall wĂ€hrend der hĂ€uslichen QuarantĂ€ne bzw. Isolation passieren, darf der Handwerker keinen Zuschlag fĂŒr Corona berechnen. Aber ist z. B. spezielle Schutzkleidung nötig, darf der Betrieb diese in Rechnung stellen.
HĂ€ufig gestellte Fragen
Duerfen Handwerker in Corona-Zeiten nach Hause kommen?
Ja, laut Text duerfen Handwerksbetriebe nach Hause kommen, solange auf beiden Seiten verantwortungsbewusst gehandelt wird. Dienstleistungen wie Handwerker-Besuche sind erlaubt, sofern ein paar Dinge beachtet werden.
Wie wird die Omikron-Variante im Text beschrieben?
Omikron gilt laut Text nach damaligen Kenntnissen als weniger gefaehrlich beim Krankheitsverlauf, dafuer steckt die Variante aber rasend schnell an. Viele Infizierte haetten lediglich Erkaeltungssymptome.
Wie lassen sich Handwerker-Termine vereinbaren?
Laut Text koennen alle Handwerker regulaer gebucht werden. Einige Betriebe setzen vorrangig auf telefonische Terminvereinbarung, andere bieten inzwischen auch Kontakt per Mail oder die direkte Online-Terminvergabe an.

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