
Douglas ist die größte Parfümerie-Kette in Europa und nach einem 2024 vollzogenen Börsengang wieder öffentlich handelbar. Die Eigentumsfrage bleibt trotzdem klar: Die Mehrheit hält weiterhin der Finanzinvestor CVC Capital Partners, die Gründerfamilie Kreke ist zweitgrößter Aktionär.
Das Wichtigste in Kürze
- Mehrheitseigner ist der Finanzinvestor CVC Capital Partners mit rund 57,7 Prozent über die Gesellschaft CVC Advisers Ltd.
- Die Gründerfamilie Kreke ist zweitgrößter Aktionär mit rund 11,9 Prozent der Anteile.
- Seit dem Börsengang im März 2024 ist Douglas wieder an der Frankfurter Börse notiert, nachdem CVC das Unternehmen 2015 mehrheitlich übernommen hatte.
- Weitere nennenswerte Aktionäre sind unter anderem Cobas Asset Management und Lind Invest, ein dänisches Familien-Investmentbüro.
- Vor dem CVC-Einstieg 2015 hatte die Familie Kreke gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent International Douglas 2013 von der Börse genommen.
Vom Familienunternehmen über Private Equity zurück an die Börse
Douglas war ursprünglich ein Familienunternehmen der Familie Kreke und ging 2013 gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent International von der Börse. 2015 übernahm CVC Capital Partners die Mehrheit an dem Unternehmen, die Familie Kreke blieb mit einer Minderheitsbeteiligung engagiert.
Im März 2024 kehrte Douglas mit einem Börsengang an die Frankfurter Wertpapierbörse zurück. CVC Capital Partners und die Familie Kreke behielten dabei ihre indirekten Mehrheitsbeteiligungen, während neue institutionelle Investoren und der freie Streubesitz hinzukamen.
Nach Angaben der Douglas Group lag der Streubesitz nach dem Börsengang bei rund 25 bis knapp 32 Prozent, während CVC Capital Partners und die Familie Kreke ihre kombinierte Mehrheit über die Übergangsphase hinweg absicherten. Damit bleibt Douglas ein Beispiel dafür, dass ein Börsengang nicht zwangsläufig zu einer breiten Streuung der unternehmerischen Kontrolle führt, sondern oft nur zusätzliches Kapital und neue, kleinere Aktionärsgruppen neben den bestehenden Mehrheitseignern hinzubringt, während die eigentliche Kontrollmehrheit unverändert bleibt. Für neue Aktionäre nach dem Börsengang bedeutet das vor allem eine Beteiligung ohne nennenswerten Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Konzerns.
Für die Familie Kreke bedeutet die heutige Struktur einen deutlichen Bedeutungsverlust gegenüber früheren Jahrzehnten, in denen das Unternehmen noch vollständig in Familienhand war. Gleichzeitig bleibt die Familie mit ihrem zweistelligen Anteil eine der wenigen verbliebenen Gründerfamilien unter den großen deutschen Handelsunternehmen mit spürbarem Einfluss auf die Unternehmenspolitik, was sie von rein finanziell orientierten Streubesitz-Aktionären unterscheidet und ihr auch im Aufsichtsrat weiterhin Gewicht verleiht.
Aktionärsstruktur der Douglas AG
| Anteilseigner | Anteil (ca.) |
|---|---|
| CVC Advisers Ltd. | 57,7 % |
| Familie Kreke | 11,9 % |
| Cobas Asset Management SGIIC SA | 5,1 % |
| Lind Invest ApS (Family Office) | 3,0 % |
| übriger Streubesitz | Rest |
Was gehört noch zum selben Konzern?
Die Douglas Group betreibt neben den klassischen Douglas-Parfümerien auch Online-Plattformen für Beauty- und Pflegeprodukte in mehreren europäischen Ländern. Das Unternehmen gehört damit zu den größten Beauty-Handelskonzernen des Kontinents.
CVC Capital Partners ist als international tätiger Finanzinvestor an zahlreichen weiteren Konsumgüter- und Handelsunternehmen beteiligt und hat seine Douglas-Beteiligung auch nach dem Börsengang 2024 nicht vollständig abgegeben.
Häufig gestellte Fragen
Ist Douglas wieder ein Familienunternehmen der Krekes?
Nicht mehrheitlich. Die Familie Kreke ist mit rund 11,9 Prozent zweitgrößter Aktionär, die Mehrheit hält CVC Capital Partners.
Seit wann ist Douglas wieder börsennotiert?
Seit dem Börsengang im März 2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse.
Wie hoch ist der Anteil von CVC Capital Partners?
Rund 57,7 Prozent über die Gesellschaft CVC Advisers Ltd.
Warum ging Douglas 2013 von der Börse?
Die Familie Kreke ging das Unternehmen gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent International von der Börse, bevor 2015 CVC Capital Partners die Mehrheit übernahm.
Gibt es bei Douglas noch weitere größere Aktionäre?
Ja, unter anderem Cobas Asset Management und das dänische Family Office Lind Invest halten jeweils einstellige Prozentanteile.
Douglas zeigt, dass auch nach einem Börsengang ein Finanzinvestor die unternehmerische Kontrolle behalten kann, während die Gründerfamilie nur noch eine Minderheitsrolle spielt. Ein ähnliches Muster im Konsumgütersektor beschreibt Wem gehört More Nutrition?, während Wem gehört 6pm? ein weiteres Beispiel für mehrstufige Konzernstrukturen im Handel liefert.

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