Wem gehört Klarna? Aktionäre nach dem Börsengang

Wem gehört Klarna? Aktionäre nach dem Börsengang 1

Klarna hat mit Rechnungskauf und Ratenzahlung im Onlinehandel viele Kassenprozesse verändert und ist als schwedisches Fintech-Unternehmen bekannt. Wem gehört Klarna, seit das Unternehmen im September 2025 an die Börse gegangen ist?

Klarna ist seit dem Börsengang am 10. September 2025 an der New Yorker Börse NYSE notiert und gehört seither einem breiteren Kreis von Aktionären. Größter Einzelaktionär ist weiterhin der US-Investor Sequoia Capital mit rund 21 Prozent der Anteile, gefolgt von Mitgründer Victor Jacobsson mit rund 8,4 Prozent und Konzernchef sowie Mitgründer Sebastian Siemiatkowski mit rund 7 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klarna ist seit September 2025 börsennotiert, gehandelt an der New Yorker Börse NYSE.
  • Sequoia Capital ist mit rund 21 Prozent größter Aktionär, ein US-amerikanischer Venture-Capital-Investor.
  • Mitgründer Victor Jacobsson hält rund 8,4 Prozent, obwohl er das operative Geschäft bereits 2012 verließ.
  • CEO Sebastian Siemiatkowski hält rund 7 Prozent über seine Beteiligungsgesellschaft Heartland.
  • Auch der Investor Silver Lake ist beteiligt, mit einem Anteil von rund 4,5 Prozent.

Hintergrund: Vom schwedischen Start-up zum Nyse-Konzern

Klarna wurde 2005 von Sebastian Siemiatkowski, Niklas Adalberth und Victor Jacobsson in Stockholm gegründet und wuchs zunächst als Zahlungsdienstleister für den skandinavischen Onlinehandel. In den 2010er-Jahren expandierte das Unternehmen europaweit, unter anderem stark in Deutschland, und sammelte in mehreren Finanzierungsrunden Kapital von Wagniskapitalgebern wie Sequoia Capital ein. Nach Jahren wechselnder Bewertungen, die zeitweise deutlich unter früheren Höchstständen lagen, entschied sich Klarna 2025 für den lange erwarteten Börsengang. Am 10. September 2025 debütierte die Aktie an der NYSE, laut Berichten mit einem Kurssprung von rund 14,6 Prozent am ersten Handelstag. Der Börsengang galt als einer der größten Fintech-Listings des Jahres 2025 und markierte für viele frühe Investoren, die Klarna schon in den 2010er-Jahren finanziert hatten, den ersten Ausstieg über den öffentlichen Kapitalmarkt.

Eigentümerstruktur im Überblick

AktionärAnteilRolle
Sequoia Capitalca. 21 %Venture-Capital-Investor
Victor Jacobssonca. 8,4 %Mitgründer
Sebastian Siemiatkowski (Heartland)ca. 7 %CEO und Mitgründer
Silver Lakeca. 4,5 %Investor
StreubesitzRestWeitere institutionelle und private Anleger seit dem Börsengang

Was gehört noch zum selben Konzern?

Klarna selbst tritt in Deutschland unter der Kernmarke Klarna auf, mit Angeboten für Rechnungskauf, Ratenzahlung und einer eigenen Shopping-App samt Preisvergleich. Ein eigenständiges Markenportfolio wie bei klassischen Konsumgüterkonzernen existiert bei Klarna nicht, da das Unternehmen als reiner Fintech-Anbieter organisiert ist. Größter Aktionär Sequoia Capital hält daneben Beteiligungen an zahlreichen weiteren Technologieunternehmen weltweit, die jedoch unabhängig von Klarna geführt werden und nicht zum Konzern zählen. Ähnliches gilt für den Investor Silver Lake, der parallel unter anderem im Technologie- und Mediensektor investiert ist, ohne dass diese Beteiligungen organisatorisch mit Klarna verbunden sind.

Häufig gestellte Fragen

Gehört Klarna einer Bank?

Nein. Klarna ist zwar selbst eine in Schweden lizenzierte Bank, gehört aber keiner anderen Bank, sondern seinen börsennotierten Aktionären, angeführt von Sequoia Capital.

Ist Sebastian Siemiatkowski noch Chef?

Ja, Siemiatkowski ist weiterhin CEO und einer der größten Einzelaktionäre. Er hält seine Anteile über die Beteiligungsgesellschaft Heartland.

Warum ist Victor Jacobsson noch beteiligt?

Jacobsson verließ das operative Geschäft bereits 2012, behielt aber als Mitgründer seine Kapitalbeteiligung bei, die durch das Unternehmenswachstum seither erheblich an Wert gewonnen hat.

Ist Klarna profitabel?

Die Profitabilität hat in den Jahren vor dem Börsengang stark geschwankt, unter anderem wegen hoher Investitionen in internationale Expansion und wechselnder Kreditausfallraten. Aktuelle Geschäftszahlen veröffentlicht Klarna seit dem Listing regelmäßig in Quartalsberichten für Aktionäre, wie es an der NYSE für börsennotierte Unternehmen vorgeschrieben ist.

Kann jeder Klarna-Aktien kaufen?

Ja, seit dem Börsengang im September 2025 sind Klarna-Aktien über die NYSE frei handelbar, wie bei jedem anderen börsennotierten US-Unternehmen auch.

Ähnlich wie bei Apple bestimmt bei Klarna heute der freie Kapitalmarkt die Eigentümerstruktur, während bei OnlyFans weiterhin eine einzelne Person die Kontrolle hält. Zahlungsdienste wie Klarna werden auch im Checkout vieler Onlinehändler angeboten, etwa bei Zalando.

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