Der Maulbeerbaum

Es gibt kaum ein spannenderes Wildgehölz als den Maulbeerbaum

Maulbeerbaueme koennen bis zu 10 Meter wachsen und werden bis zu 200 Jahren alt

Die Geschichte:

Maulbeere heißt lateinisch Morus. Die ersten Maulbeerbäume kamen um circa 400 v. Chr. aus Vorderasien.
Der Maulbeerbaum Von Griechenland aus zogen sie ein in die Gärten Italiens und Deutschlands.

Schon Karl der Große riet seinen Untertanen das Anpflanzen von Maulbeerbäumen. Sie sollten den kargen Speisezettel der damaligen Zeit verbessern. Die Bäume tragen sehr zuverlässig Früchte – auch das machte sie sehr wertvoll.
Die Früchte des Maulbeerbaums, die Maulbeeren, haben einen sehr intensiven Geschmack. Sie sind blauschwarz, rot oder weiß. Ihr Saft ist sehr aromatisch. Sie lassen sich zu Säften und Geleee verarbeiten – ja sogar zu Maulbeerwein.

In Europa sind hauptsächlich drei Arten heimisch.

Die Weiße Maulbeere, die Schwarze Maulbeere und die Rote Maulbeere. Die Weiße und die Rote kommen aus Asien, die Schwarze aus Amerika.
Das Holz ist sehr vielseitig

Maulbeerbäume werden um die zehn Meter hoch; es gibt sie auch als Sträucher. Sie verlieren im Herbst ihre Blätter. Die Rinde ist graubraun. Die Form der Blätter ist herzförmig und variiert stark.

Das Holz der Weißen Maulbeere ist hart und kann gut poliert werden.

Diese Art ist auch winterhärter als die Schwarze. Die Früchte der Schwarzen Maulbeere haben eine sehr intensive Farbe, die schwer zu entfernende Flecken hinterlässt.

Die Maulbeere ist sehr wärmeliebend. Sie war ursprünglich vor allem in Gegenden verbreitet, in denen auch Wein angebaut wurde. Die Bäume haben interessante Kronenformen; deshalb wurden sie früher gerne auf öffentlichen Plätzen gepflanzt.

Man hat Exemplare gefunden,die über 200 Jahre alt geworden sind. Aus dem Holz werden Musikinstrumente gebaut. In Asien werden die Rinde und die Fasern des Holzes zu Papier verarbeitet.

Maulbeeren und Seide. Bekannt geworden ist der Maulbeerbaum vor allem als der Futterbaum für die Raupen des Seidenspinners in China. Die Blätter dienen den Seidenspinnerraupen als Futter. Ab 1750 werden auch in Europa viele Maulbeerbäume gepflanzt.

Damit wollten sich die Europäer von den Seidenimporten aus China unabhängig machen. Seidenimporte aus Südostasien verdrängten um 1900 die europäische Seidenzucht. Damit wurden auch die Maulbeerbäume wieder von den Alleen verdrängt, wo sie oft zu finden waren.

 

Wie pflege und pflanze ich einen Maulbeerbaum?

Als ursprünglich tropisches Gewächs aus Südost Asien, ist der Maulbeerbaum in 12 Arten zu finden und auch heute noch vor allem in den warmen und tropischen Regionen zu finden. Doch auch in Europa kann man ihn mittlerweile finden. Hier zulande vor allem als Roten, Weißen und Schwarzen Maulbeerbaum.

Dank der roten, weißen oder schwarzen Beeren fällt die Zuordnung eines solchen Baumes recht leicht. Die Beeren sind süß und schmecken intensiv, sie können im Sommer gepflückt werden. Ein weiteres Merkmal sind die, dem Weidenkätzchen ähnelnden, Blätter in grüner bis gelber Farbe.

Ein kurzer Steckbrief:

Die bereits genannten drei Maulbeerbaum Arten sind äußerst robust und pflegeleicht.
Ein Maulbeerbaum kann durch beschneiden auf 5 bis 8 Meter gehalten werden, lässt man ihn wachsen erreicht er bis zu 19 Metern.

Was kälte angeht halten wohl alle einen durchschnittlichen deutschen Winter aus. Die weiße Maulbeere kann sogar minus 20 Grad im ohne Schaden verkraften.

Die Beeren selbst sind äußerst schmackhaft manche vergleichen Sie geschmacklich mit den heimischen Brombeeren.

Mit einem knorrigen Wuchs ist der Rote Maulbeerbaum sehr auffällig und alleine stehend ein echter Hingucker.

Wie gedeiht der Maulbeerbaum am besten?

Die drei ansässigen Sorten können sowohl im freien als auch im Topf gehalten werden. Im Topf sollte man zu geringe Temperaturen vermeiden da hier Wärme nicht ganz so gut gespeichert werden kann 4-6°C sind jedoch hinreichend warm. Vom Licht her sollte man einen sonnigen bis halbschattigen Ort auswählen. Der Boden darf leicht kalkhaltig sein, sollte jedoch auf jeden Fall durchlässig und nährreich sein. Aufgrund des knorrigen Wuchses und der besonders großen Krone, sollte man eine Maulbeere einzeln Pflanzen.

Da der Baum gerade im Sommer für die Früchte besonders viel Wasser benötigt, sollte man ihn ein bis zweimal die Woche gießen. Im Topf gehalten darf der Untersetzer gerne etwas nass sein. Im Winter sollte man den Maulbeerbaum nicht gießen.

Durch das schnelle Wachsen und die Produktion von Beeren sollte man einen Maulbeerbaum gut düngen. Im Frühjahr sollte man mit Kompost oder organischem Langzeitdünger für eine ausreichende Versorgung von Nährstoffen sorgen. Je nach Boden und Bedarf kann ein zweites Düngen im Juni erfolgen. Als Topfpflanze sollte man auf jeden Fall Anfang März bis Ende September wöchentlich gedüngt werden, hierfür eignet sich am besten Volldünger in fester oder flüssiger Form.

Es ist nicht notwendig den Maulbeerbaum zu schneiden, die Typische Wuchsform kann jedoch durch das Zurückschneiden der Äste und Zweige erreicht werden. Da der Maulbeerbaum nicht nur Früchte am jungen sondern auch am alten Holz trägt kann man fast nichts falsch machen wenn es ans Schneiden geht. Wenn er als Topfpflanze gehalten wird, so sollte man regelmäßig umtopfen, Wurzeln sollten gekürzt werden.

Die Wuchsform kann nicht nur durch das schneiden, sondern auch durch das Drahten beeinflusst werden. Hierfür werden die neuen Triebe im Frühjahr mit weich ummanteltem Draht umwickelt, um die Wuchsrichtung zu bestimmen. Ältere Äste können mit Spanndraht beeinfluss werden. Jede Drahtung muss jedoch nach einem halben Jahr entfernt werden, sonst wird sie die Rinde verletzen.

Um Schädlinge muss man sich bei richtiger Haltung kaum Sorgen machen. Sollte jedoch die Überwinterungstemperatur zu hoch sein, so kann es zu einem Befall mit Schildläusen kommen. Die Topfmaulbeere kann bei langer Trockenzeit im Sommer unter Spinnmilben leiden.

Die Maulbeeren sind etwa zwei Monate nach der Blütezeit im Juni genießbar. Der Baum trägt nach dem ersten Blühen jedes Jahr erneut Früchte. Obwohl die Maulbeeren gut zu anderen Delikatessen wie Marmelade, Saft oder Trockenfrüchten verarbeitet werden können, schmecken sie frisch am besten.

Getrocknete Maulbeeren: toller Geschmack und gesunde Inhaltsstoffe

Für Gesundheitsbewusste und all diejenigen, die auf Fitness und alternative Heiloptionen Wert legen, ist die Maulbeere längst als Universalfrucht kein Geheimnis mehr. Wer anstatt der frischen Früchte lieber auf die getrockneten Maulbeeren setzt, der kann von zahlreichen Effekten profitieren.

Inhaltsverzeichnis

Getrocknete Maulbeeren
Abbildung 1: Getrocknete Maulbeeren – nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Überzeugende gesunde Inhaltsstoffe

Wer sich getrocknete Maulbeeren besorgt, der greift auf Früchte zurück, die viele gesunde Inhaltsstoffe bieten und dabei ein idealer Snack für zwischendurch sind.

Grundsätzlich bestehen Maulbeeren aus einem Viertel Protein, womit sie zu einem wichtigen Lieferanten für pflanzliches Eiweiß im Körper zählen. Abgesehen davon besitzen sie eine große Menge an Natrium und Kalium, die vor allem dafür zuständig sind, dass der Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert wird.

Getrocknete Maulbeeren verfügen auch über einen hohen Anteil an Eisen. Dieses ist im Körper zuständig für den Transport von Sauerstoff im Blut und damit für einen funktionierenden Stoffwechsel. Aufgrund der Farbe liegt es schon auf der Hand, dass hier die getrocknete Maulbeere mit viel von diesem wichtigen Nährstoff punkten kann.

Es sind auch etliche Fettsäuren enthalten, wobei besonders Threonin, Histitin und Lysin, aber auch Leucin für den Körper wichtig sind. Sie kurbeln die Verdauung an und unterstützen den natürlichen Stoffwechsel im Körper.

Vitamine und Aminosäuren machen die getrocknete Maulbeere besonders

In der getrockneten Maulbeere finden sich eine große Anzahl an Vitaminen wie etwa A, B1, B 2 und B6. Auch Vitamin C und vor allem Vitamin E ist in großen Dosen enthalten, womit klar ist, dass eine gesunde Ernährung mit dieser lecker schmeckenden Frucht nicht nur dem Körper gut tut, in Erkältungszeiten Viren vorbeugt, sondern auch wichtige Sinnesorgane wie Augen bzw. die Nerven entsprechend fördert und unterstützt. Damit kann der Körper leistungsfähiger und auch ausdauernder den täglichen Belastungen stand halten.

In getrockneten Maulbeeren sind auch zahlreiche Spurenelemente enthalten. Diese dienen im Körper hauptsächlich dazu, Entzündungen vorzubeugen oder zu hemmen und die Darmtätigkeit zu regulieren. In der getrockneten Frucht sind vorwiegend Zink, Bor, Mangan und Phosphor, aber auch Kupfer und Fluor vorhanden.

Kupfer ist besonders wichtig, um den Eisengehalt der Maulbeere auch tatsächlich für den Körper aufnahmebereit zu machen. Neben diesen gesundheitsfördernden Elementen sind auch 17 verschiedene Aminosäuren in der Frucht enthalten. Besonders wichtig ist dabei die Asparagin- und die Glutaminsäure. Da diese unter anderem für den Aufbau von Knochen und Muskeln entscheidend sind, erfreuen sich getrocknete Maulbeeren auch in der Sport-Ernährung großer Beliebtheit.

Die Wirkung der getrockneten Maulbeere ist vielfältig

In getrockneten Maulbeeren ist unter anderem der sekundäre Pflanzenstoff Deoxynojirmycin enthalten, der vorwiegend gegen Diabetes Typ 2, also Altersdiabetes zum Einsatz kommt und hier helfend wirkt.

Außerdem kann ein im Dünndarm vorkommendes Enzym, das den Mehrfachzucker aufspaltet, blockiert werden. Damit gelangt der Zucker nicht ins Blut, sondern wird ausgeschieden. Auch wird dadurch verhindert, dass sich Glucosemoleküle mit roten Blutkörperchen verbinden, womit im Endeffekt der Blutzuckerhaushalt entscheidend gesenkt wird.

Inselzellen in der Bauspeicheldrüse werden repariert, womit die Insulinbildung wieder funktioniert und Diabet
es eingeschränkt wird.

Cholesterin und blutdrucksenkende Wirkung

Getrocknete Maulbeeren als Bestandteil gesunder Ernährung haben auch die Eigenschaft, dass HDL-Cholesterin erhöht und das LDL-Cholesterin gesenkt wird. So wird nachhaltig der Cholesterinspiegel im menschlichen Körper gesenkt, womit sich die Lebensqualität der Betroffenen ganz einfach wieder herstellen lässt.

Abgesehen davon können die getrockneten Früchte auch den Blutdruck senken und die Wirkung unterstützen, dass Wasser wieder mehr über die Nieren ausgeschieden wird. Überschüssiges Wasser in den Zellen wird so einfach und effektiv entfernt und dem üblichen Kreislauf zugeführt.

Für Frauen mag die Eigenschaft getrockneter Maulbeeren wichtig sein, die besagt, dass die Bakterien, die für Blasen- und Harnwegserkrankungen verantwortlich sind, gebunden werden. Insgesamt können sie so schneller wieder ausgeschieden werden.

Auch die schleimlösende Wirkung von getrockneten Maulbeeren ist längst bekannt und vor allem in der chinesischen Medizin ein wichtiger Bestandteil. Wer also bei einer Erkältung die typischen Symptome wie Heiserkeit, Fieber und Husten verspürt, tut gut daran, einfach ein paar getrocknete Maulbeeren langsam zu kauen oder daraus einen schmackhaften und heilenden Tee zu brühen.

Getrocknete Maulbeeren können unterschiedlich konsumiert werden

Getrocknete Maulbeeren, die ursprünglich eine dunkle Farbe hatten, aber durch die Trocknung hell oder sogar weiß werden, sind ein optimaler Snack für zwischendurch oder als Beigabe ins Müsli zum Frühstück. Sie sind leicht knusprig und schmecken fast wie Honig.

Da sie ähnlich wie Rosinen zu verarbeiten sind und auch ähnlich schmecken, eignen sie sich perfekt zur Mischung mit anderen Trockenfrüchten oder Nüssen. Man kann sie aber auch einfach in den Tee geben, wo sie quasi wie ein Süßungsmittel wirken.

Etwas aufwendiger ist die Verarbeitung von getrockneten Maulbeeren als Kuchenbelag, doch auch dazu eignen sie sich hervorragend. Wer gerne Marmelade oder Fruchtaufstriche konsumiert, kann aus den Früchten diese Option herstellen.

Auf Qualität beim Kauf achten

Wer sich die leckere und gesunde Nahrungsergänzung kaufen möchte, findet ein gutes Angebot in Bioläden und Reformhäusern. Auch in der Apotheke oder im Onlinehandel finden sich einige Hersteller, die getrocknete Maulbeeren anbieten. In jedem Fall ist auf gute Qualität, im Idealfall bio, zu achten.

Morus rubra – Der rote Maulbeerbaum

Wegen ihres Herkunftslandes nennt man die Roten Maulbeeren auch “Amerikanische Maulbeeren”. Ganz genau sind sie in Kanada und dem Norden der USA beheimatet. Gerade deshalb sind für den rote Maulbeerbaum, tiefe Temperaturen kein Problem. Diese Bäume haben eine Frosthärte von bis zu -20 Grad und sind deswegen perfekte Gartenpflanzen. Den Name “Die Rote Maulbeere” haben sie auch, weil Ihre Brombeer- ähnlichen Früchte wenn sie reif sind rot werden. Bei Vollreife sind sie dunkelrot bis fast schwarz und kaum von der Schwarzen Maulbeere zu unterscheiden. Auch der Geschmack ist komplett gleich.

Die beiden Bäume unterscheiden sich jedoch sehr in der Optik. Die Kronen von den Roten Maulbeerbäumen werden höher und breiter und die rauen Blätter sind viel grösser als die des Schwarzen Maulbeerbaumes. Ähnlich sind sich die beiden jedoch wieder bei der Blütenpracht. Im Mai und Juni strahlen die Bäume mit ihren Weidenkätzchen- förmigen, gelben Blüten. Ab Juli beginnt dann die Ernte der Früchte, die über viele Wochen andauern kann.

Pflegeanleitung:

Der Standort im Sommer sollte voll sonnig bis halb schattig sein. Diese Bäume haben es sehr gerne warm. Wind stört sie nicht weiter und salzige Luft können sie auch gut vertragen. Am besten gedeiht der Maulbeerbaum im Verbund mit anderen Obstbäumen, dennoch sollte auf genügend Platz bei der Anpflanzung geachtet werden. Dei Kronen Form
muss sich unbedingt komplett entfalten können, sonst gibt es Verluste bei der Ernte.

Der Standort im Winter: Als Topfpflanzen sollte sein Platz möglichst hell oder lichtarm bei 5 °C (+/- 8°C) sein. Natürlicher, vollständiger Laub -Abwurf im Herbst, dadurch geringer Lichtbedarf. Neu-austrieb ab März. Kurzzeitiges Temperaturminimum -15/-20 °C.

Bei der Pflege im Sommer sollte darauf geachtet werden das Maulbeeren in Töpfen, bei voll belaubter Krone, sehr viel und regelmäßig Wasser brauchen. Dies ist wegen der großen grünen Blätter sehr wichtig. Den Wassergaben so dosieren, dass die Erde dabei bis zum Topf- boden durchfeuchtet ist, und einen Vorrat im Untersetzer oder Übertopf liebt der Baum. Man sollte immer darauf achten das der Baum nicht austrocknet, denn dies führt zu Blattabfall und zu Ernteverlust. Ein kleiner Tipp: Falls es trotzdem einmal passiert ist das nicht ganz so schlimm denn der Baum hat eine enorme Regenerationsfähigkeit.

Im Garten gepflanzte Maulbeeren sollten im Sommer ein bis zwei mal pro Woche gegossen werden. Da der Maulbeerbaum sehr schnell wächst, ist der Nahrstoffbedarf auch sehr hoch. Düngen Sie bei einer Topfpflanzen einmal wöchentlich von März bis September mit Volldünger oder nehmen Sie im März und Juni einen Langzeit- dünger. Maulbeeren die im Garten sind kann man im Frühling mit Kompost oder Langzeit -dünger versorgen.

Bei der Pflege im Winter sollte man bei Topfpflanzen auf eine gleichmäßige Boden- feuchte achten und eher weniger gießen. Dadurch das er keine Blätter ist und sich in der laub losen Winterruhe befindet hat er geringen Bedarf an Flüssigkeit. Sobald sich aber im Frühling die Knospen bilden sollten man die Wassermengen anpassen an den Bedarf und vermehrt gießen.
Wenn der Maulbeerbaum im Topf gepflanzt ist dann muss man ihn, da er schnell wächst, auch umtopfen. Nach ein bis zwei Jahren sollte man den Baum mit einer sehr hochwertigen Topfpflanzen-erde, mit grobkörnigen Anteilen umtopfen. Das sicher die Sauerstoffversorgung. Wichtig sind auch Humus-anteile und kein Torf. Diese sorgen für die wichtige Nährstoff- und Wasser- Speicherkapazität.

Der weiße Maulbeerbaum

Der weiße Maulbeerbaum ( Morbus alba)

Dieser wunderschöne Baum wurde In Deutschland schon im Mittelalter als Hof- und Haus-Baum angepflanzt. Er liebt sonnige Plätze und hat im Mai seine volle Blütenpracht erreicht. Nachdem die letzte Blüte verblüht ist bilden sich aus dem übrig gebliebenen Stumpf dann die Früchte,die, wenn man sie betrachtet, an unsere heimische Brombeeren erinnert.

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Bekannt ist der weiße Maulbeerbaum aber nicht wegen seiner süßen Früchte sondern wegen der grünen Blätter, die den Seidenraupen besonders gut schmecken. Deshalb werden diese Bäume heute noch zum Beispiel in Indien als “Futterbäume” angepflanzt.
Den Namen ” die weiße Maulbeeren” hat der Baum nicht nur alleine wegen seiner weißen Früchte, sonder auch von den weißlichen Knospen. Die Früchte sind aber nicht immer weiß. Sie können sich, je nach Sonneneinstrahlung auch leicht rötlich färben. Sie sind aber um einiges heller als die Früchte des roten- und schwarzen Maulbeerbaums und dadurch gut zu unterscheiden. Der Geschmack der weißen Maulbeere ist so süß, das man sie am liebsten gleich vom Baum naschen möchte.
Die Blätter des weißen Maulbeerbaums können ganz unterschiedliche Formen aufweisen und sind auch von Baum zu Baum und auch an nur einem Baum sehr verschieden. Die Exemplare reichen von finger- förmig, glattrandig bis hin zu tief geschlitzt.

Der weiße Maulbeerbaum liebt zwar Standorte mit viel Sonne, ist aber Frosthart bis minus 20 grad Celsius. Das bedeutet er gehört zu den Winterharten Pflanzen. Im allgemeinen ist der Pflegeaufwand für diesen Baum Mittel und der Wasserbedarf gering.
Seine Blütezeit hat er, wie schon oben erwähnt, ab Mai für ca 4-6 Wochen. Seine Wuchs-höhe beträgt ca. 6-8 meter und jedes Jahr wird er 70-80 cm höher. Andere Pflanzen sollte man mindestens in einem Abstand von 200-300 cm pflanzen.

Bester Standort und Pflege vom weißen Maulbeerbaum:

Der Maulbeerbaum ist sehr pflegeleicht. Er mag Trockenheit und Hitze. Liebt karge Böden und hat auch kein Problem mit städtischem Klima. Am besten gedeiht er an einem warmen, sonnigen, bis halb-schattigen Platz und ist auch unempfindlich gegenüber Wind.
Auch als Topfpflanze ist der Maulbeerbaum gut geeignet. Man sollte dann nur darauf achten, dass man ihn in voll belaubtem Zustand regelmäßig und ausreichend bewässert. Das ist aufgrund seiner weichen und großen Blätter sehr wichtig.
Obwohl der Maulbeerbaum auch gut im Topf mit Trockenheit klar kommt führt wiederholte oder zu viel Trockenheit zu Blatt- und Fruchtfall.
Im Garten gepflanzte Bäume sollten bei Trockenheit im Sommer ein bis zwei Mal pro Woche gut bewässert werden.

Düngung beim Maulbeerbaum

Wegen des schnellen Wachstums ist der Bedarf an Nährstoffen auch sehr hoch. Es ist wichtig den Maulbeerbaum im Topf von März bis September einmal in der Woche mit Volldünger (wasserlösliches Pulver, flüssig oder in Stab-form) zu versorgen. Man kann aber auch im März und Juni Langzeit-Dünger verwenden.
Ausgepflanzte Maulbeerbäume kann man im Frühjahr mit organischem Langzeit-Dünger oder Kompost düngen und falls es nötig ist im Juni nachdüngen.
Schnitt beim Maulbeerbaum

Den Maulbeerbaum zu schneiden ist nicht unbedingt nötig, jedoch kann man um die Größe der Baumkrone und ihre Verästelungen zu steuern einmal im Jahr im März den Baum zurechtschneiden. Beim Schnitt selbst können sie nichts falsch machen, denn die Maulbeeren setzten am alten und am jungen Holz Früchte an.

Die schwarze Maulbeere: Wie gesund ist sie wirklich?

Die Schwarze Maulbeere ist eine aromatische Energiefrucht und sieht unserer heimischen Brombeere sehr ähnlich. Sie schmeckt süß- säuerlich und ihrer Farbe ist bei Vollreife dunkelrot/ dunkelviolett.

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Wie oben erwähnt enthält die schwarze Maulbeere eine Menge an Mineralstoffen. Besonders zu erwähnen sind ihre hohen Anteile an Zink und Eisen.

Mit 100g Maulbeeren könnte ein Erwachsener das fünf- bis achtfache vom Tagesbedarf an Zink und Eisen aufnehmen. Weiters kann mit 100 g auch den Tagesbedarf an Calcium und Kalium abgedeckt werden. Magnesium zu ca 50%. Die schwarze Maulbeere enthält auch den Ballaststoff Pektin und ist deshalb nicht so süß wie ihre beiden Kollegen.

Das, was wir als Frucht ernten und essen ist eigentlich eine Scheinbeere, die am Holz vom Vorjahr reifen. Bei vollreife halten sich die Früchte zwei Tage an den Bäumen und fallen dann ab. Sie halten. Was für die Ernte im Juli und August sehr einfach ist. Man sammelt die Beeren dann vom Boden ein und kann Sie weiterverarbeiten. Die wird ca 3-6 cm groß und hat eine längliche Form. Dadurch das die schwarzen Maulbeeren eine sehr intensive Farbe haben kann es sehr leicht zu abfärbungen kommen. Man sollte deshalb gut darauf achten wo man sie abstellt oder was man damit macht.

Die Früchte sind leider nicht allzu lange haltbar, deshalb werden sie entweder sofort verarbeitet. Man kann sie trockenen, einfrieren, pressen oder weiterverarbeiten zu Saft , Gelee oder Mus. Auch eine leckere Marmelade lässt sich aus den Maulbeeren machen. Als Trockenfrüchte sind Maulbeeren lange haltbar und schmecken toll im Müsli. Sie haben dann eine Ähnlichkeit mit Rosinen, sind aber etwas fruchtiger und eine schöne Abwechslung. Wenn man den Geschmack der puren, gepressten Maulbeere als Saft nicht möchte, schmeckt es auch sehr gut sie mit einem anderen Fruchtsaft , oder Wasser vermischen oder verdünnen.

Der Maulbeerbaum und die Seide

Der Maulbeerbaum und die Seide
Seide ist eine der empfindlichsten und zartesten Fasern in unserer Welt. Kaum jemand weiß, wie sie gewonnen wird oder wie sie überhaupt entsteht. Seide ist tierischen Ursprungs und wird durch das Gespinst der Seidenspinnen- larven erzeugt.
Im alten China war Seide schon ca. 3000 Jahre v.Chr. bekannt. Einer Sage nach, wurde sie dort für die Herstellung der Kleider eines legendären Kaisers genutzt.

Die Seiden- Gewinnung:
Eine der ältesten Kulturpflanzen, die eng mit dem Gummibaum und der Feige verwandt ist, ist der Maulbeerbaum. Er spielte bei der Gewinnung von Seide schon während des 19. Jahrhunderts eine sehr große Rolle.
Bis zu 15 Meter hoch kann der wunderschöne grüne Baum wachsen. Vor ca 120 Jahren diente er in Europa auch der Zucht des Seidenspinners (Bombyx mori.) Das ist ein kleiner, grauer Schmetterling, der deshalb auch “Maulbeerspinner” genannt wird.

In Europa wurden dann, Maulbeerbäume aus subtropischen Gebieten eingeführt, damit ganze Felder und Landschaften für die Produktion von Seide genutzt werden können. Die kleinen Raupen des Seidenspinners ernähren sich von den saftigen grünen Blättern des Maulbeerbaumes bis sie sich dann häuten und verpuppen.
Um den beliebten Seidengarn zu gewinnen wird die verpuppte Raupe des Seidenspinners sogar extra gezüchtet. Die Kokons in denen sich die Raupen befinden werden abgesammelt und gekocht. Dadurch kann man dann die Fasern, in Form von feinen Spinnfäden abwickeln. Diese zarten Fäden können sogar eine Länge von bis zu 1500 Meter haben und sind der wichtigste Rohstoff für die Produktion und Gewinnung von Naturseide.

Die Eigenschaften der Naturseide:
Der feine Kokon der Seidenraupen besteht ganz aus tierischem Protein (Eiweiß). Dies ist auch der Grund dafür, dass die aus diesem rein organischem Kokon gewonnene Seide, nach der Verarbeitung sehr empfindlich auf jegliche Einflüsse der Umwelt ist.
Es ist dadurch sehr wichtig solche Produkte nur mit milden Reinigungsmitteln und am Besten per Hand zu waschen. Naturseide reagiert, wegen der vielen Proteine, sehr stark auf Hitze und kann durch zu hohe Temperaturen beim Waschen oder auch durch ein falsches Waschprogramm, sehr schnell zerstört werden. Auch zulange Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, denn dann kann es sehr leicht passieren das das schöne Kleidungsstück vergilbt. Seide darf auch nie im Trockner getrocknet oder gar geschleudert werden.

Man kann den Seidengarn in drei Arten einteilen:
· Haspel seide- ist der wertvollste Seiden-teil,
· Bourette seide- ist ein wertvoller Abfallstoff
· Schappeseide- sie wird in unterschiedlichen Web-verfahren zum Beispiel als Chiffon, Satin, Taft, Alta und Organza verarbeitet

Maulbeerbaum-Früchte-Rezepte

Maulbeerbaum FrüchteAus den weiblichen Blüten entwickeln sich, je nach Sorte, die Früchte. In Deutschland gibt es 3 Arten von Maulbeer- Bäumen, wo die Früchte essbar sind. Die Maulbeer- Früchte sehen nicht nur unserer Brombeere zum verwechseln ähnlich, sie schmecken auch fast gleich. Die Schwarzen und die Roten sind zwar etwas intensiver im Geschmack und im Aroma aber auch die weißen sind sehr saftig und süß. Die Erntezeit der Maulbeer-Früchte ist im Sommer. Wer jedoch nicht genug von den leckeren Früchten hat, kann diese auch trocknen. Sie schmecken dann ähnlich wie Rosine, aber haben eine nahezu transparente Farbe. Es gibt auch leckere Maulbeer-Rezepte, wo man die frische Frucht z B. in eine köstliche Marmelade verwandeln kann.

Rezepte für Maulbeeren:
Die Verarbeitung von Maulbeeren wird in Deutschland von Jahr zu Jahr immer beliebter. Der Maulbeerbaum gehört zu der Pflanzengattung der Familie der Maulbeer- Gewächse.
Wir haben Ihnen in zwei leckeren Rezepten aufgeschrieben, erklären wir Ihnen, wie Sie die Maulbeere lecker verarbeiten und anschließend genießen können.

Rezept 1 : Maulbeer-Marmelade

Zutaten:
500 ml Wasser,
2 kg reife Maulbeeren,
4 El Limettensaft,
1,5 kg Zucker,

Wenn Sie ihre Marmelade nicht so süß mögen, können sie noch einen zweiten Esslöffel Limettensaft dazugeben.

Nun zur Zubereitung der Marmelade:

Als erstes waschen Sie die Maulbeeren gründlich um Sie anschließend zu entstielen. Danach schneiden Sie die Beeren in kleine Würfel-stücke.
Als nächstes geben Sie die Maulbeeren in das Wasser zusammen in einen Kochtopf. Lassen Sie die Beeren kochen, bis sie gar sind. Danach geben Sie den Limettensaft und den Zucker dazu hinzu und lassen es unter Rühren so lange kochen, bis die Masse schön eingedickt ist.
Ein kleiner Tipp:
Damit die Marmelade länger haltbar ist sollten Sie sie, nachdem sie etwas abgekühlt ist in Einmachgläser umfüllen.

Rezept 2:
Ein köstliches Dessert : Maulbeeren-Kirsch-Kompott
Zutaten:
1 kg Sauerkirschen,
1 kg Maulbeeren,
1 Glas Wasser,
Optional ist : 1 Glas trockener Weißwein
500 g Gelierzucker,
Zubereitung:
Zuerst waschen Sie die beiden Fruchtsorten. Danach entfernen Sie die Stiele der Maulbeere und die Kerne der Kirschen.
Geben Sie nun beide Früchte in einen Topf und fügen das Glas Wein oder das Wasser hinzu. Nun bringen Sie die Maulbeeren-Kirsch-Masse, unter ständigem Rühren auf höchster Hitze-stufe, zum Kochen.
Servieren Sie das Kompott, noch warm oder kalt, in kleine Portionen. Dazu empfehlen wir als Beilage Vanille-Eis oder/und Schlagsahne.
Sollten Sie das Kompott erst später benötigen, so lassen es abkühlen und füllen es dann in Einmachgläser. So ist es einige Wochen haltbar.

Maulbeerwein selber machen

Leckerer und gesunder Genuss ohne Reue: Der Maulbeerwein. Erfahren Sie, was ihn so besonders macht, wie er schmeckt und wie Sie ihn selbst herstellen können.

Die kleinen Maulbeeren haben einen leckeren erfrischend süßen Geschmack und zeichnen sich durch gesundheitsfördernde Eigenschaften aus. Maulbeeren erinnern an längliche Brombeeren und die Farben reichen von weiß über rot bis hin zu schwarz.

Während der Reife bilden Maulbeeren gesundheitsfördernde Pflanzennährstoff-Verbindungen wie Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe sowie Polyphenol-Pigmente. Maulbeeren sind ein regelrechtes Superfood, denn sie liefern die Vitamine E, K, C, E, eine Reihe der B-Vitamin sowie zahlreiche Mineralstoffe. Maulbeeren sind saftig, weich und zeigen im reifen Zustand eine pralle und kräftige Farbe.

Maulbeerwein
Der Maulbeerwein: Lecker und trotzdem gesund

Maulbeeren als Wein genießen

Nicht nur als Dessert oder Snack zwischendurch bereichern die gehaltvollen Maulbeeren den Speiseplan. Aus Maulbeeren lässt sich ein leckerer Wein produzieren, der ein erfrischendes Aroma entfaltet.

Für den Maulbeerwein können weiße oder schwarze Maulbeeren verwendet werden. Häufig werden die dunklen Maulbeeren eingesetzt, um mit ihnen einen anderen Wein zu färben und den Geschmack zu veredeln.

Der Maulbeerwein: Fruchtig und vollmundig

Maulbeerwein zählt zu den exklusiven Exoten im Bereich der Fruchtweine. Der Wein aus Maulbeeren weist einen ausgegorenen trockenen Geschmack auf, der neben dem Genuss auch Vitalität schenkt. Er ist vollmundig, intensiv fruchtig und benötigt keine künstlichen Aromastoffe, da er 100% natürlich ist.

Er kann kann pur getrunken oder als leichte Schorle genossen werden. In der kalten Jahreszeit lässt der Maulbeerwein sich kurz erhitzen und sorgt für wohligen Genuss. Quais eine lecker Glühwein-Alternative.

Maulbeerwein selber machen

Man kann Maulbeerwein auch selbst herstellen. Für die eigene Herstellung ist keine besondere Keltermethode oder Fachwissen erforderlich. Es müssen lediglich die Maulbeerfrüchte in einen Behälter gegeben und in der warmen Sommerluft gegärt werden.

Nach dem Gären der Maulbeerfrüchte wird der Sud durch ein sehr feines Haarsieb gegossen. Anschließend lässt man den feinen Saft nochmals aufgären. Die Trübstoffe sind einfach durch das Sieben mit einem Mulltuch zu entfernen. Sobald der Saft nicht mehr gärt (“blubbert”), kann er in saubere Flaschen gefüllt werden. Nach ca. 4-6 Monaten ist ein trockener und ausgegorener Maulbeerwein das Ergebnis.

Rezept für den Maulbeerwein

Was für die Herstellung gebraucht wird

Für eine professionellere Herstellung des Weins (5 Liter) werden benötigt:

  • 3 kg Maulbeeren
  • 1,25 kg Zucker
  • 2 Liter Wasser
  • 7,5 ml Antigel
  • 2 g Hefenährsalz

Die Zutaten werden in ein kleines Fass gegeben, wobei die Maischegärung ca. 8-10 Tage benötigt. Anschließend presst man den Wein ab und lässt ihn zu Ende gären. Der Maulbeerwein zeigt eine gute Selbstklärung und kann zu allen Speisen gereicht werden.

Gesund und lecker: Der ausgefallene Genuss

Maulbeerwein ist ein besonderer Genuss ohne Reue. Die gehaltvollen und extrem gesunden Inhaltsstoffe der Maulbeere zählen zum Bereich des Superfoods.

Er ist eine Spezialität unter den Fruchtweinen und wurde schon von Sokrates sowie Hildegard von Bingen als geschmackvolles Heilmittel eingesetzt. Maulbeeren können selbst im Garten gepflanzt werden, stammen heute in der Regel aus der Türkei oder sind in ausgesuchten Geschäften erhältlich.

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