Apulien

Apulien gilt schon lange als Geheimtip. Lesen Sie hier wann die beste Reisezeit ist für Apulien, was Sie in Apulien gesehen und gemacht haben sollten und was Sie generell wissen sollten für Ihren Urlaub in Apulien.

Apulien gilt als Dauerbrenner unter den Geheimtipps. Der italienische Stiefelabsatz mit den Provinzen Lecce, Brindisi, Taranto, Bari und Foggia, bietet Urlaubern landschaftliche und architektonische Höhepunkte: Sanft gewellte Hügel, rotbraune Olivenhaine, romantische Fischerorte, Strände mit glasklarem Wasser und eine Badesaison von Mai bis Oktober. Dazu prunkvolle Barockstädte, romanische Kathedralen. Besonders reizvoll sind die Trulli, landestypische, spitzkegelige Rundbauten, die heute häufig auch als Ferienhaus gebucht werden können. Alberobello ist für seine Trullis weltberühmt. Die imposanten Kastelle entstanden unter der Regie des Stauferkaisers Friedrich II. Castel del Monte ist das Wahrzeichen Apuliens. Es symbolisiert die Verbindung der Stauferkaiser zu Süditalien im Mittelalter. Der achteckige Grundriss und die 8 Türme haben schon zu vielen Spekulation Anlass gegeben.

Apulien – Reisezeit

Das Klischee vom sonnigen Süden trifft auf Apulien zu: Von April bis Oktober scheint die Sonne und es regnet fast nie. Zu Ostern sind Werte von um die 20 Grad sicher. Im August/September steigen die Temperaturen dann bis auf über 30 Grad, manchmal sogar 40 Grad. Im September liegt die Temperatur häufig immer noch knapp unter 30 Grad und den Oktober kann man bei über 20 Grad genießen. Die Wassertemperaturen liegen von Juni bis September bei angenehmen 20 – 25 Grad.

Apulien – Sehenswürdigkeiten

Kaum in Europa ist die Schnittstelle zwischen Okzident und Orient besser sichtbar als in Apulien. Viele verschiedene Völker haben im Laufe der Jahrhunderte in Apulien gelebt. Besonders in Lecce, der Privinzhauptstadt hinterließen Albaner, Griechen, Juden, Genueser und Florentiner, sowohl ihre kulturellen, wie architektonisch interessanten Spuren. Die Metropole des Salento erlebte zwischen 1550 und 1750 eine wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit, durch welche die Altstadt eine wunderbare Verwandlung erlebte. „Das Florenz des Barock“, wie die Italiener Lecce nennen, ist auch heute noch eine wohlhabende Universitätsstadt, die viel Flair und Atmosphäre besitzt.

Apulien – Aktivitäten

Apulien eignet sich hervorragend für eine Kulturreise aber genauso für einen Badeurlaub, eben für erholsame wie auch anregende Ferien für sportlich Aktive. Wassersport: Die sauberen Strände und das klare Wasser an Apuliens 800 km langer Küste lädt zu einer Vielzahl von sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Segeln, Surfen Tauchen und Angeln ein.
Angeln: Für das Angeln im Meer ist keine besondere Genehmigung notwendig. Segeln: Das Adriatische und das Ionische Meer bieten interessante Segelreviere. Das Ionische Meer ist fischreich und oft begleiten Delphine das Schiff.

Die Wetterverhältnisse sind stabil (hohe Navigationssicherheit). Ideal ist von hier aus ein zweiwöchiger Segeltörn, bei dem man die Ionischen Inseln und das dazugehörige Festland besichtigen kann. Surfen: Geübte Surfer finden an der Ostspitze des Gargano interessante Reviere. Anfänger lernen den Sport z.B. an den Sandstränden zwischen Bari und Brindisi, östlich von Lecce bei Torre Chianca und San Cataldo oder am Ionischen Meer mit seinen langen, teils von niedrigen Dünen begrenzten Stränden im Süden. Tauchen: Schöne Tauchgründe bieten die Tremiti-Inseln (Ausrüstung mitbringen, da kein Verleih vorhanden!), die Buchten rings um den Gargano und das Kap Léuca.

Apulien – Highlights

Jeden Sommer organisiert die Stadtbehörde von Leuca Kap und dem Salent, kostenlose Kulturveranstaltungen: folkloristische Tänze und Feste, Konzerte, Kino und Theater im Freien. Mandurai ist der wichtigste Ort an der Ostseite der ionischen Provinz zwischen Lecce, Brindisi und Tarent. Räuber und Eroberer beherrschten wechselseitig den Ort. Aus dieser Zeit kündet noch die Zyklopenmauer. In Apulien werden ausgezeichnete Weine angebaut. Viele Weingüter bieten Weinverkostung an: Das Weingut der Leone de Castris ist seit dem 17. Jahrhundert im Familienbesitz. Auf über 380 Hektar werden kräftige Rotweine angebaut. Es dominieren die Rebsorten Negroamaro und Malvasia Nera.

Apulien – Anreise

Flugzeug: Alitalia und Lufthansa fliegen Bari und Brindisi von verschiedenen deutschen Flughäfen mit Linienmaschinen ganzjährig an. Günstiger sind jedoch die Chartermaschinen, die von Mitte April bis Anfang Oktober verkehren. Wer etwas mehr Reisezeit aufwenden kann, der kann auch bei langfristiger Reiseplanung zum Schnäppchenpreis nach Apulien reisen. Der Trick: Die Anreise erfolgt über Neapel mit Weiterfahrt per Bus, Bahn oder Mietwagen.
Auto: Von Süddeutschland über die Brenner-Autobahn (A22) nach Bozen, Trento, Verona und Modena, wo man auf die A1 nach Bologna wechselt und dann die breit ausgebaute Adria-Route (A14 „Adriatica“) nach Rimini, Ancona und Pescara nimmt, die an der Grenze Apuliens vom Meer ins Landesinnere abzweigt und fast bis Taranto weiterführt. Aus dem Westen Deutschlands fährt man am besten über Frankfurt nach Basel (A5) und gelangt über die St. Gotthard-Autobahn (N2) nach Chiasso (Grenze Schweiz/Italien). Von dort aus führt die Strecke dann über Mailand nach Bologna (A9 und A1). Weiter geht es über die „Adriatica“ via Rimini, Ancona und Pescara bis Bari und Taranto. Bahn:
Die Gotthart-Linie führt von Basel nach Mailand. Von dort geht es mit der Diretissima weiter bis Rom. Ab Rom existieren täglich diverse Direktverbindungen nach Lecce. Alternative: Auf der Hauptlinie Bologna-Ancona-Pescara-Foggia-Bari verkehren täglich mehr als 10 Züge.

Reisetipps

Seit dem 01.April 2004 sind alle Fahrer von Kraftfahrzeugen verpflichtet, nach einem Unfall oder einer Panne beim Verlassen des Fahrzeuges eine reflektierende Warnweste mit dem Kontrollzeichen EN471 zu tragen. Wer gegen diese Regelung verstößt dem droht ein Bußgeld. Wer bei einer Verkehrskontrolle keine Weste vorweisen kann, wird nicht bestraft, sondern nur auf sein Vergehen hingewiesen. Im Süden Italiens sollten Reisende auf besondere Hygiene vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch achten; jedenfalls alles frisch gekocht oder frisch (selbst) geschält verzehren. Medikamente (z. B. gegen Durchfallerkrankungen) sowie Mückenschutzmittel sind empfohlen. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet. Das Trinkwasser sollte in abgepackter Form in Geschäften erworben werden.
Der „Mann aus Apulien“, gleichnamiger Roman von Horst Stern als Reiselektüre.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.