
Ein Glas Pesto ist angebrochen schnell verdorben, und selbst gemachtes hält im Kühlschrank kaum eine Woche. Einfrieren löst beides – Pesto gehört sogar zu den Lebensmitteln, die im Gefrierfach kaum leiden. Es gibt allerdings einen Bestandteil, den man besser weglässt, wenn man auf Vorrat produziert.
Das Wichtigste in Kürze
- Eiswürfelform ist die praktischste Portionsgröße – ein Würfel reicht für eine Portion Pasta.
- Käse besser weglassen und erst frisch unterrühren – er wird beim Lagern körnig und dominant.
- Ölschicht obendrauf schützt vor Gefrierbrand und Verfärbung.
- Haltbarkeit: ohne Käse 6 Monate, mit Käse rund 3.
- Nicht kochen: gefrorenes Pesto am Ende einrühren, nicht mitköcheln.
Warum der Käse besser draußen bleibt
Parmesan und Pecorino sind Hartkäse und überstehen das Einfrieren an sich gut. In einer Ölemulsion verhalten sie sich aber anders: Über die Monate trennt sich das Käsefett teilweise ab, und das Pesto wird nach dem Auftauen körnig. Dazu kommt, dass gereifter Hartkäse beim Lagern im Gefrierfach an Schärfe gewinnt und die feineren Aromen von Basilikum und Pinienkernen überdeckt.
Die einfache Lösung: Pesto ohne Käse einfrieren – also nur Kräuter, Nüsse, Knoblauch, Öl und Salz – und den frisch geriebenen Käse erst beim Servieren unterrühren. Das Ergebnis kommt frisch zubereitetem Pesto deutlich näher.
Pesto einfrieren – Schritt für Schritt
- Basis herstellen: Kräuter, Nüsse oder Kerne, Knoblauch, Öl und Salz mixen – Käse weglassen.
- In die Eiswürfelform füllen: die Fächer zu etwa neunzig Prozent füllen.
- Mit Öl abdecken: einen Teelöffel Olivenöl auf jeden Würfel geben. Die Schicht schließt Luft aus.
- Einfrieren: mehrere Stunden, bis die Würfel fest sind.
- Umfüllen: aus der Form lösen und in einen Gefrierbeutel geben – so ist die Form wieder frei.
- Beschriften: Pestoart und Datum.
Für angebrochene Gläser aus dem Supermarkt funktioniert dasselbe: Rest in die Eiswürfelform füllen, Öl darüber, einfrieren.
Welche Pestoarten sich eignen
| Sorte | Eignung | Haltbar |
|---|---|---|
| Basilikumpesto ohne Käse | sehr gut | ca. 6 Monate |
| Rucola-, Bärlauch-, Petersilienpesto | sehr gut | ca. 6 Monate |
| Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten | sehr gut | ca. 6 Monate |
| Pesto mit Käse | gut | ca. 3 Monate |
| Pesto mit Sahne oder Frischkäse | schlecht | trennt sich |
Besonders lohnend ist Bärlauchpesto: Bärlauch hat eine Saison von wenigen Wochen im Frühjahr, und eingefroren als Pesto steht er das ganze Jahr zur Verfügung.
Gefrorenes Pesto verwenden
- Pasta: ein bis zwei Würfel in die abgetropften, noch heißen Nudeln geben und mit einem Löffel Nudelwasser cremig rühren.
- Suppe: einen Würfel am Ende einrühren – nicht mehr kochen lassen.
- Ofengemüse und Fleisch: gefroren auf die heiße Speise legen, es schmilzt von selbst.
- Dressing: antauen lassen und mit Essig und Öl verrühren.
Warum nicht mitkochen? Die Aromastoffe in Basilikum und Knoblauch sind flüchtig und verlieren sich bei längerer Hitze. Pesto wird deshalb immer zum Schluss zugegeben, nicht mitgekocht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält eingefrorenes Pesto?
Ohne Käse rund sechs Monate, mit Käse etwa drei. Danach ist es nicht verdorben, verliert aber Aroma.
Warum wird mein Pesto dunkel?
Basilikum oxidiert an der Luft. Eine Ölschicht auf den Würfeln und luftdichte Verpackung bremsen das deutlich. Wer besonderen Wert auf die Farbe legt, blanchiert die Basilikumblätter vorher fünf Sekunden.
Kann ich gekauftes Pesto aus dem Glas einfrieren?
Ja. Fülle den Rest in eine Eiswürfelform, gib etwas Öl darüber und friere ein. Weil gekauftes Pesto Käse enthält, rechne mit rund drei Monaten.
Muss ich Pesto auftauen?
Für warme Gerichte nicht – der Würfel schmilzt in Sekunden. Für Dressings und kalte Anwendungen lässt du ihn bei Raumtemperatur antauen.
Die Grundzutat auf Vorrat: Basilikum einfrieren. Dazu passen Nudeln einfrieren und Käse einfrieren.
Eine Gesamtübersicht mit allen Blanchierzeiten und Haltbarkeiten findest du unter Gemüse einfrieren und blanchieren.

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