Sellerie einfrieren: Knolle und Staude im Vergleich

Sellerie einfrieren – Titelbild

Sellerie ist im Rezept fast immer eine Nebenrolle – ein Stück Knolle für die Brühe, zwei Stangen für den Eintopf. Der Rest liegt herum. Einfrieren löst das Problem, allerdings mit einem Unterschied, den viele Anleitungen übergehen: Knollen- und Staudensellerie verhalten sich unterschiedlich. Hier steht, was für welchen gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Knollensellerie: schälen, würfeln, 3 Minuten blanchieren – hält 10 bis 12 Monate.
  • Staudensellerie: in Stücke, 2 Minuten blanchieren – wird weich, taugt danach nur für Gekochtes.
  • Roh geht auch als Suppengemüse-Mischung, dann rund 3 Monate.
  • Das Selleriegrün nicht wegwerfen – gehackt eingefroren ist es ein kräftiges Würzkraut.
  • Nicht auftauen: gefroren in Suppe, Eintopf oder Fond.

Knollensellerie einfrieren

  1. Schälen: Die Schale ist dick und erdig – großzügig mit dem Messer abschneiden, nicht mit dem Sparschäler.
  2. Würfeln oder stifteln: etwa ein bis zwei Zentimeter groß, je nach späterer Verwendung. Für Püree gröber, für Suppengemüse feiner.
  3. Blanchieren: 3 Minuten in sprudelnd kochendem Wasser. Ein Spritzer Zitronensaft im Wasser hält die Würfel hell – Sellerie verfärbt sich sonst schnell bräunlich.
  4. Abschrecken: sofort in Eiswasser, bis die Würfel kalt sind.
  5. Trocknen und vorfrieren: abtupfen, auf einem Blech ein bis zwei Stunden anfrieren.
  6. Verpacken: portionsweise in Beutel, Luft heraus, beschriften.

Wer regelmäßig Suppe kocht, friert Sellerie am besten gleich als fertige Suppengemüse-Mischung mit Möhren und Lauch ein. Blanchiere die Sorten dabei einzeln – die Zeiten unterscheiden sich – und mische sie erst danach.

Staudensellerie einfrieren

Staudensellerie hat deutlich mehr Wasser und weniger Struktur als die Knolle. Nach dem Auftauen ist er schlaff – für Gemüsesticks mit Dip oder Waldorfsalat also verloren. In Suppen, Fonds, Bolognese und Schmorgerichten spielt das keine Rolle, dort zählt nur das Aroma.

Wasche die Stangen, entferne die groben Fäden, schneide sie in ein bis zwei Zentimeter breite Stücke und blanchiere sie zwei Minuten. Danach abschrecken, trocknen, vorfrieren und verpacken. Blanchiert hält Staudensellerie acht bis zehn Monate, roh eingefroren rund drei.

Die beiden Sorten im Vergleich

SorteBlanchierenHaltbarkeitDanach geeignet für
Knollensellerie3 Min.10–12 MonateSuppe, Püree, Ofengemüse, Fond
Staudensellerie2 Min.8–10 MonateSuppe, Sauce, Schmorgerichte
Selleriegrünnicht nötigca. 6 MonateWürzen wie Petersilie

Das Selleriegrün: das unterschätzte Würzkraut

Die Blätter des Staudenselleries landen meist im Müll, dabei sind sie aromatischer als die Stangen. Sie schmecken ähnlich wie Liebstöckel und passen zu Suppen, Eintöpfen, Kartoffelgerichten und Fonds.

Behandle sie wie Petersilie: waschen, sehr gründlich trocknen, hacken und trocken in einem Beutel oder Schraubglas einfrieren. Gefroren bleibt das Grün rieselfähig und lässt sich löffelweise entnehmen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Sellerie roh einfrieren?

Ja, für etwa drei Monate. Er verfärbt sich dann aber schneller bräunlich und verliert Aroma. Für längere Lagerung lohnt das Blanchieren.

Warum wird mein Sellerie beim Blanchieren braun?

Das ist eine enzymatische Bräunung wie bei Äpfeln. Ein Esslöffel Zitronensaft im Blanchierwasser bremst sie deutlich.

Kann ich eine ganze Selleriknolle einfrieren?

Davon ist abzuraten – sie blanchiert nicht durch und lässt sich gefroren nicht teilen. Ganze Knollen halten sich ohnehin mehrere Wochen im Gemüsefach.

Eignet sich aufgetauter Sellerie für Salat?

Nein. Für Waldorfsalat, Rohkost oder Gemüsesticks braucht es frische Ware. Eingefrorener Sellerie ist Kochgemüse.

Zum Suppengemüse gehören außerdem Möhren einfrieren und Lauch einfrieren.

Eine Gesamtübersicht mit allen Blanchierzeiten und Haltbarkeiten findest du unter Gemüse einfrieren und blanchieren.

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